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Thema: [Cubiculum] Marcus Iulius Dives & sua familia
Marcus Iulius Dives

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RE: Long time no see 20.07.2018 01:36 Forum: Domus Iulia


Eine gefühlte Ewigkeit verging. Still und stumm stand Dives da und sah Fausta aus leeren Augen an, während er die Flut an Gedanken in seinem Kopf zu ordnen versuchte. Der Iulier bemühte sich darum, auszublenden, wie offenkundig unterwürfig sich seine Ehefrau hier gerade zeigte. Denn ein solches Verhalten war zwar gewiss alles andere als ihre gewöhnliche Art. Dennoch mochte auch dies unter Umständen nur eine raffinierte Finte sein - Dives unbemerkt einzuwickeln, indem sie für einen kurzen Augenblick aus ihrer Rolle fiel. Und derart oft, wie der Iulier bereits gutherzig anderen Vertrauen geschenkt hatte, welches im Anschluss sodann bitter enttäuscht worden war, wollte er sich gewiss nicht noch einmal gutgläubig und naiv täuschen lassen. Er fokussierte sich in der Folge also nach Kräften auf die vorliegenden Fakten:

Unbestreitbar fakt war wohl, dass Fausta mit den gemeinsamen Kindern nach Misenum reisen wollte. Das hatte sie behauptet. Und das passte auch mit den Erzählungen Minors zusammen. Ebenfalls unbestreitbar fakt war wohl, dass Fausta in irgendeinem Konflikt mit den Praetorianern stand. Noch immer hegte Dives seine Zweifel daran, dass dies irgendetwas mit dem Sklavenaufstand zu tun haben könnte, da ihm dergleichen weiterhin recht abwegig erschien. Doch der Praetorianer vor der Domus Iulia machte klar, dass irgendein Konflikt existierte - und gar zwangsläufig existieren musste, da nach Ausschluss aller anderen Optionen, die letzte verbleibende nach den mathematischen Gesetzen der Logik notgedrungen wahr sein musste. Möglicherweise gab es ja einen Zusammenhang zwischen Faustas Freistellung als Procuratrix und der Präsenz der Praetorianer? Der Senator wusste es nicht und konnte entsprechend nur darüber spekulieren. Doch bevor er sich in solchen Gedankenspielen erging, bemühte er sich erneut um Konzentration auf die Fakten. Denn unbestreitbar fakt war wohl auch, dass Fausta selbst in der aktuellen Situation und Lage neuerlich bestrebt zu sein schien, die gemeinsamen Kinder aus Roma zu schaffen.

Es erhärtete sich der iulische Eindruck und Verdacht, dass Fausta tatsächlich Angst hatte. Ihre Geschichte über die Perücke mochte der Wahrheit entsprechen oder aber zum Zwecke der Übertreibung - auf dass Dives ihrer Geschichte mit größerer Wahrscheinlichkeit Glauben schenkte - frei erfunden sein. Doch wie dem auch war, schien seine Ehefrau im Kern wohl wahrlich um das Wohlbefinden ihrer Kinder besorgt. Dies wiederum besorgte selbstredend auch den divitischen Ehemann und Vater seinerseits. Denn mit den Praetorianern vor dem Haus und einer Erpesserin und Auftragsmörderin, die sich nun offenbar sehr um das Wohl ihrer Kinder sorgte, musste die Lage zweifellos überaus ernst sein - ja, ernster als nur ernst:

Denn was Fausta nachfolgend offenbarte, riss dem divitischen Senator sodann gänzlich den Boden unter den Füßen weg, beraubte ihn im Bruchteil eines Wimpernschlags seiner über Jahre aufgebauten, mittlerweile doch recht kontrollierten Fassade und zerstörte augenblicklich jeden iulischen Stolz und jede Dives innewohnende senatorische Würde. Sie erklärte ihm, dass sein intimstes Geheimnis nicht länger geheim und im Gegenteil faktisch gar so gut wie öffentlich war! Denn wo der Iulier bisher stets einigermaßen hatte kontrollieren können, wer über seine im elitären Kreis der Senatoren mit sehr viel Glück vielleicht noch gerade so tolerierten, mitnichten jedoch akzeptierten Neigungen Bescheid wusste und wer nicht, da fehlte ihm von nun an augenscheinlich jedwede Handhabe. Seine weitere Karriere im Senat schien damit zwangsläufig in just diesem Augenblick beendet. Denn er war mit dieser Entwicklung nun mehr als offensichtlich erpressbar geworden, solange der Tiberier und seine Praetorianer schwiegen. Und er würde stante pede unwählbar werden, sobald der Tiberius und seine Praetorianer ihr Schweigen brachen. Wie man es auch drehte und wendete, die divitische Stellung war dahin. Der große Traum des Soldatensohnes war ausgeträumt. Es war vorbei...


