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Thema: Abseits von Capua // Meeresbrise und Sonnensang
Quintilia Valentina

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RE: Abseits von Capua // Meeresbrise und Sonnensang 09.11.2019 15:56 Forum: Italia


Das Rauschen des Meeres war atemberaubend. Das Glitzern der untergehenden Sonne war das Schönste, dass sie je gesehen hatte. Valentina wusste nicht was sie denken sollte, denn sie war so beeindruckt und überwältigt. Sie hatte sich so oft gefragt warum die Götter ihr in den vergangener Zeit immer wieder ihre Träume genommen hatten und die Männer, die in ihr Leben traten so oft einfach wieder daraus verschwunden waren. Doch jetzt, als sie hier stand und über das Meer blickte, mit Casca neben sich, da wurde ihr bewusst, warum das alles hatte passieren müssen. Damit sie genau hier stehen konnte und die Schönheit bewunderte.
Vor der Abreise hatte sie Bedenken gehabt, dass es vielleicht doch nicht klappen könnte weil Casca so viel zu tun hatte. Und dann war auf dem Weg hierher auch noch ein Rad gebrochen. Sollte es nicht sein? Nein, es war alles nur, damit sie diesen Moment voll und ganz genießen konnte. Damit sie sich dessen Schönheit gänzlich bewusst war. Die Geschichten, die Casca ihr auf dem Weg hierher erzählt hatten kamen ihr wieder in den Sinn. Fühlte ein Held sich so, wenn er eine Schlacht gewonnen hatte? Oder ein König, wenn er über sein Königreich blickte? Valentina gehörte nie zu einer wohlhabenden Familie doch in diesem Moment war sie reich. Reich an Gefühlen und beschenkt mit der Liebe des Mannes neben sich.

Ihre Wangen waren rot, beschienen von der Abendsonne als Cascas Räuspern sie aus ihren Träumereien entriss. Sie blinzelte, als würde sie von einem Traum in den Nächsten gleiten, als sie ihren Kopf drehte und zu ihm sah. Er wollte wissen ob ihr der Strand gefiel. Valentina wusste keine Worte wie sie ihre Gefühle beschreiben konnte. "Es ist wunderbar." Flüsterte sie dann als hätte sie Sorge mit zu laut gesprochenen Worten den Zauber des Moments zu vertreiben. Bei Cascas nächsten Worten blickte sie in die entsprechende Richtung und wie so oft konnte Casca mit seinen Worten Bilder in ihrem Kopf erscheinen lassen. Sie sah tatsächlich den Wassergott aus den Fluten kommen. Nur für einen Moment, doch dafür um so deutlicher. Sie nickte immer noch vollkommen beeindruckt. "Ja, du hast recht. Ich glaube an diesem Ort hier ist alles möglich. Es ist so wunderschön."
Thema: Der Wettstreit der Rhetoren - die Rückkehr der Redenschwinger
Quintilia Valentina

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RE: Der fünfte Kandidat: 09.11.2019 15:31 Forum: Roma


So sehr sie sich auch bemühte einen guten Blick auf die Bühne zu haben, sie kannte diesen Quintilier nicht. Sie hatte ihn noch nie gesehen. Natürlich klatschte sie nach seiner Rede. Das war Ehrensache. Vielleicht fand der Mann dort oben ja später einmal den Weg in ihre Casa, dann konnte man sich unterhalten. Jetzt aber ging er erst einmal von der Bühne und der Redner weswegen sie eigentlich hier waren, trat vor.
Mit einem Seitenblick sah Valentina nochmal zu Grian. Es tat ihr irgendwie leid, dass sie ihr nichts besseres sagen konnte. Aber es war nunmal so. Sie wusste ja nicht warum dieser Silas vermisst wurde. Sie hatte es aber ernst gemeint, dass sie ihn anhören würde und das war momentan alles was sie anbieten konnte.
Valentina atmete tief durch, weil ihr wieder einmal klar wurde, dass ihr so oft die Hände gebunden waren und wandte sich wieder an Casca. Er schien immer noch etwas abwesend zu sein und so strich sie ihm mit der Hand über den Handrücken. Sie lehnte sich an ihn und hörte sich die Rede von Scapula. Nach so vielen Reden schwirrte ihr langsam der Kopf, doch sie klatschte pflichtschuldig, als Serapio neben ihr regelrecht ausrastete. Ihr Hände taten weh, als sie wieder aufhörte und der nächste Redner auftrat. Valentina legte ihren Kopf auf Cascas Schulter. Langsam wurde es wirklich langatmig diese Reden. Tapfer hörte sie zu, dachte nebenbei aber darüber nach, wie sie Casca wieder ein bisschen aufmuntern konnte.
Wieder klatschte sie und leider gab der Redner bekannt, dass er noch jemanden gab, der gleich auftreten würde. Hörbar stieß sie die Luft aus und ergab sich in das Schicksal einer weiteren Rede.
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Quintilia Valentina

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RE: Der zweite Kandidat: Tiberius Valerius Flaccus 19.10.2019 16:58 Forum: Roma


Die Sklavin vor ihr stammelte unzusammenhängende Worte, weswegen Valentina verwundert drein blickte. Was war los?
Zum Pech der Sklavin begann nun der zweite Redner und Valentina sah wieder zur Bühne hinüber. Diese Rede war für sie viel Brachialer und konnte Valentina nicht so fesseln wie die des ersten Redners. Ehrlich gesagt verwirrte sie die Rede auch ein bisschen. Sollte sie sich schlecht fühlen, weil sie eine Römerin war? Valentina war stolz darauf hier zu leben und sich als Bürgerin dieser Stadt bezeichnen zu dürfen. Sie wollte sich schon abwenden als Serapio neben ihr dem Redner zujubelte nachdem er geendet hatte. Verwundert darüber klatschte auch Valentina, wenn auch weniger begeistert.

