[Cubiculum] Aurelia Lentidia

  • Es gab viele Gäste momentan. Das bedeutete viel Arbeit. Für das ganze Haus. Und wieder kam es ihm zugute. Nach dem Rechnen Unterricht war er entwischt. Stunden durfte er nicht verpassen. Das würde Ärger geben. Aber jetzt konnte er sich mal ein wenig ... umsehen. So stahl er sich in einen Raum. Der war ziemlich schön eingerichtet. Rasch versuchte er hinter sich die Tür zu schließen. Hoffentlich hatte er seinen ‚Verfolger‘ abhängen können. Puh. Er wischte sich über die Stirn. Dabei lehnte er gegen die Tür. Noch hatte er sich gar nicht umgesehen ob wer hier war. Ach, die Gäste waren bestimmt mit ‚Erwachsenenkram‘ beschäftigt.

  • In den Gängen des Praetoriums tobte es, Lentidia war außer sich.
    Ihr Custos Corporis war nicht nur dumm, sondern auch vollends unfähig! Bei den Lagerthermen hatte er sie nicht vor den schmierigen Fingern der Soldaten verteidigt, er hatte nur dumm rumgestanden.


    "Deine Dummheit ist genauso groß wie deine Unfähigkeit!" schallte es durch die Gänge, untermalt von schnellen Schritten. "Wie soll sich eine Frau von Stand sicher fühlen, wenn du nicht in der Lage bist einen gewöhnlichen Soldaten fernzuhalten?!" es kochte in ihr und all die Wut hagelte auf den Leibwächter. Dieser sagte nicht viel, war er doch zu dämlich, um sich angemessen zu verteidigen.
    "Geh mir aus den Augen!" fauchte sie ihn an, als sie vor der Tür ihres Cubiculums stand, sie würde sich Gedanken darüber machen, ob sie ihn bestrafen und anschließend verkaufen würde, wobei ersteres eigentlich keine Überlegungen brauchte.


    Immer noch hoch geladen öffnete sie die Tür ihres Cubiculums, was deutlich schwerer viel als sonst, irgendwas stand vor der Tür, was nun umgeworfen wurde und auf dem Boden lag.
    Lentidia blickte irritiert und zugleich entsetzt auf einen Jungen herab. "Was hast du hier zu suchen?! Ein Dieb! EIN DIEB!"

  • Vom Gang drangen Stimmen herein. War das seine Mama? Nein, aber die Stimme klang fast so, als wäre sie es ... und als wäre sie sauer. Oh oh. Klein Titus war unschlüssig, was er tun sollte. Es war niemand im Zimmer, das war doch gut, oder? Aber bevor er sich entscheiden konnte, wie ein kleiner Feldherr vorgehen würde, wurde die Tür unerwartet geöffnet. Durus viel mit einem kleinen, nicht sehr legatischen Schrei, zu Boden.


    Mit großen Augen sah er zu der Frau auf, die hereinkam. Ein Dieb? Wo? Titus sprang auf uns sah sich um ... Ach so ... Er? Woher kam nur das Grinsen, was sich nun auf seinen Lippen zeigte? „Ich? Naja ... “ Jetzt galt es ... Er korrigierte seine Haltung um legatischer zu wirken. „Ich darf das! Ich bin kein Dieb, jawohle. Ich bin nämlich wichtig. Ich bin Titus Aurelius Durus. Und der Stellvertreter meines Papas ... Und Duuh?“ Genau, das war gut. Die Legaten Karte war doch immer noch die Beste.

  • Verwundert schaute Lentidia den Jungen an, ihre Wut auf ihren Leihwächter verdrängte sie.
    Der Sohn ihres Cousins? Konnt das sein? Nun, er sah gepflegt aus, trug eine ähnliche Rüstung wie sein Vater und war mit einem Holzschwert bewaffnet. Das konnte kein Dieb sein, aber das entschuldigte immer noch nicht, dass er in ihrem Zimmer rumschnüffelte.


    "So? Und was beabsichtigt der stellvertretende Legat hier zu finden?"


    Verhörte sie ihn mit einem Hauch von Dominanz.


    "Du als Stellvertreter deines Vaters weißt nicht, wer in deinem Haus zu Gast ist?" fragte sie ihn schelmisch und schob "Das kränkt mich.." gespielt traurig und etwas beleidigt hinter her.

