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Thema: [Subura] Die neue Station
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Die neue Station - Rohbau/1. Etage 11.10.2019 00:40 Forum: Roma


Caesoninus kontrollierte wann immer er konnte die Unterlagen der Baustelle. Diese war in letzter Zeit schon fast sowas wie seine zweite Heimat geworden. Wenn er nicht gerade seinem Amt als Vigintivir nachging, oder andere wichtige Pflichten zu erfüllen hatte, war er hier und das war nur gut für den zügigen Fortgang der Bauarbeiten. Ständig gab es Irritationen bei den Unterlagen, stagnierende Lieferungen, oder Ungereimtheiten bzw. Fehler bei den Abrechnungen. Besonders, wenn sie von Gnaeus dem Schreiber fabriziert worden waren. Caesoninus fragte sich öfters, wie der Kerl nur an diese Stelle gekommen war. Er erledigte wirklich so gut wie fast nichts richtig, aber bestimmt mochte es gute Gründe für seine Anwesenheit auf der Baustelle geben.

Der Bau schritt gut voran, ja man konnte sogar sagen, dass sie im Zeitplan lagen. Eine Seltenheit in der Baubranche. Die Offiziere der Urbaner lieferten wertvolle Arbeit für Caesoninus bei der Koordination der Baustelle. Er konnte ja nicht überall gleichzeitig sein, wenn es ein Problem gab. Fehlte z.B. etwas wie Baumaterial, oder gewisse Werkzeuge, dann war es für gewöhnlich an Caesoninus die Lieferung, bzw. die Verfügbarkeit der betroffenen Dinge zu organisieren und das so schnell wie möglich, denn die nächste Verzögerung lauerte für gewöhnlich schon hinterm nächsten Busch.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 11.10.2019 00:29 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Claudia Agrippina
Mein neuer Sitznachbar überschlug sich förmlich mit Komplimenten und stimmte einen wahren Lobgesang auf meine Familie an, wie ich es selten erlebt hatte. Natürlich ruhten wie immer neben mir Elenis Augen und Ohren, die sich rein gar nichts entgehen ließ und mich stets mit einem diskreten Händedruck warnte, wenn Gefahr bestand. Ob hier Gefahr im Verzug bestand musste sich erst noch zeigen. Noch stand Iulius in Elenis Gunst, da sie ihn immer noch für den ‚goldenen Mann‘ hielt. Letztendlich bewegte ich mich in der Öffentlichkeit und hatte auf meinen guten Ruf und das Ansehen meiner Familie zu achten. Als Iulius jedoch die Vielzahl vermuteter Freier erwähnte, hatte er an einem Punkt angedockt, an dem ich sehr empfindlich war. Man sah es mir zwar nicht an, da ich für den heutigen Theaterbesuch meine Trauerkleidung abgelegt hatte, dennoch trauerte ich noch um meinen erst kürzlich verstorbenen Gemahl.
Doch sollte ich Iulius nun mit der Realität konfrontieren und ihm sagen, dass es keine Freier gab und wenn es nach mir ging auch in naher Zukunft keine geben würde? Ich entschied mich dagegen, denn zum einen kannte ich ihn ja überhaupt nicht und war daher nicht willens mein ganzes Leben vor ihm auszubreiten. Zum anderen hätte ihn die Wahrheit wahrscheinlich verschreckt, was unserer Konversation einen Dämpfer verpasst hätte. So lächelte ich höflich und meinte nur „Gewiss.“

Man hätte nun denken können, dass meine Zurückhaltung ihn in irgendeiner Weise hätte bremsen können. Dem war aber nicht so. Er fuhr weiter zu verbalen Höchstleistungen auf und pries dabei seine Zusammenarbeit mit meinem Onkel, sei es bei seinem Mitwirken an der Errichtung der Urbaner Station als auch der Arbeit in der Factio Praesina. Ja,ja, vielleicht sollte ich mich in Zukunft auch mehr mit dem Pferdesport beschäftigen.
Letztendlich erwähnte Iulius noch die Sicherheit der Bevölkerung in den Armenvierteln, was mich dazu bewog, mich nach meinem Custos umzuschauen. Der Skythe saß immer noch friedlich da und machte ein grimmiges Gesicht dabei.

„Oh ja, die Sicherheit ist immens wichtig! Besonders in den Armenvierteln!“ Zwar hatte ich mich noch nie in meinem Leben in die Subura hinein verirrt noch wusste ich wie die Lebensbedingungen dort waren. Jedoch schien es doch klar auf der Hand zu liegen: je länger man die Unterprivilegierten unter Kontrolle hatte, umso ungestörter konnte sich die Oberschicht, also meinesgleichen, ihrer exzessiven Lebensweise hingeben.


Creton

Gerade als er schließlich darüber sprach, dass sich bislang seine Besuche in der Villa in Grenzen gehalten hätten, erregte mein Custos erneut Aufsehen. Eine Möglichkeit, Iulius von seiner Süßholzrasplerei abzuhalten. Sofort nutzte ich meine Chance. Der Hüne hatte sich urplötzlich wieder von seinem Platz erhoben und knurrte die Zuschauer um ihn herum an. Ich konnte nicht genau sagen, was oder wer ihn gereizt hatte, vielleicht ein Zuschauer, der ihn versehentlich berührt hatte oder jemand, der ihm die Sicht versperrt hatte. Bei letzterem wagte ich zu bezweifeln, dass der Skythe tatsächlich an der Aufführung Interesse hatte.