Casca auf der anderen Seite applaudierte ebenfalls. Er war zwischen dem ersten und zweiten Redner zu ihnen gestoßen. Er wirkte so ruhig und zurückhaltend in den letzten Tagen. Valentina wusste nicht was ihn so bedrückte. Vielleicht war es die viele Arbeit in den Tempeln. Sie hoffte nur, dass die gemeinsame Reise ihn wieder aufmuntern konnte. Oder lag es etwa daran? Sie lächelte ihn an, als er meinte das nächste Mal würde er mitmachen und gewinnen. Er legte ihr seine Hand auf die Schulter und sie legte ihre Hand auf die Seine. Ein liebevoller Blick traf ihren baldigen Verlobten. Dann widmetet sich wieder der Sklavin. Es war nicht schön sie warten zu lassen aber auch Valentina konnte nicht ganz aus ihrer Rolle ausbrechen. Als sie nun wieder zu Grian sah, fuhr sie fort. Es ging um Silas. Ja Valentina hatte die Dienerschaft erst kürzlich reden hören, dass er weg war. Und sie hatte sich noch gewundert, denn verkauft hätte ihn sicherlich weder Serapio noch Casca. Letzterer schon gar nicht ohne mit ihr zu reden, das traute sie sich zu behaupten. Und soweit sie bereits den Überblick in der Casa hatte, hatte sich Silas auch nichts zuschulden kommen lassen. Hinter ihr kündigte der Sprecher den nächsten Redner an. Genau denjenigen den sie sich genauer ansehen wollte. Aber sie wollte die Sklavin nicht noch einmal unbeachtet stehen lassen.

"Nun..." Fing sie dann etwas gedehnt an. "Ich kann dir hier und jetzt nicht einfach so mein Wort geben. Erst wenn man weiß was er getan hat und warum er verschwunden ist. Aber was ich dir verspreche ist, dass ich ihn anhören werde und mir erzählen lasse was passiert ist. Dann entscheide ich ob ich ihm helfe." Es war sicherlich nicht das was Grian hören wollte, doch Valentina konnte nicht einfach Dinge versprechen. Nicht nur ihr Ruf stand auf dem Spiel, je nachdem was Silas Verschwinden verursacht hatte, waren es auch die Decimer. Außerdem war Silas nicht -ihr- Sklave. Eine Kleinigkeit, die Valentina zwar nicht gefiel aber die man nicht unbeachtet lassen konnte. Allerdings entging ihr nicht die echte Sorge im Blick des Mädchens und Valentina spürte Mitleid mit der blonden Frau auf die sie eben noch eifersüchtig war. "Bestimmt ist er bald wieder da und es klärt sich alles auf." Nun schenkte sie Grian ein Lächeln und griff in die Schale in der nur noch wenige Erdbeeren vorhanden waren. Eine davon reichte sie nun an Grian weiter, vielleicht tröstete sie das für den Moment.
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Quintilia Valentina

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RE: Der erste Kandidat - der Decimische Fanblock 16.10.2019 22:17 Forum: Roma


Auch Valentina war verwundert einen bekannten Namen zu hören. Doch es war niemand aus ihrer näheren Familie. Vielleicht Verwandtschaft vom Land? Auf Serapios Frage schüttelte sie deswegen den Kopf. "Nein, der Name sagt mir überhaupt nichts." Auch wenn sie für jemand anderen jubelte, so würde sich Valentina diesen Redner ganz genau ansehen.
Und neben ihr rief Serapio auch schon eine Wette aus. Sie schmunzelte amüsiert, biss von einer neuen Erdbeere ab und sah sich neugierig um, ob jemand auf diese Wette eingehen würde. Da wurde sie plötzlich angesprochen, von jemandem, von dem sie es überhaupt nicht erwartet hatte. Verwundert, jedoch nicht abweisend, wandte Valentina den Blick in die Richtung von Cascas Sklavin. Seit sie im Haus weilte, hatten sie kaum ein Wort miteinander gewechselt und nun stand sie direkt vor ihr? Abwartend sah die blonde Quintilia die Frau vor sich an, doch dann wurde ihre Aufmerksamkeit unterbrochen, denn der erste Redner trat vor.
Valentina stellte sich ein bisschen auf die Zehenspitzen. Um sicherer Stehen zu können legte sie eine Hand auf Serapios Schulter. Gebannt hörte sie dem Sprecher zu. Wie konnte man nur so viele Worte auf einmal sprechen? Fast trat es in den Hintergrund, dass er nicht der favorisierte Teilnehmer war. Valentina war schlichtweg beeindruckt. Als dann jedoch der Jubel aufbrandete, hielt sie sich dezent zurück. Statt dessen trat sie zurück und wandte sich wieder der Sklavin zu die immer noch neben ihr stand. "Ja?"
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Quintilia Valentina

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RE: Das Spektakel beginnt - der Decimische Fanblock 11.10.2019 19:01 Forum: Roma


