Imperium Romanum » Suche » Suchergebnis » Salve, Peregrinus [Anmelden|Registrieren]
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 4.230 Treffern Seiten (212): [1] 2 3 nächste » ... letzte »
Autor Beitrag
Thema: Triclinium | Am Kreuze sollen sie hängen
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 0
Hits: 9
Triclinium | Am Kreuze sollen sie hängen Heute, 10:12 Forum: Villa Flavia Felix


Seit langer Zeit wieder einmal besuchte Gracchus' alter Freund Cornelius Scapula die Villa Flavia, denn obgleich ihre Freundschaft seit dem Bürgerkriege ein wenig abgekühlt war, so gebot es sich doch ab und an zusammenzukommen, schlussendlich war der Cornelier auch der Schwiegeronkel Gracchus' Sohnes Minor. Man beredete dies und das, verlor sich bisweilen in Erinnerungen - zumeist an die 'gute alte Zeit' vor Valerianus -, sorgte sich um das Wohlergehen der Kinder - noch immer war die flavisch-cornelische Verbindung ohne Nachkommen - und beredete aktuelle Themen des Senates - recht belanglos dieser Tage - oder Geschehnisse der Stadt.
"In der Tat, der Tod des jungen lulius Caesoninus ist wahrhaft eine Tragödie. Er war ein strebsamer junger Mann, dem zweifelsohne eine große Zukunft wäre beschieden gewesen."
"Diese Geschichte erinnert mich an die Ermordung Senator Ovidius'. Erinnerst du dich, das geschah auch am helllichten Tag. Nicht ganz so offen, aber dennoch. Insbesondere da ich gehört habe, dass Iulius' Mörder eine kriminelle Bande von Christen gewesen sein soll, die ja auch Ovidius auf dem Gewissen haben, auch wenn es nie bewiesen werden konnte."
Gracchus, der gerade sich an einem Schluck Wein gütlich tat, riss die Augen auf und bekam vor Schreck einen Tropfen in die Luftröhre, dass er husten musste und nach Atem rang.
"Chris..tianer?"
keuchte er indigniert.
"Die Christianer haben Iulius er..mordet?"
"Das habe ich zumindest gehört. Und zuzutrauen ist denen alles, vor allem nach dieser Drohgebärde auf dem Forum während des Redewettbewerbs!"
"Fürwahr!"
Grimmig stellte der Flavier sein Glas ab. Hass war eine Emotion, welche er sich nur selten gestattete, doch die Christianer, die seine Familie zerstört hatten, die seinen Bruder auf dem Gewissen, und die sein Verhältnis zu seinem Vater und damit seine Zukunft zerrüttet hatten - die Christianer hasste Gracchus vom ersten bis zum letzten.
"Dieses elendigli'he Pack! Ans Kreuz hängen sollte man sie allesamt!"
Scapula lachte freudlos auf.
"Wenn das so einfach wäre. Das Decretum Christianorum reicht doch nicht einmal dazu aus, sie in den Carcer zu werfen."
"Dann ist es allfällig an der Zeit, die Gesetzeslage zu ändern und eine Ver..schärfung des Decretum zu erwirken!"
"Oh, Gracchus, Gesetze ändern, das ist doch etwas für junge Männer, die um ein Amt kandidieren wollen. Wann hast du dich zuletzt mit den Codices auseinandergesetzt?"
"Für das Gesetz, für Recht und Gere'htigkeit ist man nie zu alt, Scapula! Es gibt gewiss geeignetere Rechtsexperten, um die Details zu klären, doch ein Consular und Pontifex sollte durchaus befähigt sein, diese durch den Senat zu bringen."
"Vielleicht könntest du es Minor überlassen, er könnte es als Grundlage für seien Kandidatur zum Aedilat verwenden."
Ein Seufzen echappierte Gracchus' Kehle, eine Melange aus Sorge und Enttäuschung.
"Ich werde nicht darauf warten, dass noch ein Römer durch das Werk der Christianer sterben muss. Ich habe schon viel zu lange ge..wartet. Nein, ich werde es selbst in die Hand nehmen!"
Thema: Imperium Romanum soll schöner werden!
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 17
Hits: 306
Gestern, 19:28 Forum: Allgemeines


Da ich mich gerade nach zwei Wochen Absenz durch 8 Seiten ungelesene Beiträge klicke und dabei aus Zeitmangel einiges im Browser bookmarke, um es später nachzulesen: es wäre überaus praktisch, wenn die ungelesenen Beiträge erst dann als gelesen markiert werden, wenn man sie tatsächlich geöffnet hatte (oder als gelesen markiert).
Alle ungelesenen Beträge beim Schließen des IR zu verlieren hat mich auch schon so manches mal davon abgehalten mich einzuloggen, um z.B. nur eben eine PN zu senden wenn ich gerade keine Zeit und Muse zum Lesen habe, daher wäre diese Funktion auch sonstig überaus praktisch (oder gibt es dafür schon eine alternative Lösung?)
Thema: [Wettkampf] Flamma, der Schlächter von Carrhae vs Priscus, der Zerstörer
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 59
Hits: 1.225
RE: 2.Tag der Ludi Romani - Flamma, der Schlächter von Carrhae vs Priscus, der Zerstörer Gestern, 19:19 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Faustus Decimus Serapio