„Creton AUS!! PLATZ!!“ ,rief ich erbost in seine Richtung. Zum Glück gehorchte er sofort auf mein Wort und setzte sich wieder. Schnell wandte ich mich Iulius wieder zu. „Du musst bitte entschuldigen, werter Iulius… aber mein neuer Custos hat noch einiges zu lernen! Skythen eben – ein schreckliches Volk. Nun ja, seine kognitiven Fähigkeiten sind zwar marginal, aber findest du nicht, dass er aufgrund seines Äußeren einiges hermacht? Ich habe ihn erst kurz vor meiner Abreise aus Achaia erworben. Der Händler sagte mir, Creton sei zuvor in der Arena tätig gewesen.“ Die Muskeln des Skythen waren wirklich enorm. Hinzu kam seine Körpergröße. Alles in allem sah er wirklich furchteinflößend aus. „Siehst du den Torques um seinen Hals? Er soll in der Arena seinem ärgsten Konkurrenten, einem bedauernswerten Gallier, mit bloßen Händen den Schädel zermalmt haben. Eine widerliche Vorstellung, findest du nicht?“


Immer das gleiche mit diesen stupiden Leibwächtern. Da war man gerade so schön und gemütlich am bezirzen und -von-sich-beeindrucken- und schon wurde man unterbrochen. Etwas ungehalten blickte Caesoninus auf den Riesen. „Na was hast du denn, mein Dicker?“ fragte er rhetorisch in Richtung Creton mit ironischem Unterton. Die Zuckungen des Kerls hatte ihm jetzt bestimmt die Tour bei der Dame vermasselt. Dafür sollte er mindestens ausgepeitscht werden...

Schon in Ordnung“, versicherte er der Claudia, als sie sich für ihren Sklaven entschuldigte. Daraufhin erfuhr er näheres über den Hünen, aber es interessierte ihn nicht. Natürlich behielt er für Claudia auch weiterhin eine interessierte Miene aufrecht, er wollte ja nicht noch mehr Punkte verlieren. „Alle Achtung, da hast du dir einen ordentlichen Wachhund zugelegt.“ Und was der erst im Bett für eine Maschine sein mochte! Die Claudia würde ihren Lebtag nur noch mit wundem Schritt unterwegs sein, denn gewiss mochten junge Frauen die Situation auszunutzen, wenn ihnen gut gebaute große und starke Männer bei ihrem Leben zu Willen sein mussten. Logisch, dass er darüber aber kein Wort verlor, aber wozu auch so etwas alltägliches aussprechen? Zumindest in der Domus Iulia mochte das nicht vorkommen solange Servilia Gemina im Hause weilte. Heißblütig und Drachen, der sie war, wäre der erwischte Sklave gewiss mehr als übel dran und Iulia Phoebe, oder Iulia Stella hätten auch allergrößte Schwierigkeiten. Wie Phoebes Mutter jedoch auf ein häusliches Abenteuer von Iulia Graecina, oder Iulia Triaria mit der Dienerschaft reagieren würde, das konnte er jedoch nicht sagen, geschweige dem, ob sie überhaupt darauf reagieren würde. Zumindest hatte er noch keinen der drei groß in besonderem Kontakt mit den anderen beiden gesehen.

Ja, in der Tat. Das erinnert mich an diese Seefahrervölker von der anderen Seite des Meeres nördlich von Germanien. Es heißt diese würden ihren Met aus den Schädeln ihrer getöteten Feinde genießen, ebenfalls eine schaurige Vorstellung, nicht? Aber Creton eignet sich wohl für eine derartig fragile Feinarbeit nicht.“ sprach Caesoninus halb im Scherz. Aber das mit der Arenasache klang schon einleuchtend angesichts der Statur Cretons. „Hast du darüber nachgedacht ihn wieder in die Arena zu schicken? Ich bin sicher er würde dir dort viel gutes Geld einbringen mit seiner Kraft. Leibwächter findest du am Markt wie Sand am Meer, aber gute Gladiatoren sind ihr Gewicht in Gold wert. Vor allem während der Wahlkampfzeiten.“ Und schon waren Caesoninus’ Gedanken wieder bei seiner Karriere. Mit etwas Glück gab sein Budget beim nächsten Wahlkampf in zwei Jahren auch Gladiatorenspiele her, ob Claudia Agrippina ihm Creton wohl dann ausleihen mochte?
Thema: Porta Iuliana | Eingang
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Die nächste Stunde 29.09.2019 19:52 Forum: Domus Iulia


| Vibilius

Vibilius ging an die Tür und öffnete. Heute stand wieder jemand Fremdes vor der Tür. „Salve, wie kann ich dir helfen?