Nach dem Kompliment von Serapio nahm Valentinas Gesicht ebenfalls eine gesunde Farbe an. Welche Frau freute sich nicht über ein Kompliment? Und sie wusste, dass Serapio es nicht einfach aus Höflichkeit erwähnte. Auch wenn sie nichts weiter mehr verband als Freundschaft, so wusste Valentina es dennoch zu schätzen. Sie als Muse? Nun das hatte zuletzt Casca zu ihr gesagt. Verlegen aß Valentina den Rest der Erdbeere und folgte dann Serapios Blick. Er sah zu Cascas Sklavin. Valentina hatte noch nicht viele Berührungspunkte mit ihr. Es war nicht einmal Absicht, auch wenn sie ein seltsames Gefühl befiel, jedes Mal wenn sie die blonde Frau sah. Sie war jung und sie war hübsch. Und sie gehörte Casca, was bedeutete, dass sie sich viel in seiner Gegenwart aufhielt, wenn er in der Casa war. Valentina vertraute Casca und doch war selbst sie nicht frei vom unschönen Gefühl der Eifersucht. Da war es ihr ganz recht, wenn sie mit Serapio unterwegs war. Auch wenn sie keine Ahnung über deren Verfehlungen in letzter Zeit hatte. Irgend etwas musste vorgefallen sein, Serapios Blick sprach Bände. Doch jetzt und hier war nicht der passende Ort nachzufragen. Zumal plötzlich Jubel aufbrandete und Valentina ihre Aufmerksamkeit zur Bühne wandte. Sie jubelte mit, wobei sie jedoch die Erdbeeren nicht aus der Hand gab und somit mit der freien Hand auf ihren Unterarm klatschte. "Sie lebe hoch!" Rief sie neben Serapio und ließ sich vom allgemeinen Jubel um sie herum anstecken.
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Quintilia Valentina

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RE: Das Spektakel beginnt - der Decimische Fanblock 07.10.2019 21:45 Forum: Roma


An der Seite des gutaussehenden Mannes, der einmal der Ihre hätte werden sollen, stand Valentina auf den Stufen neben Serapio. Sie hatte sich die Haare mit goldenen Bändern nach oben gesteckt, die sehr gut zu der rosenfarbigen Tunika passte, die sie trug. Es war schön heute hier zu sein, es lenkte sie davon ab in der Casa auf Casca zu warten. Er war immer noch so sehr bei den Tempeln beschäftigt, dass es ihr den Anschein hatte, dass die gemeinsame Reise noch warten musste. Sie beklagte sich mit keinem Wort und das würde sie auch nicht, sie freute sich jedes Mal wenn ihr jetziger Verlobter nach Hause kam anstatt ihm Vorwürfe zu machen. Dennoch tat es gut heute mal ein bisschen Zerstreuung zu finden. Ob und wenn ja welchen Eindruck dieses vertraute Miteinander mit Serapio auf unwissende Augen machen könnte, daran verschwendete sie keinen Gedanken.
Nachdem Serapio sich die Feigen aus dem Bauchladen des Verkäufers ausgesucht hatte wählte Valentina die verführerisch roten Erdbeeren. Sie nahm eine davon zwischen die Finger und biss genüsslich von der Frucht ab. Da sie momentan den Mund voll hatte konnte sie auf die Äußerung von Serapio zuerst nur nicken. Damit sie nicht als einzige Frau zwischen Serapio und dessen Vetter samt Gefolge war, hatte sie wie so oft in den letzten Tagen, die Ägypterin hinter sich sitzen, die sie von Serapio zusammen mit dem wunderschönen Tier geschenkt bekommen hatte, welches Zuhause in der Casa wuchs und gedieh. Eben dieser Ägypterin reichte sie eine der Erdbeeren bevor sie sich an Serapio wandte. "Ja du hast recht. Es ist ein wunderschöner Tag. Es verspricht eine spannende Darstellung zu werden." Sie reckte etwas den Kopf um besser zur Bühne blicken zu können.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Quintilia Valentina

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 21.09.2019 22:14 Forum: Panem et Circenses


Die Tage bis zu ihrer Abreise mit Casca zogen sich in die Länge und noch immer wussten Valentina nicht, wann sie endlich abreisen konnten. Sie sehnte den Tag herbei, verstand jedoch auch, dass ihr zukünftiger Mann momentan im Tempel unabkömmlich war.
Valentina genoss die Zeit mit ihrem tierischen Geschenk, dass Serapio ihr von seinen Reisen mitgebracht hatte, der Gepard wuchs prächtig und Valentina liebte das Tier. Jetzt allerdings hatte sie die Casa verlassen und war auf dem Weg ins Theater. Serapio hatte heute Morgen angedeutet, das er ebenfalls dort hingehen wollte und ein bisschen Zerstreuung tat gut, wenn man sonst nur wartete. Zusammen mit ihrem hünenhaften Sklaven, er ihr den Weg freiräumte und Renenet, der Pflegerin des Leoparden war sie nun also am Theater angekommen. Die Ägypterin war ihr zusammen mit dem Leoparden von Serapio geschenkt worden doch mittlerweile mochte Valentina die dunkelhaarige Frau gut leiden und so hatte sie sie gebeten mit ihr mitzukommen. Wie es ihrem Stand gebührte, lief die Frau hinter der Quintilia und als sie beiden Frauen das Theater betraten war der Chor schon in vollem Gange. Durch das dichte Gedränge suchten sich die beiden Frauen einen Weg und ergatterten tatsächlich noch zwei Plätze in der Nähe der Bühne. Während sich die Ägypterin hinter Valentina setzte und versuchte nicht aufzufallen hob die Blondine den Kopf und sah sich um. Nicht auffällig und doch neugierig ob sie eines der Gesichter in ihrer Nähe erkannte.
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Quintilia Valentina

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RE: Roma! Roma aeterna! - Serapios Heimkehr 17.09.2019 21:34 Forum: Casa Decima Mercator