"Als Leibwä'hter?"
blinzelte Gracchus irritiert und seine linke Braue hob sich ein Stück weit empor.
"Du würdest wahrlich einem dreckigen Parther"
- der Flavier spie die Bezeichnung nicht wie ein ungustiöses, fauliges Stück Fisch aus, sondern balancierte sie eher vorsichtig auf seiner Zunge, um zu verhindern, dass sie seinen Gaumen tangierte -
"dein Leben und das deiner Lieben anvertrauen? Ich bitte dich, Faustus, gerade du solltest doch keinerlei Schwierigkeiten haben, den besten aller Möglichen aus den besten Veteranen für diese Position zu re..krutieren."
Römer selbstredend, nicht irgendeinen Barbaren.
"Als Zierde womöglich …"
Ein wenig unschlüssig zuckte Gracchus mit den Schultern. Er würde sich eher einen Jüngling aus guter Zucht anschaffen, gut trainiert aber unverbraucht, als ein ramponiertes Gladiatorenmodell. Dem Rennsport wiederum konnte er ebenfalls nur wenig abgewinnen. Während Gladiatorenkämpfe ihm zu grobschlächtig, blutig und brutal waren, so befand er Wagenrennen schlichtweg als dröge. Runde um Runde über die Sandbahn, mal der eine, mal der andere vorne - wahrlich kein Meisterstück komplexer Handlung, um einen Zuschauer zu fesseln. Indes inkludierten einige der höchsten Feiertage ein Rennen zu Ehren der Götter, weshalb der Flavier allein von Amts wegen ein gewisses Interesse an ihnen zeigte.
"Oh, das ist ja wundervoll, und eine große Ehre zugleich! Wohl würde mir niemand sonst einfallen, der Mamarce mehr könnte huldigen denn du, Hephaistion - in strahlender Rüstung auf dem Schla'htfeld oder in einer windschnittigen Biga auf der Rennbahn! Welche Farbe wirst du tragen? Ich werde selbstredend eine Fahne für dich schwenken!"
Dies war eine überaus große Bezeugung seiner Liebe - denn nur aus Liebe würde Gracchus jemals eine Fahne für einen Rennfahrer schwenken. Er sah seinen Geliebten ohnehin bereits schillernd und schimmernd als Sieger im Ziel erfahren, wo er selbst ihm den Siegeskranz mit einem Kusse überreichte. Doch vor dem Sieg kam das Rennen, und vor dem Rennen musste Gracchus noch diese Gladiatorenspiele über sich ergehen lassen, welche glücklicherweise mit dem Leben beider Kontrahenten endeten. Der Flavier war sich nicht sicher, ob er Priscus' Ruhe als Mut bezeichnen würde. Allfällige war es nur Schicksalsergebenheit oder aber Dummheit - die Ochsen vor der Opferung waren auch stets ganz ruhig bis das Blut aus ihren Adern spritzte -, doch er wollte darüber nicht debattieren und Faustus die Freude an den Gladiatoren lassen.
Thema: Ausblicke in die Zukunft
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 36
Hits: 793
Gestern, 18:44 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von SPIELLEITUNG
Werter Kaiser, sehr geehrte Senatoren!

Ich präsentiere ihnen ihr neues Forum. Ich hoffe, es ist ihrem Stand angemessen!


Wie auch der Rest, sehr schick! Hoffentlich wird es auch dazu betragen wieder etwas Leben in die verstaubte Halle zu bringen.

Sehr gespannt bin ich auch auf den Chat. Früher, vor langer, langer Zeit gab es einen IR IRC-Chat, das war bisweilen durchaus sehr kurzweilig (wer sich noch daran erinnert darf sich mit auf die "Alte-Leute-Bank" setzen ;-) ).
Thema: Gentes Sim-Off-Verwalter
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 19
Hits: 350
Gestern, 18:29 Forum: Allgemeines


Die Flavia ist ebenfalls (mehr oder minder) aktiv.
Thema: An- / Abwesenheiten
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 7.462
Hits: 535.126
RE: Absent Gestern, 18:19 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von Manius Flavius Gracchus
In den kommenden zwei Wochen werde ich mangels Internetzugang voraussichtlich wenig bis gar nicht anwesend sein.

