Apamea (Syria)

Aus Theoria Romana

Wechseln zu: Navigation, Suche
Daten der Stadt
Name:Claudia Apamea
Gründung:?
Rechtsform:?
Provinz:Syria
Heutige Stadt:-



bild:Apamea_Syria.jpg
Das Ruinenfeld von Apamea (2008), Foto: Effi Schweizer, Wikipedia

Apamea (grch. Apameia, auch Claudia Apamea, zeitweise Pharnake oder Pella) in der römischen Provinz Syria war ein von mehreren antiken Städten dieses Namens (-> Apamea). Das syrische Apamea lag am Fluss Orontes (Nahr al-Asi), zwischen Antiochia und Emesa und war die Hauptstadt der nach ihr benannten Region Apamene.

Der erste Name der Stadt war Pharnakes, bis Alexander der Große (* 356 v. Chr., † 323 v. Chr.) sie im Zuge seines 10jährigen Eroberungsfeldzuges (-> Alexanderzug, 334 bis 324 v. Chr.) eroberte und in Pella umbenannte. Ihre erste Neugründung erlebte die Stadt dann unter dem Seleukidenkönig Seleukos I. Nikator (* um 358 v. Chr., † 281 v. Chr.). Die Stadt wurde nun in Apameia umbenannt, nach Apame, seiner ersten Frau und Tochter des baktrischen Fürsten Spitamenes.

In Apameia befand sich in der Folgezeit die Münzstätte des Seleukidenreiches. Im 1. Jh. v. Chr. wurde die Festung der Stadt durch Gnaeus Pompeius Magnus zerstört. Im 1. Jh. n. Chr. erfolgte die zweite Neugründung, diesmal unter römischer Herrschaft und mit dem Namen Apamea, bzw. Claudia Apamea. Die Volkszählung des syrischen Statthalters Publius Sulpicius Quirinius (* um 45 v. Chr., † 21 n. Chr.) ergab für die Jahre 6/7 n. Chr. die Zahl von 117.000 in der Stadt ansässigen freien Männer. Damit dürfte die Stadt, einschließlich der Frauen, Kinder und Unfreien, zu diesem Zeitpunkt insgesamt etwa eine halbe Million Einwohner gehabt haben und war eine der größten Städte des römischen Orients.

In der Spätantike war Claudia Apamea für seine Philosophenschule berühmt. Unter Kaiser Justinian I. (* um 482 n. Chr., † 565 n. Chr.) wurde die Stadt befestigt, später aber nichtsdestotrotz von den Persern geplündert und im 7. Jh. n. Chr. schließlich während der muslimischen Eroberungszüge zerstört.


Literatur: Wikipedia

Persönliche Werkzeuge