"Es muss dir nicht leid tun. Du konntest nichts dafür. Diese Mission musste vom besten Mann erfüllt werden und der bist nun einmal du." Sie sah ihn immer noch an, versuchte Serapio jetzt jedoch mit einem kleinen Lächeln zu trösten. Sie sah wie zerknirscht er war und es fiel auch Valentina nicht leicht. Doch sie hatte an ihre Zukunft denken müssen. Und an die ihrer Nichten, die zweitweise bei ihr gewohnt hatten. Sie war die einzig verbliebene Quintilia die es ihres Wissens in der Stadt noch gab. Und nach Serapios Weggang war sie alleine gewesen.
Als er sich an der Statue abstützte streckte Valentina ihre Hand aus und wollte ihn am Arm berühren. Doch sie war sich nicht sicher ob es in Ordnung war uns so lies sie ihre Hand wieder sinken.
Seine Frage ob sie sich sicher war, lies die Quintilia den Kopf etwas zur Seite neigen. Sie überlegte sich ihre nächsten Worte sehr genau.
"Zuerst war ich es nicht. Dein Verlust saß noch zu tief und ich war nicht bereit mich auf jemanden einzulassen. Wollte nicht wieder jemanden ziehen lassen müssen wie schon so oft zuvor. Es war nicht so, dass ich dich sofort mit Casca ersetzt habe. Ich hoffe das kannst du mir glauben. Doch ich war alleine und Casca war für mich da. Er hat so schöne Wörter für mich gehabt und er wusste wie er mich aufmuntern konnte." Sie machte eine Pause, dann nickte sie. "Ja, ich bin mir sicher."
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Quintilia Valentina

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RE: Roma! Roma aeterna! - Serapios Heimkehr 14.09.2019 21:52 Forum: Casa Decima Mercator


Als die Ägypterin mit dem Leoparden weg ging, blickte Valentina den Beiden noch lange hinterher. Ihr war sehr wohl bewusst wie wertvoll dieses Geschenk war und es bedeutet ihr sehr viel. Hoffentlich wurde der Leopard bald groß und stark und hoffentlich konnte sie ihn dann noch so oft streicheln wie sie wollte.
Auch sie bemerkte dann die Stille die sich ausbreitete und nur vom Plätschern des Wassers unterbrochen wurde. Doch der Quintilia wollte einfach nichts einfallen was sie mit Serapio besprechen könnte. Es hatte eine Zeit gegeben, kurz nachdem er weggegangen war, in der sie so viele Fragen an ihn gehabt hätte. Sie hatte sich ausgemalt auf welcher abenteuerlichen Mission er unterwegs war. Doch je länger die Zeit geworden war in der er sich nicht gemeldet hatte umso farbloser wurden die Gedanken an die abenteuerliche Mission, bis sie schließlich ganz verblassten und von dem einzigen Wunsch vertrieben wurden, dass es ihrem ehemaligen Verlobten und Freund gut ging.
Sie hatte gehört wie er sie angesprochen hatte, doch sie wusste nicht wie sie im Moment darauf reagieren sollte.

Doch dann hörte sie seine Frage und zuckte leicht zusammen. Nun, dann würden sie nun also darüber sprechen. Mit etwas Verzögerung drehte Valentina sich wieder zu Serapio. Es tat ihr leid, dass er gleich diese Frage an sie stellte, doch sie würde ehrlich antworten. Ihre Augen hoben sich und suchten die Seinen. "Du warst sehr lange weg. Und auch wenn ich den Göttern viele Opfer gebracht habe um für deine unversehrte Rückkehr zu beten, so war es dennoch eine sehr lange Zeit." Valentina atmete tief durch. "Bald werden mein zukünftiger Mann und ich ans Meer reisen und uns verloben." Sie lächelte Serapio schüchtern an. Schließlich war er der Grund warum sie verreisten. "Cnaeus Decimus Casca hat um meine Hand angehalten."
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RE: Roma! Roma aeterna! - Serapios Heimkehr 31.08.2019 23:16 Forum: Casa Decima Mercator


Er hatte nicht vergessen, dass sie Katzen mochte. Gerührt schossen Valentina schon wieder Tränen in die Augen. Da hatte er so eine weite Reise unternehmen müssen und wussten nur die Götter was er bei dieser Mission alles gesehen und erlebt hatte aber er hatte diese Kleinigkeit nicht vergessen. Sie spürte wie ihre Wangen schon wieder rot wurden und so konzentrierte sie sich vollkommen auf den Leoparden und die Frau, die bei ihm stand.
"Es ist ein wunderschönes Tier." Meinte sie leise, wagte es aber nicht die Katze im Moment anzufassen. Nicht, nachdem Serapio meinte, dass man das Tier zur Jagd abrichten konnte. Nein, das würde ihr Gepard niemals! Er sollte es in der Casa schön haben und sich weich an ihre Hand schmiegen. Keine Jagd! Einen Namen hatte es auch noch nicht und sie durfte sich etwas aussuchen. Sofort schossen ihr verschiedene Vorschläge durch den Kopf und sie würde sich noch für einen Namen entscheiden müssen.

Schlussendlich aber richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf die Frau, die ihr als Renenet vorgestellt wurde. Zwar gefiel ihr das Wort -gehört- nicht als Serapio sie vorstellte, doch sie hielt den Mund und nickte ihr einfach zu.
"Kann sie mich verstehen?" Sah sie Serapio fragend an, dann fuhr sie fort. "Sie soll den Leoparden ordentlich versorgen und ihm zu fressen geben. Ich werde später noch einmal zu ihr kommen. Dann habe ich auch einen Namen für das Tier gewählt." Valentina lächelte Renenet freundlich an, dann streckte sie doch ganz vorsichtig die Hand aus und strich dem Leoparden über den Kopf. Als sie spürte wie weich das Tier war, sah Valentina wieder zu Serapio auf. "Danke."
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Quintilia Valentina

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RE: Roma! Roma aeterna! - Serapios Heimkehr 24.08.2019 21:24 Forum: Casa Decima Mercator


Als wäre Serapio direkt aus einem ihrer Träume gestiegen, stand er nun vor ihr. Ohne ein Wort über ihre Lippen zu bekommen oder sich auch nur in irgend einer Art zu bewegen stand Valentina einfach nur da und konnte nicht glauben was sie sah. So fiel die Umarmung auch etwas einseitig aus. Was aber nicht einmal Absicht ihrerseits war. Sie hatte nur nicht mehr mit dem lieb gewonnenen Freund gerechnet. Obwohl sie nicht wusste um welche Mission es sich handelte zu der er aufgebrochen war, er hatte sie aus der Verlobung entlassen also musste er glauben nie wieder zu ihr zurück zu kommen. Und tief in ihrem Herzen hatte sie auch immer befürchtet, ihn nie wieder zu sehen. Und nun stand er wieder vor ihr. Ziemlich verändert aber auf den ersten Blick unverletzt.