Einst hatte Germanicus Aculeo die Neigung des Iuliers erkannt. Treu bis zum letzten Atemzug hatte er dieses Geheimnis anschließend bewahrt und damit in höchstem Maße bewiesen, welche große und tiefe Freundschaft sie verband. Später hatte sich Dives auf eine Liebschaft mit Decimus Serapio eingelassen und sein Geheimnis damit unweigerlich auch ihm anvertraut. Der hatte dieses Vertrauen letztlich missbraucht, als er seiner quintilischen Verlobten die divitische Sexualität förmlich auf die Nase band. Anschließend war es einzig ebenjener Quintilia und ihrer unglaublichen Güte zu verdanken, dass sie vor den Göttern versprochen hatte, dieses Geheimnis ihrerseits deutlich besser zu bewahren als ihr Verlobter. So blieb schlussendlich also nurmehr Fausta, die zunächst die iulische Achillesferse erkannt und hernach sogleich damit begonnen hatte, dieses Wissen für ihre eigenen Zwecke einzusetzen. Für ihren eigenen gesellschaftlichen Aufstieg zur Senatorengattin hatte sie Dives in diese Ehe gedrängt und erpresst. Ihr anfängliches Versprechen, ihm dabei seine Freiräume zu geben, hatte sie anschließend gar mehr als nur einmal - und vermutlich schlicht zum eigenen Vergnügen - gebrochen. Der Iulier mochte nicht zurückdenken an die freudlosen Nächte, in welchen er trotz eigenem Unwillen dennoch Sex haben musste mit seiner Frau. Und angesichts ihres augenscheinlichen Konflikts mit den Praetorianern war es letztlich, dies schien dem Senator nur naheliegend, wohl auch in dieser Situation wieder einmal sie gewesen, die trotz ihrer Beteuerungen des Gegenteils die Quelle gewesen war, aus welcher der tiberische Trecenarius nun über die divitischen Neigungen ins Bild gesetzt worden war.

"Ich werde Marc und Faustina nach Bovillae bringen. Dort werde ich persönlich ein Auge auf ihre Sicherheit, ihr Wohlbefinden, ihre Ausbildung und alles Übrige haben, was sie betrifft.", erklärte Dives mit knappen Worten ruhig aber bestimmt. "Wie du dein weiteres Leben gestaltest, ist mir indes egal. Es war mir gleich seit dem Augenblick, in welchem du mir von deiner Verbindung zum Tod dieses syrischen Mercators erzähltest. Daran hat sich heute nichts geändert und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Du hast deine Familie damals verraten und um ein Haar in den Abgrund gestürzt. Und du zeigst, dass es auch heute alles andere als sicher ist für deinen Mann und deine Kinder, sich in deiner Gegenwart aufzuhalten.", sprach der Iulier bitter und schüttelte den Kopf. "Du kannst weiter als meine Ehefrau hier wohnen oder dich scheiden lassen oder dich still und leise auf dein Landgut zurückziehen. Solange du - nicht zuletzt für ein unbeschwertes Leben unserer Kinder - einen großen Bogen um Bovillae machst, ist mir das alles egal.", war Dives offenkundig an einem Punkt angelangt, an welchem er einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen bereit war. Denn seine Karriere konnte er wohl eh kaum noch retten. Diese Ehe war ohnehin nie seine Idee gewesen, sodass er es Fausta überließ, darüber zu befinden. Es blieben ihm einzig und allein seine Kinder. Und auf diese wollte er sich nun voll und ganz konzentrieren und ihnen seine ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen lassen.

"Deinen Krieg gegen den Trecenarius Tiberius und seine Praetorianer, den führe du indes ohne mich. Denn ich gehe davon aus, dass du mich an ihn verraten hast, damit ich dir nun zur Seite stehe und dich gegen ihn unterstütze.", äußerte er seinen Verdacht. "Und ich gehe davon aus, dass der 'gute' Aulus Tiberius Verus hinter meinem Rücken Ermittlungen gegen meine Familia anstellt, um sich auf diesem Wege für meine gutmütige Empfehlung zu bedanken, die ich auf Bitten meines nunmehr also ehemaligen Verbündeten Tiberius Lepidus aussprach.", erkannte Dives an dieser Stelle jedoch nicht nur den sergischen Verrat. "Ich wünsche euch daher beiden viel Vergnügen bei eurem Zwist. Vale bene.", beendete er schlussendlich mit maßloser Enttäuschung in der Stimme seine Respons und verließ sodann den Raum. Es sollte das letzte Mal sein, dass er seine ungeliebte Gemahlin sah und mit ihr sprach. Dennoch verspürte er kaum Trauer sondern vor allem Erleichterung, als er mehrere Wochen später in Bovillae - im Beisein seiner beiden süßen Kinder, die somit fortan Halbwaisen waren - von Faustas plötzlichem Tod erfuhr.
Thema: Porta Iuliana | Eingang
Marcus Iulius Dives

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RE: Besuch bei der Familie meiner Mutter 30.03.2018 20:54 Forum: Domus Iulia


| Vibilius

"Ähm...", zeigte sich der rothaarige Ianitor zunächst wenig eloquent, während er kurz überlegte. Noch einmal richtete er seinen Blick gen Himmel, bevor er letztlich nickte. "Der Besuch deines Herrn ist mir leider nicht angekündigt.", erklärte er, der er über zu erwartende Gäste in der Regel informiert wurde, anschließend. "Doch du hast Glück. Der Senator Iulius Dives sollte im Moment im Haus sein. Und für einen Verwandten wird er bestimmt auch derart spontan ein bisschen Zeit finden.", war sich Vibilius beinahe sicher. "Wenn dein Herr mir also ins Atrium folgen möchte?", lud er den Annaeer mit einer Geste ein, die Domus zu betreten. "Und du darfst natürlich ebenfalls gerne eintreten.", adressierte er dann den anderen Sklaven. "Wenn dein Herr nicht darauf angewiesen ist, würde ich dich jedoch darum bitten, mit mir im Vestibulum zu bleiben.", machte er zum Schluss klar, dass ein Scriba personalis oder auch ein Medicus personalis eines kranken Mannes selbstredend den eigenen Herrn auch ins Atrium begleiten durfte. Insbesondere etwaige Custodes Corporis hingegen wären dort eher unerwünscht, da die Domus Iulia schließlich das stattliche Haus eines Senators und keine dunkle und gefährliche Gasse in der Subura war.