  • Hmm, sie glaubte ihm. Aber sie fragte weiter. Und irgendwie fragte sie wie seine Mama. So dominant ... und so. Schuldbewusst senkte Titus seinen Blick. Das half bei seiner Mutter öfters. „Ähm, naja, ich. ... Ich ... ich suche nur nach… Gefahren und so was. Ich… ich weiß nicht.“ Er wusste wirklich nicht wer sie war. Oh man. Das war aber gar nicht gut. War sie traurig? Das wollte er aber nun wirklich nicht. Titus trat direkt vor sie und faste mit seiner Kleinen Hand nach ihrer. „Tut mir leid. Ich ... mein Sklave. Genau, der war das. Der hat mir nicht gesagt wer du bist.“ Das war gut. Sklaven waren immer schuld und die konnten sich nicht wehren. Naja, außer sie hießen Baldemar oder Cimon oder der Majordomus oder ... Ach was, sie würde ihm bestimmt verzeihen. Jawohle. Und nicht mehr so traurig sein, genau! „Ähm duh? Bist du mir noch böse?“ Das es eigentlich ja ein Sklave sein sollte, der Schuld war, hatte er schon wieder vergessen. Aber dafür sah er sie gaaaanz lieb und unschuldig von unten her an.

  • Nach außen sich immer noch mit kritischem Blick zeigend, amüsierte sie sich innerlich über den Jungen. Ein drolliger kleiner Knabe, der sich versuchte aus allem rauszureden. Wenn er irgendwann mal in die Fußstapfen seines Vaters treten wollte, würde er zu seinen Taten stehen müssen.


    "Nun.. junger Mann.." begann sie dozierend, nachdem er ihre Hand genommen hatte. Sie zog ihn dabei in Richtung einer Sitzgruppe und wies ihm einen Platz zu. "Ja das hätte er dir sagen müssen." fuhr sie fort. "Es entschuldigt aber nicht dein unerlaubtes eindringen in mein Cubiculum, dein Vater wäre nicht sehr erfreut über dieses Vergehen." sie griff nach einem Apfel von dem silbernen Tablett, was eine Sklavin ständig hinter ihr her trug. Sie aß viel Obst, eine ihre Sklavinnen trug innerhalb des Hauses ständig ein Tablett mit sich herum.
    "Was würde die Base deines Vaters davon abhalten, ihm davon zu erzählen?" fragte sie verschwörerisch. Vielleicht konnte sie aus diesem Zwischenfall ihren Nutzen ziehen. Ihren Namen, hatte sie immer noch nicht verraten.

  • "Wollt ihr vielleicht ein Bad nehmen, domina?"
    fragte Mila ihre Herrin hoffnungsvoll, um ihre schlechte Laune zu beschwichtigen. "Soll meine Haut etwa schuppig werden, wie die eines Fisches?" fragte Lentidia ihre Slavin mit einem überschwänglichem Hauch an Arroganz. "Nein, domina.. ich dachte nur.." "Hör auf zu denken du dummes Ding und Bürste mir statdessen lieber mein Haar." unterbrach die Herrin die Sklain. "Jawohl, domina.."
    Mila hatte es nicht leicht mit Lentidia, es war ein besonders heißer Tag und die fand die Herrin nunmal unerträglich. Außerdem war sie immer noch genervt von der Einöde, in der sie hier lebte. Sie wollte etwas unternehmen, sich in der Öffentlichkeit zeigen, Geld ausgeben und andere junge Frauen neidisch aussehen lassen. Sie wollte mit Männern spielen, indem sie sie mit verführerischen Blicken quäl.. da fiel ihr etwas ein.
    Sie klatschte zweimal in die Hände.
    "Ich verlange nach einem Sklaven des Hauses, er soll für mich einen Botengang erledigen."

  • Nach einer Weile erreichte ein Sklave des Hauses Lentidias Cubiculum. Ziemlich abgehetzt - am liebsten hätte er sich nach vorne gebeugt, die Hände auf den Knien abgestützt und in Ruhe Luft geholt, keuchte er "Domina?" man hatte im Praetorium mitbekommen, dass Lentidia seit kurzer Zeit unter dessen Dach wohnte und ebenso hatte man mitbekommen, dass sie ziemlich verwöhnt und ungeduldig war. Also setzte der Sklave alles daran, ihren Wunsch schnellst möglich entgegen zu nehmen und zu erfüllen.