IANITOR - DOMUS IULIA
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 25.09.2019 03:50 Forum: Panem et Circenses


Also doch verwandt!
Der Onkel! Das dachte ich mir gleich beim Klange deines Namens und den anmutigen Zügen deines hehren Antlitzes. Ein edler Geist pflegt sich zu vererben und ich erkenne beim Blick in deine Augen ohne Zweifel das stolze Wesen der claudischen Sippe. Bestimmt liegen dir viele Freier zu Füßen, die um deine Gunst bulen, um mittels einer Verbindung mit dir wenigstens annähernd dem Genuss des Nektars der Götter gleichzukommen, nicht?“, machte Caesoninus ganz seinem Naturell entsprechend der Dame schöne Augen, ohne die geringste Ahnung zu haben in welche Richtung sich das entwickeln sollte. Sollte es ein einzelnes nettes Gespräch voller Komplimente sein, wo dem jungen Ding ja anzusehen war, dass sie ihr gefielen? Oder sollte er auf etwas dauerhafteres hinarbeiten? Oder doch nur eine rein platonische Bekanntschaft? Denn sein Gefühl sagte ihm, dass er Claudia Agrippina nicht das letzte Mal gesehen hatte, wenn sie eine Nichte des Menecrates war, wo er doch laufend mit dem Senator zu tun hatte. Doch von seiner politischen Karriere oder anderen öffentlichen Funktionen einmal abgesehen war Caesoninus nicht so sehr der Planer, sondern eher der spontane Typ, der lieber im Hier und Jetzt verweilte, als sich den Kopf über die nicht existierende Zukunft zu zerbrechen.
Ich bin stolz mit deinem Onkel zusammen zu arbeiten, weißt du, denn zumindest von meiner Warte aus betrachte ich uns nach all der gemeinsamen Arbeit und Zeit in der Factio Praesina und beim Stationsprojekt in der Subura als Freunde. Wie der Senator das alles sieht kann ich natürlich nicht sagen. Doch ich bin stolz auf meinen Teil beim Gelingen des Projekts, denn es mehrt nicht nur meine Reputation, sondern steigert vor allem auch die Sicherheit der Bevölkerung in den Armenvierteln. Ein wichtiges Ziel wie ich finde“, schloss Caesoninus seinen kurzen Exkurs über seine Arbeit mit Agrippinas Onkel. Gewiss mochte sich diese Bekanntschaft positiv auf seine neue mit der Nichte auswirken.
Als die Claudia jedoch die Vermutung fallen ließ, dass er, Caesoninus, bestimmt dann auch öfters in der claudischen Villa anzutreffen wäre, geriet er doch ein wenig ins Grübeln, was wohl der Claudia ihrerseits Beweggründe für diese Aussage sein mochte. Eine harmlose Äußerung? Eine unauffällige Andeutung, sie wäre an einer körperlichen Affäre interessiert? Oder waren doch Gefühle von romantischer Natur im Spiel? Es schien so, als ob beide gerade im dunklen stocherten und so gab er sicherheitshalber eine charmante, aber doch unverfängliche Antwort. Bei Römerinnen aus mächtigen und wohlhabenden Familien konnte man ja schnell in ein Wespennest stechen, wenn man auf das falsche Pferd setzte.
Ich gebe zu, ich habe die Villa Claudia bislang nur ein einziges Mal von innen gesehen, als ich Senator Claudius Menecrates im Zuge meines Wahlkampfs zum Vigintivir besucht hatte, ansonsten hatten wir uns bis jetzt ausschließlich am Factiogelände, der Rennbahn, oder auf der Baustelle getroffen. Doch jetzt wo ich weiß, dass diese, von den Göttern gesegnete Behausung eine so reizende Schwester der göttlichen Nymphen wie dich, hochverehrte Claudia, beherbergt, will ich gerne öfters auf Besuch kommen, stets dabei hoffend, deiner lieblichen Gestalt ansichtig zu werden.
Thema: Porta Iuliana | Eingang
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Eine Sklavin sucht Obdach 25.09.2019 00:41 Forum: Domus Iulia


| Vibilius

Vibilius' rechte Augenbraue zog sich skeptisch höher und höher. Doch keine Bettlerin. Besser noch, eine fremde Unfreie, die hier im Haus leben wollte und sich auf ein "Familienmitglied" berief, von dem er noch nie im Leben gehört hatte. "Tut mir leid, es wohnt hier kein Marcus Iulius Casca und auch sonst ist mir niemand dieses Namens bekannt. Du musst dich im Haus geirrt haben. Oder meinst du vielleicht einen Decimus Casca? Die Casa Decima Mercator liegt direkt an der Westseite des Caelius Mons, du kannst es nicht verfehlen. Viel Glück. Vale." Decimus Casca, ein Freund von Dominus Caesoninus, war jedenfalls der einzige Vibilius bekannte Römer mit diesem Cognomen.

Damit war die Sache für Vibilius erledigt. Nach Aufklärung des Missverständnisses, dass es hier keinen Iulius Casca gab und -gesetzt dem Falle, das Frauenzimmer hatte sich tatsächlich im Gensnamen geirrt- seiner freundlichen Wegbeschreibung zur Casa Decima Mercator, schloss Vibilius wieder die Tür und begab sich in Richtung Culina, um sich eine Kleinigkeit zu Essen zu holen. Wieviele Familien mit dem Gensnamen "Iulia" es wohl im Imperium geben mochte? Bestimmt mehrere Hundert angesichts der extrem hohen Zahl an Bürgerrechtsverleihungen damals unter dem göttlichen Caesar. So hatte ja auch seine Familie ihren Namen erhalten. Gut möglich, dass es da schon mal zu Verwechslungen kommen konnte. Am Weg durch das Atrium lächelte er angesichts dieses Gedankens.