IANITOR - DOMUS IULIA
Thema: [Atrium] Annaei hospiti
Marcus Iulius Dives

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[Atrium] Lucius Annaeus Florus Minor 30.03.2018 20:53 Forum: Domus Iulia


   

trium




| Breda

Die Keltin war keine Sklavin der übermäßig vielen Worte. Entsprechend hielt sie sich insbesondere gegenüber Gästen des Hauses sehr zurück und versuchte, niemandem unnötig aufzufallen. Mit einem schüchternen Lächeln auf den Lippen und einem silbernen Tablett in den Händen trat sie heute so auch auf den Annaeer zu und bot ihm mit stummer Geste an, sich einen Becher verdünnten Wein oder ein paar Stücken saisonales Obst aus einer blauen Schale zu nehmen. Dies würde dem annaeischen Gast hoffentlich ein wenig die Zeit vertreiben, bis der divitische Senator über den unerwarteten Besuch informiert wäre.



IANITOR - DOMUS IULIA
Thema: In Exilium
Marcus Iulius Dives

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30.03.2018 19:09 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von Sextus Annaeus Rufus
bitte zurück in die Gesellschaft

Der Tod kennt keine Wiederkehr.

Oder mit den Spielregeln gesprochen: Als ID In Elysio ist kein Wiedereinstieg ins Spiel möglich.
Die ID Sextus Annaeus Rufus wird folglich - auch an Ostern - nicht wiederauferstehen. ;-)
Du kannst jedoch gerne eine neue ID erstellen und mit dieser dann erneut im IR spielen.

Edit: Morrigan war schneller. ^^
Thema: Porta Iuliana | Eingang
Marcus Iulius Dives

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RE: Besuch bei der Familie meiner Mutter 30.03.2018 16:14 Forum: Domus Iulia


| Vibilius

"Salve!", grüßte der rothaarige Vibilius den unbekannten Bediensteten, nachdem er im Anschluss an das Klopfen die Tür geöffnet, hinaus gesehen und eine Sänfte erblickt hatte, welche vor dem Haus hielt. "Dies ist die Domus Iulia der Iulii Caepiones, Wohnsitz der Senatoren Iulius Centho und Iulius Dives.", erklärte er dann, um zu vermeiden, dass hier jemand nur an der falschen Haustür geklopft hatte. "Wie kann ich weiterhelfen?", erkundigte er sich anschließend freundlich, bevor er einen beiläufigen Blick gen Himmel warf. Anhand des Sonnenstands würde er wohl die ungefähre Stunde erkennen können, zu welcher hier gerade geklopft wurde, wie der Ianitor anhand ebendieser Tageszeit wiederum abschätzen könnte, welche Bewohner des Hauses aktuell anwesend waren und welche möglicherweise gerade im Senat tagten, ihrem Dienst in den Castra Praetoria nachgingen oder womöglich anderweitig beschäftigt waren.



IANITOR - DOMUS IULIA
Thema: [Atrium] M.I.Licinus
Marcus Iulius Dives

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RE: Am Vorabend der neuen Aufgabe 28.03.2018 01:09 Forum: Domus Iulia


"Princeps Praetorii der Praetorianer...", ließ sich Dives diesen vollen Titel auf der Zunge zergehen. "Was für eine schöne Alliteration.", kommentierte er anschließend mit einem Lächeln, da er in der Tat doch meistens seine Freude an rhetorischen Stilmitteln hatte. "Aber gewiss nicht nur die sondern vor allem das größere Ansehen deiner neuen Einheit dürften die finanziellen Nachteile doch sicherlich wieder wettmachen, oder?", erkundigte er sich anschließend. "Nicht zu vergessen kannst du nun in einem Haus mit unter anderem einem deiner Großneffen und seiner Familia wohnen.", hoffte der Iulier, dass auch dies in den Augen seines Großonkels als Vorteil gesehen wurde.

"Dein Landgut?", war Dives anschließend kurzzeitig überrascht, bevor er sich des Umstands gewahr wurde, dass Licinus erwähntermaßen über den Seeweg von Massilia nach Ostia gereist war und folglich in Cremona, das auf dem Landweg gewiss nur einen kleinen Umweg gekostet hätte, keinen Zwischenhalt eingelegt hatte. "Dem geht es in der Tat sehr gut. Ich war bedingt durch eine längere Geschäftsreise auf mein Gut bei Bovillae leider dazu gezwungen, die Produktion der Betriebe etwas zu drosseln, sodass letztlich einige Zeit lang diese Betriebe zwar keine Verluste, andererseits jedoch auch keine Gewinne eingefahren haben. Einzig die regelmäßigen Einnahmen aus dem Landgut direkt sind dennoch stabil geblieben.", erklärte er die Lage. "Jedoch intendiere ich, nach meiner kürzlichen Rückkehr von besagter Reise die Produktion bald wieder anzuziehen - vorausgesetzt selbstredend, dass du nach deiner Versetzung nicht selbst wieder alle Geschäfte in die eigene Hand nehmen möchtest.", implizierte der Großneffe die Frage danach, welche Vorstellungen sein Großonkel diesbezüglich hatte.
Thema: [Cubiculum] Marcus Iulius Dives & sua familia
Marcus Iulius Dives

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RE: Long time no see 27.03.2018 22:59 Forum: Domus Iulia