Der Internetzugang war leider noch eingeschränkter als vermutet, nun jedoch bin ich wieder zurück.
8 Seiten ungelesene Beiträge binnen zwei Wochen - das hatte ich schon länger nicht mehr im IR! Freude
Thema: An- / Abwesenheiten
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 7.462
Hits: 535.126
Absent 11.09.2020 19:03 Forum: Allgemeines


In den kommenden zwei Wochen werde ich mangels Internetzugang voraussichtlich wenig bis gar nicht anwesend sein.
Thema: [Wettkampf] Flamma, der Schlächter von Carrhae vs Priscus, der Zerstörer
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 59
Hits: 1.225
RE: 2.Tag der Ludi Romani - Flamma, der Schlächter von Carrhae vs Priscus, der Zerstörer 09.09.2020 19:10 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Faustus Decimus Serapio
...
Und wieder zu Manius, nachdenklich: "Ich habe Lust, mir wieder einen Gladiator anzuschaffen... Erinnerst du dich noch an Lupus und Theseus? Ich habe sie damals im Ludus Dacicus ausbilden lassen. Sie gaben Anlass zu den kühnsten Hoffnungen, alle beide! Aber sie sind dann in Vicetia gefallen. Sonst wären sie jetzt vielleicht..." Ich wies in die Arena. "...an deren Stelle."


"Mö'htest du dich etwa doch noch einmal der Politik zuwenden?"
fragte Gracchus beinahe ein wenig erfreut, da er sich kaum einen plausiblen Grund konnte vorstellen, sich einen Gladiator anzuschaffen, außer eben mit jenem Spiele zur Wahlwerbung auszurichten. Da Minor noch immer auf dem Land weilte statt seiner politischen Pflichten nachzukommen, wäre es Gracchus durchaus gefällig, sich in der politischen Unterstützung seines Geliebten zu engagieren.
"In diesem Falle würde ich dir jedoch eher zu Wagenrennen raten. Während du für Gladiatoren zumeist selbst voll aufkommen musst, so sind die Rennställe ganz be..gierig darauf, an Rennen teilzunehmen."
Thema: [Wettkampf] Flamma, der Schlächter von Carrhae vs Priscus, der Zerstörer
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 59
Hits: 1.225
RE: 2.Tag der Ludi Romani - Flamma, der Schlächter von Carrhae vs Priscus, der Zerstörer 07.09.2020 17:55 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Faustus Decimus Serapio et Flamma

Gleichermaßen desinteressiert wie fasziniert folgte Gracchus den Ausführungen seines Freundes und dessen Libertus über die beiden Gladiatoren. Deren Vitae waren ihm mehr als einerlei, doch Faustus' Begeisterung und das Antlitz Styrkars trösteten den Flavier über die Belanglosigkeit des Themas hinweg. Darüberhinaus - wenngleich er auch andere Worte als Serapio würde wählen und nicht dessen unmittelbare Erfahrung teilte - so teilte selbstredend auch Gracchus die kollektive Abneigung seines Volkes gegen alle Angehörigen des parthischen Volkes und konnte darob nicht nur Faustus' Vorzug ob der Freude dessen folgen, sondern ebenso aus Überzeugung.
"Priscus also"
, konstatierte er, fiel jedoch weder in Anfeuerungsrufe noch Beifallsbekundungen mit ein, lenkte seinen Blick indes immer wieder entweder zu Faustus oder aber zum Wolkenspiel über dem Amphitheatrum Flavium, welches ihm weitaus mehr Vergnügen bescherte als der immer blutiger werdende Kampf. Endlich fand dieser ein Ende, deplorablerweise jedoch nicht das von Serapio präferierte.
"Kein Parther sollte die Ge..nugtuung erhalten, einem anderen das Leben zu nehmen - weder außerhalb, noch in der Arena, weder aus freien Stücken, noch auf Geheiß"
, schloss Gracchus sich den Rufen nach Leben an, nicht nur um einer noch größeren Menge an Blut zu entgehen.
Thema: 17 Jahre sind (nicht?) genug
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 57
Hits: 1.879
05.09.2020 20:54 Forum: Allgemeines


Auch ich möchte mich bei der "alten" Spielleitung bedanken für all die Jahre in denen sie das IR betreut haben - mit weit mehr Aufwand und Eifer als es stets von Außen zu sehen war!

Der Zukunft sehe ich ebenso positiv gegenüber. Das IR hat sich über die Jahre immer verändert und entwickelt, und ich freue mich, dass dies noch einige Jahre weitergehen wird! :-)
Thema: [Wettkampf] Flamma, der Schlächter von Carrhae vs Priscus, der Zerstörer
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 59
Hits: 1.225
RE: 2.Tag der Ludi Romani - Flamma, der Schlächter von Carrhae vs Priscus, der Zerstörer 05.09.2020 20:36 Forum: Panem et Circenses


