Ein Spaziergang, vom Schicksal gelenkt...

  • Nachdem Sedulus Paulina in der Villa Rustica Octavia abgeholt hatte, waren sie nun zu einem Spaziergang aufgebrochen. Wohin ihr Weg sie führen würde, wussten sie nicht. Das wollten sie dem Schicksal überlassen, dem sie vertrauten, weil es sie immerhin schon zusammengeführt zu haben schien...

  • Da Sedulus dies mal ohne Pferd unterwegs war und auch keine Uniform an hatte, hatte er beide Hände frei. ;)


    Er nahm Paulinas rechte Hand in sein Linke uns sie gingen los. Sein Herz schlug wie wild.


    Und Du kennst Dich wirklich kein Bisschen hier aus? Fragte er. Das Mißtrauische in seinem Ton war gespielt.

  • Als Paulina merkte, dass Sedi ihre Hand nahm, lächelte sie einfach nur fröhlich. Das Leben konnte ja so schön sein. Sie fühlte sich von Kopf bis Fuß einfach nur Wohl. Alles erschien in Sedulus Begleitung einfach richtig zu sein.


    "Nunja..." tat sie so als würde sie grübeln," ein klein wenig kenn ich mich vielleicht doch noch aus. Aberich garantiere für nichts."
    Sie hatte keine Ahnung wohin ihr Weg sie führen würde. Sie wollte sich einfach an jeder Kreuzung neu entscheiden welchen Weg sie weitergehen würden.

    "Sag, Sedi, du hast mir noch garnicht erzählt, wie es dir in den letzten Tagen seit unserem Treffen ergangen ist."
    merkte sie an. Es interessierte sie wirklich, was er getrieben hatte.

    "Zumindest hast du meinem Befehl gehorcht und zugesehen, dass dir nichts geschehen ist."
    grinste sie ihn bei der Erinnerung an ihre Verabschiedung vor ein paar Tagen an.

  • Sedi bemerkte das Paulina glücklich war als er sie an der Hand genommen hatte und drückte sie kurz fest zu und lächelte.


    Gut, das nehm ich gern in kauf vorallem in Deiner Begleitung.
    Wenn wir auf Verbrecherjagt gehen wird uns auch nicht garantiert das wir unbeschadet wieder in die Castra zurück kommen.


    Er zuckte mit den Schultern lächelte aber dabei.


    Ja, wie war es ihm eigentlich ergangen?


    Ich mußte viel und oft an Dich denken Octavia Paulina. Doch leider ließ mir meine Arbeit nicht immer die Zeit dies recht ausführlich zu tun. Nachts träumte ich sogar von Dir und mir wie wir am Buk eines Schiffes stehen das auf Alexandria zufährt. 8) Von weitem konnten wir die Hafeneinfahrt erkennen. Ansonsten habe ich meine Männer rumgejagt.
    Und was hast Du gemacht? Den Hafen unsicher?


    Sedi lächelte.


    Ja, das war auch keine große Kunst. In Roma würde das aber ganz anderst ausschauen, glaube mir.


    Bemerkte er recht ernst.

  • "Ich habe auch sehr oft an dich gedacht, Sedulus." sagte sie ehrlich.
    "Alexandria? Das klingt traumhaft." Wie sehr wünschte sie, dieser Traum würde in Erfüllung gehen. Sie schenkte ihm einen liebevollen Blick.

    "Hmm... ja, ich denke so könnte man es beschreiben."
    lachte sie.
    "Nein, im Ernst, soviel habe ich nicht gemacht. Ich habe mich erstmal wieder in der Villa eingelebt, viel mit meinem Cousin gesprochen, gelesen und ähnliche Dinge. Und eben an dich gedacht. Nicht wirklich sehr aufregend." sagte sie ehrlich. Es gab aus den letzten Tagen nicht viel zu berichten.


    Bei seinen nächsten Worten allerdings verlor sich Paulinas lächeln kurz. Ja, Rom war gefährlich und die Vorstellung, dass Sedulus dieser Gefahr ausgesetzt war gefiel ihr nicht.


    "Dann solltest du vielleicht doch länger hier bleiben. " sagte sie ernsthaft besorgt.

  • Schön zu hören.


    Meinte Sedi lächelnd.