Mit stoischer Miene verfolgte Dives den Redeschwall seiner Frau. Sie erzählte von ihrer Reise nach Misenum, einer angeblichen Verschleppung durch die Praetorianer sowie einem Verhör in der Casa Sergia durch die deren Trecenarius. Dabei fiel dem Iulier durchaus auf, dass Fausta keine Zeugen für ihre Behauptungen nannte. Von ihrer gemeinsamen Tochter Faustina hatte sie sich nicht verabschieden können, sagte sie und disqualifizierte das Kind damit, die Verschleppung zu bestätigen. Ihre Cousine Sergia Severa war indes ebenfalls nicht anwesend, als das erwähnte Verhör stattgefunden haben sollte, womit in der Folge auch sie nicht geeignet war, diese Aussage zu bestätigen. Stattdessen würde Fausta mutmaßlich einzig ein paar sergische Sklaven als Zeugen für ihre Geschichte benennen können. Doch wollte der Senator tatsächlich einem Sklaven trauen, der - in Misenum - in den Diensten Faustas stand oder - in der Casa Sergia - im Zweifel derart von Fausta unter Druck gesetzt und manipuliert worden war, dass er jede beliebige Lüge als Wahrheit verkaufen würde?

In der Tat hatte Dives durchaus seine Zweifel daran, dass - abseits der Reise nach Misenum, von der auch Minor erzählt hatte - irgendetwas Vergleichbares passiert war. Denn zwar wollte der Iulier nicht vollkommen ausschließen, dass seine Frau, die ihm gegenüber bereits indirekt einen Auftragsmord an einem syrischen Händler zugegeben hatte, schlussendlich auch im vergangenen Sklavenaufstand ihre Finger mit im Spiel gehabt hatte. Doch ihre Argumentation schien zumindest im ersten Augenblick schlüssig, während der Senator zudem kein Motiv erkennen konnte, mit welchem Ziel und Interesse seine Frau sich hätte an diesem Aufstand beteiligen sollen. Ihren Auftragsmord an dem syrischen Händler hingegen hatte sie dereinst recht deutlich begründet. Sie hätte ihre gemeinsame Familie vor einem Ansehensverlust bewahren wollen. Auch das war gewiss nicht die überzeugendste Begründung - insbesondere, da ein entdeckter Auftragsmord wohl weit größeren Schaden an der Familia verursacht hätte als das Gerede eines geschwätzigen Händlers. Doch im Falle dieses Sklavenaufstandes nun, wollte Dives nicht einmal ein abwegiges Motiv sich präsentieren. Und ohne Motiv, weshalb sollten die Praetorianer seine Frau in dieser Art aus Misenum verschleppen und verhören sollen? Selbst im Falle zweier Zeugenaussagen gegen sie schien es dem Iulier, als wäre er als Ehemann wohl zwangsläufig vor seiner Frau zu verhören gewesen.

So hegte er denn also keinen Zweifel an ihrer Argumentation. Stattdessen jedoch bezweifelte er, dass eine Verschleppung samt anschließendem Verhör je stattgefunden hatten. Der Praetorianer stand folglich gewiss nicht deshalb vor der Domus. Fausta verschwieg etwas. Sie hatte zweifellos wieder irgendeine Intrige gesponnen und erwartete nun, dass Dives darauf hereinfiel. Möglicherweise intendierte sie, nach ihrer Klage gegen Sedulus und der resultierenden Schädigung der iulisch-germanicischen Beziehungen nun auch die guten Bande zwischen Iuliern und Tiberiern ins Visier sich zu nehmen. Diese Erklärung schien dem Senator doch weitaus plausibler als die Verschleppung einer Senatorengattin und ihr anschließendes Verhör zu einer dubiosen Beteiligung am jüngsten Sklavenaufstand. Erst als Fausta in ihr Haar griff, zu offenbaren, dass jenes nur eine Perücke war, wich der skeptische Gesichtsausdruck des Iuliers einem deutlich überraschten. Würde sich seine Frau gar an ihrem eigenen Körper vergehen, um eine Intrige zum Erfolg zu führen? Dives zögerte.

"Ich glaube dir nicht.", schüttelte er schlussendlich aber dennoch seinen Kopf.
Thema: [Bovillae] Villa Iuliana Divitis
Marcus Iulius Dives

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RE: [Cubiculum Divitis] Ein unerwarteter Gast 27.03.2018 22:42 Forum: Italia


So also verließ zunächst der Händler Hirtius Glaber aus Ariminum die iulische Villa und freute sich über das gute Geschäft, welches er hier mit vergleichsweise geringem Aufwand gemacht hatte. Einen Tag später war Caelius Caldus dann der nächste, der im Anschluss an ein längeres Gespräch mit dem divitischen Vater das Haus verließ, um allein zurück nach Ostia zu reisen. Denn Dives seinerseits hatte beschlossen, dass er zusammen mit seinem Sohn alsbald wieder nach Roma zurückkehren würde - in jene Stadt, in welche der Caelier nach einer Morddrohung noch immer keinen Fuß mehr zu setzen bereit war. Einen weiteren Tag später schlussendlich verabschiedete sich auch der Senator von seinem bovillensischen Gut und begab sich unter anderem in Begleitung seines Sohnes zurück in die Urbs Aeterna, wo in der Domus Iulia bald schon die nächsten Überraschungen auf ihn warteten...
Thema: [Atrium] M.I.Licinus
Marcus Iulius Dives

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RE: Am Vorabend der neuen Aufgabe 26.03.2018 17:27 Forum: Domus Iulia


Sim-Off: Und ich lese etwas von einem müden Praefectus? ^^

"Ha, ha, ha, ha.", sprach Dives mit amüsiertem Lächeln trocken, als er realisierte, dass sein Großonkel ihn ein wenig auf die falsche Fährte zu locken versuchte. Ja, manchmal schien wohl auch einem müden... Ex-Praefectus der Schalk ganz schön im Nacken zu sitzen. Es war dies der Augenblick, in welchem sich der Großneffe auf einmal fragte, welchen Posten sein Verwandter denn nun künftig eigentlich bekleiden würde. Weder die Cohortes Urbanae noch die Cohortes Praetoriae hatten schließlich einen Praefectus Castrorum... soweit er sich erinnerte.

