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Thema: Lehre des Heils, Werke des Lichts | Der Gerechte wird aus Glauben leben
Iulia Graecina

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RE: Lehre des Heils, Werke des Lichts | Der Gerechte wird aus Glauben leben 12.11.2019 21:22 Forum: Casa Didia


Im Gegensatz zu Sulamith, die sich sofort in dieser Gemeinschaft wohlzufühlen schien, konnte die junge Iulia ihre Beklommenheit nicht sofort ablegen. Was es genau war, was die junge Römerin zögern ließ, konnte sie so genau gar nicht sagen. Vielleicht war es die Furcht, hier bei dieser Versammlung entdeckt zu werden. Sie entstammte einer der angesehensten Familien Roms. Was würden ihre Verwandten sagen, wenn man sie fier fände? Andererseits konnte sie ihre Sympathie für die Lehren der Christen nicht verleugnen. Die Idee, dass jeder angenommen war, ganz gleich wer oder was er war, imponierte ihr. Ja, die Lehre des Nazareners war wirklich revolutionär!

Graecinas Anspannung schwand allmählich, woran der junge Mann, der sich ihr gegenüber gesetzt hatte, nicht ganz unschuldig war. Er sorgte dafür, dass sie sich nicht länger als Fremdkörper empfand. Er nahm ihr alle Zweifel. Wobei sie es eigentlich nicht mochte, wenn jemand so auf sie einredete. Doch Volusus‘ Art war sie erfrischend anders. Er sagte, was er dachte. Auch wenn manches doch recht skurril war. Dennoch war sein Wesen weit davon entfernt, so gekünstelt, wie das geckenhafte und aufgeblasene Getue der sogenannten feinen Gesellschaft Roms zu sein.

„Ich bin auch froh, dass wir beide heute Abend hier hergekommen sind“, antwortete sie und blickte dabei lächelnd zu Sulamith. „Meine Freundin hat mir davon erzählt. Du musst wissen, sie ist Hebräerin und als wir noch Kinder waren hat sie mir oft Geschichten aus der Tanach erzählt. Das Wort Gottes hat mich schon damals fasziniert. Wenn sie nicht wäre, dann wäre ich heute nicht hier.“ Sie richtete wieder ihren Blick auf Volusus und lächelte.

Philotima, die junge Frau, deren Worten sie vorhin so eindringlich gelauscht hatte, erschien an ihrem Tisch. Graecina sah auf und nickte ihr anerkennend zu. Auch sie war so ganz anders, wie sie es von einer jungen Römerin gewohnt war. Eine Frau, die so offen das Wort ergriff und zu den Menschen sprach hatte sie noch nie erlebt. „Vielen Dank, Philotima! Für eure Gastfreundschaft. Ich muss gestehen, deine Predigt hat mich sehr beeindruckt! Ich bin dankbar dafür, dich kennenlernen zu dürfen.“ Eine Freu wie sie konnte ihr den Weg weisen, um die letzten Hürden zu nehmen, die sie noch davon trennte eine wahre Christin zu werden.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Iulia Graecina

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RE: Medea – Das Stück ist aus 19.10.2019 06:03 Forum: Panem et Circenses


Dank des Riechsalzes kam Graecina recht bald wieder zu sich. Nur langsam öffneten sich ihre Augen. Es dauerte einen Moment, bis sie sich an die Helligkeit wieder gewöhnt hatten, um dann als erstes das Gesicht eines nicht mehr ganz so jungen Mannes einzufangen, der sich offenbar über sie beugte und in dessen Armen sie gerade lag. Wie war sie nur dort hingekommen? Was war mit ihr passiert? Und wer war dieser Mann? Auf all diese Fragen fand sie nur schwerlich eine Antwort. Sie konnte sich nur noch an Blut, an sehr viel Blut erinnern. „Wo bin ich?“, hauchte sie leise. „Was ist passiert?“

Ganz langsam kehrte ein Teil ihrer Erinnerung wieder zurück, zumindest was den Mann betraf, der sie hielt. Sie erkannte das Gesicht wieder und auch, zu wem es gehörte. Es war das Gesicht des ruchlosen Decimers, der offenbar doch nicht so sehr ruchlos war. Sonst hätte er sie kaum gerettet. Seltsamerweise hatte sie in diesem Augenblick keinerlei Furcht vor ihm.

Nun fing ihr Blick auch all die Gesichter derer auf, die besorgt um sie herumstanden. Da waren ihre Verwandten Caesoninus und Phoebe, Matinia, die neben ihr gesessen hatte, deren Sklavin und sonstige Schaulustige, die teils interessiert teils gelangweilt auf sie hinunterblickten.