    Ja das dacht ich mir das es Dir gefallen würde. Aber eines verspreche ich Dir, "sollten" wir zueinander finden so werden wir eine Reise nach Alexandira unternehmen. Und das wird dann kein Traum mehr sein.


    Und das meinte er ernst.


    Dein Vetter, wer ist das? Sollte man ihn kennen oder wäre es von Vorteil ihn zu kennen? Ich mein wenn wir uns öfters sehen sollten und ich laufe ihm über den Weg so wäre es schon nicht schlecht etwas über ihn zu wissen.


    Grinste er.


    Nein ich mag nicht mehr länger in diesem Nest bleiben. Das ist mir ehrlich gesagt zuu ruhig hier. Das ist dann auch nichts für mich. Dann lieber auf den Mauern Roms Wache schieben.


    Antwortete Sedi auch wenn er wußte das Paulina das weder verstehen noch hören wollte. Denn er sah einen Ausdruck der Angst in ihrem Gesicht als er von Roma und seinen Gefahren sprach. Auch wenn er sie nicht im einzelnen auflistete.

  • Wir beide in Alexandria, dachte Paulina einfach.
    "Was für eine schöne Vorstellung." sagte sie während sie ihn kurz von unten herauf anstrahlte.


    "Mein Vetter? Ich weiß nicht ob du ihn kennst. Lucius Octavius Detritus. Ich kenne ihn schon seit ich ganz klein war und wir haben uns immer sehr gut verstanden. Das tun wir auch jetzt noch, von ein paar merkwürdigen Anwandlungen seinerseits einmal abgesehen. Er hält sich ein Rieseneidechse namens Paulchen. Aber so ist er nunmal." lachte sie bei der Erinnerung an ihre erste Begegnung mit dem Tier. Einfach zu abstrus um ernst zu sein.

    "Ja, ich verstehe dich schon. Für jemanden wie dich muss es hier sehr langweilig sein."
    Er war nun einmal nach dem was sie bisher von ihm gehört hatte ein abenteuerlustiger Mensch. Und war es nicht zum Teil auch das, was sie an ihm gereizt hatte? Ihre Sorge würde sie unterdrücken müssen, das Leben war nun einmal gefährlich.


    "Außerdem erwarte ich sowieso , dass du es schaffst die Bösewichte zu besiegen." :P neckte sie ihn um die dunklen Gedanken zu vertreiben.

  • Ja, nicht wahr? Wir beide machen Alexandria unsicher, das wäre es doch.


    Er lächelte.


    Nein, der Name sagt mir jetzt nichts oder vielmehr nicht im Moment. Wie, er hält sich ne Riesenechse? Wie verdreht ist der denn? Die muß ihm ja ein Vermögen von seinem Kopf fressen.


    Feichste er. Leute gibt`s. Halten sich Echsen. Wahrscheinlich kriecht die auch noch frei in der Villa herum.


    Es ist nicht nur sehr langweilig, dafür gibt es überhaupt keinen Ausdruck wie öde es hier ist.


    Ob sie ihn verstehen würde? Ob sie mit ihm auch wo hin gehen würde wo es nicht so ruhig wie hier in Ostia ist. Was würde sie machen?


    Na immer wird das wohl nicht zu schaffen sein. Dafür ist Roma zu groß und hat zu viele dunkle Gassen. Von den Katakomben ganz zu schweigen.

  • "Nach außen hin mag er sicher mitunter ein wenig absonderlich erscheinen. Aber er ist eine gute Seele." sagte sie voller Überzeugung. Sie liebte ihren Cousin nuneinmal so wie er war.


    "Ich finde irgendwie, dass du in meiner Gegenwart zu häufig das Wort langweilig in den Mund nimmst." sagte sie und streckte ihm die Zunge heraus. " Ich könnte es ja beinahe persönlich nehmen."


    "Ich vertraue einfach mal dem Schicksal, dass es dich mir nicht so schnell rauben wird, wenn es uns doch gerade erst zusammengeführt hat." sagte sie ehrlich. Und sie wusste, dass sie vermutlich garnicht mehr anders konnte, als an Sedulus Seite zu sein, wo auch immer das wäre. Bei diesem Gedanken strich sie kurz mit dem Daumen über Sedulus Hand, die noch immer die ihre hielt,

  • Na wenn Du es sagst, wird es wohl so sein. Vielleicht lerne ich ihn ja irgendwann mal persönlich kennen. Vielleicht sogar bei unserer Hochzeit.