"Auf deine... eure unbeschadet überstandene Reise zurück zum Caput Mundi.", stimmte der Senator ein und opferte ebenfalls zunächst einige Tropfen des verdünnten Weins, bevor er einen Schluck aus seinem Becher nahm. "Das ist wohl nur allzu verständlich.", benickte er dann die anschließend folgende Aussage seines Großonkel. "Apropos Reise fällt mir da ein, dass du bei deiner letzten Versetzung von Mantua an die germanische Grenze bekanntlich deinen Posten des Praefectus Castrorum behalten hast. Ich frage mich jedoch, wie muss ich dich eigentlich künftig ansprechen... sollte ich mich je dazu veranlasst sehen, dich militärisch und mit vollem Titel ansprechen zu müssen?", erkundigte sich Dives interessiert. Denn zwar trug er durchaus die Hoffnung in sich, dass sein Großonkel stets nur 'Licinus' für ihn bliebe, wie er andererseits jedoch kaum vor die Wachen der Castra Praetoria treten könnte, um nur mit einem nicht weiter definierten 'Licinus' zu sprechen...
Thema: [Cubiculum] Marcus Iulius Dives & sua familia
Marcus Iulius Dives

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RE: Long time no see 26.03.2018 16:54 Forum: Domus Iulia


Dives atmete hörbar aus, als seine Frau auf seine harmlosen Worte deutlich gereizt reagierte und damit die Vorwarnung Minors eindeutig bestätigte.
"Meine Geschäftsreise war in Ordnung.", wiegelte der Iulier ab, während er dezent die Zimmertür hinter sich schloss. "Und in der Tat war ich sehr erfreut, als auf einmal gänzlich unerwartet und ohne jede Ankündigung unser Sohn auf meiner Türschwelle stand.", setzte er Fausta entgegen und blickte sie ernst an. Bewusst verzichtete er jedoch auf eine Nachfrage dazu, wie sie ihren Sohn hatte weglaufen lassen können. Stattdessen behielt er diese Frage vorerst nur drohend in der Hinterhand, um sie davon abzuhalten, ihn weiter über seinen Aufenthalt in Bovillae zu interrogieren. Denn er war nicht hier, um seine Absenz aus Roma mit ihr zu besprechen. "Er überraschte mich damit beinahe ebenso sehr wie der Praetorianer, der seit kurzem sichtbar die Porta dieses Hauses observiert.", leitete er folglich über. "Da dieser Mann dort erst auftauchte, als auch du von deiner Reise aus Misenum zurückkehrtest, gehe ich stark davon aus, dass hier ein Zusammenhang existiert.", legte er dar. "Gehe ich recht in dieser Annahme?", zeigte sich Dives sichtlich an den Hintergründen interessiert. Denn obgleich er bereits seit längerem keinerlei Sympathien mehr hegte für sie, war Fausta noch immer seine Ehefrau - und vor allem die Mutter seiner Kinder. War sie in Schwierigkeiten, so kamen auch auf ihn unweigerlich einige Schwierigkeiten zu. War er in Schwierigkeiten, so wäre dies wiederum für seine Kinder nicht gut. Bei aller Abneigung gegen seine Frau konnte er über einen Praetorianer vor der Domus Iulia folglich nicht einfach hinwegsehen. Er musste in Erfahrung bringen, was los war - besser heute als morgen.
Thema: Frauen-Karrieren
Marcus Iulius Dives

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26.03.2018 14:08 Forum: Allgemeines


Ich habe vor meinem ersten Beitrag zum Thema eine ganz ähnliche Suche gestartet. ^^

Hier im Forum habe ich nach diesem Thread keine späteren Diskussionen zum Thema finden können. Stattdessen vermag ich dir jedoch die Ankündigung zeigen zu können, im Rahmen derer das Spielhandbuch - mitsamt seinem Abschnitt zu Frauen - vorgestellt und eingeführt wurde. Wie die Entscheidung für die heutigen Möglichkeiten einer Frauen-Karriere dabei innerhalb des SL- & Mod-Teams zustande kam, müsste ich jedoch selbst erst genauer recherchieren und nachlesen, da ich damals noch kein Teil besagten Teams war. ;-)
Thema: Eure Meinung und Mithilfe ist gefragt
Marcus Iulius Dives

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RE: Germanien wild und dünn besiedelt 25.03.2018 10:58 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von Marcus Decimus Livianus
Zitat:
Original von Iunia Axilla
....Wo es aber schwierig für die SL wird, ist zum einen mit "Beförderungen oberhalb eines Centurios". Nicht, wiel wir da grundsätzlich was dagegen hätten oder so, das nicht. Sondern einfach, weil das - wie Sergia Fausta richtig gesagt hat - ein SimOn-Gesetz ist, welches der Senat ändern müsste. Da können wir als SL beschließen, was wir lustig sind, der Senat ist halt dafür zuständig großes Grinsen
(Daher wäre das jetzt doch eine prima Spielvorlage, mal dem Militär-Senator seines Vertrauens einen Brief zu schreiben und ihn auf diesen "Fehler" in der Lex hinzuweisen, so dass das doch bitte möglichst bald im Senat beredet und geändert wird.)....


