• Vom Castellum aus kommend schlenderten Alpina und Babilus den Weg entlang. Alpina war zu ihm gekommen, hatte um Rat gebeten. Da es kurz nach Dienstende war, war es kein Problem das Castell zu verlassen. Zumal seine Ausbildung zu Ende war.
    Was wollen wir machen wenn dein Angestellter dort nicht ist?






    Sim-Off:

    das ganze spielt kurz nach ende der ausbildung.

  • Die Raeterin sah Babilus ratlos an. "Dann weiß ich auch nicht. Er hat mir etwas von einer Taberna erzählt, in die er und die Sklaven dieser Phryne verschleppt worden waren. Wir könnten versuchen herauszufinden, welche Taberna das ist. Womöglich hat man Kaeso wieder dorthingebracht. Oder meinst du... " Alpina vollendete den Satz nicht. Ihre Augen spiegelten Verzweiflung wider. "... was, wenn diese Bande Kaeso umgebracht und im Wald verscharrt hat? Sie hatten ihn übel zugerichtet. Das sind völlig rücksichtslose Kerle."


    Alpina schlug die Hände vor´s Gesicht. Sie fühlte sich so hilflos.

  • Babilus hörte die Verzweiflung und sah sie Alpina an. Was das für Burschen waren, konnte er nicht sagen. Aber wenn sie wirklich so schlimm sind, wurden sie bestimmt auch nicht vor Mord zurück schrecken.
    Babilus machte einen schritt auf sie zu, öffnete seine Arme und schloss sie wieder nachdem Alpinas Kopf auf seiner Brust war.
    Denk sowas nicht. wir gehen nachsehen. Vielleicht ist er elauch nur durchgebrannt was sollte er ihr anderes sagen...

  • Es tat gut in den Arm genommen zu werden. Alpina hatte in letzter Zeit schon oft das Gefühl gehabt doch sehr allein mit all den Schwierigkeiten zu sein, die ihr Leben so mit sich brachte. Einen Augenblick lang genoss sie dieses Gefühl, dann hörte sie seine Worte.
    "Meinst du, dass er durchgebrannt sein könnte?" Sie dachte an Kaesos Versuch sie zu küssen und ihre Zurückweisung. Hatte sie ihn so sehr enttäuscht und vor den Kopf gestoßen, dass er auf und davon gelaufen war ohne ihr einen Abschiedsbrief zu hinterlassen? Mit Phryne war er sicher nicht durchgebrannt. Die Libertina hatte ein wunderschönes Haus geerbt. Sie hatte es nicht mehr nötig davonzulaufen. Aber Kaeso? Was hatte er zu verlieren? Nichts! Alpina schluckte.
    "Babilus, ich mache mir Vorwürfe."
    Dann erzählte sie dem Soldaten von Kaesos Annäherungsversuch, den sie abgewiesen hatte.

  • Aufmerksam lauschte Babilus den Ausführungen Alpinas. Dabei dachte Babilus an sich. Sein Verhalten als er zum Mann wurde. Ein alter wo alles nicht so einfach war. Das hört sich nach einem Liebestollen Jüngling an eine kurze gedankenpause folgte.
    Vielleicht konnte er das alles nicht ertragen. Der Vorfall, die Ablehnung. Wer weiß was seine Angebetete ihm gesagt hat. Es gibt so viele mogluchkeiten. Du brauchst dir keine Vorwürfe machen. Sanft streichelte Babilus durch das Haar von Alpina, er zog den durft vollkommen ein.

  • Tief atmete Alpina durch. Sie musste ihren Herzschlag beruhigen. Wie schon bei ihren letzten Begegnungen spürte die Raeterin, dass sie diesen jungen Soldaten mehr als nur leiden konnte. Verwirrt durch das Gefühlschaos und die Schuldgefühle Kaeso gegenüber lehnte sie sich gerne wieder an Babilus Brust. Sie blieb eine Weile still so stehen und dachte über das nach, was er gesagt hatte. Ja, es war möglich, dass Kaeso einfach weggelaufen war. Doch Alpina musste Gewissheit haben.
    "Lass uns in die Nähe der Casa Acilia gehen und beobachten, was dort vor sich geht! Wenn sich die Geschichte von Kaeso als Lügenmärchen entpuppt, werde ich mich meiner Schuld stellen müssen. Dann habe ich Kaesos Fortgang herbeigeführt. Aber wenn es stimmt und diese Bande ihn und die Schlange Phryne gefangen hält, müssen wir etwas unternehmen! Komm mit, ich zeige dir, wo sie wohnt."