Der Iulia war es peinlich, so im Mittelpunkt zu stehen und in all die besorgten Gesichter sehen zu müssen.
„Es geht mir gut,“ meinte sie schließlich. „Es war nur das viele Blut. Ihr wisst doch, ich kann kein Blut sehen,“ meinte sie, um die Umherstehenden zu beruhigen. Blut- das war im Moment die einzig plausible Erklärung.
Thema: Lehre des Heils, Werke des Lichts | Der Gerechte wird aus Glauben leben
Iulia Graecina

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RE: Lehre des Heils, Werke des Lichts | Der Gerechte wird aus Glauben leben 19.10.2019 05:49 Forum: Casa Didia


Es war ein einfaches aber schmackhaftes Essen. Graecina und Sula hatten nebeneinander Platz genommen. Die junge Iulia zierte sich anfangs etwas, da sie ja niemanden hier kannte. Für Sulamith aber war es selbstverständlich, sich nach dem Gottesdienst mit den Brüdern und Schwestern der Gemeinschaft zu einem Mahl zu treffen. Es erinnerte sie ein wenig an das Shabbath-Mahl, das ihre Mutter früher für gewöhnlich zu jedem Beginn des Shabbats am Freitagabend immer aufgetischt hatte.
Sula ermunterte ihre Freundin und Herrin dazu, sich auch etwas vom Essen zu nehmen und somit Teil der Gemeinschaft zu werden. Schließlich nahm sich auch Graecina ein wenig von dem Eintopf und ein Stück vom Fladenbrot. Gerade als sie den letzten Bissen hinunter geschluckt hatte, sprach sie ein Mann an, der sich ihnen gegenüber gesetzt hatte.

„Äh, ja. Heute zum ersten Mal,“ entgegnete die Iulia. Da ihr Gegenüber sich ihnen vorgestellt hatte, wollte sie dies erwidern. „Oh, es ist schön, dich kennenzulernen, Volusus. Ich bin Graecina und dies ist meine Freundin Sula… Sulamith.“ Dabei wies sie auf die Hebräerin, die ihm freundlich zunickte. „Ja, also für meinen Teil kann ich sagen, dass es sehr schön war und inspirierend,“ meinte Graecina.

„Ich habe schon einigen Treffen beigewohnt. Einigen hier in Rom und zu Hause in Gortys. Unsere Heimat ist Kreta, musst du wissen,“ fügte Sulamith hinzu, die ihr Stück Fladenbrot beiseitegelegt hatte und Volusus antwortete.
Thema: Der Wettstreit der Rhetoren - die Rückkehr der Redenschwinger
Iulia Graecina

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RE: Der erste Kandidat: Gaius Iulius Caesoninus 16.10.2019 15:02 Forum: Roma


Anlässlich des Rhetoren-Wettstreits hatten natürlich auch die abkömmlichen Familienmitglieder der Gens Iulia das Haus verlassen, um sich zum Forum zu begeben. Etliche Sklaven hatte ebenso das Glück ereilt, ihre Herrschaften begleiten zu dürfen.

Mitten in der Menge von Zuschauern befanden sich auch Iulia Graecina und deren Sklavin Sulamith, die sie heute begleitete. Eigentlich hatte es ihr widerstrebt, hierherzukommen. Doch es galt den Anschein zu wahren, denn schließlich war einer der Redner heute ihr Verwandter, Gaius Iulius Caesoninus. Daher konnte sie sich heute nicht fernhalten.
In sich gekehrt wartete sie nun, bis der Wettstreit begann. Je ehe er wieder zu Ende war, umso besser. Natürlich bemerkte Sula sofort, wie es um ihre Herrin stand. Nach den Ereignissen im Theater wollte sie sie keinesfalls mehr allein lassen. Wann immer sie ihres Beistandes bedurfte, wollte sie an der Seite ihrer Freundin sein. „Sei stark!“, wisperte sie Graecina mit einem Lächeln auf den Lippen zu. „Das ist leichter gesagt, als getan,“ antwortete sie ihr leise. „Du wirst es schaffen! Ganz sicher!“, versicherte ihr Sulamith leise. Dann schweifte ihr Blick ab, zur Bühne hin. „Oh sieh nur Domina! Dominus Caesoninus steht dort oben!“ rief sie mit lauter Stimme. Graecina nahm sich zusammen, drehte sich um und schlüpfte hinein in ihre Rolle.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Iulia Graecina

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RE: Medea – Das Stück ist aus 15.10.2019 10:43 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Matinia Marcella