Ganz so schlimm ist es zum Glück nicht. Augenzwinkern Sonst hätten wir den jetzt gültigen Codex Militaris ja auch nur, weil die SL damals "lustig" war großes Grinsen Die Karrierewege waren eine tolle Einführung und wurden SIMON auch ohne Senat mittels Decretum Imperatoris ins Spiel gebracht. Davor war das wie schon eingangs beschrieben ja anders.

Aber ich finde es super, dass ihr daran arbeitet bzw. dem grundsätzlich Positiv gegenübersteht. Danke! Anbeten 2 Und wenn hier schon SIMOFF Konsens herrscht, dann wird´s SIMON vermutlich auch nicht am Senat scheitern.

Ich selbst muss gestehen, dass ich diesen Satz Axillas nicht im Kopf hatte, als ich meinen Beitrag geschrieben habe, wie ich diesen im Übrigen auch eher im Zusammenhang mit dem direkt zuvor von dir zitierten Part von Axilla in Verbindung gesetzt hätte. Darin nämlich geht es zunächst nur darum, als Senatoren miteinander zu debattieren. Dass im Vorfeld einer Beschneidung von Rechten des Princeps selbiger auf die eine oder andere Weise wenigstens vorab informiert wird, hielt ich hingegen für gesetzt. Sollte ich damit irren, so liegt der Fehler hier selbstredend klar bei mir. Dann mag man den entsprechenden Abschnitt meines Beitrags wohl am einfachsten schlicht ignorieren. ;-)

Ferner gehe ich übrigens fest davon aus, dass bei einer derartigen Frage an den Princeps jener wohl stets antworten wird, dass er akzeptiert, was der Senat beschließt - eben weil er ein Princeps ist, dem die Meinung des Senats viel bedeutet.
Thema: [Cubiculum] Marcus Iulius Dives & sua familia
Marcus Iulius Dives

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RE: Long time no see 25.03.2018 10:24 Forum: Domus Iulia


Sim-Off: Danke für die Geduld. Ich denke, jetzt ist Bovillae so weit fortgeschritten, dass ich hier nun anzufangen vermag. ;-)

Nachdem Dives zusammen mit seinem Sohn in die Urbs Aeterna zurückgekehrt war, ging er zunächst davon aus, dass seine Frau samt ihrer gemeinsamen Tochter in Misenum weilten. Tatsächlich war er wohl auch einige Zeit noch allein mit seinem Sohn, bevor er davon erfuhr, dass auch Fausta allem Anschein nach in die Domus Iulia zurückgekehrt war. Es geschah an diesem Tag, dass der Iulier selbstredend den sichtbaren Eckmann, der bewusst als Praetorianer erkannt werden sollte, als solchen erkannte und sich einen kurzen Augenblick lang tatsächlich fragte, aus welchem Grund wohl ein Praetorianer vor der Domus Iulia sich derartig positionierte. Dennoch suchte er an diesem Tag _nicht_ das gemeinsame Ehegemach auf, in welchem er seine Gattin wohl vermuten durfte. Denn einerseits redete er sich ein, dass möglicherweise die Mitglieder des stadtrömischen Ältestenrates nach dem entsetzlichen Mord an einem Senator aus Sicherheitsgründen nun besonders geschützt wurden, wie er auf der anderen Seite noch immer eine erhebliche Abneigung gegen seine sergische Frau verspürte und ihr entsprechend nach wie vor lieber aus dem Weg zu gehen intendierte. So schlief er auch in jener Nacht nur in dem ihm inzwischen angestammten Gästezimmer des Hauses.

Als jedoch einige Zeit später der mit den Iulii befreundete Senator Petilius Sophus, der direkt nebenan wohnte, Dives nach dem Ende einer Senatssitzung auf den ungewöhnlichen 'Schutz' ansprach, zerschlug sich in diesem Augenblick unweigerlich die divitische Erklärung für den auffälligen Praetorianer. Weshalb schließlich sollte die Domus Iulia geschützt werden, die Domus Petilia hingegen nicht, obgleich doch in beiden Häusern Senatoren lebten? Da zu diesem Zeitpunkt bereits sein Cousin Centho mitsamt Familia nach Ostia gereist, sein Großonkel Licinus hingegen noch nicht in Roma angekommen war, blieb dem Iulier nun wohl tatsächlich kaum eine große Wahl. Er sah sich dazu gezwungen, mit seiner ungeliebten Ehefrau zu sprechen. So in der Folge suchte er daher zu früher Abendstunde das gemeinsame Cubiculum auf in der Hoffnung, Fausta hier anzutreffen.

"Fausta, bist du da?", trat der Ehemann ein, ohne zuvor zu klopfen. Schlussendlich war dies schließlich formal noch immer ihr gemeinsames Gemach, weshalb er eine ankündigende Geste als unnötig empfand. "Wir müssen reden.", kündigte er zudem bereits an, noch bevor er zu sehen vermochte, ob seine Gemahlin überhaupt im Zimmer sich befand.
Thema: [Bovillae] Villa Iuliana Divitis
Marcus Iulius Dives

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RE: [Cubiculum Divitis] Ein unerwarteter Gast 25.03.2018 09:56 Forum: Italia


