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Thema: Schneiderei "Zur flinken Nadel"
Viniciana Thula

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RE: Neue Kleider für Carbo 10.11.2019 05:16 Forum: Mercatus Urbis


Ich sann nicht weiter darüber nach, ob ich den Mann nun kannte oder nicht. Er war ja nun nicht besonders auffällig, sondern hatte eher ein „Allerweltsgesicht“, welches man gut und gerne auch verwechseln konnte. Vielmehr konzentrierte ich mich auf die Wünsche meines neuen Kunden. Meine Mundwinkel schossen regelrecht nach oben, als ich seine Bestellung vernahm. Ein Großauftrag wie man ihn nicht alle Tage hatte!

„Aber gerne doch! Es macht überhaupt keine Umstände!“, rief ich und griff sofort nach meiner Fibula. „Tuniken in verschiedenen Stoffstärken pro Jahreszeit; ein bis zwei Hosen; passende Wämser dazu; beste Qualität…“, wiederholte ich, während ich mir alles notierte. „Das ist überhaupt kein Problem! Im Moment ist es eh etwas ruhiger. Tritt doch näher,ich kann sofort deine Maße aufnehmen. Danach zeige ich dir gerne meine Stoffauswahl.“ Mit einer einladenden Geste bat ich meinen Kunden, mir ein paar Schritte zu folgen. Dabei zog ich mit einem Griff mein Maßband hervor. Als ich bereits im Begriff war Hand anzulegen, um den Taillen- und Hüftenumfang des Mannes zu ermitteln, hörte ich, wie sich plötzlich erneut die Ladentür öffnete. Noch mehr Kundschaft? Die Götter mussten mir gewogen sein! Doch als mein Blick zur Tür schweifte, erkannte ich, dass es nur Amir war, der mehreren Ballen Stoff schwerbepackt eintrat.
„Ach Amir, du bist es! Du kannst den Stoff dort drüben ablegen. Ich sortiere ihn später weg.“ Seitdem Massa fort war und ich beschlossen hatte, ein Geschäft zu eröffnen, hatten er und Nelia begonnen, mich tatkräftig zu unterstützen. Da ich sie nicht auch freilassen konnte, weil sie immer noch Massas Eigentum waren, erhielten sie von mir als Gegenleistung einen Lohn für ihre Arbeit.



Amir

„Ist gut!“, ächzte der Syrer und schlurfte die letzten Schritte zu einem Tisch hin, wo er seine Ladung endlich ablegen konnte. Dann trat er näher und grüßte den neuen Kunden mit einem „Salve“, ohne aber dabei einen genaueren Blick auf ihn zu riskieren. „Hast du noch mehr für mich?“fragte er, nachdem er sich den Schweiß aus dem Gesicht gewischt hatte.

Ich schüttelte verneinend den Kopf. „Im Augenblick nicht. Wenn du willst, kannst du eine Pause machen.“ Die hatte er sich, wie ich fand, redlich verdient, denn er hatte die schweren Stoffballen durch die ganze Stadt getragen. Ich widmete mich derweil wieder den Maßen des Kunden und begann damit, alles zu notieren.

Amir nickte. Bevor er sich zum Gehen umdrehte fiel nun doch sein Blick auf das Gesicht des Kunden. Überrascht verharrte er einen Moment. „Narbo? Äh, nein Carbo! Bist du es wirklich?!“, rief er plötzlich verwundert.
Thema: Schneiderei "Zur flinken Nadel"
Viniciana Thula

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RE: Schneiderei "Zur flinken Nadel" 01.10.2019 07:59 Forum: Mercatus Urbis


Der Tag hatte mit einer Tasche voller Flickarbeiten begonnen. Eine Sklavin hatte sie am frühen Morgen bei mir mit dem dezenten Hinweis abgegeben, die zu reparierenden Kleidungsstücke sollten bereits morgen fertig sein. Da ich es mir nicht leisten konnte, auch nur einen Kunden zu vergraulen, nahm ich den Auftrag an und begann mich sofort an die Arbeit zu machen. Nelia unterstütze mich dabei und während wir so dasaßen, um Löcher in wollenen Umhängen und Risse in Tuniken zu reparieren, schwelgten wir in Erinnerungen an unsere Zeit in Germanien. Ich für meinen Teil hatte die dortigen Vorkommnisse ganz gut wegstecken können, trotz dass mich hin und wieder mein Entführer in meinen Träumen heimsuchte und mir unruhige Nächte bescherte.