    Die Hebamme führte den Sodaten mit sich. Schräg gegenüber der Casa Acilia, im Dachschatten eines Hauses, blieb sie stehen. Sie streckte den Zeigefinger aus. "Da, das ist die Casa Acilia. Wie sollen wir vorgehen, Babilus?"

  • Auch der junge Soldat genoss es, den Kopf von Alpina auf seiner Brust. Ihr Atem der ihn berührte, den Herzschlag den er spürte, die Wärme die von ihr ausging. Dann war dieses schöne Erlebniss auch schon wieder vorbei. Sie führte ihn in die nahe der Casa, gut versteckt.
    wir könnten eine Weile hier warten, sehen wer alles ein und ausgeht. oder wir klopfen gleich. wie sollten sie sich verhalten. Wurden sie warten, war die Chance gut Informationen zu sammeln. Mit der Tür ina Haus fallen hatte ebenfalls seine Vorteile. Der Überraschungsmoment..

  • Auch Babilius schien unsicher zu sein, ob sie gleich mit der Tür ins Haus fallen sollten.
    "Was könnten wir sagen, wenn sie aufmachen? Wenn wir sagen, dass wir Phryne sprechen wollen, wissen wir noch immer nicht ob Kaeso bei ihr ist. Sie muss ihn uns ja nicht präsentieren. Und wenn wir nach Kaeso fragen, ist das nicht ein wenig seltsam? Da werden die ja gleich misstrauisch, wenn es sich um eine Entführerbande handelt und Phryne tatsächlich in ihrem Haus gefangen gehalten wird. Ich weiß nicht recht. Sollen wir lieber warten?"


    Die Aussicht darauf auf gefährliche Typen zu stoßen, die nicht davor zurückgeschreckt waren Kaeso zu misshandeln, hielt Alpina von allzu unvorsichtigen Überraschungsaktionen ab.

  • Babilus lies sich die Gedanken Alpinas durch den Kopf gehen. Sie hatte recht. Nach Kaeso fragen würde zu viel Aufmerksamkeit erregen, nach Phryne fragen würde sie kein Stück weiter bringen..
    Du hast recht. wir sollten warten und das Haus im Auge behalten. Vielleicht haben wir Glück und einer der beiden lässt sich blicken. sie durften nur nicht auffallen. Vielleicht war das die einzige Chance irgendetwas über den Verbleib Kaesos herauszufinden.

  • Alpina nickte. Sie hockten sich in den Dachschatten eines Hauses von dem aus sie den Eingang der Casa Acilia gut beobachten konnten. Als es dunkelt wurde, begann Alpina zu frieren. Es war bereits ordentlich kühl abends, wenn die Sonne verschwunden war.
    Irgendwann wurde Alpina müde. Ihr Kopf legte sich an Babilus Schulter, ab und an fielen ihr die Augen zu. Dann schreckte die Raeterin hoch und versuchte erneut wach zu bleiben.


    Plötzlich jedoch waren Stimmen zu hören. Das glockenhelle Lachen Phrynes und eine zweite Simme. Kaeso. Jetzt war Alpina wieder hellwach. Sie spähte ins Dunkel.

  • Spät kehrten Phryne und Kaeso von der Kultversammlung der Großen Mutter zurück. Es war ein schöner Abend gewesen. Sie hatten gemeinsam gespeist und getrunken, getanzt und gesungen. Entsprechend gelöst war die Stimmung. Kurz vor der Casa Acilia jedoch verstummte Phryne. Waren die Handlanger ihres grausamen Geliebten noch im Tiefschlaf oder erwarteten sie die beiden Abgängigen bereits? Und wenn ja, wie würde sie Phryne und Kaeso empfangen?


    Psst. Leise, Kaeso! Wir sind gleich da! Willst du nicht lieber jetzt wieder gehen? Ich bekomme sicher weniger Ärger, wenn ich alleine zurückkomme als in deiner Begleitung. Helfen kannst du mir ja momentan ohnehin nicht. Wir wollen hoffen, dass unsere Gebete erhört werden.