Mit bebenden Lippen nickte Marcella und hielt sich, dankbar für den Beistand, eine Weile an Graecinas Hand fest. Fast versagte ihr die Stimme. Natürlich kannte sie den Mann nur vom Sehen, und von Hörensagen. Aber auch wenn sie zu der Zeit nur ein unverständiges junges Ding gewesen war, so erinnerte sich noch gut daran, wie Großvater Agrippa und Großonkel Quarto schon früh und eindrücklich vor dem Aufstieg des Tyrannen Salinator und vor seinen willfährigen Handlangern gewarnt hatten. Beide waren sie schließlich aus der Stadt geflohen, um einer Verhaftung zu entgehen, und Marcellas Mutter, eine geborene Aelia, hatte in den darauffolgenden Wochen tausend Ängste ausgestanden, war bei jedem Klopfen an der Türe zusammengefahren, immer befürchtend, dass die grausamen Prätorianer als nächstes ihre Familie verschleppen würden.
Hinter vorgehaltener Hand flüsterte Marcella aufgewühlt Graecina zu:
"Damals unter dem Ungeheuer Salinator, in der Zeit der Proskripion, war dieser Mann einer der schlimmsten Schergen der Tyrannei!"
Außerdem hatte sein Name eine Zeitlang auf den Listen der begehrtesten Junggesellen, die Marcellas Freundinnen führten, gestanden. Natürlich nur wenn man Fieslinge mochte!



So sehr sich Graecina auch Mühe gab, ihre Furcht zu verbergen oder diese gar beiseite zu schieben, gelang ihr dies nur ungenügend. Einen Löwenanteil hatte da sicher auch ihre Nachbarin, die sich erneut hinter vorgehaltener Hand an sie wandte und sie noch mehr einschüchterte. „Während des Bügerkrieges?“ flüsterte Graecina. Den schlimmsten Schergen der Tyrannei hatte sie ihn genannt. Den Bürgerkrieg, der vor einigen Jahren in Roma gewütet hatte, kannte die junge Iulia nur aus Erzählungen. Es mussten schlimme Zeiten geherrscht haben, damals. Sie selbst war da noch ein Kind gewesen und lebte damals fernab von der urbs aeterna.

War dieser Mann, den ihre Sitznachbarin als schlimmsten Schergen beschrieb, tatsächlich auch heute noch ein solcher Unmensch? Oder konnten sich Menschen ändern? Ihre neuen Freunde, die sie auf der Versammlung kennengelernt hatte, waren der Meinung, dass es möglich war. Aber was glaubte sie selbst? Eines wusste sie genau, sie musste vor diesem Mann auf der Hut sein! Und nicht nur vor ihm. Im Grunde vor allen, die die Christianer als gefährliche Sekte hielten.

Wieder sah sie zu Phoebe hinüber. Bei ihrer Familie in Rom fühlte sie sich geborgen. Doch wie lange noch? Was sollte sie nur tun? Sie stand gerade die schlimmsten Ängste aus und konnte sich niemandem anvertrauen, außer vielleicht Sula. Aber Sula war zu Hause geblieben. Nein, sie musste versuchen, ihren Kopf frei zu bekommen! Am besten sie ‚genoss‘ nun noch die letzten Szenen des Stückes und versuchte einfach nicht mehr an diesen Mann, der hinter ihr saß und ihre panische Angst vor der Enthüllung ihres wahren Glaubens, zu denken.

Unten auf der Bühne hatte gerade Glauke das giftgetränkte Kleid entgegengenommen, um kurze Zeit später gemeinsam mit ihrem Vater einen qualvollen Tod zu sterben. Ganz nach römischer Manier wurde dem Publikum dabei kein einziges Detail vorenthalten, was in Graecina ein beklemmendes Gefühl in der Magengegend bescherte. Doch sie zwang sich, den Blick nicht abzuwenden. Standhaft ließ sie auch das blutrünstige Morden der Kinder auf der Bühne über sich ergehen. Die Schreie trieben ihr die Tränen in die Augen. Der Anblick des Blutes tat sein Übriges. Schweiß trat ihr auf die Stirn, doch gleichzeitig fröstelte sie es. Ihr war flau im Magen. Sie konnte doch kein Blut sehen! Regelmäßig war ihr bisher immer schlecht geworden, wenn sie an blutigen Opfern teilgenommen hatte.

Endlich war dieses Drama zu Ende. Verstört wollte sie sich erheben. Ihr Antlitz sprach Bände! Nur noch weg von hier, dachte sie sich, bevor sie sich noch in aller Öffentlichkeit übergeben musste. Dann plötzlich drang eine fremde Stimme an ihr Ohr. Sie wandte sich um und erblickte ihn in voller Größe, direkt vor ihr stehend. Der ruchlose Decimer, der schlimmste Scherge! Graecina erschrak, ihr wurde schwarz vor Augen und sie merkte noch, wie ihr alles entgleiten wollte. Sie verlor das Gleichgewicht, strauchelte und knickte einfach in sich zusammen, nachdem sie das Bewusstsein verloren hatte.
Thema: Lehre des Heils, Werke des Lichts | Der Gerechte wird aus Glauben leben
Iulia Graecina

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RE: Lehre des Heils, Werke des Lichts | Der Gerechte wird aus Glauben leben 13.10.2019 22:35 Forum: Casa Didia