    Meinte Sedi. Den letzten Satz flüsterte er mehr zu sich als an Paulina gewandt aber wohl doch noch so laut das sie es verstehen konnte.


    So mach ich das? Wenn ja dann verzeih mir und es liegt dann gewiss nicht an Dir, das versichere ich Dir.


    Meinte ihr Soldat entschuldigend und grinste nur als sie ihm die Zunge herausstreckte.


    Soll nicht wieder vorkommen.


    Ich werd Dich einfach überall mit hin nehmen. Egal wo mich mein Weg hinführt. Du wirst doch dann auch mitkommen?


    Er bemerkte das sanfte Streicheln von Paulinas Daumen, hob seine Hand samt der ihren drückte sie kurz fest und küsste den Handrücken ihrer Hand.

  • Sie hörte den Worten von Sedi zu und genoss es als er ihre Hand an seinen Mund führte und dann ihren Handrücken küsste.


    "Ich würde dir überall hin folgen." sagte sie dann leise. Und sie wusste, dass dies die Wahrheit war. Was auch immer es war, dass die beiden so schnell so sehr aneinander band, sie wusste es würde ewig anhalten.


    Und erst dann wurde ihr klar , was Sedi vorher gesagt hatte. Bei ihrer Hochzeit? Abrupt blieb sie stehen und schaute zu ihm hoch.


    "Unserer Hochzeit?" fragte sie verdutzt. Ein unsagbar schönes Gefühl machte sich in ihr breit. Meinte er das wirklich ernst? Sie konnte es nicht glauben. Dachte er wirklich ebenso wie sie?

  • Genau das hatte er gehofft zu hören. Nähmlich das Paulina mit ihm gehen würde, wohin auch immer.


    Mal sehn wo "uns unser" Weg noch hin führen wird.


    Meinte Sedi lächelnd.


    Jetzt wurde Sedi doch leicht verlegen. Irgendwie hatte er ja gehofft das sie das mit der Hochzeit doch nicht gehört hatte dann aber wieder hoffte er es. Er war hin und her gerissen.


    Ja, unserer Hochzeit. Oder meinst Du es ist noch zu früh um sich darüber Gedanken zu machen?


    Er blieb mit einem mal stehen und zog Paulina an sich und nahm nun auch noch ihre freie Hand in die seine und sah ihr in ihre Augen.

  • Unser Weg... Ja, es würde nur noch ihren gemeinsamen Weg gehen. Egal wo er dann hinführen würde, dachte sie.


    Als Sedi ihr dann eröffnete, dass er es anscheinend ernst meinte, hätte Paulina aufschreien können vor Freude, doch sie tat es nicht. Als er sie dann an sich zog schlug ihr Herz wie wild. Sie erwiderte seinen Blick und ihre blauen Augen strahlten vor Glück.


    "Nein, Sedi... das meine ich nicht." lächelte sie ihn freudestrahlend an.
    Doch so schön der Moment auch war, konnte sie ihr Wesen nicht ablegen. Sie konnte die Worte die ihr auf der Zunge lagen nicht unterdrücken, viel zu sehr liebte sie es ihn zu necken.


    Mit hochgezogener Braue schaute sie ihn frech an.
    "Soll das etwa ein Antrag sein?"

  • Sedi versank einen Augenblick lang in den Augen Paulinas bevor er ihr antwortete.


    Du würdest also meine Frau werden wollen? Und ja, es soll ein Antrag sein.


    Er sah sich verstohlen um ob auch niemand in ihrer Nähe war dann küsste er seine Herzallerliebste.


    Er wußte das sie in nächster Zeit nicht heiraten konnten da er es militärisch gesehen gar nicht durfte. Er müßte entweder aus dem Dienst ausscheiden oder aber in nächster Zeit zum Centurio befördert werden.

  • Paulina hatte schon sehnsüchtig darauf gewartet und als Sedulus sich endlich zu ihr herunter bückte und sie küsste hatte sie das Gefühl, dass hunderte von Schmetterlingen in ihrem Bauch ihr Unwesen treiben würden. Als der Kuss vorüber war sah sie ihm in die Augen.