Als ich gerade damit fertig geworden war, einen Flicken auf eine Arbeitstunika zu nähen, öffnete sich erneut die Ladentür. Ich sah auf und erkannte einen jungen Mann, der meinen Laden betrat. Ich legte Nadel und Faden beiseite und trat auf meinen Kunden zu. „Salve, wie kann ich dir helfen?“ Als ich das Gesicht des Mannes sah, traf mich plötzlich so ein unbestimmtes Gefühl, als ob ich ihn nicht schon einmal gesehen hätte. Ich konnte nur nicht einordnen, wo das gewesen sein sollte. Natürlich konnte ich mich auch irren und er sah nur jemand ähnlich, den ich schon einmal gesehen hatte. Seitdem ich den Laden hatte traf ich Unmengen von Leuten. Vielleicht war er einer von ihnen.
Thema: Schneiderei "Zur flinken Nadel"
Viniciana Thula

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Schneiderei "Zur flinken Nadel" 28.09.2019 23:27 Forum: Mercatus Urbis


   

Schneiderei "Die flinke Nadel"

Kleidung aller Art für Damen und Herrn

Inhaberin Viniciana Thula




Anfangs hatte ich mich versucht, mit einfachen Näharbeiten über Wasser zu halten. Doch mit der Zeit begann ich auch Aufträge verschiedenster Art anzunehmen. Dafür bedurfte es einen Laden, wo ich meine Kundschaft empfangen und bedienen konnte.
In einem kleinen Ladengeschäft richtete ich schließlich meine Schneiderei ein. Nelia, eine Sklavin die von Vinicius Massa in Germanien erworben worden war, stellte sich als begabte Näherin heraus. Sie unterstützte mich bei alle den Bestellungen, die ich entgegen nahm. Zusammen begannen wir Tuniken, Togen und Mäntel herzustellen in allen Preislagen herzustellen. Gelegentlich boten wir sogar Tuniken für reiche Damen aus purer Seide an. Doch unser Geschäft sollte für alle offen stehen.

Sim-Off: Wer mag, kann gerne hereinspazieren. smile
Thema: [Cubiculum] Viniciana Thula
Viniciana Thula

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Viniciana Thula 28.09.2019 21:58 Forum: Villa Vinicia