Die junge Iulia hatte kaum Zeit, sich umzusehen. Neugierig versuchte sie, ein Stück weiter nach vorne zu gelangen. Obwohl sie eine Fremde war, schien sie niemand als solches wahrzunehmen. Sie blickte auf milde und freundliche Gesichter, die aus dem gleichen Grund hier waren, wie sie.
Nach einer Weile gelang es ihr schließlich, einen Blick auf die junge Frau zu werfen, die sprach. Sie hörte ihr aufmerksam zu. Doch dann sah sie sich nach Sula um, die eigentlich hinter ihr sein sollte. Doch statt ihrer erblickte sie einen jungen beleibten Mann. ‚Der Gerechte wird aus Glauben leben‘, hatte er soeben mehr zu sich als zu ihr gesagt. Graecina sann über diese Worte nach. Dann lächelte er sie freundlich an. Ja, so war es. Sie entgegnete sein Lächeln und fühlte sich mit einem Mal darin bestärkt, wie gut es doch gewesen war, hierhergekommen zu sein.

Die junge Frau las einen Text über die Schlechtigkeit der Menschen, diejenigen, die nicht glaubten. Vieles von dem gehörte praktisch zur Tagesordnung, jedoch manches, von dem was sie hörte, erschien ihr fremdartig, ja gar ungeheuerlich. Graecina war sehr behütet aufgewachsen. Sie hatte zwar um die Pflicht der Frau in der Ehe gehört, jedoch nichts über die Begierde oder Leidenschaft, geschweige denn von gleichgeschlechtlicher Liebe. Gab es so etwas wirklich?
Während sie sich darüber den Kopf zerbrach, spürte sie plötzlich eine Hand auf ihrer Schulter. Erschrocken fuhr sie um. Doch es war nur Sula, die über das ganze Gesicht strahlte. „Da bin ich endlich…Und, wie findest du es?“ fragte sie Iulia leise.
„Interessant… äh ja, gut… sehr gut“ antwortete sie leicht irritiert, da sie das Gehörte noch immer beschäftigte. Sula nickte überschwänglich und drückte Graecinas Hand.

Die junge Frau hatte inzwischen die Schriftrolle sinken lassen, aus der sie vorgelesen hatte. Doch sie sprach weiter, mit ihren eigenen Worten. Was sie sagte, klang versöhnlich und hoffnungsvoll. Der Sohn Gottes war gesandt worden, um für die Sünden der Menschen zu sterben – auch für ihre Sünden. Sie sprach vom Licht des Herrn, das in ihr leuchtete. Sie, Graecina, war auserwählt! Neben sich hörte sie Sula und auch viele andere der Anwesenden, die ihrerseits mit „Amen“ antworteten.

Der Abend schritt voran und sie hörte noch andere Mitglieder der Gemeinschaft. Letztendlich trafen sich alle zu einem Mahl, bei dem die beiden jungen Frauen auch teilnahmen.
Thema: Erbitte Einlass!
Iulia Graecina

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RE: Erbitte Einlass! 13.10.2019 22:00 Forum: Anmeldung


Hallo guten Abend,

falls ich mal vorweggreifen darf...

Gaius ist ein Praenomen, kein Gensname. Um hier als römischer Bürger mitspielen zu wollen, musst du dir eine Familie aussuchen.

Schau hier!

LG,
Iulia Graecina
Thema: Lehre des Heils, Werke des Lichts | Der Gerechte wird aus Glauben leben
Iulia Graecina

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RE: Lehre des Heils, Werke des Lichts | Der Gerechte wird aus Glauben leben 11.10.2019 21:40 Forum: Casa Didia


Eingehüllt in einen dunklen Mantel mit einer Kapuze, die ihr Gesicht verhüllte, war Graecina ihrer Sklavin gefolgt. Ihr Herz schlug wie wild in ihrer Brust. Wie sollte sie sich erklären, wenn man sie bei einer Christianer-Versammlung entdeckte? Doch sie konnte nicht anders, sie musste dort hin! Sie wollte einfach mehr erfahren über diese neue Lehre, die so vielen Menschen wieder neue Hoffnung und Kraft gab und die Verkommenheit des Molochs Rom so verurteilte. Die junge Iulia war sich sicher, dass sich etwas ändern musste. Nicht nur bei ihr selbst, auch bei allem um sie herum.

Sie konnte sich glücklich schätzen, in Sula eine treue Freundin zu haben, der sie sich anvertrauen konnte und die zu dem stand, woran sie glaubte. Zwar war sie ihre Sklavin, doch als das sah sie sie nicht. Sie war ein Mit-Mensch und eine Freundin für sie.
Manchmal beneidete sie die Hebräerin, wie standhaft sie in ihrem Glauben war, trotz aller Widrigkeiten. Ob sie auch so stark sein konnte, wenn man sie eines Tages vor die Wahl stellen sollte?