All die Worte die er an sie richtete plätscherten nur so dahin, so groß war die Verwunderung und die langsam aufkommende Freude über seine Wiederkehr. Sie verstand mit einiger Verspätung was das bedeutete, ihr guter Freund war wieder zurück. Hier in Rom und hoffentlich in Sicherheit. Er war bereits von ihr zurück getreten, da erst kam wieder Leben in Valentina. Mit einem großen Schritt überwand sie die Distanz zwischen ihm und ihr und fiel ihm endlich um den Hals. So fest sie konnte drückte sie ihn an ihn sich. "Serapio, ich bin so froh dich wieder zu sehen." Ihre Stimme zitterte leicht und als sie sich nach einer kleinen Ewigkeit wieder von ihm löste strich sie sich eine Träne aus dem Augenwinkel. Noch einen Moment sah sie ihn an, als könnte sie immer noch nicht glauben was sie sah, dann erst wandte sie sich zur Seite. Sie sah zuerst zu der fremdartig aussehenden Frau und dann zu dem Tier, das sie dabei hatte. "Es sieht niedlich aus. Danke aber was ist das für ein Tier?" Sie glaubte so ein Tier schon einmal im Theatrum gesehen zu haben, war sich aber nicht sicher. Fragend blickte sie wieder zu Serapio und legte ihm eine Hand auf den Arm. Ganz so als wollte sie sicher gehen, dass sie ihn sich doch nicht nur einbildete.
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Quintilia Valentina

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RE: Roma! Roma aeterna! - Serapios Heimkehr 27.07.2019 22:00 Forum: Casa Decima Mercator


Schon seit einer Weile wandelte Valentina im Hortus und konnte gar nicht genug bekommen von all den Blumen die hier blühten. Obwohl sie ihren Garten hingebungsvoll pflegte, entdeckte sie in diesem Garten immer wieder neue Blüten. Es waren schon ein paar Tage vergangen seit sie zusammen mit Casca beschlossen hatte, zu ihrer Verlobungsfeier aufbrechen würde. Es war schon vieles organsiert worden, doch es würde sicherlich noch einige Zeit ins Land ziehen, bis sie endlich aufbrechen konnten. Casca war noch im Tempel und später würden sie zusammen zu Abend essen.
Gerade betrachtete Valentina eine besonders schöne Blüte als sich ein gewisser Tumult in der Casa entwickelte. Valentinas erster Gedanke war, ob wohl wieder eine der Ziegen ausgebrochen war und machte sich bereit die schönen Pflanzen vor einem gefräßigen Tiermaul zu schützen. Doch dieses Mal kam keine Meute in den Garten gerannt
Nun doch neugierig geworden, ging Valentina den Stimmen nach, bis sie schließlich im Atrium ankam. Dem Stimmengewirr der Sklaven zufolge war jemand angekommen. Langsam kam Valentina näher um den Besucher in Augenschein zu nehmen. Sie sah wie ein langhaariger Mann sich den Nacken kühlte. Ihr Blick fiel auf das exotische Tier, das gerade aus einem Käfig gelassen wurde. Noch nie hatte sie so etwas gesehen und sicherlich hätte sie sich noch länger damit beschäftigt, wenn der langhaarige Mann sich in diesem Moment nicht umgedreht hätte. Valentina hielt erschrocken den Atem an. Konnte das wirklich sein? "Serapio?!" Flüsterte sie fassungslos.
Thema: hortus | Diana-Laube
Quintilia Valentina

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RE: Abendidylle 27.07.2019 21:45 Forum: Casa Decima Mercator


Obwohl Valentina den Moment voll und ganz genoss, konnte sie es nicht unterdrück zu schaudern als Casca die Wegelagerer erwähnte. In all ihren Träumen hatte sie an derlei Gefahren nicht gedacht. Und jetzt sah sie sich mit der Wirklichkeit konfrontiert. Einen Moment hielt sie Cascas Hand fester. {u"Daran habe ich noch gar nicht gedacht." Sie blieb ganz nahe bei ihm. Seit sie vor so vielen Jahren Hals über Kopf auf ein Schiff gestiegen war und so weit weggesegelt war wie nur möglich, hatte sie Rom nicht mehr verlassen. Und damals war sie viel zu leichtsinnig gewesen als sich über die Gefahren ihrer Reise auch nur einen Gedanken zu machen. Die Götter waren wohl auf ihrer Seite und ihr war nichts passiert.
Nun auch nachdenklich geworden, strich sie Casca mit der Hand über den Arm. "Du hast Recht an unserer Sicherheit dürfen wir nicht sparen. Ich werde auch meinen hünenhaften Sklaven mitnehmen, du hast ihn schon gesehen. Er räumt für gewöhnlich die Straßen frei, damit ich bequem hinter ihm herlaufen kann. Zusammen können sie dann für unsere Sicherheit sorgen." Zwei Sklaven waren besser als einer.