Cubiculum der Viniciana Thula


Viniciana Thulas Cubiculum ist recht nüchtern und schlicht mit einfachen Möbeln eingerichtet. Ein Bett, ein Tisch zwei Stühle und eine Truhe für ihre Kleidung befinden sich in den weiß getünchten Raum. Eine einfache Öllampe sorgt für die Beleuchtung.

~~~ *** ~~~


Wochen und Monate waren vergangen. Nur widerwillig hatte ich mir ein Cubiculum eingerichtet. Mit Massas beiden Sklaven, die er in Montiacum gekauft hatte und dem wenigen Personal, das während unserer Abwesenheit die Villa in Stand gehalten hatte, lebte ich hier. Von Massa hatte ich seit dem Tag, an dem er die Villa verlassen hatte, nichts mehr gehört.
Ich hatte mich um die Geschäfte gekümmert und mit dem Geld, das er mir hinterlassen hatte, versuchte ein eigenes aufzubauen. Das hatte meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Das half mir, die Einsamkeit für einige Stunden vergessen zu machen. Doch nachts, wenn ich allein in meinem Bett lag, kehrte sie immer wieder zurück und drohte mich zu verzehren.
Thema: Tabulariumsänderungen (z.B. Wohnsitze)
Viniciana Thula

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17.09.2019 09:56 Forum: Allgemeines


Da Thula hier in die Freiheit entlassen wurde, möchte ich darum bitten, ihren Namen in Viniciana Thula umzuändern.

Besten Dank!
Thema: In Exilium
Viniciana Thula

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17.09.2019 09:42 Forum: Allgemeines


Einen Rückfahrschein bitte! Danke! smile
Thema: Betriebe
Viniciana Thula

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30.12.2018 20:28 Forum: WiSim und Technik


Bitte meinen neuen Betrieb freischalten. Danke! smile
Thema: Betriebe
Viniciana Thula

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04.12.2018 18:00 Forum: WiSim und Technik


Zitat:
Original von Thula
Oh, das war ein Versehen! Bitte nur einmal!
Vielen Dank fürs Nachfragen. smile


Bitte die "Farbkleckserei" nur einmal. Es muss wohl von mir ein Versehen gewesen sein, dass die Anfrage zweimal rausging. Augenzwinkern
Thema: Betriebe
Viniciana Thula

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04.12.2018 17:33 Forum: WiSim und Technik


Bitte noch den Schäfer freischalten!
Danke! smile
Thema: Betriebe
Viniciana Thula

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03.12.2018 20:02 Forum: WiSim und Technik


Oh, das war ein Versehen! Bitte nur einmal!
Vielen Dank fürs Nachfragen. smile
Thema: Betriebe
Viniciana Thula

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03.12.2018 15:11 Forum: WiSim und Technik


Bitte meinen neuen Betrieb freischalten. Danke!
Thema: Betriebe
Viniciana Thula

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16.10.2018 07:34 Forum: WiSim und Technik


Bitte meinen Betrieb "Die flinke Nadel" freischalten. Danke! smile
Thema: Vom Ankommen und Weggehen - Die Rückkehr aus Germania
Viniciana Thula

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RE: Vom Ankommen und Weggehen - Die Rückkehr aus Germania 07.10.2018 22:52 Forum: Villa Vinicia


„Frei?“, fragte ich zum wiederholten Mal und sah noch immer ungläubig auf das Stück Papyrus in meiner Hand. Amir jedoch nickte mir auch dieses Mal mit seinem ernst dreinblickenden Gesicht zu. „Genauso steht es hier!“, pflichtete er mir bei und sah nun auch zu Nelia, die mir das Schriftstück ausgehändigt hatte. „Es ist von unserem Dominus“, hatte sie mir gesagt, als sie es mir in die Hand gedrückt hatte. Mit einem fragenden Blick hatte ich sie angesehen. Wieso hatte er mir den Brief nicht persönlich gegeben? „Falls ihm irgendwann etwas passieren sollte, hat er mir gesagt, soll ich dir das hier geben“, fügte sie entschuldigend hinzu, als hätte sie meine Gedanken lesen können. Bereits da hatte ich mit meinen Tränen kämpfen müssen, denn den Gedanken daran, dass ihm etwas passiert sein sollte, wollte und konnte ich einfach nicht akzeptieren. Fakt war jedoch, dass Massa nun schon einige Wochen spurlos verschwunden war. Also musste wohl doch irgendetwas passiert sein!

Mit zitternden Händen hatte ich das Siegel der kleinen Papyrusrolle geöffnet und sie geöffnet. Die Buchstaben, die dabei zum Vorschein kamen, waren mir inzwischen nicht mehr so fremd. Amir hatte versucht, mir das lesen beizubringen. Doch als ich nun das Geheimnis dieser Buchstaben vor mir ergründen wollte, kam es mir so vor, als tanzten sie hin und her. Ich konnte mich einfach nicht auf das Lesen konzentrieren und bat Amir, mir Massas Botschaft an mich vorzulesen.
   