IANITOR - DOMUS IULIA
Thema: Porta Iuliana | Eingang
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Eine Sklavin sucht Obdach 24.09.2019 01:22 Forum: Domus Iulia


| Vibilius

Vibilius öffnete die Tür. Vor ihm stand eine schlanke, jugendliche Frau mit keltischen Gesichtszügen, wenn ihn nicht alles täuschte. Mehr als einfach gekleidet und mit einem Sack in der Hand. Der iulische Torsklave vermutete sofort in ihr eine der zahllosen Bettlerinnen der Ewigen Stadt, die an dieses Tor getreten war, um Almosen zu erflehen. Es gab Familien und Torsklaven, die bei so einem Fall jetzt sofort gleich wieder die Tür geschlossen hätten, doch die Iulier galten als sehr volksnahes Geschlecht, die sich den Einsatz für den Plebs auf die Fahnen geschrieben hatten. So also beäugte sie Vibilius einmal von oben nach unten, ehe er fragte: „Salve, wie kann ich dir weiterhelfen?





IANITOR - DOMUS IULIA
Thema: [Taverna Apicia] Norius Carbos Unterkunft
Gaius Iulius Caesoninus

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21.09.2019 00:20 Forum: Taverna Apicia


   
Salve Norius Carbo!
Komme in zwei Tagen zur Domus Iulia am Esquilin.
G. Iulius Caesoninus

Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 18.09.2019 13:53 Forum: Panem et Circenses


Eine Claudia war die Schwester der Venus also! Was es nicht für Zufälle gab. Die Wege der Parzen waren wirklich unergründlich. „Oh die Freude ist ganz meinerseits, immerhin war es mir von Fortuna vergönnt worden dich zu treffen und meinem Tag so einen Höhepunkt hinzuzufügen“, meinte er galant.

Doch das mit der Familienzugehörigkeit wollte er nochmal genau wissen. „Als Claudia bist du da zufällig mit Senator Claudius Menecrates verwandt? Ich bin mit ihm sehr gut über die Factio Praesina bekannt und zudem arbeite ich auf seinen persönlichen Wunsch in jener Baukommission mit, die für die Errichtung des neuen Urbaner-Stützpunkts in der Subura zuständig ist.“ Angesichts der traditionellen Namensverteilung unter den gesellschaftlichen Schichten war die Chance jedoch groß, dass sie aus derselben Familie wären. Doch einmal sehen was die Antwort war. Das dargebotene Stück hatte nun auch den letzten Rest von geheucheltem Interesse für Caesoninus verloren.
Thema: Ave
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Ave 15.09.2019 19:18 Forum: Anmeldung


Hallo!
Falls die Stadtwache mich lässt misch ich mich kurz ein.

Beachte bitte, dass dein Name unbrauchbar ist und nicht den Regeln für die Namensgebung entspricht.
Es gibt für Praenomen, Gensnomen und Cognomen klare Regeln und Namenslisten unter denen du wählen kannst.

Wenn „Vibius“ dein Familienname sein sollte, muss es an zweiter Stelle stehen (-> Gensnomen).
Bitte beachte weiterhin, dass die Gens Vibia derzeit nicht bespielt wird. Um sie reaktivieren zu dürfen, brauchst du zuvor die Genehmigung der Spielleitung (die erhalten aber nur bereits erfahrene Spieler).
Als Spieleinsteiger wähle bitte daher eine der bespielten Familien aus.

Tipp: Um herauszufinden welche Familie grade bespielt wird und welche nicht sieh dir die Cognomen der aktiven Spieler in dieser Liste an. Wenn du einen Namen gefunden hast der dir gefällt, kannst du ja im Tabularium näheres über die betreffende Gens in Erfahrung bringen.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 14.09.2019 20:53 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Claudia Agrippina
[...]
„Du hast Recht, dich zu beschweren,“ meinte ich zum Vetter meiner Sitznachbarin. „Ich für meinen Teil sehne eigentlich nur dem Ende entgegen. Ich bin heute nicht in Stimmung für solch schwere Kost. Vielleicht sollte ich einen Schwächeanfall vortäuschen, um das Ganze zu beschleunigen.“


Titus sollte am dies mercurii Dienst schieben und Gnaeus am besten am dies veneris. Doch Halt! Hatte er nicht bei der letzten Besprechung gesagt, dass sein vorgesetzter Kommandant ihn für diesen Tag nicht schon anderweitig eingeplant hatte? Hm, frei aus dem Kopf konnte er das jetzt nicht sicher sagen. Na gut, dann sollte er eben am dies saturni dafür sorgen, dass niemand von den Gefangenen türmte. So war Caesoninus mitten in seinen vigintivirischen Planungen bzgl. der Gefangenenaufsicht für den Carcer Tullianus, während sein Blick glasig dem Geschehen auf der Bühne folgte. Dem Schein der Aufmerksamkeit ehrenhalber. So mit sich selbst beschäftigt bekam er erst ab dem zweiten Satz überhaupt mit, dass jemand gerade mit ihm sprach. Als er es dann jedoch endlich registriert hatte, wandte er den Kopf und erblickte eine sehr vornehm wirkende junge Dame mit güldenem Haar und engelsgleichem Antlitz. Sie beugte sich um Iulia Phoebe herum und sprach gerade etwas davon, dass auch sie das Ende dieses Firlefanz herbeisehnte. Offenbar war er mit dieser Meinung nicht alleine.