Zitat:
Original von Faustus Decimus Serapio

Gladiatorenspiele! Es gab wahrlich wenig, was Gracchus weniger mochte. Dröge Senatssitzungen, sengende Hitze, Schiffsfahrten, in Honig eingelegte Datteln, Germanen - er mochte dies alles nicht, doch Gladiatorenspiele übertrafen all dies bei weitem - zumindest empfand er derart stets bei der Aussicht darauf, solchen beizuwohnen. Er mochte nicht den Lärm, weder den der Kämpfer, noch den der Menge, er mochte den oftmals brachialen Kampf an sich nicht, und wenn dann auch noch Blut floss, dann gab es kaum einen Ort, an welchem er weniger gern sein mochte. Doch Faustus war derart enthusiastisch gewesen, hatte seit Tagen nur noch von Namen geschwärmt, von welchen Gracchus noch nie hatte gehört, von Taktik und Finten, Geschmeidigkeit und Anmut, und vortrefflicher Kampfkunst. Wie hätte er dem widerstehen können? Und letzlich war er doch genau dort nirgends lieber, wo Faustus sich befand. Die meisten Zuschauer hatten längst ihre Plätze eingenommen, und auch in der Arena hatte das Spektakel bereits begonnen, als der Flavier sich mit seiner kleinen Entourage bei Serapio einfand. Über eine Tunika in dunklem Grün trug er eine chlamys in nur unwesentlich hellerem Farbton, auf welche mit dunklem Faden ein Muster gestickt war.
"Verzeih die Ver..spätung"
, seufzte er als er sich neben seinem Freund niederließ.
"Es ist geradezu absurd, welche Massen auf den Straßen um das Theatrum unterwegs sind."
Er brachte seine Lippen, um welche ein leichtes Lächeln lag, nah an Serapios Ohr.
"Doch keine noch so große Masse könnte mich von dir fernhalten."
Dann wieder etwas lauter, um gegen die Lautstärke der Menge anzukommen, und mit einem kurzen Blick in die Arena:
"Nun, wer wird deiner Ansi'ht nach gewinnen?"
Nicht, dass Gracchus ernsthaft daran interessiert war, welcher Gladiator einen Sieg davon trug, doch ihm war an Faustus' Pläsier gelegen und er würde sich darob den Gepflogenheiten des Spektakels ergeben.
Thema: Cubiculum | Manius Flavius Gracchus
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 260
Hits: 24.453
Es ist angerichtet 01.09.2020 12:04 Forum: Villa Flavia Felix


~~~ Gefangen in Morpheus' Reich ~~~
Genüsslich räkelte er sich auf der Kline. Der runde Mond über der Villa Eutopia strahlte milchig weiß und wärmte sie mit seinem sanften Schein, die schimmernden Sterne erhellten den Essplatz mit ihrem zarten Funkeln und die goldfarbenen Rosen um sie her verströmten einen betörenden Duft nach Vergessen und Verführung. Faustus lehnte sich zurück und blickte empor gen Himmel.
"Ach, herrlich, so lässt es sich doch gleich noch viel gediegener speisen, nicht wahr?"
Er lächelte verzückt.
"Fürwahr, es ist wahrhaft fastilliant, was du dir stets aufs Neue einfallen lässt. Und ich wage nicht erst zu fragen, was du heute wieder kredenzen wirst, carbunculus meus."
Ein schelmisches Schmunzeln huschte über Faustus' Lippen.
"Für heute, mein Geliebter, habe ich mir eine ganz besondere Spezialität ausgedacht."
Mit einem Wink beorderte er den Schatten eines Sklaven herbei, der ein großes Tablett aus Gold vor sich trug, welches bedeckt war mit einer goldenen Haube. Lautlos stellte er es auf dem Tisch vor ihnen ab und war bereits wieder entschwunden als Serapio mit spitzen Fingern die Haube anhob.
"Mehercule!"
, rief er mit einem entzückten Quietschen aus, und seine Augen wurden so groß und rund, dass sie mit der Mondscheibe konkurrierten.
"Das ist ingeniös! Magnifik! Miramanilliant! Du hast dich wieder einmal selbst übertroffen!"
Vor ihnen auf dem güldenen Tablett lag Sciurus' Kopf auf einem Bett aus Weinblättern und Feigen kredenzt, garniert mit schwarzen Oliven und einem Kranz aus Petersilie. Seine Augen strahlten so eisig wie eh und jeh, und auf seiner Haut lag ein Schimmer als wäre sie mit Honig benetzt.
"Wo hast du ihn nur gefunden?"
Faustus beugte sich zu ihm, ganz nah an sein Ohr, und hauchte:
"Wenn ich dir das verrate, dann muss ich dich leider töten!"
Laut lachend warf Serapio seinen Kopf in den Nacken, so laut, dass auch Sciurus' Mund sich öffnete und ein heiseres, kehliges Lachen ausstieß, dass auch er selbst davon wurde angesteckt und nicht mehr aufhören konnte zu lachen.
~~~