"Ich verspreche es dir.", nickte Minor erleichtert darüber, dass er keine Schuld an der scheinbaren Niederlage seines Vaters hatte. Doch kaum war diese erste Befürchtung vom Tisch, sprach sein Vater ein noch viel furchterregenderes Thema an. "Ich... äh... bin... äh...", wusste er zunächst keine rechte Antwort und war merklich unsicher in dem, was er sagte. Doch dann kam ihm eine Idee und es packte ihn neuerlich der Mut, ein bisschen kreativ mit der Wahrheit umzugehen. "Mama ist mit Faustina nach Misenum gefahren.", beantwortete er zunächst die zweite Frage nach bestem Wissen und konnte selbstredend nicht ahnen, dass die Praetorianer kurz nach seiner Flucht die Villa seiner Mutter besucht hatten. "Ich wollte aber viel lieber bei dir sein.", war auch dies offenkundig keine Lüge. Es war einzig auch nicht die ganze Wahrheit. Denn zu der hätte wohl gehört, dass er mit nach Misenum gefahren war, später von dort weggelaufen war und sich anschließend zurück bis nach Bovillae durchgeschlagen hatte. Dass sein Vater jetzt möglicherweise annehmen könnte, sein Sohn wäre auf dem Weg von Roma nach Misenum direkt hier in Bovillae aus dem Reisewagen ausgestiegen, kam Minor selbstredend durchaus gelegen. "Du freust dich doch, oder?", versuchte sich der junge Iulier sogleich der väterlichen Zuneigung und Unterstützung zu versichern.

"Aber natürlich freue ich mich, dass du da bist!", bestätigte Dives selbstredend sofort. Denn so sehr er auch inzwischen eine tiefe Abneigung gegen seine Ehefrau verspürte, so ungebrochen war dennoch seine väterliche Liebe Minor und Faustina gegenüber. "Komm mal her und gib deinem Papa eine kräftige Umarmung.", ermunterte er seinen Sohn anschließend mit einem Lächeln und breitete seine Arme aus. Denn Minor wirkte wohl ein wenig traurig und besorgt. Dabei sollte niemals eines seiner Kinder irgendeinen Zweifel haben daran, dass ihr Vater sie nicht liebte oder sich nicht über ihre Anwesenheit freute.

"Mama ist bestimmt sauer, weil ich nicht gefragt habe.", gab der kleine Dives zu, während er seinen Vater fest umarmte und nie mehr loslassen wollte. Denn natürlich ahnte er, dass es noch Ärger geben würde. Auch sein Papa würde gewiss Ärger bekommen, war sich Minor sicher. Immerhin hatte Fausta auch in Misenum kein gutes Haar an ihm gelassen. Da würde sie ihn zweifellos ebenfalls verantwortlich machen für das Ausreißen ihres gemeinsamen Sohnes. Doch der Junge liebte seinen Vater. Aus diesem Grund konnte er ihn unmöglich in dieses offene Messer laufen lassen. Es wäre wohl das Mindeste, dass er ihn auf die zu erwartende Wut seiner Mutter vorbereitete - wenn er ihm schon nicht die ganze Wahrheit erzählte.

"Das heißt, ihr habt hier in Bovillae eine Pause gemacht und du bist einfach so weggelaufen, ganz allein?", reimte sich der Vater mit großen Augen zusammen, während er seinem Sohn fortwährend behutsam über den Kopf strich. "Dominus Iulius?", klopfte in diesem Augenblick der Ianitor an den Türrahmen. "Wie ich sehe, hat dein Sohn dich bereits gefunden. Im Atrium wartet jedoch noch der Händler Hirtius Glaber aus Ariminum. Er hat den Jungen begleitet, als sie an der Porta klopften.", erklärte der Sklave. "Also hat dieser Händler dich gefunden, nachdem du einfach so den Reisetross deiner Mutter verlassen hast?", wandte sich Dives an seinen Sohn. Dieser blickte seinen Vater jedoch nur stumm und mit großen Kinderaugen an. "Dann werde ich mich gleich ins Atrium begeben, diesem Mann meinen Dank auszusprechen.", beschloss er dann und bemerkte erst in diesem Moment, dass er noch immer in der Umarmung Minors gefangen war.

"Nun gut.", seufzte er schließlich, als der kleine Dives auch in den nächsten Augenblicken keine Anstalten machte, die kindliche Umarmung zu lösen. "Dann lass diesem Händler bitte eine großzügige Summe in Höhe von... sagen wir 500 Sesterzen zukommen.", hoffte der Senator, dass dies für den kurzen Weg von der Vai Appia bis zur divitischen Villa großzügig genug wäre. "Richte ihm meinen Dank aus dafür, dass er meinen Jungen unversehrt bis vor meine Haustür gebracht hat, und entschuldige dich dafür, dass ich ihm nicht persönlich gegenübertreten kann, um ihm zu danken. Wie du siehst, muss ich mich um meinen Sohn kümmern.", entschied der Vater und strich Minor erneut über den Kopf. "Das war doch alles sehr aufregend für dich, nicht wahr?", zeigte der Iulier weiter väterliches Verständnis, während der Ianitor nach einem Nicken wieder verschwand, um inzwischen die Anweisungen seines Herrn zu befolgen.
Thema: [Atrium] M.I.Licinus
Marcus Iulius Dives

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RE: Am Vorabend der neuen Aufgabe 25.03.2018 09:39 Forum: Domus Iulia


Der iulische Senator gab einem der stets unauffällig umstehenden Sklaven ein kurzes Handzeichen, zwei Becher verdünnten Wein zu holen, während der rothaarige Vibilius an der nahen Porta stumm die Stirn runzelte, da er doch eigentlich glaubte, dem angereisten Iulius durchaus eine Erfrischung angeboten zu haben. Doch möglicherweise, so wollte ihm scheinen, hatte man ihn an dieser Stelle wohl einfach nicht richtig verstanden oder das Angebot schlicht überhört. Es wäre gewiss kein Wunder zu dieser bereits fortgeschrittenen Stunde nach einer derart langen Reise.