Die fremde Schönheit wirkte sympathisch. Und schön, hatte er schon schön erwähnt? Caesoninus wäre nicht Caesoninus gewesen, wenn er seine Gübeleien über den Dienstplan einer Unterhaltung mit deiner adretten Dame vorgezogen hätte, weshalb er jetzt ein gewinnendes Lächeln aufsetzte und sich ebenfalls um Iulia Phoebe zu der Anderen herumdrehte, um ihr zu antworten: „Ich wünschte ich hätte dieselbe Option, doch ich fürchte bei einem Mann würde das komisch wirken“, scherzte er. Dann streckte er über Iulias Schoß hinweg der Dame seine Hand entgegen: „Ich bin Gaius Iulius Caesoninus, Tresvir Capitales, und du, oh Schwester der lieblichen Venus?

Sim-Off: Dies Mercurii = Mittwoch
Dies Veneris = Freitag
Dies Saturni = Samstag
Thema: In Exilium
Gaius Iulius Caesoninus

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12.09.2019 21:35 Forum: Allgemeines


Sehr schade aber ich kann es verstehen!
Auch von mir alles Gute und von allen Iuliern, deinen Familienmitgliedern! Komm schnell zurück! smile
Thema: [Hortus] Ein Fest den Göttern würdig
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Turteltauben unter sich. 10.09.2019 21:04 Forum: Domus Iulia


Caesoninus blickte Flora warmherzig und erfreut an. Er legte seine rechte Hand an ihre Wange. „Danke für deine Worte, du weißt, das bedeutet mir viel!“ Dann trank er einen letzten Schluck Wein aus und stand auf. „Es hat mich unglaublich gefreut dich zu sehen Flora. Es hat mir wahrlich den Abend versüßt, doch du verstehst, dass ich jetzt mal wieder als Gastgeber nach dem rechten sehen muss. Bestimmt haben schon ein oder zwei andere auch nach mir gefragt. Doch vielleicht trifft man sich ja später nochmal! Bis dahin wünsche ich dir noch einen angenehmen Aufenthalt am Fest!
Er drückte nochmal freundschaftlich Floras Hand und bahnte sich dann, noch einmal zu ihr umblickend, einen Weg durch die Menschenmenge in Richtung Buffet.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! 10.09.2019 20:56 Forum: Panem et Circenses


Langsam aber sicher fand sich Caesoninus damit ab, dass er wohl das ganze Stück durchstehen würde müssen und er begann seinen Frieden damit zu machen. Denn wenn er es sich genau überlegte musste er ja gar nicht das Stück verfolgen, wo seine einzige Aufgabe ja bloß darin bestand die Begleitung für die Mädchen zu spielen. Er konnte doch die Zeit solange nutzen und sich ein paar Gedanken zu seiner Karriere machen. Das war eine gute Idee! Es gab da sowieso noch ein oder zwei Dinge, die überlegt werden wollten. Beispielsweise der Dienstplan für die Urbaner im Carcer Tullianum musste noch für übernächste Woche erstellt werden, eine seiner Pflichten als Vigintivir.
Doch was war das nur für ein kleiner Tumult zu seiner linken? Offenbar gab es dort unerfreute Stimmen wegen eines Schirms von Iulia Graecinas neuer Freundin. Caesoninus drehte sich zu dem sich beschwerenden Mann und den anderen hinter dem Schirm sitzenden um und zischte ihnen zu: „Seid ihr endlich still, andere Leute wollen das Stück sehen!“ und damit drehte er sich wieder um und tat so, als ob er die Pantomine weiter verfolgen würde, während er in Wahrheit sich gedanklich weit weg vom Theater begab.
Thema: Villa Iulia apud Misenum
Gaius Iulius Caesoninus

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Post aus Rom 09.09.2019 02:11 Forum: Domus Gentium Miseni


   

Ad
Marcus Iulius Proximus
Villa Iulia apud Misenum
Misenum


Salve Marcus Iulius!

Ich schreibe dir heute, um dich auf den neuesten Stand innerhalb der Familie zu bringen, seit Vetter Lucius bei dir zu Besuch weilte, denn es hat sich einiges verändert!

So gibt es z.B. neue Bewohner in der Domus Iulia. Ich weiß nicht wieviel dir Lucius erzählt hat, aber kennst du bereits alle Iulias, die zurzeit im Haus Wohnen? Dies wären neben der dir gut bekannten Iulia Phoebe und ihrer Mutter Servilia Gemina die drei Iulias Stella, Graecina und Triaria. Stella und Graecina sind Cousinen 1. Grades von Iulia Phoebe, während Iulia Triaria eine ein wenig entferntere Cousine der drei anderen ist. Ihr Vater ist Lucius Iulius Augustinus, falls dir das bei der näheren Einordnung hilft.
In der Domus Iulia leben daher gerade Vetter Lucius mit seiner ganzen Familie, Licinus mit seiner Tochter, Iulia Phoebe mit ihrer Mutter Servilia Gemina, Iulia Stella, Iulia Graecina, Iulia Triaria und meine Wenigkeit.
An Marcus habe ich ebenfalls vor einiger Zeit geschrieben, denn er weilt mit seinen Kindern nach wie vor in seiner Villa in Bollivae und macht auch weiterhin keine Anstalten nach Rom zurückzukehren. Schade eigentlich, aber warten wir einmal ab, was ich als Antwort von ihm zurückbekommen werde. Vielleicht ist er ja schon am Packen seiner Koffer?