    "Ja, Sedi, hundertmal Ja." strahlte sie. "Das würde ich."
    Dann legte sie ihren Kopf an seine Schulter und genoss einfach einen Moment lang diesen wunderschönen Augenblick.


    Doch wann sie heiraten würden, stand in den Sternen. Nur weil man es wollte, hieß es nicht, dass es so einfach gehen würde.


    "Mein Herz gehört dir." flüsterte sie dann leise.

  • Sedi kam es wie ein Traum vor und er wollte eigentlich gar nicht mehr aufhören zu träumen.
    Und als Paulina seine Frage mit einem "JA" beantwortete war es ihm als würde die Erde beben.


    Sedi war einfach nur glücklich und er genoss einfach nur diesen Moment.
    Als Paulina ihren Kopf an seine Schulter schmiegte schreichelte er ihr sanft über ihr Haar.


    Und meines Dir!


    Gab er ihr zurück und küsste sie auf die Stirn.


    Du weißt aber das dies nicht so einfach sein wird. Beziehungsweise es könnte noch dauern.


    Ob sie so lange würde warten wollen? Konnte er Paulina dies zumuten?

  • Paulina kam es vor , als würde in diesem Moment nichts außer den beiden existieren. Sie spürte wie Sedulus ihr übers Haar streichelte und genoß jede Sekunde der Berührung. Und während sie so dastanden wusste sie, dass sie noch nie in ihrem Leben irgendwo so richtig gewesen war wie hier in seinen Armen.


    "Ja, das ist mir bewusst." sagte sie dann. Doch auch das trübte ihre Stimmung nicht. Es spielte keine Rolle für sie wie lange es dauern würde. Für ihn würde sie warten, egal wie lange.

    "Sedi, das ist nicht schlimm. Wir haben alle Zeit der Welt."

    Und solange sie sich hatten, würden sie beide es auch ohne Probleme aushalten, dachte sie.

    "Zumindest habe ich die."
    sagte sie dann leicht zögerlich. Sie hoffte, dass er das genauso sehen würde.

  • Hatten sie diese denn wirklich? Eigentlich wollte Sedulus nicht so lange darauf warten müssen aber dies lag eher nicht in seiner Hand. Es sei denn er würde wieder Civis werden.


    Dann weißt Du ja was auf uns zu kommen wird. Wir sind dann ein Liebespaar und können dies nicht so zeigen wie wir es gerne möchten.


    Er überlegte kurz doch kam er zu keinem Schluss, zumindest nicht jetzt.
    Sedi küsste seine Paulina noch mals und meinte dann.


    Wenn Du sie hast, so hab ich sie auch.


    Meinte er lächlend.


    Komm lass uns weiter gehen bevor hier noch wer auftaucht und uns beobachtet.

  • "Ja, es wird nicht leicht." sagte sie dann ernsthafter. "Aber das wird es wert sein."


    Und so sah sie es auch. Natürlich wäre es ihr lieber sie könnten ihre Gefühle auch nach Außen hin zeigen und sich einfach der Leichtigkeit des Moments hingeben, doch das würde vorerst nunmal nicht gehen.


    Noch einmal nahm sie seine Hand, führte sie an ihren Mund und küsste kurz deren Innenseite. Dann lösten die Beiden sich wieder aus ihrer Umarmung und Paulina sagte:


    "Ja, du hast Recht. Lass uns weitergehen."


    Doch auch das konnte das Lächeln aus ihrem Gesicht nicht verbannen.
    Trotz der Situation war sie unglaublich glücklich.

  • Ja sicher, das wird es.


    Sie hatte ja so recht. Wenn sie diese Zeit überstehen würden dann konnte sie nichts mehr trennen.


    Als Paulina ihn auf die Handfläche küsste bekam Sedi eine Haut von Gans. Eigentlich war es ein Gefühl das er nicht abhaben konnte aber in diesem Fall störte es ihm nicht.


    So nahm er sie wieder bei der Hand und sie setzten ihren Spaziergang fort.


    So, und wo gehen wir nun hin meine herzallerliebste Paulina?

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