    Ohne dem Sklaven große Aufmerksamkeit zu schenken, nahm sie von seiner Ankunft Kenntnis und äußerte ihren Wunsch.
    "Nun, ich möchte, dass du einen Botengang für mich erledigst." fing sie an. "Es gibt einen Soldaten namens Obsidus..." der Name war ihr schon wieder entfallen, aber was interessierte sie schon sein Name..
    "Antias.. domina.. Obsidius Antias.." half Mila der Aurelia mit vorsichtigem Ton auf die Sprünge.
    "Sei es drum. Du hast den Namen gehört, bring ihn her, sofort." sie machte sich keine Gedanken darüber, dass es vermutlich gar nicht so einfach war, einen Soldaten her zu beordern.


    "Ab.. Ja.. Jawohl domina." schluckte der Sklave. Er würde sich etwas einfallen lassen müssen.. er hatte gehört, wie Lentidia mit Sklaven umging, die ihren Wünschen nicht gerecht wurden, was ihm ziemliche Angst machte. Das Problem war, dass sie damit als Base des Legaten durchkam, dieser bekam von all dem ja nichts mit, hatte er doch zu viel in der Principia zu tun. Also machte sich der Sklave auf zu den Soldatenunterkünften.

  • Nach fast einer Stunde erreichte der Sklave erst mit dem Soldaten Obsidius das Praetorium. Er führte ihn an den Wachen vorbei, die nur nickten und die beiden durchließen. So einfach würde dieser Obsidius wohl nie mehr ins Praetorium kommen, schließlich handelte es sich hier um den Wohnbereich der Familie des Legaten und natürlich von diesem selbst.


    "Hier lang, bitte." sagte der Sklave immer wieder, während er den Soldaten durch die Gänge führte. Als die beiden Männer schließlich vor dem Cubiculum der Aurelia standen, blieb der Sklave stehen, klopfte an und führte anschließend den Soldaten in das Zimmer.


    Lentidia saß auf ihrem Bett und ließ sich gerade die Haare von Mila machen. Sie hatte die Zeit, die sie hatte, genutzt, um sich etwas neues, frisches und etwas dezent aufreizendes anzuziehen. Das Orange stand ihr fabelhaft..


    Sie schaute den Soldaten an und war innerlich erfreut. Mit einem kurzem Blick und einer Handbewegung entließ sie den Sklaven aus ihren Diensten. Sie bleib sitzen und wartete ab, wie ihr Soldat reagieren würde.

  • Ein riesiges Haus. Nicht so groß und schön, wie das der Tiberer, aber immerhin sehr ansehnlich. Aretas sah sich beim durchqueren der Gänge um. Ein Legat lebte sehr gut.
    An einer Tür klopfte der Sklave und öffnete, Aretas folgte ihm ohne Argwohn. Titus cubiculum nahm er an. Die Einrichtung passte nicht zu einem Jungen seines Alters, das störte ihn als erstes. Die Frau auf dem Bett und die Sklavin die ihr die Haare machte als zweites. Dann wurde der Sklave weg geschickt als drittes.
    Er sah genauer hin. Eine sehr gut aussehende junge Frau. Ihr Gesicht hatte er noch nicht gesehen. Titus Mutter? Ein zwei Schritte in den Raum. Das leichte etwas in orange passte sich ihrem Körper hervorragend an. Ließ einiges vermuten. Umschmeichelte förmlich ihren Körper. Die Farbe und ihre Haare es passte alles. So eine Frau, was für ein Traum. Seine Blicke blieben an ihr deutlich zu lange hängen. Ihm fiel es schwer sich davon los zu reißen. War es hier so warm im Raum? Als sie ihn ansah Überraschung und Schreck in einem. Das war Aurelia Lentidia, die Frau die er zur Therme gebracht hatte. Den Namen hatte er nicht vergessen und den runden straffen Hintern, in den er gekniffen hatte noch weniger. " Salve Aurelia Lentidia, wo ist Aurelius Durus ? Er hatte...." Er hatte nicht. Das Ende des Satzes blieb offen. Aretas begriff sehr schnell. Oder lag er ganz falsch und der Legat hatte auf ihren Wunsch hin veranlasst, dass er hier her beordert wurde? Eine verzwickte und sehr ungemütliche Situation für ihn.