Was ansonsten so zuhause vor sich gegangen ist, ist folgendes:
Licinus ist princeps praetorii bei den Cohortes Praetoriae und daher kaum zuhause, geschweige dem bei Esquilina. Es geht bei uns der Scherz um, dass er in der Castra stets in voller Rüstung vor seiner eigenen Officiumstür schlafe, um jederzeit sofort bereit zu sein. Einfach ein tüchtiger Mann!
Iulia Phoebe und Servilia Gemina lassen dich übrigens grüßen! Phoebe meint sie vermisse manchmal immer noch dein Weingut und Misenum allgemein.
Iulia Stella wird vermutlich in naher, oder etwas weiterer Zukunft den Bund fürs Leben eingehen, zumindest haben sich diesbezüglich Anspielungen ergeben, die auf einer Feier im Hortus stattgefunden hatten. Über Iulia Triaria kann ich berichten, dass ich sie bislang als sehr ruhige und ausgewogene Person kennengelernt habe, mit einer gewissen Reserviertheit Fremden gegenüber. Sie ist ganz neu in Rom, da sie bis vor kurzem in Athen bei ihrer Tante aufgezogen worden war, doch nun wurde sie in die Hauptstadt geschickt für einen geeigneten Ehemann. Gleiches gilt übrigens auch für Stella und Phoebe, aber bei letzterer weißt du vermutlich besser bescheid als ich. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass Iulia Stella aus Hispanien kommt?

Was mich selbst angeht, so habe ich meine Stelle als Aedituus am Tempel der Venus Genetrix vorerst zurückgelegt, denn etwas wunderbares ist geschehen. Ich wurde in den ordo senatorius erhoben und kurz darauf auch zum Vigintivir gewählt!
Du kannst dir denken, welch enorme Freude das für mich gewesen ist. Endlich einen halben Fuß im Cursus Honorum zu haben ist wirklich ein gutes Gefühl. Als nähere Amtstätigkeit versehe ich meine Arbeit übrigens bei den Tresviri Capitales. Dabei muss ich mich an die unangenehme Seite dieses Teilamtes erst noch gewöhnen. Vor kurzem hatte ich nämlich für die Hinrichtung eines patrizischen Landesverräters zu sorgen, es war ein mir unendlich unangenehmes Gefühl dabei, auch wenn ich wusste, dass er es selbst verschuldet und legal verurteilt worden war. Ich arbeite jedoch an meiner Einstellung, immerhin gehören Hinrichtungen zu meiner Amtspflicht.

Was die Sklavenschaft angeht, so gibt es auch einige Veränderungen. Vibilius versieht nun anstatt Wonga den Tordienst und es hat auch viele neue Zuwächse gegeben. So haben Iulia Graecina und Iulia Triaria jeweils einen Sklaven aus der Heimat mit nach Rom genommen, die nun hier in den Sklavenunterkünften wohnen und auch ich habe mir drei Neuerwerbungen geleistet. Eine germanische Küchenmagd für die gute Locusta, eine hispanische Gesellschafterin für mich und einen ägyptischen Cursor. Leider ist er gerade krank, weshalb du ihn nicht bei der Überbringung dieser Nachricht kennenlernen wirst, sondern ich stattdessen auf einen der anderen Botensklaven zurückgreifen muss, aber ja. Da kann man nichts machen.

Was gibt es neues aus dem Süden? Bestimmt würdest du auch Iulia Phoebe eine große Freude bereiten, falls du Neuigkeiten aus dem misenischen Stadtgeschehen berichten könntest. Wie wächst der Wein? Übrigens wäre unser Cellarius (und natürlich auch wir) sehr froh darüber, falls du uns wieder einmal ein paar Fässer frisch gereiften Falerners heraufschicken könntest! Unsere Vorräte sind in letzter Zeit doch etwas sehr zur Neige gegangen. Zugegeben, ich war mit Festen und Cenas in geselliger Runde nicht ganz unschuldig am Schwund unserer Weinvorräte.
Doch weißt du was? Komm doch einfach gleich mit den Fässern mit und besuch uns einmal wieder! Bestimmt würden sich alle alten Einwohner der Domus Iulia freuen dich wiederzusehen und die Neuen könnten dich auch gleich kennenlernen.

Mach es gut und mögen die Götter dich schützen!


Vale Bene





G. IULIUS CAESONINUS
VIGINTIVIR - TRESVIRI CAPITALES

Domus Iulia | Collis Esquilinus | Roma


Thema: [Triclinium] Speis und Wahlkampf
Gaius Iulius Caesoninus

Antworten: 7
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RE: [Triclinium] Speis und Wahlkampf 08.09.2019 01:21 Forum: Domus Iulia


Auf Macers Antwort in Bezug auf das Münzwesen gab er von sich: „Es erscheint mir befremdlich, solltest du Recht behalten, dass etwas so essenzielles, wie das Münzwesen, wirklich Jahr für Jahr in die Hände von Amateuren gelegt werden sollte, wenn die Anwärter wirklich nichts von diesem Handwerk verstehen. Für die Münzprägung finde ich sollten Fachleute ran und keine einjährig amtierende Neulingspolitiker, die mal hier, mal dort mit dem Edelmetallgehalt einiger Münzen herumspielen, um sich einen Namen zu machen und Roms Wirtschaft nebenbei ins Chaos zu stürzen, findest du nicht?“ Das war durchaus ein Thema, das Caesoninus bewegte. Wenn man von etwas nichts verstand, sollte man auch die Finger davon lassen.