Ich, Lucius Vinicius Massa, entlasse meine Sklavin Thula in die Freiheit.

gezeichnet Lucius Vinicius Massa



Es waren nur diese wenigen Worte, doch sie reichten aus, mich vollkommen aus dem Konzept zu bringen. Warum gerade jetzt? Warum sollte ich nun frei sein, wenn er nicht mehr bei mir war? Womit hatte ich das verdient? All die Antworten auf meine Fragen würde er mir schuldig bleiben.
Thema: Betriebe
Viniciana Thula

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27.08.2018 22:23 Forum: WiSim und Technik


Bitte meinen Betrieb "Libri amici, libri magistri" freischalten.

Besten Dank!
Thema: Vom Ankommen und Weggehen - Die Rückkehr aus Germania
Viniciana Thula

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Vom Ankommen und Weggehen - Die Rückkehr aus Germania 27.08.2018 22:09 Forum: Villa Vinicia


Germania hatten wir endlich hinter uns gelassen. Mit jedem passus der uns dem Süden näher brachte, ließ die Spannung in mir nach. Dennoch, Germania hatte uns verändert. Nichts war mehr so geblieben, wie es einmal war. Selbst die Wärme der italischen Sonne konnte daran nichts ändern.

Als Roma endlich am Horizont erschien und es nur noch eine Frage von wenigen Stunden war, bis wir die über Schwelle der Villa Vinicia schreiten konnten, empfand ich keine unbändige Freude. Es war mir gleichgültig. Denn auch wenn er ganz nah bei mir war, so war er doch unendlich weit entfernt von mir. Was hätte ich noch sagen oder tun können, was ich nicht schon etliche Male gesagt hatte?

Die Tage vergingen. Anfangs gab es noch viel zu tun. Nach über einem Jahr der Abwesenheit musste die Villa erst wieder hergerichtet werden. Altes und Neues musste erst wieder einen Platz finden.
Für Nelia und Amir waren die ersten Tage in der ewigen Stadt ein wahres Abenteuer! Ich für meinen Teil brachte es nicht fertig, das Haus zu verlassen. Noch immer saß die Angst so tief in mir, obwohl diese doch völlig unbegründet war. Dies war nicht Mogonticaum und dort draußen lauerten keine wilden Germanen!

Schließlich kam der Tag, der mir endgültig jeglichen Mut nahm.
Wie üblich war er am Morgen fort gegangen, hatte die Villa verlassen, um seinen Geschäften nachzugehen und um an seiner Karriere zu bauen. Jedoch hatte ich schon einige Zeit zuvor bemerkt, dass sein Eifer darin nachgelassen hatte. Germania hatte auch in ihm seine Spuren hinterlassen.
Wie jeden Tag erwartete ich ihn spätestens zur Cena zurück. Doch er kam nicht. Die Stunden vergingen, ohne eine Nachricht. Besorgt schickte ich Amir los. Der Sklave aber kam allein zurück. Niemand hatte ihn gesehen, niemand hatte etwas gehört. Konnte denn ein Mensch einfach so verschwinden?
Offenbar konnte er das. Tage später mussten wir davon ausgehen, dass etwas passiert sein musste. Vielleicht war er aus freien Stücken gegangen, vielleicht war er aber auch tot. Ich jedoch weigerte mich, das zu glauben. Eines Tages würde er wieder kommen. Dessen war ich mir sicher…
Thema: In Exilium
Viniciana Thula

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25.08.2018 10:05 Forum: Allgemeines


Schade! unglücklich Ich hoffe, du kommst bald wieder! Augenzwinkern
Thema: In den Auenwäldern des Rhenus - Arwids Lager
Viniciana Thula

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RE: Wer zu spät kommt... - Carbo et Amir 22.06.2018 16:55 Forum: Provincia Germania Superior




Amir

Ja, richtig! Genauso klang es! Amir hatte sich bestimmt nicht getäuscht. Und der Syrer konnte auch Carbos Vorschlag nur zustimmen. Am Besten war es in dieser Situation, wenn man sich unsichtbar machte und keinen Mucks mehr von sich gab. Hoffentlich sah das auch der Bettler so!
Amir folgte dem Noriker und begab sich auch auf alle Viere, damit er ihm folgen konnte. Zuvor hatte er dem Bettler mit einer Handbewegung angedeutet, möglichst keinen Lärm zu machen.
Bald schon waren alle drei im grünen Dickicht verschwunden. Lediglich ein gelegentliches leises Knarren, Knacken und das Geraschel von Blättern verriet ihre Anwesenheit. Den Radau jedenfalls, den sie gehört hatten, schien noch ein ganzes Stück weiter weg zu sein.