  • Erschrocken lauschte ich auf die Worte meiner Göttin und konnte es wieder nicht fassen. Was war nur mit ihr geschehen? Hatte der Typ ihr wirklich das Fürchten gelehrt? Für mich war sie der Inbegriff an Selbstbewusstsein gewesen. Wie konnte ich ihr nur Mut machen?
    Nein ich würde mit ihr gehen, sie sollte dem Ganzen nicht alleine ausgeliefert sein. Mir fällt bei Gefahr schon etwas ein, redete ich mir selber ein. Außerdem konnte ich nicht ständig zwischen Alpina und ihr hin und her rennen. So besorgt wie Alpina war, kam sie nachher noch auf die Idee mich einzusperren oder ans Bett zu binden.
    „Nein ich gehe mit dir, bestimmt hast du irgend ein Eckchen, in dem ich mich verkriechen kann. Ich verspreche dir, ich komme nur zum Vorschein wenn du es wünschst. Vielleicht ist es wichtig, wenn ich in deinem Haus bleibe und du immer auf meine Hilfe oder wer weiß vielleicht auf meine Aussage zurückgreifen kannst.“
    Aufmunternd, nahm ich ihre Hand und tätschelte sie zärtlich. „Hab keine Angst , du wirst sehen die große Mutter hilft uns.“

  • Babilus genoss es, die Nähe zu Alpina. Aber er vergaß nicht warum sie hier waren. Nach geraumer Zeit war es soweit. Alpina hörte es auch. Sie spähten hinüber zum Haus. Zwei Personen, eine Frau und ein Mann. Offensichtlich die gesuchten...
    Babilus lauschte angestrengt, konnte aber nur einzelne wortfetzen verstehen. Aber wenigstens wussten sie jetzt wo dieser Kaeso war. Was sollten sie tun. Die zwei in Ruhe lassen oder das dunkel verlassen und die zwei ansprechen.
    Ratlos sah der Soldat Alpina an.

  • Als Alpina sah, wie selbstverständlich lachend und schwatzend Kaeso mit Phryne daherkam, wurde sie wütend. Hatte er ihr nicht gesagt, die Schauspielerin sei in ihrem Haus gefangen? Und nun das hier!
    "Von wegen sie ist in ihrem Haus Gefangene! Kaeso hat mir ein Märchen aufgetischt. Warte nur! Ich werde ihn zur Rede stellen!"


    Ohne auf Babilus zu achten trat Alpina aus dem Schatten des Hauses und ging auf Kaeso und Phryne zu. Sie kochte.
    "So sieht also eine Gefangene aus? Interessant, Kaeso! Was hast du dazu zu sagen? Für mich sieht das nach einem netten Abend zu zweit aus und nicht nach einer Geiselnahme. Was für ein Spiel treibst du Phryne, und was für Lügen erzählst du mir, Kaeso?"


    Mit in die Seiten gestützen Händen sah die Kräuterfrau von einem zur anderen. Sie war gespannt, was jetzt kommen würde.

  • Noch eher es sich Babilus versah trat Alpina an die zwei heran, raus aus dem Schatten. Er versuchte noch ihre Hand zu ergreifen, griff aber ins leere.
    Mist schoß es ihm durch den Kopf während er Alpina hinterher ging und die Umgebung im Auge behielt. Einen schritt hinter ihr baute er sich auf und blickte die zwei finster an

  • Ehe ich die Gestalt die plötzlich vor uns erschien erschien erkennen konnte, hörte ich an der Stimme wer da so aufgebracht zu uns sprach. So hatte ich Alpina noch nie erlebt, auch nie erwartet sie jemals so aufgebracht zu sehen.
    Vor Schreck fehlten mir zu Anfang wirklich die Worte, als ich mich dann gefasst hatte konnte ich es nicht fassen. Dachte Alpina wirklich ich hätte all das, was ich ihr erzählt hatte erfunden. Eine riesengroße Enttäuschung machte sich in mir breit. Es kam noch nicht mal Wut in mir auf, nur Traurigkeit und Resignation.
    „Wenn du mir nicht glaubst, dann komm doch mit, dann siehst du die Wache in der Casa Acilia. Wir hoffen, dass sie noch schlafen.“ Dann kam Trotz in mir auf und ich fuhr in dem dazu passenden Ton fort: „Ja wir waren gemeinsam aus. Wir waren die große Mutter um Hilfe bitten, da wir von keiner Seite, wie sich jetzt gerade bestätigt, Hilfe zu erwarten haben.“
    Ich musste mich abwenden, zu groß war meine Enttäuschung. Mit belegter Stimme sagte ich zu Phryne: „Komm lass uns leise rein gehen.“
    Nach den ersten Schritten in Richtung Casa ging mir erst auf, dass Alpina nicht alleine gewesen war, doch das interessierte mich gerade auch nicht mehr.