Als sich dann Macer nach seinen Fähigkeiten im Testamentswesen erkundigte, bekam er folgende Antwort: „Das Testamentswesen ist ein Verwaltungsakt und in der Verwaltung habe ich durchaus praktische Erfahrung durch meine Tätigkeit als Aedituus. Das dürfte mir auch bei den Tresviri Capitales helfen. Was das Bücher verbrennen angeht, so stelle ich mir das nicht allzu schwer vor. Es wird bestimmt sowas wie ein Verzeichnis von verbotenen Schriften geben und bei Werken die nicht daraufstehen, sieht man es ja ebenfalls am Inhalt, ob sie illegal sind oder nicht, dann werden sie eben beseitigt.
Thema: [Forum Iulium] Templum Veneris Genetricis
Gaius Iulius Caesoninus

Antworten: 203
Hits: 16.705
RE: Übung macht das Opfer 07.09.2019 23:48 Forum: Templa Urbis


Nachdem noch ein letztes Mal alle Gegenstände in der letzten Wiederholung durchbesprochen worden waren, war es endlich an der Zeit die heutige Lektion schön langsam zu beenden. Caesoninus war zufrieden mit dem heutigen Lernfortschritt. Nicht, dass sie groß ins Hauptthema heute eingestiegen wären (das hatte er auch gar nicht vorgehabt) heute war der Tag ganz dem ersten beschnuppern von kultischen Gegenständen eines Opferrituals vorbehalten gewesen, quasi als erste -nächstes Mal schon vertraute- Ankerpunkte und erste Puzzlestücke des Themenkomplexes, der nach weiteren Lektionen immer mehr ein Gesamtbild ergeben würde. So würde Carbo nach und nach in die Materie finden, ohne von ihr erschlagen zu werden.

Gut, dann beenden wir die heutige Lektion. Ich bitte dich diese Gegenstände heute mit zu dir zu nehmen und sich ihren Sinn einmal pro Tag ins Gedächtnis zu rufen und das jeden Tag bis zu unserem nächsten Treffen.“ Dabei fiel Caesoninus noch etwas ein: „Achja eins noch, unsere nächsten Treffen werden in der Domus Iulia am Esquilin stattfinden, da ich nach der Amtsübernahme nicht mehr Aedituus dieses Tempels sein werde. Denn genauen Termin teile ich dir per Brief mit. Wärst du so nett mir hier deine Adresse aufzuschreiben?“ Caesoninus schob dem Noriker eine Wachstafel hin.
Danach war ihr erstes Treffen auch schon wieder zu Ende.
Thema: Carcer Tullianus
Gaius Iulius Caesoninus

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Eine Seele befreien 06.09.2019 08:27 Forum: Forum Romanum


Nebel zog in diesen Tagen am Morgen durch Roms Straßen. So auch heute, als Caesoninus gut zehn Schritt vor dem carcer tullianus stand und das eiserne Tor zum Staatsgefängnis anstarrte. Heute war kein schöner Tag, für alle beteiligten nicht. Heute müsste Caesoninus im Zuge seines Amtes als Tresvir Capitales seine allererste Hinrichtung leiten.
Am Ende dieses Tages würde Rom um einen Einwohner ärmer sein und er, Caesoninus, hätte das in die Wege geleitet. Nicht gerade der erfreulichste Gedanke, der ihm für diesen Sonnenumlauf in den Sinn kommen konnte, aber da war nichts zu machen. Sein Amt verlangte nun einmal, dass er neben der Aufklärung angezeigter Verbrechen und der Beseitigung verbotener Schriften auch die Organisation des Kerkerdienstes übernahm und da gehörten so unschöne Dinge wie Hinrichtungen nun einmal dazu.

Caesoninus stand vor dem Carcer und fragte sich, ob er dazu bereit war und falls ja, wie sehr es ihn belasten würde. Das hier war etwas völlig anderes als z.B. mit dem Schwert in der Hand in der Hitze der Schlacht jemanden niederzustrecken. Hier war jemand von den Praetoren gerichtlich zum Tode verurteilt worden und an Caesoninus blieb es nun hängen, dafür zu sorgen, dass dieses Urteil auch ausgeführt wurde. Er hatte den Henker bestellt, inwieweit machte ihn das zum Mittäter? War er das überhaupt bei einer juristisch legal angeordneten Tötung aufgrund schwerer Vergehen dieses Individuums? Caesoninus wusste es nicht, doch es gefiel ihm auch nicht. Doch egal, jetzt musste er da durch und das noch in seiner ersten Woche als Vigintivir. Er holte tief Luft und ging auf das Gebäude zu.

Nach dem betreten grüßte er die wachhabenden Urbaner. Einen von ihnen kannte er schon von der Baustelle der neuen Station. Auch wurde ihm mitgeteilt, dass der Henker ebenfalls gleich erscheinen werde. „Sehr gut, ich bin beim Gefangenen.
Ob es das wirklich war?
Caesoninus ging weiter.