Ein Ruck durchzog seinen Leib und riss Gracchus aus seinen Träumen. Sein Magen knurrte und erinnerte ihm vorwurfsvoll daran, dass er am Abend zuvor auf die Cena hatte verzichtet. Am Mittag hatte er sich über Ikarus' Ordnung der Unterlagen geärgert, welcher zwar nichts falsch gemacht hatte, doch die Dokumente nicht wie Sciurus hatte sortiert. Diese Erinnerung wiederum brachte Gracchus in eigene Zerrissenheit in latentem Sehnen nach seinem jahrelangen Leibsklaven und überschäumendem Zorn ob dessen Verrat, welche ihn den Rest des Nachmittages bis in den Abend hinein grämte. Einen Augenblick erwog der Flavier aufzustehen und nach Ikarus zu rufen, dass er ihm ein verfrühtes Frühstück bereiten möge, doch noch während er sich nicht konnte entscheiden übermannte ihn noch einmal der Schlaf.
Thema: Cubiculum | Manius Flavius Gracchus
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 260
Hits: 24.453
Die Rückkehr ins Paradies 22.08.2020 17:45 Forum: Villa Flavia Felix


Unruhig wälzte Gracchus sich in seinem Bette hin und her. Er war erst am vorherigen Tag sehr spät am Abend, respektive schon in der Nacht aus Baiae zurückgekehrt, wo er gemeinsam mit Prisca und den Zwillingen den allzu heißen Sommer hatte verbracht. Obgleich Faustus und er nach ihrem Ausflug in die Berge und allem, was dort geschehen war, im Frühjahr weit mehr unbeschwerliche Zeit miteinander hatten verbracht, so bedrückte ihn seit diesen Geschehnissen doch das Leben wieder mehr und mehr. Er hatte seine Leichtigkeit eingebüßt, war schreckhaft geworden, misstrauisch im Allgemeinen und insbesondere gegenüber allen, die er nicht kannte, spürte vermehrt die Larven und Lemuren um sich her, und während er die Tage über eine unbekümmerte Maske zur Schau trug, so quälten ihn doch die Nächte und ihre Grauen und Albschrecken. Sciurus' Verrat hatte ihn tief getroffen, und noch tiefer verunsichert, viel tiefer als er es gegenüber irgendwem - selbst Faustus gegenüber - würde offen zugeben wollen. Als die erste Hitze sich über die Stadt hatte gelegt, hatte er darob die Gelegenheit genutzt, sich noch vor Anbruch des Sommers aus der Stadt zu verabschieden, nicht nur schweren Herzens, sondern vor allem auch mit einem schlechten Gewissen von Faustus, welchen er nicht mit seinen Qualen wollte behelligen. Er hatte Baiae ausgewählt, da die heißen Quellen Prisca zur Freude gereichten, und um die Zwillinge der dort residierenden Familie zu präsentieren, aber auch in der törichten Hoffnung, Callista wiederzusehen. Er hatte gehofft, wenn er sie nur herbeisehnte, in seinem Herzen imaginierte, würde sie wieder erscheinen. Ein Trug war dies gewesen, doch zumindest die Zeit mit seiner Familie angenehm, wenngleich er auch noch immer nicht allzu viel mit seinen Kindern konnte anfangen. Die Gram jedoch, die Bangigkeit und die grauenvollen Nächte hatten ihn bis in den Süden verfolgt, und nun auch wieder zurück. Der Sommer neigte sich allmählich dem Ende zu und die Senatsferien waren vorbei, so dass Gracchus nicht länger sich aus der Stadt konnte absentieren, war er doch zum Ende des Senatsjahres hin bereits einigen Sitzungen ob der frühen Abreise wegen fern geblieben, dass er nun nicht auch noch wieder verspätet zurückkehren konnte. Da über diese Grübeleien hinweg es weiter keinen Sinn hatte, noch schlaflos im Bett herumzurollen, schlug er schlußendlich die Decke beiseite und rief nach Ikarus. Über die letzten Monate hin hatte der Sklave sich durchaus patent und viabel gezeigt, und er erfüllte seine Aufgaben überaus gut. Ihm vertrauen jedoch, dies konnte Gracchus nicht.
Thema: An- / Abwesenheiten
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 7.462
Hits: 535.126
22.08.2020 17:22 Forum: Allgemeines


Stets habe ich mich gefragt wie es möglich sein kann, dass ein Spieler aus dem IR einfach so verschwindet, ohne großartige Verabschiedung oder Nachricht, von einem Tag auf den anderen nicht mehr schreibt, Wochen und Monate vergehen und er nicht wieder zurückkommt, ohne sich noch um seine Charaktere zu kümmern, ihre Hinterlassenschaften, um begonnene Geschichten und insbesondere ineinander verwobene Lebensläufe anderer Spieler. In den vergangenen Monaten indes habe ich eben dies an mir selbst erlebt, und auch wenn die Krise einer ganzen Welt allfällig ein plausibler Grund ist, die eigene IR-Krise einzuleiten, so ist es doch kein besserer oder schlechterer Grund als all die anderen, welche jene vor mir aus dem IR herausgerissen haben.
Ich neige also mein Haupt, nicht nur all jene um Entschuldigung bittend, welche ich in den letzten Monaten durch meine Absenz habe warten lassen, sondern auch jene, die zu früheren Zeiten klammheimlich verschwunden sind und denen ich stets ein wenig dafür gram war.