Unterwegs zur Casa Didia waren ihnen zwei andere Frauen begegnet, die sich nicht weniger angsterfüllt durch die Straßen der Stadt bewegt hatten. Auch sie hatten sich ständig umgesehen, um sicher zu sein, dass sie niemand verfolgte. Zwar war es in den letzten Monaten kaum noch zu Verhaftungen oder gar Razzien gekommen, doch konnte niemand wissen, wann es wieder so weit war bis die Gemeinde erneut ins Visier der Staatsgewalt rückte.

Die Porta stand für sie offen, so dass sie sich alsbald im Atrium mit etlichen anderen ‚Geschwistern‘ wiederfanden. Trotz der vielen Menschen war es still, lediglich die klare Stimme einer jungen Frau war zu hören. Graecina zog die Kapuze zurück, sah sich zuerst noch etwas verunsichert um. Diese Leute hier, waren aus demselben Grund hier, der auch Sulamith und sie hierher geführt hatte. Sie waren nicht allein! Eine Tatsache, die sie allmählich entspannen ließ.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Iulia Graecina

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RE: Medea – noch immer erste Szene – Kreon, König von Korinth, und der Ausweisungsbeschluss 29.09.2019 21:32 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Iulia Phoebe
Amüsiert beobachtete sie das angeregte Gespräch der beiden anderen, bis sie Graecina anstieß und ihr mit dem Kopf in Richtung Caesoninus nickend zuraunte: „Der Löwe jagd wieder.


Das Stück dort unten auf der Bühne nahm seinen Lauf, doch Graecina hatte längst den Faden verloren. Die Worte ihrer Nachbarin machten ihr noch immer zu schaffen. Der ruchlose Decimer! Diese Bemerkung der Matinia wollte ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen. Sie beschoss, in den nächsten Tagen mehr über ihn herauszufinden. Vielleicht kannte Caesoninus ihn ja.

Apropos Ceasoninus, was hatte da ihre Cousine ihr soeben zugeraunt, nachdem sie sie leicht angestoßen hatte? Sofort wandte sie sich zu ihr und ihre Augen glitten weiter zu ihrem Cousin, der ganz offensichtlich eine Bekanntschaft mit einer jungen Dame gemacht hatte. Jetzt verstand die junge Iulia, was Phoebe gemeint hatte. Auch wenn ihr das Grinsen nicht so einfach gelingen wollte, versuchte sie so natürlich zu bleiben, wie es nur ging. Es war sicher besser für sie, wenn sie sich vorerst weder zu dem Decimer hinter ihr noch zur Matinia neben ihr umsah. So ruhte ihr Blick für eine Weile auf Caesonius und sie versuchte, seine Worte zu erhaschen. Langsam begann sie sich wieder zu entspannen.

„Du sagst es, Phoebe! Aber für meinen Geschmack trägt er ein bissen zu dick auf. Findest du nicht? Na ja, zumindest muss er sich jetzt nicht mehr auf das Stück konzentrieren,“ raunte sie schließlich ihrer Cousine grinsend zu und ließ es sich nicht nehmen, die beiden weiter zu beobachten.
Als die Dame sich scheinbar seiner Avancen durch ihre Einsilbigkeit erwehren wollte und urplötzlich das Thema ihrer Konversation auf den Muskelmann lenkte, der sie augenscheinlich bewachen sollte, konnte sie nicht mehr an sich halten und prustete so geräuschlos wie nur möglich los, was ihr natürlich nicht vollends gelang. „Hast du das gesehen?“ ,wisperte sie ihrer Verwandten zu. Es war nur zu hoffen, dass nur Phoebe davon Notiz genommen hatte.
Thema: An- / Abwesenheiten
Iulia Graecina

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22.09.2019 17:59 Forum: Allgemeines


Mich hat es leider voll erwischt. traurig Sobald ich wieder fit bin, geht es weiter.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Iulia Graecina

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! 20.09.2019 08:11 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Matinia Marcella
...
"Verzeihung", murmelte Marcella.
Vor lauter Schreck hatte sie sich am Arm ihrer neuen Freundin festgeklammert.
"Oh jemineh", hauchte sie schwach, "es ist der ruchlose Decimer. Hätte ich doch nur gleich auf dich gehört, liebe Graecina."


Da musste Graecina nun wirklich grinsen. An Matinias Behauptung musste schon etwas dran sein, denn ihr Vater hatte auch nie einen Sinn für solcherlei Kulturergüsse aufbringen können. Ganz zu schweigen von ihren beiden Brüdern! Ein wenig melancholisch wurde ihr schon, als sie an ihre Familie denken musste. Doch glücklicherweise konnte das Stück schnell wieder für Abwechslung sorgen. Jedenfalls kurzfristig, denn kurze Zeit später zogen sich dicke Gewitterwolken über ihre Sitznachbarin zusammen – in Form einer blonden Schönheit, die plötzlich neben Matinia stand.
Wie war sie bloß dahingekommen? Hätte sie sich weniger für die Aufführung interessiert, wäre ihr nicht entgangen, wie sich jene Dame von den oberen Rängen über die Köpfe der Sitzenden hinweg ihren Weg hinuntergebahnt hatte.
Anfangs noch belustigt hörte die Iulia mit an, was sie zu sagen hatte. Schnell wurde ihr klar, dass es sich bei der Person um alles andere nur nicht um eine Dame handelte - eher wohl um ein Fischweib vom Markt!
Bei der Erwähnung des Praefectus Praetorio schnellte ihr angstvoller Blick nach hinten und ihre Augen trafen auf jenen Mann, auf den die „Dame“ zeigte. Vor ihm mussten sie also auf der Hut sein, wenn sie und Sulamith sich mit ihren Glaubensgeschwistern trafen. Endlich wurde der Iulia bewusst, dass sie ihn die ganze Zeit über anstarrte. Hoffentlich hatte er ihren Blick auf sich nicht gespürt.

