Vota

Aus Theoria Romana

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Weniger langlebig als die großen, traditionsreichen Festen waren die direkt vom dem Kaiserhaus zu verbindenden Zeremonien. Von den in den frühkaiserzeitlichen Kalendern verzeichneten Feiern dieser Natur finden sich im spätantiken Kalender des Philocalus nur noch ein Bruchteil.

Regelmäßige Vota

  • Vota pro salute principis: Neben der Vota für den Staat legten die Priesterschaften seit 30 v. Chr. auch regelmäßige Vota für den Princeps am 3. Januar auf dem Kapitol ab, die im Laufe der Zeit auch auf einen großen Teil seiner Angehörigen ausgedehnt wurden.


  • Vota pro salute imperatoris: Seit Augustus wurde jedes fünfte Jahr ein feierliches Gelübde abgehalten. Die Konsuln, die Arvalis Frater, die vier wichtigsten Priesterkollegien und die Vestalinnen veranstalteten abwechslungsreiche Spiele.


  • Vota am Dies imperii: Jährlich am Tag der Amtsübernahme des Princeps, den Dies imperii, wurde zugunsten des Herrschers ein Gelübde abgelegt. Die Statthalter legten ein öffentliches Gelübde ab und sprachen ihren Soldaten und ihrer Provinzbevölkerung den Treueeid vor. In Rom waren die Magistrate, die Priesterschaften und die Vestalinnen aufgerufen, es den Statthaltern öffentlich gleichzutun.


  • Vota an den Decennalia: Jeweils am zehnten Jahrestages der Amtsübernahme des Princeps (Dies imperii) wurde mit bedeutend grösserem Aufwand u.a. Spiele, Theaterveranstaltungen, Banketten, Opferhandlungen, Geldverteilungen veranstaltet. Die Magistrate, alle Priester und die Vestalinnen legten bei dieser Gelegenheit alle ein öffentliches Gelübde ab.


Außerordentliche Vota

Bei Gefährdung der Gesundheit des Princeps wurde auf Senatbeschluss hin außerordentliche Vota zugunsten des Herrschers und seiner Angehörigen abgelegt. Auch bei Schwangerschaften und Geburten, nach erfolgreich bekämpften Staatsstreichen und vor Reisen und militärischen Expeditionen wurde feierliche Gelübde abgelegt. Beteiligt waren die Magistrate, alle Priester und die Vestalinnen.

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