Das was vor ihnen lag, musste verlassen sein. Amir versuchte immer wieder zu erhaschen, was dort draußen nun eigentlich auf sie wartete. Es war eine Art freie Fläche und als er zwischen einigen Blättern hindurch lugen konnte, erkannte er mehrere schnell zusammengeschusterte Hütten, die teilweise ziemlich windschief anmutenden. „Sieht ziemlich verlassen aus, oder?“, mutmaßte der Sklave. „Meinst du, wir sollten mal nachsehen?“ Bei seinem Vorschlag war ihm selbst nicht ganz wohl. Was, wenn er sich irrte oder die Bewohner dieser Hütten wieder zurückkehrten? Aber was ihm noch am meisten Sorgen bereitete, war das Getöse, welches immer noch hörbar war. Es klang wie Kampfgetümmel und das Seufzen von Verwundeten und Sterbenden. Der Gedanke daran verursachte bei dem Syrer eine Gänsehaut. Wäre er doch bloß in Mogontiacum geblieben!
Thema: [Casa] Tribunus Laticlavius Lucius Vinicius Massa
Viniciana Thula

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RE: Die Gefangene 12.06.2018 23:21 Forum: Aedificia Militum


Irgendwann waren meine Tränen versiegt, was nicht bedeutete, dass ich mich mit allem abgefunden hatte. Ich starrte ins Nichts und mein Kopf schmerzte. Was mich besonders verletzt hatte, waren Arwids Lügen und die Möglichkeit, dass er es an jenem Abend schamlos ausgenutzt haben konnte und sich an mir vergangen hatte. Aber vielleicht war das ja auch alles nur gelogen. Nur die Ungewissheit trieb mich fast in den Wahnsinn.

Ich weiß nicht, wie lange ich hier gesessen hatte. Es musste bereits Abend gewesen sein, als ich hörte, wie die Porta geöffnet wurde. Dann folgten zielstrebige Schritte, die immer näherkamen. Beim ersten Geräusch war ich aufgespritzt und hatte meine zerknitterte Tunika glattgestrichen. Wahrscheinlich sah mein Gesicht schrecklich verheult aus. Aber daran konnte ich nichts ändern. Dann trat er ein. Ich blickte auf und verfolgte ihn mit meinem Blick. Dabei war ich so aufgeregt, rieb nervös an meinen Fingern, wollte etwas sagen. Jedoch unterband er das sofort. Also hörte ich mir an, was er mir zu sagen hatte.
Arwids Lügen hatten ihr Ziel verfehlt. Massa glaubte mir. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Auch würde alles so bleiben wie es vorher war. Wirklich alles? Sein Vertrauen in mich war ein wenig angeschlagen, meinte er. Das konnte ich gut nachvollziehen. Ich selbst hatte ihn ja auch in Frage gestellt. Ob es wieder so werden würde, wie es war, wusste ich nicht. Und ob ich jemals wieder unbekümmert das Haus verlassen konnte, um in der Stadt Besorgungen machen, ohne Angst zu haben, konnte ich mir im Augenblick noch gar nicht vorstellen.
„Danke, Dominus,“ antwortete ich leise. „Ich werde dich bestimmt nicht enttäuschen.“ Dann senkte ich meinen Blick. Ich war zwar froh, dass diese Geschichte so glimpflich ausgegangen war. Aber ich fühlte mich so leer und so verletzt.
Thema: [Casa] Tribunus Laticlavius Lucius Vinicius Massa
Viniciana Thula

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RE: Die Gefangene 11.06.2018 21:11 Forum: Aedificia Militum


Schweigend und niedergeschlagen betrat ich erneut die Casa. Nelia war gleich angelaufen gekommen und fragte neugierig: „Und?!“ Ich jedoch schwieg weiter und schüttelte nur enttäuscht den Kopf. Sie sah mir noch nach, sagte aber nichts mehr, als ich direkt zum Cubiculum ging und eintrat. Hinter mir schloß ich die Tür.

Hier war ich nun wieder! Als ich nun allein war, kam alles hoch was sich über den Tag hinweg angesammelt hatte. Der Gang zum Carcer und das „Gespräch“ mit Arwid hatte mir echt den Rest gegeben. Ich ließ mich an der Wand hinabsinken, zog meine Beine heran und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Dann ließ ich alles heraus. Seit meiner Kindheit hatte ich mir angewöhnt, still zu heulen, allenfalls leise zu wimmern, damit ich mir nicht noch mehr Ärger einhandelte. Dennoch tat es nicht weniger weh.
Thema: Die Zellen der Gefangenen.
Viniciana Thula

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RE: Arwirds Befragung 11.06.2018 21:07 Forum: Principia


Beklommen schwieg ich. Nachdem was Massa dem Kerl dann sagte, konnte ich nicht genau sagen, inwieweit er seinen Worten Glauben geschenkt hatte. Ich hatte jedenfalls ein ganz mieses Gefühl bei der Sache.

Ziemlich knapp und abweisend gab er mir zu verstehen, dass ich ihm zur Casa folgen sollte. Er ging voran, ohne auf mich zu warten. So verhielt sich niemand, in dessen Gunst man stand. Ich hatte böse Vorahnungen und folgte ihm.
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