  • Es verstrich noch etwas Zeit, bis der Soldat merkte, was eigentlich los war.
    Lentidias Blick bleib vorerst kühl und abgehoben. Das er ihren Namen kannte und sie mit jenem grüßte, beeindruckte sie nicht. Wie konnte man ihren Namen nach den Geschehnissen damals nicht kennen? Außerdem war sie sich ziemlich sicher, dass sich ein einfacher Soldat an die Frau erinnern konnte, der er in den Po gekniffen hatte, vor allem wenn es sich um die Base des Legionslegaten handelte. Vorerst blieb sie noch sitzen, ihr Haar war noch nicht komplett hochgesteckt, sowie sie es Mila aufgetragen hatte.


    "Aurelius Durus? fragte sie ein wenig verwundert, was hatte er mit dem kleinen Schnüffler zu tun? Sie verwarf den Gedanken, denn sie hatte weitaus interessanteres im Sinn.


    "Hast du eine Ahnung, wieso du hier bist?" sie hatte natürlich keine Antwort erwartet, denn er wusste es sowieso nicht.
    "Weil ich es verlangt habe." schob sie dann hinterher. Inzwischen war Mila mit dem Haar ihrer Herrin fertig geworden, also stand Lentidia auf und wanderte langsam in die Richtung des Soldaten, um ihn dann mit noch langsameren Schritten zu umkreisen. Die Szenerie war fast wie bei einem Raubtier und seinem Opfer, allerdings mit dem Unterschied, dass sie ihn nicht beißen würde.. noch nicht.
    "Schenkt ihm Wein ein." wies sie ihre Sklavin an, was Mila mit einem "Ja, domina." zur Kenntnis nahm. Sie ging herüber zu dem Tisch, auf dem sich auch das Obst befand, schenkte zwei Becher Wein ein und brachte ihrer Herrin, sowie dem Soldaten jeweils einen dieser Becher. Lentidias Wein war verdünnt, Obsidius Wein nicht, das hatte Lentidia vorher arrangiert.


    "Nun Soldat, erzähl mir von dir. Wo kommst du her?"

  • Nicht der Kurze, nicht der Legat. Sie selber hatte sein Erscheinen verlangt. Auf was für ein hinterlistige Art. Aretas stand wie angewurzelt, vermied es sie anzustarren. Ihm wäre es leichter gefallen, wenn sie nicht so eine anziehende Erscheinung abgegeben hätte. Aus den Augenwinkeln beobachtete er ihre Wanderung, ihre Bewegungen. Wie sie um ihn herum schlich. Den Becher hielt er in der Hand, machte keine Anstalten daraus zu trinken. Er versäumte seinen Ausgang, blieb er länger hier.


    " Aus Ateste. Nördlichöstlich von hier. Nahe an den Bergen." antwortete er knapp. Das interessierte sie alles nicht, dachte er. Was wollte sie von ihm? Sein Mund war trocken. Er trank einen Schluck vom Wein. Unverdünnt war der und er hatte nicht sehr viel gegessen. Heute wollte er Chio überraschen und kochen. Nur wie kam er hier raus ? Aretas versuchte ruhig zu bleiben. Wenn sie nur nicht dauernd vor seiner Nase rumtanzen würde. Das hielt der stärkste Mann nicht aus. Er trank den Becher aus und hielt ihn Mila hin, dass sie ihn ihm abnahm.