  • Das war ja wohl die Höhe! Sie waren hatten sich so leise wie möglich der Casa Acilia genähert als diese Tusnelda von Alpina auftauchte und Kaeso eine Szene machte. Was lief denn da zwischen den beiden? Warum führte sie sich so auf?
    Die wutentbrannte Hebamme schien meinen süßen Kaeso zutiefst zu verletzen. Er wandte sich ab. Phryne frohlockte. Sie grinste dem Kräuterweib frech ins Gesicht.


    Schau dass du in deine Kräuterbude kommst, Alpina! Auch wenn du es nicht glauben willst. Den Kerlen, die hier ihr Unwesen treiben möchtest du nicht im Dunklen begegnen. Obwohl, so eine wie dich schauen die doch gar nicht an.


    Sie lachte höhnisch und hakte sich dann bei Kaeso unter.


    Komm, mein Liebster. Wir gehen.


    Leise schlichen wir uns zur Tür hinein.

  • Wie immer war Phryne nicht um eine Antwort verlegen. Schneller als ein Pfeil von Apollons Bogensehne lösten sich die Giftpfeile von ihrer Zunge. Alpina war sprachlos. Als sich die Tür der Casa Acilia hinter den beiden schloss, drehte sie sich zu Babilus um.
    "Ich glaube hier gibt es keine Bande von Verbrechern sondern nur eine Giftschlange und einen Lügenmärchenerzähler."


    Enttäuscht und verletzt sah sie dem jungen Soldaten in die Augen. Hatte sie sich wirklich so sehr in Kaeso getäuscht? Mit Unverständnis, ja fast Verzweiflung in der Stimme sagte sie zu Babilus.
    "Wenn ich die Verletzungen nicht selbst gesehen hätte. Woher hatte er sie? Warum geht er jetzt hier aus und ein als wäre nichts geschehen? Ich verstehe das nicht, Babilus! Das ist das Haus in dem man ihn gefoltert haben soll! Und er geht an der Hand dieser... " Alpina verkniff sich das Schimpfwort. "... seelenruhig an die Stätte zurück an der man ihm das angetan hat. Warum? Ist er so dumm? So blind? So ... verliebt?"

  • Babilus blieb nichts anderes übrig das ganze mit einem schweigen zu beobachten. Nachdem das ungleiche paar weg war, ging er einen Schritt auf Alpina zu. Er konnte sich vorstellen wie sie sich fühlen musste. Sie hat alles für ihn getan,zum dank wurde wie angelogen. So machte es zumindest den Eindruck.
    Ich kann es dir nicht sagen woher er diese Verletzungen hat. Vielleicht hat er sie wirklich hier erhalten. Aber was bewegt ihn dazu hier an den Ort seiner Folter zurück zu kehren? eine kurze Pause folgte. Vielleicht wird er von dieser Frau manipuliert. Oder sein Gehirn ist irgendwo in seine Lendengegend gerutscht. Babilus legte beide Hände an die Schultern Apinas. Komm, lass uns gehen. Ein happen essen. Vielleicht fällt uns dabei was ein. Wahrscheinlich musste man Kaeso alleine zur Rede stellen. Alles andere war im jetzigen Augenblick sinnlos.

  • Resigniert ließ Alpina den Kopf hängen. Sie verstand die Welt nicht mehr. Doch Babilus hatte recht. Seine verständnisvolle Geste und die Aufforderung beim Essen darüber nachzudenken, was zu tun sei, bewirkten, dass sich die Raeterin wieder fing.
    "Du hast recht. Lass uns in der Umgebung etwas essen und nachdenken. Meinst du, um diese Zeit hat noch was auf? Sonst könnte ich dich auch zu mir einladen. Ins Castellum ist es dann auch nicht mehr weit."


    Sie sah Babilus kurz fragend an, dann hakte sie sich bei ihm unter. Egal wohin er sie führen würde, an seiner Seite fühlte sie sich sicher und geborgen. Ein schönes Gefühl. Sie hatte es lange vermisst. Seit Corvinus fort war, hatte sie sich nichts mehr so wohl an der Seite eines Mannes gefühlt.

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