Indes, auch wenn die Krise der Welt noch nicht ausgestanden ist und je nach ihrem Verlauf auch meine persönliche IR-Krise allfällig wieder einsetzen kann, so möchte ich mich nun doch zurück melden und freue mich bereits auf altes und neues Spiel.
Thema: An- / Abwesenheiten
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 7.462
Hits: 535.126
19.04.2020 10:07 Forum: Allgemeines


Aufgrund der welt-bestimmenden Situation habe ich derzeit leider wenig Nerv, mich am Abend noch vor den Rechner zu setzen und dem IR zu frönen, weder zum Mitlesen, geschweige denn zum Schreiben. Ich hatte gehofft, mich allmählich an die Umstände zu gewöhnen, doch noch ist es nicht so weit. Aus diesem Grund muss ich mich leider vorerst abmelden.
Thema: Rufos Elysium
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 1.392
Hits: 46.628
08.03.2020 19:34 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von Tiberius Valerius Flaccus
Zitat:
Na das wäre ja dann eine wunderbare und reiche sim-On-Spielmöglichkeit für die ganzen Herren Senatoren die sich profilieren wollen, wenn die schrittweise innerhalb von mehreren Sitzungen unser bis dato sehr modern-deutsches Rechtswerk in antikes römisches mit entsprechend historischen Strafen umwandeln würden.


Meine Rede cool


Im Zuge der Christen-Aktivität letzten Herbst habe ich die Gesetze ebenfalls auf den Inhalt der Götterlästerung durchsucht - mit dem gleichen Ergebnis. Im Falle der Christen indes gibt es noch das Decretum Christianorum.
Tatsächlich habe ich daraufhin darüber nachgedacht, die Gesetze mit Gracchus ein wenig zu verschärfen - dies hätte SimOn schlussendlich auch in die Zeit gepasst. Indes - im RL bin ich wenig paragraphenfest und in römischem Recht gänzlich unbewandert, was das ganze SimOn nur hätte verschlimmbessern können.

Gracchus muss sich ohnehin nicht mehr profilieren, doch sollte sich ein geeigneter Rechts-Reformator finden, bin ich gerne bereit ihn SimOn zu unterstützen. ;-)
Thema: [Forum Boarium] Templum Mercuri
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 301
Hits: 41.935
RE: Ein Fall für Zwei 08.03.2020 19:13 Forum: Templa Urbis


Nachdem sie die Türe wieder ordnungsgemäß verschlossen hatten stiegen sie die Stufen des Tempels empor. Kurz warteten sie vor der Türe bis ein korpulenter Mann mittleren Alters seine Opfergabe beendet und die Cella verlassen hatte. Sodann führten sie ihre Inspektion dort fort, wieder jedoch ohne eine Auffälligkeit zu entdecken. Ein wenig enttäuscht schüttelte Gracchus den Kopf.
"Nichts. Hast du noch Fragen an den Aedituus, Valerius? Sonstig werden wir uns augenscheinli'h einer anderen Taktik bedienen müssen, die Opferung einer größeren Summe scheint mir eher geeignet. Indes sollten wir dies nicht heute tun, dies wäre allfällig zu offensichtlich."
Thema: Feriae Annae Perennae - Frühlingserwachen
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 70
Hits: 1.827
RE: Feriae Annae Perennae - Frühlingserwachen 08.03.2020 13:19 Forum: Roma