Matinia erging es nicht viel anders. Die blanke Angst stand in ihrem Gesicht, als sie diesen Mann gesehen hatte. Schnell war ihr Schirm verschwunden, gefolgt von einer Entschuldigung.
Der ruchlose Decimer, genauso hatte sie ihn genannt! „Was ist mit dem Decimer? Kennst du ihn etwa?“, fragte sie leise hinter vorgehaltener Hand und ergriff dabei instinktiv mit der anderen ihre Hand, da sie ganz deutlich ihre Furcht in der Stimme spüren konnte.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Iulia Graecina

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! 12.09.2019 08:04 Forum: Panem et Circenses


Graecina ließ sich nichts anmerken. Sie lächelte sogar der Dame zu, wenn auch etwas verschämt. "Du musst meinen Verwandten entschuldigen. Er sitzt hier nicht aus freien Stücken. Er wurde sozusagen zu seinem Glück gezwungen," fügte sie entschuldigend hinzu. Fand sie doch Caesoninus Verhalten etwas seltsam, da er sich doch recht angebunden gab, als sie ihn ihrer Sitznachbarin vorgestellt hatte. Vielleicht war die Dame aber einfach nicht sein Typ. Manchmal bewirte eine aufgetakelte Aufmachung doch glatt das Gegenteil bei manchen Betrachtern. Graecina hingegen bewunderte sie ein wenig dafür. Dies war eindeutig ihrer Unerfahrenheit und ihrer Jugend geschuldet.

Glücklicherweise hatte dann auch das Stück endlich begonnen. Ein Umstand der auf sie beinahe wie eine Befreiung wirkte. Dennoch, so musste sie bald feststellen, schien dies nicht bei allen Zuschauern gleichermaßen zu sein. Selbst das Erscheinen des großen Polycharis hatte bei ihrem Verwandten nicht dazu geführt, sich seiner schlechten Laune zu entledigen. Auch ihre Sitznachbarin begann plötzlich mit ihrer Sklavin zu schimpfen, die hinter ihr saß und einen Sonnenschirm über das Haupt ihrer Herrin halten sollte. Offenbar hatte die Sklavin dem teils lautstarken Drängen der Zuschauer hinter ihr nachgegeben, den Schirm tiefer zu halten. So aber kollidierte er mit der Frisur ihrer Herrin. Als sich dann auch noch Caesoninus einmischte, konnte sich Graecina einem Grinsen nicht mehr erwehren. „Vielleicht solltest du hier im Theater auf deinen Schirm verzichten. Um des lieben Friedens willen,“ gab sie schließlich ihrer Sitznachbarin zu bedenken.

Aber auch ein paar Plätze weiter zu ihrer Rechten schienen die Sitznachbarn ihrer Cousine auch einige Aggressionen ausfechten zu müssen. Der jungen Julia war eine junge Dame, die in Begleitung einer älteren Sklavin und eines hünenhaften Begleiters in Theater gekommen war. Der Riese schien einer herkömmlichen Sprache nicht mächtig zu sein, da er sich nur mit bedrohlichen Lauten bemerkbar machte. Langsam begann sie sich zu fragen, ob sich tatsächlich irgendjemand für das Stück interessierte. Ja doch! Ihr Verwandter - Caesoninus!
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Iulia Graecina

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 04.09.2019 22:20 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Matinia Marcella


Die junge Iulia lächelte. Der Fächer der Dame neben ihr passte perfekt zu dem Rest ihres prachtvollen Äußeren. Offenbar achtete sie sehr darauf, wie sie in der Öffentlichkeit in Erscheinung trat. Sicher verkehrte sie in den besten und teuersten Läden der Stadt. Nach ihrer Antwort zu urteilen tat sie das auch.
„Das ist ja interessant!“, entgegnete Graecina. „Diese Boutique befindet sich am Augustusforum? Ich schätze, meine Cousinen und ich werden dieser Boutique demnächst einen Besuch abstatten müssen.“ Die Iulia neidete dieser Dame ganz und gar nicht ihr außergewöhnliches Accessoires. Neid vergiftete den Geist der Menschen. Das hatte ihr Sula erzählt. Die Hebräerin hatte ihr noch mehr erzählt. Auch von diesem geheimen Treffen, dem sie vor einigen Tagen beigewohnt hatte. Noch hatte sich Graecina nicht dazu durchringen können, ihre Sympathien, die sie für diese neuen Lehren aus dem Osten empfand, nach außen zu tragen. Sie trug eine Maske, ähnlich wie Polychares, der soeben auf der Bühne erschienen war.