Wen sollte sie noch mitnehmen? Der Greis, der schon zum Inventar ihre Casa gehörte ganz sicherlich nicht. Nicht, weil Valentina nicht wollte, doch er würde diese Reise sicherlich nicht unbeschadet überstehen. "Nimmst du Muggel auch mit?" Sie lächelte bei dem Gedanken an den Sklaven. War er doch bei ihrem ersten, gemeinsamen Ausflug dabei. Sie konnte sich noch an die Blicke erinnern und musste wieder lächeln. Denn auch wenn es ein sehr geruchintensiver Ausflug war, so war er ein wunderschöner Tag. Und seit diesem Tag mochte sie den Sklaven gerne, der oft an Cascas Seite war.
Bei der Erwähnung des Opfers nickte Valentina dann zustimmend. "Ja das machen wir. Das erste gemeinsame Opfer, das sie den Göttern bringen würden.
Thema: [Hortus] Ein Fest den Göttern würdig
Quintilia Valentina

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RE: Aromen verbinden 21.07.2019 18:24 Forum: Domus Iulia


"Es freut mich dich kennen zu lernen." Erwiderte Valentina nachdem Casca die Vorstellung übernommen hatte und nickte Stella zu. "Der Hortus ist für die Festlichkeiten wunderschön dekoriert worden." Schob sie gleich noch ein Kompliment hinterher, welches nicht einfach nur so daher gesagt war.
Anschließend fiel ihr der Blick auf, den Casca dem armen Quix zuwarf. In der Öffentlichkeit würde sie niemals offen über einen Sklaven mit Casca reden oder diesen gar in seiner Meinung verbessern. Doch es tat ihr leid, wie der Junge unter dem Blick litt. Und so legte sie Casca einfach die Hand auf den Arm, sah ihm tief in die Augen und schüttelte kaum merklich den Kopf. Sie würde es ihm im Stillen erklären, dass Quix keine Schuld trug.
"Bitte entschuldigt meine Verspätung." Fuhr sie dann fort um über die Situation hinweg zu lenken. "Die Straßen waren wieder so voll, dass es kaum ein Durchkommen gab." Schlug sie ein Thema an, zu dem Stella vielleicht auch etwas zu sagen hatte und welches auch noch unverfänglich klang. Zugeben, dass sie schlicht und ergreifend verschlafen hatte weil sie bis spät in die Nacht an ihrem Gewand genäht hatte, das kam ebenfalls nicht in der Öffentlichkeit zur Sprache.
Thema: [Hortus] Ein Fest den Göttern würdig
Quintilia Valentina

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RE: Aromen verbinden 13.07.2019 17:28 Forum: Domus Iulia


Seit ihrer eigenen Verlobung war Valentina nicht mehr auf so einen prunkvollen Fest gewesen. Sie war von der Pracht und der Fülle, in welcher der Hortus geschmückt worden war, schlichtweg überwältigt und sie wusste gar nicht wohin sie zuerst sehen wollte. Nun war sie froh, dass sie sich so viel Zeit genommen hatte um sich herzurichten bevor sie das Haus verließ. Sie wollte unter all diesen Gästen nicht unschön auffallen. Von dem Fußmarsch hierher hatte sie einen trockenen Mund bekommen doch das war verflogen als sie sah wie Casca auf sie aufmerksam wurde. Er war ins Gespräch mit einer anderen Frau vertieft gewesen als Quix zu ihm eilte. Nun hatte sie nur noch Augen für ihren Liebsten und als Quix wieder zu ihr kam, ging Valentina ihm bereits ein paar Schritte entgegen. Er überbrachte den Wunsch und sie folgte dem Jungen. "Du musst nichts Befürchten, ich rede mit ihm." Flüsterte sie dem jungen Mann zu, bevor sie Casca und die Frau erreichten. Auch wenn sie nicht glaubte, dass Quix Konsequenzen drohten, wollte Valentina dennoch alles richtig stellen. Sicherlich kein Benehmen wie man es von einer angesehenen Bürgerin erwartete, doch die Quintilia konnte nicht anders.
Bei Casca und der Frau angekommen sah sie natürlich zuerst ihren Verlobten mit einem Lächeln an, doch dann zwang sie die Höflichkeit ihre Aufmerksamkeit auch der Dame zu zuwenden.
Thema: hortus | Diana-Laube
Quintilia Valentina

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RE: Abendidylle 13.07.2019 17:15 Forum: Casa Decima Mercator


Die Klänge der Flöte, welches das Mädchen immer noch tapfer spielte, waren in den letzten Momenten fast in Vergessenheit geraten. Jetzt, da Valentina neben Casca saß, den Kopf an seine Schulter gelegt und seine Nähe genoss, da hörte sie wieder aufmerksam zu. Es war alles wie ein Traum. Ein wunderschöner Traum, sie lauschte den betörenden Flötenklängen, saß in einem wunderschön beleuchteten Garten und hatte neben sich den Mann für den sie nun so starke Gefühle entwickelt hatte. Valentina war mittlerweile auch eine Frau geworden. Gab es in ihrem Leben nun schon einige Männer, so wusste sie jetzt dass viele von denen nur die Schwärmereien eines Mädchen gewesen waren. Sie fühlte sich angezogen von der Stärke eines Soldaten und war beeindruckt von deren Taten. Die Götter aber hatten ihr immer wieder schnell zu verstehen gegeben, dass dies nicht der Weg war den sie für sie gedacht hatten. Immer wieder musste Valentina das erkennen. Und als sie schon aufgegeben hatte, war sie einem Mann begegnet, der ihr zwar aufgeholfen hatte und sie wieder daran hatte glauben lassen, dass sie nicht einsam sterben würde. Doch auch dieser Mann war nicht derjenige gewesen der an ihrer Seite bleiben sollte. Nun saß sie hier mit Casca. Hatte sie all das durchmachen müssen um schlussendlich einen Mann zu finden der sie wirklich liebte? Als mittellose Bürgerin die nicht viel mehr ihr Eigen nennen konnte als die kleine Casa in der sie lebte.