"Das freut mich.", kommentierte Dives unterdessen die Ruhe in Germania. "Ich muss zugeben, dass ich einst nicht unbedingt allzu glücklich war, als ich von deiner Versetzung weg aus dem friedlichen Mantua im Herzen des Imperiums hin an die germanische Grenze erfuhr. Denn obgleich ich doch durchaus sicher war und stets dafür betete, dass die Götter ihre schützenden Hände über dich halten, war ich mir doch durchaus des Umstands gewahr, dass ein Leben direkt an der Grenze zum freien Germanien gewiss sehr viel gefährlicher und unsicherer ist als hier, in Italia.", gestand der Iulier. "Umso mehr freue ich mich nun jedoch, dich wieder diesseits der Alpen zu wissen.", erklärte er dann, bevor er kurz ein wenig stutzte.

"Du wirst es da oben vermissen?", hakte er entsprechend nach. "Meinst du damit die Provinz und das germanische Klima? Oder meinst du womöglich eher, du wirst eine 'sie' dort oben vermissen?", schmunzelte der Großneffe schelmisch. "Bitte entschuldige, ich möchte nicht indiskret sein.", gab er anschließend an, obgleich er selbstredend hoffte, dass sein Großonkel ihm diese Frage dennoch beantwortete. Immerhin war Licinus ein unverheirateter und als Soldat gewiss noch immer gut gebauter Mann, der dazu als vielfach ausgezeichneter Eques aus dem Haus der Iulii Caepiones zweifellos eine gute Partie war. Hätte er sich nun im Norden verliebt, Dives würde - auch eingedenk seines eigenen Liebeslebens - gewiss seinem Großonkel nicht im Wege stehen. Im Gegenteil würde er ihn gar unterstützen - selbst dann, wenn sich sein Großonkel womöglich für eine germanische Peregrina entschieden hätte. Denn gerade die Iulii Caepiones hatten ihrerseits bereits mehr als nur eine Peregrina adrogiert und sie so zu einer anständigen Partie für einen Senator Decimus Meridius oder auch Annaeus Florus gemacht. Da sah Dives folglich durchaus Mittel und Wege, dabei zu helfen, selbst eine unangemessene Frau zu einer vorzeigbaren Dame zu wandeln.

"Der Senat, nun, er steht noch.", fiel dem Senator anschließend zunächst nicht allzu viel Aufregendes ein. "Ich habe das Gefühl, dass zur Zeit jede Menge politischer Intrigen gesponnen werden. Da gibt es manch merkwürdige Rede auf dem Forum Romanum, einige seltsame 'Zufälle', was die zeitliche Abfolge auf den ersten Blick voneinander unabhängiger Ereignisse angeht, und natürlich auch die üblichen Spiele im Senat.", riss Dives bewusst lediglich oberflächlich an, da hier und jetzt wohl kaum der richtige Zeitpunkt wäre, dies weiter zu vertiefen. "Ich selbst bin natürlich stets versucht, mich aus derlei Grabenkämpfen eher herauszuhalten und stattdessen nach Möglichkeit mit offenen Karten zu spielen.", dachte er daran zurück, wie er erst jüngst dem Consular Flavius Gracchus mit offenem Visier gegenübertrat. "Zugleich tue ich aber selbstredend auch das, was nötig ist, um nicht selbst zum Opfer einer politischen Intrige zu werden.", gab er zu, dass er selbstverständlich politisch zu überleben intendierte.

"Ah, da kommt auch schon der Wein.", sah Dives bereits aus den Augenwinkeln den Sklaven mit einem Silbertablett herbeieilen. Er nahm die beiden Becher vom Tablett und reichte anschließend einen der beiden an seinen Großonkel weiter. "Worauf wollen wir trinken?", bot er anschließend als Zeichen des Respekts dem Älteren der beiden an, den Trinkspruch zu bestimmen.
Thema: Rufos Elysium
Marcus Iulius Dives

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23.03.2018 21:08 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von Marcus Iulius Licinus
Zitat:
Original von Marcus Iulius Dives
Zitat:
Original von Marcus Iulius Licinus
Du bist weiter gekommen als ich. Für mich war nach der Katz Schluss.

Ich habe bis zum Ferkel alles angesehen und angehört! ;-)

Masochist!

Ich mag Kinder und ich mag Musik.

(Aber zugegeben, Kindermusik ist mitunter doch recht speziell... ^^)


Edit: Es gibt aber auch Lieder, die ich persönlich weniger schlimm finde. (Das kenne ich aus den 2-3 Jahren, die ich mich dereinst durch den Französisch-Unterricht gequält habe.)
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23.03.2018 21:06 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von Aulus Tiberius Verus
Tut-Tut!

... eins, zwei, drei. Wer kommt da vorbei?
Thema: Rufos Elysium
Marcus Iulius Dives

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23.03.2018 21:06 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von Iunia Axilla
Zitat:
Original von Marcus Iulius Dives
Ansonsten möchte ich vorschlagen, dem Kind womöglich ein Paar Kopfhörer zu geben? ^^

Das Kind singt lauthals mit....

Ich dachte, das Kind ist krank!
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Marcus Iulius Dives

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23.03.2018 21:05 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von Marcus Iulius Licinus
Du bist weiter gekommen als ich. Für mich war nach der Katz Schluss.

Ich habe bis zum Ferkel alles angesehen und angehört! ;-)
Thema: Rufos Elysium
Marcus Iulius Dives

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23.03.2018 21:02 Forum: Allgemeines


Ein Nilpferd fährt in einem schwarzen Auto durch die Wüste. Das ist wirklich klasse!
Ansonsten möchte ich vorschlagen, dem Kind womöglich ein Paar Kopfhörer zu geben? ^^
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