  • Oh wie sie es liebte die Dominante zu sein, ihre Macht auszukosten, über andere zu bestimmen..
    Obsidius trank ja schon fast hektisch seinen Becher Wein aus und reichte ihn wieder Lentidias Sklavin. Weiter schlich sie um ihn herum. "Aus Ateste.." sprach sie mit sanfter Stimme. "Nie gehört." schob sie dann etwas arrogant hinterher. Als die Aurelia hinter ihrem Opfer war, bleib sie vorerst stehen und näherte sich ihm dann, sodass er ihren Atem fast schon auf seinem Nacken spüren konnte. Sie strich mit ihren Fingerspitzen über seine Arme. Was er nicht sehen konnte war, wie sie mit den Zähnen auf ihre Unterlippen biss. Hier war sie alleine mit ihm, keiner würde sie stören und er würde ebenso nicht einfach flüchten können, hier war er hoffnungslos in ihren Händen. Langsam machte sie Schritte zur Seite und bewegte sich dicht an ihm entlang, bis sie schließlich vor ihm stand. Ihre Hände blieben dabei auf seinem Körper und berührten ihn weiter, während sie sich vor ihn bewegte. Jetzt schaute sie ihm in die Augen, ein verführerischer Blick, so heiß und gefährlich wie auch vernichtend.
    "Gefalle ich dir?" fragte sie ihn mit verführerischer, sanfter Stimme.

  • Die Antwort war zu erwarten. Woher sollte sie auch. Ateste war nicht Rom. Er kannte es auch nur vom Hörensagen. Ihm wäre lieber, sie würde vor ihm stehen bleiben oder auf und ab laufen, da konnte er sie sehen. Das was er gar nicht mochte trat ein. Sie blieb hinter ihm stehen. Dicht hinter ihm. Er zuckte leicht zusammen als sie seine Arme berührte. Im Nacken und an den Armen die kleine Haare stellten sich auf. Er hielt die Luft an. Ihre spürbare Nähe, der Duft den sie an sich trug. Ihre unentwegten Berührungen, der Blick, die rehbraunen Augen. Bei Bendis, wie soll man sich da beherrschen! dachte er. Gespannt wie ein Bogen. Gegen dieses aufkommende Gefühl des besitzen wollens ankämpfend, mahlten seine Kieferknochen. Eine diplomatische Anwort ? Eine die alles verallgemeinerte? Sie sah sehr gut aus. Verführerisch, aufreizend, eine Tochter der Venus. Aber Vorsicht! Im inneren steckte etwas gefährliches. „ Dein Aussehen lässt nichts anderes zu.“ Er brauchte unbedingt etwas zu trinken. Seine Kehle war wie ausgedörrt. Er wendete den Blick von Lentidia ab zu ihrer Sklavin, die seinen Becher hatte.

  • Ihm gefiel anscheinend, was sie tat, auch wenn er in den ersten Momenten noch ziemlich ängstlich wirkte, taute er langsam auf. Sein Körper gefiel Lentidia sehr, er war kein Muskelprotz, der alles in seinen Muskeln hatte, was er eigentlich im Kopf haben sollte. Er war von athletischem Körperbau.. man konnte jeden seiner Muskeln sehen. Angespannt schien er allerdings immer noch zu sein, sonst hätte er die Antwort auf ihre Frage nicht so vorsichtig formuliert. Das ging Lentidia natürlich viel zu langsam, sie hätte sich weitaus mehr Erregtheit in seinen Worten vorgestellt.
    So wurde aus ihrem eben noch verführerischen Blick wieder ein relativ neutraler, sie wandte sich um und ging auf ihr Bett zu, um sich kurze Zeit später wieder hinzusetzen, mit dem Blick in seine Richtung gewandt. Während dessen ließ sie ihm einen zweiten Becher unverdünnten Wein einschenken, jedenfalls hatte sie aus ihrem Blick gedeutet, dass er Durst hatte. Auch wenn er keinen hatte, würde die Aurelia verlangen, dass er mindestens noch drei Becher trank. Es stellte sie sehr zufrieden, dass es ihm selbst danach lüstete, denn das war ein Zeichen dafür, dass er sich auf das Abenteuer mit ihr einließ.
    Nachdem er den Becher hatte, ließ sie ihm ein wenig Zeit, um zu trinken.
    Mit übereinander geschlagenen Beinen saß sie auf ihrem Bett, sie trug weder Sandalen noch eine Palla, sondern nur ihr leichtes, orangfarbenes Kleid. Langsam lehnte sie sich ein wenig zurück, um sich mit den Armen auf dem Bett abzustützen. Ihre Geduld neigte sich dem Ende, mit verführerischer, aber bestimmender Stimme hauchte sie "Entkleide dich."