Mit einem Male wurde die Beschaulichkeit des Tages zerstört, unscheinbar erst, doch sukzessive zu einer regelrechten Kakophonie an Missklängen um den Flavier sich auftürmend, dass alles um ihn her in einen gelbfarbenen Schimmer getaucht schien. Ganz harmlos begann es mit dem Eintreffen eines Bekannten seines Gegenübers, welches jedoch sogleich in eine heftige Ereiferung über eine Blasphemikerin überschwang und noch ehedem Gracchus dem gänzlich konnte folgen in einer Verhaftung gipfelte.
"Gewiss"
, entschuldigte er den jungen Iunier, den die Pflicht rief, nicht ohne jedoch eines Hebens der Augenbraue sich erwehren zu können. Da er nun ohnehin bereits wieder dem Trubel um die schwangere Frau war zugewandt, erhob er sich, um Ikarus zur Eile zu gemahnen. Der gute Sciurus hätte diese Angelegenheit zweifelsohne längst beendet.
"Was ist nun?"
, fragte er ungeduldig.
"Sie ist eine Sklavin", entgegnete Ikarus.
Der Flavier öffnete den Mund, war jedoch einen Augenblick sprachlos ob dieser Gegebenheit, lange genug, um den Augenblick weiterer Tat zu versäumen, strebte doch nun eine junge Frau samt ihres - offensichtlichen - Sklaven auf die Schwangere zu. Und endlich schien dies die verantwortliche Person, doch wieder - gerade als Gracchus zu sprechen wollte ansetzen, wurde er unterbrochen durch eine weitere, ältere Dame. Sie dirigierte das absurde Geschehen mit einer Autorität, dass der Flavier sich mit einem Male mehr als Zuschauer in einem Theaterstücke wähnte denn als Protagonist dieser Posse. Er stieß seinen Sklaven an und trug ihm auf, die Sänftenträger nach den Namen der Damen zu fragen, welche mithilfe ihres Sklaven samt der Schwangeren bereits wieder im Aufbruch sich befanden. Ein wenig erleichtert blickte Gracchus dem merkwürdigen Zug hernach und nahm mit einem tiefen Seufzen wieder Platz. Er hatte kaum bemerkt, dass der junge Iunier samt seines Begleiters - zwei junge Soldaten augenscheinlich - sich neuerlich hatte eingefunden, als weiterer Trubel sich um ihn auftürmte im Herannahen einer ausgelassenen Gruppe junger Frauen, welche irgendwie ebenfalls bereits mit den Herren bekannt schienen. Dies war zu viel. Er musste an seinen Streit mit Faustus denken, den Vorwurf des Hochmutes, des niedergestiegenen Sonnengottes. Doch es war kein Hochmut, der ihn antrieb - diese Fülle an Getümmel war schlichtweg zu viel - und wären es allesamt junge Patrizier, Gracchus' einziges Heil bestand in der Flucht. Ohnehin war es allfällig keine gute Idee gewesen, dieses sacrum popularium inmitten der Menge feiern zu wollen. Direkt im Anschluss an die Opferung hätte er in die Stadt zurückkehren und die Sonne dort genießen sollen - im Garten des Lucullus etwa, welcher an diesem Tage zweifelsohne nicht so stark frequentiert war.
"Oh, ich glaube dort drüben ist Senator Servilius"
, murmelte er ein wenig lauter als er es für sich selbst hätte getan und erhob sich.
"Iunius Scato, es war mir eine Freude, deine Bekanntschaft zu machen. Ich wünsche dir und ... deine Freunden noch einen an..genehmen Festtag. Valete!"
Dass er sich selbst zwischen all der Aufregung um die Schwangere und die Verhaftete nicht hatte vorgestellt, fiel dem Flavier nicht mehr auf, waren seine Gedanken doch bereits bei Servilius und einer möglichen Wiederanknüpfung an ihr vorheriges Gespräch.
Thema: Feriae Annae Perennae - Frühlingserwachen
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 70
Hits: 1.827
RE: Feriae Annae Perennae - Frühlingserwachen 07.03.2020 19:41 Forum: Roma


Sim-Off: Ich packe alle Antworten in einen Beitrag bis wir das Durcheinander entwirrt haben. Im Grunde ist dies alles immer noch chronologisch.


Zitat:
Original von Iduna
“Bitte ... mein Bauch.. mein Baby.“

Ikarus
Als die Frau sich aufrichtete sah Ikarus ihren gewölbten Bauch, und selbst er hätte erkannt, dass dies kein Blähbauch war. Er bekam große Augen, die regelrecht drohten aus seinem Kopf zu fallen.
"Ähh...", stammelte er.
Selbstredend war er darin geschult seinem Herrn auch in gesundheitlichen Belangen zur Seite zu stehen - magenberuhigender Kräuterwein, fiebersenkende Wadenwickel, ein Sud mit Honig gegen eine raue Kehle. Die ehrwürdige Agrippina selbst hatte ihre Zucht sogar eine Mixtur gelehrt, um den Magen in Sekunden zu entleeren - im Falle eines Giftattentates, oder aber auch, wenn eine Feder nicht mehr half zu vomieren. Aber eine Geburt, darauf war der Sklave beileibe nicht vorbereitet. Ein wenig hilfeflehend drehte er sich zu seinem Herrn.
"Verzeih, Herr, ich glaube ... sie bekommt ein Kind. Also ... jetzt."


Zitat:
Original von Sisenna Iunius Scato
"Passendes Datum für eine Geburt, wird sicher gut verlaufen." Zudem war hier ein Lupercus anwesend, der den Segen des Faunus in alle Richtungen strahlte. Wenn das nicht genügte, dann half gar nichts. "Was verschlägt dich hierher, wenn die Frage gestattet ist? Die Festlichkeit oder das schöne Wetter?"