Vor der Zelle des Verurteilten blieb er stehen, der Insasse blickte auf. „Ist es soweit?“ Caesoninus antwortete: „Fast.
Der Andere nickte. Er war ein Patrizier, der schweren Landesverrat begangen hatte. Dafür war er zum Tod durch erdrosseln verurteilt worden. Das Exil hatte der Verurteilte ausgeschlagen. So kam es also nun, dass sich Caesoninus vor den Gitterstäben und der Patrizier dahinter befanden und beide auf den nahenden Henker warteten. Währenddessen betrachtete ihn der Vigintivir. „Fühlst du gar keine Reue?“ fragte er.
Rom hat es verdient“, knurrte der Andere.
Aber wieso?
Das geht nur mich was an.
Caesoninus schüttelte den Kopf. Ein Sturkopf durch und durch, selbst jetzt im Licht des letzten Augenblicks.
Schritte wurden hörbar, beide wandten den Blick in ihre Richtung. Ein ausgemergelter Fremder, unter einer braunen Lederkappe steckend, erschien, begleitet von zwei bewaffneten Wachen. „Morgen, guten Morgen! Wer ist mein Kunde?“, krächzte er.
Caesoninus deutete auf den Insassen. Was sollte er auch sonst tun?
Ahja
Der Henker nahm ein Lederband vom Gürtel und Caesoninus schloss ihm auf. Dann eilte er in geschwinden Schritten in die Zelle und legte es um den Hals des Verräters und zog feste an der Schnur, sodass das grausige Geschäft begann. Mit mulmigem Gefühl war Caesoninus zusammen mit den beiden anderen Wachen Zeuge der grausigen Aktion.
Als alles vorbei und der Verräter tot war, kümmerte sich Caesoninus um die Entfernung der Leiche und der Reinigung der Zelle, dabei stets von einem seltsamen Gefühl begleitet.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 04.09.2019 23:22 Forum: Panem et Circenses


Das Stück begann und damit auch die eigentliche Qual. Was hatte ihn nur dabei geritten zuzustimmen mitzukommen? Es war zum Mäuse melken. Und dann nicht einmal attraktive Damen auf der Bühne, sondern wie üblich ein reines Männergeschäft. Wenn es wenigstens ein neues Stück gewesen wäre, aber nein, Medea musste gespielt werden. Sowas altes, dass er (wie vermutlich auch der Rest der Zuseher) bereits auswendig kannte.
Doch gut ok, bei näherem nachdenken waren die meisten Stücke antik. Richtig gute neue Bühnenwerke aus Griechenland gab es praktisch nicht und den neumodernen abstrakten Mist, den die römischen Schreiberlinge so fabrizierten, konnte man sowieso nur unter Pilzeinfluss genießen.
Caesoninus seufzte tief und ließ seinen Kopf auf seinen Armen gestützt. Lustlos verfolgte er das Stück, dabei etwas vom Geschnatter auf seiner linken Seite gestört. Offenbar hatte Iulia Graecina eine neue Freundin gefunden. Als diese dann seinen Namen erwähnte und ihn antippte, wandte er kurz den Kopf und nickte der Fremden kurz zu. Ganz nettes Mädchen. Dann hieß es sich weiterquälen durch die Darbietung. Rechts von ihm eine Reihe zurück hörte er eine Beschwerde, doch ignorierte er sie. Dass rund um ihm geredet wurde war wohl ein Zeichen dafür, dass nicht nur er sich langweilte. Als er dann auch noch merkte, dass einige seiner liebsten Nebenszenen fehlten wurde es ihm zu bunt und Caesoninus konnte nicht länger an sich halten: „Ach kommt schon! Die können ja nicht das ganze Stück auslassen!
Thema: Klopf Klopf
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Klopf Klopf 02.09.2019 23:26 Forum: Anmeldung


Wenn das so ist stimme ich auch zu.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 02.09.2019 11:27 Forum: Panem et Circenses


Hatte Chronos, der Gott der Zeit, dieselbe extra verlangsamt, oder wieso konnte Caesoninus sonst beinahe schon spüren, wie sich jedes einzelne Korn geradezu quälend langsam durch die Enge seiner imaginären Sanduhr quälte? Die Zeit wollte und wollte einfach nicht vergehen! Er seufzte. Hoffentlich dauerten solche Pantominen in der Regel kürzer, als gewöhnliche Dramen, ansonsten hätte er ein riesen Problem. Also von der Langeweile her.

Die schnatternde Menge in den unteren Reihen merkte nicht, wie der missmutige Blick Caesoninus‘ immer wieder über sie hinwegstreifte, in der Hoffnung irgendwas interessantes zu entdecken, doch leider Fehlanzeige. Gewöhnliche Menschen in gewöhnlicher Aufmachung die sich auf die Vorstellung freuten. Wie öde nur.
Er konnte ja nicht einmal aufstehen und sich eine Kleinigkeit zu essen holen (oder verschwinden), da links Iulia Graecina und rechts von ihm Iulia Phoebe saßen und besonders letztere wusste ja wie er zum heutigen Tageshöhepunkt stand.
Traditionelle Theaterstücke sagten ihm mehr zu, z.B. Stücke mit Hercules gefielen Caesoninus sehr, auch ein paar Klassiker des griechischen Theaters wie König Ödipus. Aber Medea in Pantomine??
Als es ihm zu lang wurde mit der ewigen Warterei konnte er es sich nicht mehr an sich halten. „Wann fängt der Mist denn endlich an?!“ rief Caesoninus aus.
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