Valentina wollte daran glauben und hatte in den vergangenen Tagen schon so oft den Göttern gedankt. Der leichte Wind trug den Geruch der Fackeln zu ihnen hinüber, doch Valentina störte das nicht. Sie roch das Meer, die frische Briese, die vom Wasser kam und wenn sie die Zehen bewegte, glaubte sie sogar den Sand dazwischen zu spüren. Casca neben ihr drückte sein Bedauern aus, da sie nicht gleich morgen losfahren konnten und Valentina nickte leicht.
"In meiner Casa gibt es außer mir und den Angestellten niemanden. Meine Nichten sind wieder zu den Großeltern gereist, Rom war nichts für sie. In den wenigen Betrieben die ich mein Eigen nennen kann kommen sie sehr gut ohne mich zurecht. Aber natürlich hast will so eine Reise vorbereitet sein. Und so müssen wir uns wohl ein bisschen in Geduld üben, auch wenn ich ebenfalls liebend gerne schon morgen aufbrechen würde."
Da gab es dann doch noch einiges zusammen zu tragen und hinter Valentinas Stirn begann es bereits zu arbeiten was sie mitnehmen würde.
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Quintilia Valentina

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RE: Abendidylle 06.07.2019 21:35 Forum: Casa Decima Mercator


Trotz der Bedenken die sie gerade geäußert hatte, blickte Valentina auf die Hand hinab, die ihr Knie streichelte. Es war eine so vertraute Geste, die sie sehr genoss. Sie freute sich darauf in Zukunft die Aufmerksamkeit von Casca geschenkt zu bekommen. Seine Aufmerksamkeit und noch viel mehr. Die folgenden Worte taten ihr sehr gut. Sie zauberten ihr ein Lächeln auf die Lippen und schließlich nickte Valentina. Zuerst nur zaghaft, doch dann mit einer wachsenden Überzeugung. Wer hier schlussendlich triumphierte wussten nur die Götter. Serapio hatte sie auf Händen getragen, er hatte ihr den nötigen Respekt entgegen gebracht, die sie als seine Frau verdient hätte und vielleicht hätte er sie auch auf seine Weise lieben gelernt. Und Valentina war ihm dankbar für alles was er für sie getan hatte und sicherlich noch getan hätte. Doch das hier und jetzt mit Casca, das war so anders. Er war ihr gegenüber nicht nur respektvoll. Da war so viel mehr in seinem Blick, wenn er sie ansah. Und nun hielt er auch noch zu ihr als sie ihm ihre Bedenken erzählte. Dafür war sie ihm mehr als dankbar. Sehr viel mehr. Valentina hob den Kopf, beugte sich vor und gab Casca erneut einen Kuss. Anschließend erhob sie sich von ihrer Kline und kam zu seiner hinüber. Sie setzte sich neben ihn und legte ihren Kopf auf seine Schulter.
Sie hörte zu wie er von ihrer Verlobung sprach. Sie sah Casca und sie zusammen an einem sonnendurchfluteten Strand. Nur sie beide. Das klang wirklich sehr schön. Sie hatte bereits eine schöne Feier gehabt. Die hatte Serapio und ihr gehört. Mit Casca sollte es anders werden. Nur sie beide und dann... ja vielleicht hatten die Schicksalsgöttinnen dann ein Einsehen. "Das klingt wunderschön wie du das beschreibst. Ich habe sogar das Geschrei der Möwen gehört und die Wellen. Genau so sollten wir es machen. Das würde mir sehr viel bedeuten."
Thema: [Hortus] Ein Fest den Göttern würdig
Quintilia Valentina

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RE: Aromen verbinden 06.07.2019 20:53 Forum: Domus Iulia


Es hätte heut einfach alles perfekt sein sollen. So gerne wäre Valentina zusammen mit Casca auf diesem Fest erschienen. Schließlich war es ihr erster gemeinsamer Auftritt. Und doch war sie jetzt zu spät. Viel zu spät.
Sie hatte noch bis spät in die Nacht an ihrem Gewand genäht. Sie hatte sich so darüber gefreut als Casca ihr den Stoff hatte überbringen lassen. Genau in den Farben die ihr so sehr gefielen. Es waren die Farben ihrer Rosen, die sie in ihrem Garten so sehr liebte. Es hatte Tage gedauert, bis sie sich entscheiden konnte in welche Form sie den Stoff bringen sollte.
Und dann wollte sie sich nur kurz in eben diesem Garten ausruhen. Und als der schweigsame Diener sie dann endlich wieder geweckt hatte war der Tag schon vorangeschritten. So weit vorangeschritten, dass sie es nicht mehr rechtzeitig geschafft hatte sich herzurichten und die beiden Diener, die Casca ihr geschickt hatte eine ziemlich lange Zeit hatten auf Valentina warten müssen, bis sie endlich aufbrechen konnten.
Der hünenhafte Diener, den sie Dank eines Freundes der Familie seit einer Weile ihr Eigen nennen konnte, leistete gute Dienste, als er ihnen drei die Straßen freiräumte. Irgendwann wollte Quix sich dann ihnen vorbeistehlen um zur Feier voraus zu laufen, doch Valentina hielt ihn zurück. Sie war ohnehin schon zu spät, da wollte sie Casca nicht auch noch aus irgendwelchen wichtigen Gesprächen reißen, in die er sicherlich vertieft war. Sonderlich wohl war Quix dabei nicht, doch Valentina versicherte ihm, ein gutes Wort für ihn einzulegen.
Und so kam sie nun, umringt von der kleinen Gruppe Männer endlich auf den Feierlichkeiten an und folgte Cascas Dienern, nachdem sie eingelassen wurden zu den restlichen Gästen. Jetzt konnte Valentina Quix nicht mehr zurückhalten und er erfüllte noch den kläglichen Rest seines Auftrages um Casca die Ankunft von Valentina mitzuteilen. Diese stand währenddessen etwas abseits und sah sich sichtlich nervös um. Seit ihrer eigenen Verlobung war sie nicht mehr auf so einem großen Fest gewesen.
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Quintilia Valentina