  • Mit dem Becher in der Hand, folgten seine Blicke ihrem Weg zum Bett. Er kniff die Augen ein wenig zusammen. Ein tiefer Schluck, das was sich ihm in Stoff verborgen bot, ließ ihn keines Wegs kalt. Wie sie sich auf dem Bett darbot. Was für ein Weib. Der Anblick ließ ihn alles andere beinahe vergessen. Er hatte die Hände am cingulum wollte ihrer Aufforderung folgen. Unterließ es abrupt. Er war nicht ihr Sklave. Seelenruhig trank er den Becher aus und hielt ihn Mila auffordernd hin. Ging auf Lentidia zu, fixierte sie. Ein Lächeln spielte um seine Lippen. Er blieb seitlich neben ihr am Bett in Reichweite stehen. Den vollen Becher in der rechten Hand, sah er sie von oben bis unten abschätzend an. Sanft fuhr er mit dem Rücken seines Zeigefingers, seiner linken Hand über ihre rechte Wange, den Hals hinunter, über ihre rechte Schulter. Zog sanft den Stoff mit um ihre Schulter zu entblößen. "Bin ich dein Sklave?" raunte er. In seinen Augen blitzte es auf. Er wusste von was er sprach. Sie deutete es sicherlich ganz anders.

  • Vielleicht war es etwas zu viel Wein für Obsidius gewesen, denn jetzt kam er nicht ihrer Aufforderung nach sich zu entkleiden, sondern ging auf sie zu.
    Kommentieren tat die Aurelia es erstmal nicht, sie wartete ab, was er im Schilde führte. Nun stand er vor ihr und begutachtete das, was ihm in seinem Leben bisher verwehrt geblieben war - eine leichtbekleidete Patrizierin allein mit ihm in einem Raum, die von ihm verlangt hat sich zu entkleiden.
    Als er sie berührte, sagte sie vorerst nichts, sollte er doch überprüfen dürfen, ob es wirklich kein Traum war. Doch seine Frage, machte sie ihrer Geduld überdrüssig.


    "Du hast wohl vergessen, mit wem du hier redest, Soldat." antwortete sie ihm mit ernsterer Stimme, stand auf und machte wieder ein paar Schritte - diesmal schneller - in die Mitte des Raumes. "Ich habe verlangt, dass du dich entkleidest. Dann drehte sie sich wieder um und ging wieder - diesmal langsamer - auf ihn zu. Sie kam ihm ganz Nahe, ihre Lippen nährten sich seinen.. nichts anderes wünschte sich der Soldat, als jetzt ihre wohlgefühlten Lippen spüren und schmecken zu können, doch sie verharrte, kurz bevor sich ihre Lippen berührten. Ihre Hände lagen auf seiner Brust, sie gab ihm einen kleinen Schubs und er fiel rückwärts auf ihr Bett. "Und ich bekomme immer, was ich will."
    Ihre Sklavin Mila hatte sich bereits hinter ihm auf dem Bett platziert und wartete kniend auf diesen Moment. Sie richtete ihn so auf, dass er auf dem Bett saß, dann half sie ihm, sich seiner Kleider zu entledigen. Welch ein Luxus für so einen einfachen Soldaten. War er nach christlicher Vorstellung im Himmel? Nein.. ohne das er es wusste, befand er sich in der Hölle.


    Lentidia machte ein paar Schritte zurück und bleib stehen, beobachtete ihn, während Mila ihm seine Tunika über den Kopf zog. Diese Muskeln .. seine Brust, sein Bauch.. ihr Blut schien immer schneller durch ihren Körper zu jagen und förmlich die Lust zu transportieren, ihm zu zusehen erregte sie sehr. Langsam machte sie dort weiter, wo Obsidius aufgehört hatte. Mit ihren Händen entblößte sie langsam ihre Schultern. Dann setzte sie sich in einen ihrer Korbsessel, überschlug wieder ihre Beine und fing an sich vom Hals abwärts mit ihren Fingerspitzen zu berühren. Sie nahm Blickkontakt mit ihrer Sklavin auf und nickte.
    Mila rutschte auf dem Bett herum, bis sie vor dem Soldaten saß und setzte sich auf ihn, seinen Oberkörper stieß sie langsam zurück und ihre Hände waren auf seiner Brust.


    "Fangt an." wies Lentidia die beiden mit bestimmendem, aber lustvollem Ton an.