M.F.G.
Der Flavier war noch etwas uneins, von seinem Wein zu kosten - zu sehr ließ der Gedanke an Gift ihn wachsam sein -, als Ikarus Entwarnung gab. Zumindest in Hinblick auf Gift im Festagswein.
"Ein Kind?"
echote Gracchus entgeistert.
"Aber nicht hier!"
bestimmte er sodann mit pontificaler Härte, welche auch auf seinem Antlitz sich zeigte.
"Das letzte was dieses Fest gebrau'hen kann ist eine Entweihung durch eine Totgeburt! Ihr Mann soll sie nach Hause schaffen! Und richte ihm aus, er soll sich morgen früh in der Regia einfinden und sich über die Teilnahme Schwangerer an heiligen Festen be..lehren lassen!"
Der Hain an sich war zwar kein Heiligtum, an diesem Festtag der Anna Perenna jedoch Teil des sacrum publicum und ein der Göttin geweihtes Areal. Damit jedoch war die Angelegenheit für den Flavier erledigt, dass er sich endlich einen Schluck genehmigen und dem jungen Mann an seinen Tisch zuwenden konnte.
"Zweifelsohne ein gutes Datum für eine Geburt, doch nicht an diesem Ort. Vermutlich sind es Peregrini."
Kein Römer würde wohl auf die Idee kommen, seine hochschwangere Frau in die Öffentlichkeit mitzunehmen. Gracchus' erste Gemahlin Antonia hatte das Haus während ihrer höchsten Gravidität wochenlang nicht verlassen, und Prisca war direkt auf ein Landgut gefahren. Selbstredend war es dabei außerhalb Gracchus' patrizischer Vorstellung, dass nicht jede Frau in diesem Zustand sich nur noch umsorgen und bedienen lassen konnte. Er schüttelte ein wenig ungläubig den Kopf, wandte sich indes schöneren Themen zu, dass auch seine Miene sich wieder erhellte.
"Vorwiegend zieht mich das Fest an, doch selbstredend trägt das Wetter dazu bei, mich um so mehr daran zu erfreuen. Es ist allfällig kein allzu gewi'htiger Feiertag, doch gerade mit dem anbrechenden Frühling ist mir jede Gelegenheit recht, die Gärten und Parkanlagen der Stadt aufzusuchen. Und, nun ja, um ein langes Leben zu bitten kann in meinem Alter auch nicht schaden."
Ein versonnenes Lächeln umspielte seine Lippen.
"Und du? Ist es ebenso das lange Leben, das dich lockt?"
Gracchus suchte, das Alter seines Gegenübers abzuschätzen. Er mochte ein wenig jünger als sein ältester Sohn Minor sein. Für ein langes Leben hätte er also noch ziemlich viele Becher zu leeren.


Ikarus
Der Sklave wandte sich wieder Iduna zu.
"Ähm... dein Mann? Wie heißt dein Mann, wie sieht er aus? Ist er noch am Opferaltar? Oder holt er dir etwas zu Trinken?"
Suchend blickte Ikarus sich um. Es gafften durchaus einige Menschen zu ihnen, doch keiner sah aus als würde er bei ihrem Anblick bangend zu seiner Gemahlin stürzen wollen - gegenteilig, alle hielten einen gebührenden Abstand. Bis mit einem Male eine Frau auf sie zukam.

Zitat:
Original von Grian
„Ihre Fruchtblase ist geplatzt! Das Kind lässt nicht mehr lange auf sich warten,“ rief ich dem jungen Mann zu, dessen Hand auf der Stirn der Frau ruhte. Ein wenig kannte ich mich mit solchen Dingen aus. Ein paar Geburten hatte ich miterlebt, vor einigen Jahren als ich noch bei meinem alten Dominus in Germania gelebt hatte.


Ikarus nickte.
"Ja, dann ... sie muss hier weg. Kennst du sie?"
Thema: Feriae Annae Perennae - Frühlingserwachen
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 70
Hits: 1.827
RE: Feriae Annae Perennae - Frühlingserwachen 07.03.2020 13:22 Forum: Roma


Gerade hatte der Flavier Platz genommen und Ikarus war mit einem Becher verdünnten Weines zu ihm zurückgekehrt, als am Tisch neben ihren ein Hilfegesuch erklang. Es war zwar kein lauter Aufschrei oder ähnlich grell, dennoch zuckte Gracchus ob der Couleur des Tonfalles zusammen, so durchdringend und eindringlich war dieser. Er wandt sich um als die Frau sich gerade zusammenkrümmte.
'Gift!'
, schoss es ihm durch die Gedanken, in deren Hintergrund sich zudem ein Anklang von Erkennen schlich. Irgendwo hatte er diese Frau schon einmal gesehen.
"Ikarus! Hilf ihr!"
wies er den Sklaven an, war der Flavier sich doch seiner Nutzlosigkeit in solcherlei Belangen überaus bewusst und suchte sich indes zu entsinnen, woher er die Frau kannte. Sie sah nicht eben aus als bewegte sie sich in seinen Kreisen. Allfällig eine Händlerin? Gracchus bemüßigte sich selten, Dinge selbst zu kaufen, doch einige Ausnahmen gab es durchaus. Womöglich war sie eine Gehilfin eines dieser Händler...


Ikarus
Auf die Anweisung seines Herrn trat Ikarus zu Iduna hin und fasste sie an der Schulter.
"Alles wird gut, ganz ruhig. Was ist los?"
Er legte seine Hand auf ihre Stirn.
"Fieber hast du keines. Hast du etwas falsches gegessen?"
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 4.230 Treffern Seiten (212): [1] 2 3 nächste » ... letzte »
Homepage des Imperium Romanum  |  Impressum
Powered by: Burning Board 2.3.6 © 2001-2003 WoltLab GmbH