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RE: Abendidylle 04.05.2019 17:16 Forum: Casa Decima Mercator


Der Kuss kam unerwartet, war aber keinesfalls unerwünscht. Die Hand die eben noch auf seiner Wange gelegenen hatte, wanderten während des Kusses in sein dichtes, wallendes Haar. Dort vergrub Valentina ihre Finger um ihren Liebsten bei sich zu halten. Auch bemühte sie sich in den Kuss all ihre neu gewonnene Zuneigung für Casca zu legen um ihm zu zeigen wie ehrlich sie es mit ihm meinte. Nach einer gefühlten Ewigkeit, die für Valentina auch noch viel länger hätte andauern dürfen, löste er sich von ihr und entschuldigte sich. Da sah ihn die junge Quintilia direkt an "Nein." Meinte sie dann entschieden und schüttelte den Kopf. Einer der wenigen Male in denen sie tatsächlich mutig ihre Meinung vertrat. "Nein, bitte entschuldige dich nicht für diesen Kuss. Er war so wunderschön und verspricht mir eine Zukunft mit dir, die ich mir nach all der Zeit der Einsamkeit nur wünschen kann. Ich möchte nicht, dass du dich dafür entschuldigst." Nun legte sie beide Hände an Cascas Gesicht und hielt ihn fest. Eine Vertrautheit, als wäre das nicht erst einer der ersten Abende an denen sie so lange und so vertraut miteinander umgingen. "Es ist so schön für mich in deiner Nähe zu sein. Da sollte es keine Entschuldigungen geben müssen."

Sie spürte seine Hand auf ihrem Knie und ließ ihn gewähren. Wie er, so dachte auch Valentina, dass es nur sie beide waren und niemand sah sie. Zumal Valentina ohnehin nicht die strengste Verfechterin der aufgelegten Etikette war. Nachdem sie ihre Hände wieder von seinem Gesicht genommen hatte, legte sie eine Hand auf die Seine. Als sie seine Worte hörte wurde Valentina wieder rot. Sie konnte nichts dagegen machen, Casca wusste genau welche Worte er wählen musste um ihr zu schmeicheln. Größter Schatz... dabei hatte sie ihm doch so gar nichts zu bieten. Doch diese trüben Gedanken hatten jetzt keinen Platz. Er wusste es und hatte sich dennoch für sie entschieden. Darüber sollte sie einfach glücklich sein. Wie sie so zusammen saßen, dem Klang der Flöte lauschten und die Wärme der Nacht genossen kam Valentina dann allerdings doch ein Gedanke, den sie in Worte fassen musste. "Meinst du die Leute werden sehr reden, wenn sie erneut zu einer Verlobungsfeier hierher eingeladen werden und sie sehen wieder mich?" Da waren sie wieder, die Zweifel, die Valentina einfach nicht ganz ablegen konnte.
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Quintilia Valentina

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RE: Abendidylle 20.04.2019 14:41 Forum: Casa Decima Mercator


Mit klopfendem Herzen ging Valentina neben Casca durch den Garten. Alles war so schön und sie glaubte immer noch zu träumen. Sie war regelrecht überwältigt von all dem Glück, dass ihr alleine an diesem Abend zuteil wurde. Ihr schwirrte der Kopf, nicht wissend ob es vom Wein kam oder ob ihr der Zustand in dem sie sich befand, vollkommenen Glücks und umspielt von der gewonnenen Liebe des Mannes neben sich.
Sie folgte all seinen Andeutungen, wenn er ihr eine Blume zeigte, sie wollte alles in sich aufnehmen, doch es war einfach zu viel. Wie bei einem Theaterstück bei dem auf einmal viel zu viele Schauspieler auf der Bühne tanzten, war es nicht möglich sich auf einen Tänzer zu konzentrieren.
Erst als Casca in den Himmel deutete hob auch Valentina den Kopf. Sie hatte immer schon gern das schwarze Firmament betrachtet, besonders wenn sie alleine in ihrer Casa war und wieder einmal nicht schlafen konnte.
Erst durch Casca wurde Valentina bewusst wie vorteilhaft es für sie war sich mit einem Mann zu umgeben, der nicht ausschließlich den Kampf zu seinem Leben gemacht hatte. Aufgewachsen zwischen Brüdern die alle früher oder später dem Militär beitraten waren ihr solche phantastischen Erzählungen viel zu oft verwehrt geblieben. Jetzt, da Casca ihr diese Geschichte vom Gott des Weines erzählte hing sie, wie jedes Mal an seinen Lippen. Er wusste so viel und er konnte so vorzüglich vortragen.

Er gab ihr einen Kuss auf die Wange und Valentina neigte ihm den Kopf entgegen. "Ich hoffe du wirst nie müde werden mir solche Geschichten zu erzählen. Du weißt so viel, kannst so wunderbar vortragen und ich möchte dir immer zuhören." Mit einem Augenaufschlag, der diese Worte nur noch unterstützte blickte sie zu ihm. In ihrer Welt schien Casca allwissend zu sein und Valentina dürstete danach auch ihr Wissen zu erweitern.
Die Klänge der Flöte die das Mädchen so vorzüglich zu spielen wusste drangen wieder an ihr Ohr und Valentina blickte zu der eben erwähnten Laube. Sie lächelte und nickte. "Sehr gerne." Und so ließ sie sich auf der Kline direkt neben der von Casca nieder. Ihr Blick jedoch ruhte immer noch auf dem Mann, der ihr versprochen hatte von nun an für sie zu sorgen. Das Licht der Fackeln schmeichelte ihm und Valentina kam nicht umhin ihre Hand zu heben und mit den Fingern über seine Wange zu streichen.
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