"Ich sehe Polychares heute zum ersten Mal. Doch was man so hört, muss er ja ein Schauspieler von Weltklasse sein. Man sagt auch, er sei sehr attraktiv. Ein wahrer Schönling!" Wie schade, dass man sein Gesicht nicht sehen konnte.

Die Dame stellte sich als Matinia Marcella vor. Ein Name, den sie sich merken wollte. Zwar weilte sie schon mehrere Monate in Rom, doch kannte sie außer ihrer Familie niemand in dieser Stadt.
„Ich freue mich sehr, dich kennenzulernen. Ich bin Iulia Graecina und dies sind meine beiden lieben Verwandten, Iulius Caesoninus und Iulia Phoebe, die mich heute begleitet haben.“ Sie hatte sich zu ihrem Vetter umgewandt und ihn leicht an seiner Schulter angetippt.
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Iulia Graecina

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 02.09.2019 23:14 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Matinia Marcella


Die junge Iulia konnte es kaum glauben! Sie saß tatsächlich hier im Theater des Pompeius. Das Beste des Tages aber war, dass es sich nur noch um wenige Minuten handeln konnte, bis der großartige Polychares höchstpersönlich dort unten auf der Bühne erscheinen würde und sie Zeugin seines großartigen Könnens werden würde. Man sagte ja, er sei von wohlgeformter Gestalt und sein ebenmäßiges Gesicht ähnelt dem göttlichen Antlitz des Apolls. Gleich konnte sie sich selbst davon überzeugen.

Doch bis es soweit war, beobachtete sie ihre nächste Umgebung. Langsam aber sicher füllten sich die Reihen. Als direkt neben ihr eine Dame Platz nahm, sah sie kurz zu ihr hinüber, lächelte freundlich und erwiderte ihren Gruß. „Salve!“ Die Dame war offenbar alleine erschienen. Lediglich eine Sklavin begleitete sie, die nun den weißen Teint ihrer Herrin mit einem Sonnenschirm zu schützen gedachte. Wahrscheinlich würde sie später damit den Unmut der weiter hinter ihr Sitzenden auf sich ziehen. Überhaupt schien die Nachmittagshitze der Dame sehr zuzusetzen. Der auffällige Fächer, mit dem sie sich etwas kühle Luft zufächerte, war Graecina sofort ins Auge gesprungen. Nun ja, Graecina war solche Hitze gewohnt. Der Sommer auf Kreta konnte gelegentlich unerträglich heiß sein. „Oh ja! Einfach schrecklich!“, entgegnete sie ihr aus reiner Höflichkeit. „Dein Fächer ist wunderschön! Sind das Pfaufedern, wenn ich fragen darf?“ In der Tat, das Utensil bestach tatsächlich durch seine außergewöhnlich prachtvolles Aussehen. Graecina liebte solche Sachen. Leider hatte sie ihren Fächer zu Hause vergessen. Ober was war schon ein Fächer gegen das Vergnügen, den großen Polychares sehen zu dürfen!

Dem gelangweilten Grummeln ihres Vetters schenkte sie vorerst keine Aufmerksamkeit. Sie war ihm zwar dankbar, dass er sie mitgenommen hatte. Doch den Nachmittag wollte sie sich nicht von ihm verderben lassen.
Thema: Klopf Klopf
Iulia Graecina

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Hits: 150
RE: Klopf Klopf 02.09.2019 20:51 Forum: Anmeldung


Da ist sie ja endlich! Immer her mit ihr!
Thema: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime
Iulia Graecina

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RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim 01.09.2019 12:58 Forum: Panem et Circenses


Nicht nur Iulia Phoebe war eine große Liebhaberin des Theaters gewesen. Auch die junge Graecina hatte von dem Tag an, an dem sie lesen gelernt hatte, die Tragödien der griechischen Dichter regelrecht verschlungen. Besonders Euripides hatte es ihr angetan.