  • Sie entzog sich ihm. Er trank den Becher leer, stellte ihn beiseite. Keinen Augenblick hatte er vergessen wen er vor sich hatte. Er machte keine Anstalten ihrem Verlangen zu folgen. Hatte sie es sich überlegt? Sie kam wieder zurück. Ihre Lippen, ihre Hände auf seiner Brust. Klar denken war hier nicht mehr möglich und nicht gefragt. Die reine Lust nach ihr bestimmte alles. Der Schubs kam unerwartet und raubte ihm das Gleichgewicht. Ohne Gegenwehr ließ er sich entkleiden, hatte nur Augen für sie. Wo wollte sie hin? Ihn noch mehr in Rage bringen. Er konnte sie jetzt kaum zurück halten. Sie setzte sich in den Korbsessel? Er war gedanklich schon bei ihr, da brachte sich ihre Sklavin Mila ins Spiel. Was sollte das werden?


    Der Wein, die zwei Frauen. Mila hautnah bei ihm. Was sie sagte kam nicht mehr an Er hörte nichts, sah nichts. Nur Mila, ihren warmen, makellosen Körper, auf ihm sitzend. Ihre Hände, Schenkel jeden Millimeter spürte er von ihr. Keines klaren Gedankens mehr fähig. Wie auch. Das was zum Denken nötig war, minimiert, zu Gunsten einer tiefer liegenden Region. Die sich bemerkbar machte und gedachte sich voll auszuleben. Bei den Aus- und Anblicken kein Wunder. Sein Hände bestätigten die Anwesenheit der Schönheit, es war kein Traum. Fingerspitzen glitten über nackte, weiche, warme Haut. Ertasteten jeden Millimeter ihres Körpers. Seine Augen glänzten vor Begierde. Er lechzte nach ihr. Seine Finger umspielten ihre straffen Rundungen, schlossen sie ein. Spielten mit ihnen. Bis sie weiter zogen, an ihren Seiten entlang nach hinten auf ihren Rücken glitten, tiefer gingen. Sich in ihren Pobacken vergruben. Tiefe Atemzüge, keine Auge mehr für die Realität, nur für ihren Körper.

  • Sie sah ihn so ... Septimamäßig an. Klein Durus zuckte darunter ein wenig zusammen. Wär sie doch bloß mehr wie Papa oder Baldemar. Die beiden konnte er mit seinem Unschuldsblick doch ganz gut besänftigen. Mit der Ehrlichkeit hatte er es nicht immer so, wie es sein sollte. Aber er wollte der tolle Krieger und super Legatenvertreter sein, den er sich so vorstellte. Natürlich sah er das alles aus einer ganz anderen Sicht und er log auch niemals nicht.


    Folgsam folgte er ihr. Was hätte er auch anderes tun können? Es kam ihm nicht einmal in den Sinn sich gegen sie zur Wehr zu setzen. Ihre Stimme duldete ebensowenig Widerstand und Titus sah sie von unten her an. Brav setzte er sich da hin, wo sie es wollte. "Ähm, ja. Ich meine nein. Also es erklärt das nicht oder so. Aber ich bin doch hier der Legatenvertreter. Und ich ... ich wollte nur sehen das hier kein Feind drin ist. Nur für dich, jawohle." Titus grinste über seine nicht ganz so geglückte Ausrede und straffte seine Haltung.
    Hoffendlich verriet sie ihn nicht. Durus sah ihr in die Augen und wurde sofort schuldbewusst. "Naja. Ich. Na gut. ich habe mich versteckt. Weißt du, grichische Lyrik ist ein voll blödes Thema." Und jetzt erst merkte er wie er redete. Sofort haspelte er schnell eine Entschuldigung runter und setzte sich vernünftig hin.


    Äpfel waren sehr lecker. Er sah fragend zu der Sklavin und wusste nicht ob er sich einfach einen von der fremden Frau nehmen konnte oder durfte. Sie sah viel zu streng aus, als das er es einfach so gemacht hätte. Base seines Vaters? Tante? Oder so? Oder Frau des Bruders der ... ach irgendsowas... Er erstarrte kurz. "Was... was meinst du damit? Wer... wer bist du denn?" Oh nein. Und er hatte sich verraten, das er an sich nicht da sein durfte. Das er sich weggeschlichen hatte. Jetzt musste er wirklich langsam anfangen vorsichtiger zu sein.

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