Als es ihr nun zu Ohren gekommen war, im Pompeiustheater spiele man dieser Tage ein Stück des Euripides, genauer gesagt die Tragödie um die Königstochter Medea, erwuchs in ihr der große Wunsch, der Aufführung beizuwohnen zu können. Zuhause in Lappa hatte sie einige Male mit einem ihrer großen Brüder das kleine Provinztheater besucht. Natürlich waren dort keine berühmten Schauspieler aufgetreten. Was war schon Lappa? Doch nun lebte sie in der urbs aeterna und hier war es Gang und Gebe, dass solche Publikumslieblinge wie jener Polychares auftraten.
Ob der Tänzer tatsächlich so ausdrucksstark war, wie alle sagten? Graecina hätte sich sehr gerne mit eigenen Augen davon überzeugt. Doch ganz allein einen Besuch ins Theater zu unternehmen schickte sich nicht für sie. Daher war sie überglücklich, als es ihrer Cousine Phoebe gelungen war, ihren Verwandten Caesoninus davon zu überzeugen, wie spannend und betörend doch ein Nachmittag im Theater sein konnte.
Beschwingt hatte sich die junge Iulia ihren beiden Verwandten angeschlossen, als diese zum Pompeiustheater aufbrachen. Endlich kam sie einmal hinaus aus der Casa, in der sie sich in den letzten Monaten fast ausschließlich aufgehalten hatte.

Sie nahm den Platz neben Cesoninus ein. Er wurde nun sozusagen von den beiden iulischen Damen in die Zange genommen, auf dass es für ihn keinerlei Möglichkeiten zur Flucht mehr gab.
Thema: In Exilium
Iulia Graecina

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RE: Rückkehr 27.08.2019 21:32 Forum: Allgemeines



Zitat:
Original von Iulia Graecina
Iulia Graecina möchte gerne aus dem Exil zurückkehren. Danke!
Thema: In Exilium
Iulia Graecina

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RE: Rückkehr 25.08.2019 20:15 Forum: Allgemeines


Iulia Graecina möchte gerne aus dem Exil zurückkehren. Danke!
Thema: In Exilium
Iulia Graecina

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08.02.2019 18:57 Forum: Allgemeines


Bitte alle meine ID´s vorerst ins Exil schicken.

Da ich mich im Augenblick um die meine letzten Prüfungen und meine Abschlussarbeit kümmern muss, schaffe ich es einfach nicht, hier mitzuschreiben und das wird sich auch in den nächsten fünf Monaten nicht ändern. Es tut mir sehr leid, euch so lange vertrösten zu müssen!

An alle, mit denen ich zuletzt geschrieben habe, möchte ich mich bedanken und freue mich schon auf die Zeit, in der ich wieder mehr Zeit für´s IR erübrigen kann.


Bis dann! Augenzwinkern
Thema: [Atrium] Iulia Graecina
Iulia Graecina

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RE: [Atrium] Iulia Graecina 30.12.2018 11:19 Forum: Domus Iulia


Auf Graecinas ermahnende Worte hin, hatte sich Dario bereits wohl oder übel zurücknehmen müssen. Doch nun, da es ganz offensichtlich geworden war, welch großen Fehler der Parther begangen hatte, konnte jeder, der sein Augenmerk auf den Sklaven warf sehen, wie aus dem ehemals beschützenden und starken Mann ein Häufchen Elend wurde. Seine Körperhaltung glich nun die eines geschunden Hundes, den man beim Stehlen erwischt hatte und der nun vor Scham gebückt und mit eingekniffenem Schwanz vor seinem Herrn stand. Eine wahrhaftige Demontage, die Dario da erleben musste und die gnadenlos voranschritt, mit jedem Wort, welches aus dem Munde des jungen Iulier herausströmte. Der Thraker war sich gewiss, dass dies nun sein Todesurteil sein musste. Denn was sonst konnte die Konsequenz bei einem solchen Fehltritt sein? Stotternd suchte er nach Worten der Entschuldigung, doch seiner Zunge wollte es nicht recht gelingen, auch nur ein verständliches Wort zu formen.
Der arme Tropf war noch der Schatten seines Selbst, geradezu mitleiderregend, woraufhin Graecina nun endlich hervortrat, um zu versuchen, sämtliche Missverständnisse, die sich in so kurzer Zeit aufgetürmt hatten, auszuräumen. Letztendlich hatte sie selbst den jungen Iulier bis zuletzt für einen einfachen Sklaven gehalten.
„Gaius Iulius Caesonius, es freut mich, deine Bekanntschaft zu machen, wenn auch auf diese unglückliche Art und Weise. Mein Name ist Iulia Graecina, Tochter des Paullus Iulius Triarius und der Quintia Severa. Ich möchte mich in aller Form für das Auftreten meines Sklaven entschuldigen und kann dir versichern, dass er nichts Böses im Schilde führte, als er dich so angegangen hat. Es geschah wohl mehr aus der Fürsorge für mein Wohlergehen.“ Die junge Iulia war über sich selbst erstaunt, wie flüssig die Worte über ihre Lippen zu gleiten schienen. Sie hatte den Ernst der Lage schnell erkannt und handelte nun danach, in der Hoffnung, man würde sie und ihren Anhang nicht gleich wieder vor die Tür setzen. Sie setzte ein bezauberndes Lächeln auf und wandte sich damit auch an den Uniformierten und die junge Dame.
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