Et servus dominae suae

  • Es war ein wunderschöner Frühlingstag und so beschloss Flora etwas spazieren zu gehen,vielleicht entdeckte sie auch etwas auf dem Markt oder ein bestimmtes Gesicht.
    Sie lächelte bei dem Gedanken an ihn,ob er wohl noch an sie dachte?
    Wohl eher nicht schließlich hatte er viel zu tun.Oft hatte sie ihn still beobachtet,in der Menge.
    Sie seufzte und rief nach Hephistios,als dieser erschien sprach sie ,,Ich will auf den Markt,willst du mich begleiten?"

  • Hephitios saß über einer seiner Übungswachstafeln, die er von seiner Herrin bekommen hatte, um endlich auch das Schreiben zu erlernen. Was das Lesen anging hatte er ja schon einige wackelige Gehversuche unternommen. Gerade war er dabei eine ganze Zeile lang den Buchstaben „G“ immer und immer wieder ins Wachs zu ritzen und so war er heute auch schon mit allen zuvor folgenden Buchstaben vor „G“ verfahren. Schön langsam hatte er von diesem ganzen Geschreibsel genug für heute.


    Umso mehr freute es ihn, als da die errettende Anfrage seiner kyria kam. Natürlich wollte Hephitios mit! Hätte er einen Hundeschwanz gehabt (also hinten...), dann würde dieser jetzt stark herumwedeln vor Freude. „Ja sehr gerne! Mir raucht schon der Schädel vor lauter Buchstaben und Schreibgriffeln! Ich lasse gleich die Sänfte herrichten, wohin willst du denn Flora? Zum Argiletum ein paar neue Bücher besorgen? Zu den Trajansmärkten? Zum Markt am Forum Boarium? Zum Sklavenmarkt? Oder ganz woandershin?


    Bloß weg von Griffel und Wachstafel! Hephitios freute es ja, dass er schön langsam jetzt Lesen und Schreiben erlernte (als Fischer zuhause in Rhodos hatte er es bis dato ja nicht gebraucht), aber Bewegung an der frischen Luft war ihm doch nochmal um ein paar Ecken lieber.

  • Flora lächelte,sie hatte bereits mit dieser Begeisterung gerechnet.
    ,,Nun"sagte sie Ich würde gerne zu den Trajansmärkten,ich brauche ein neue Duftöle " und insgeheim hoffte sie auch ein kleines Geschenk für einen gewissen Iulier zu finden,oder auch für Hephistios . Sie war mit ihren Gedanken etwas abwesend,sie bemerkte kaum das ihr treuer Servus sie beobachtete.

  • "Trajansmärkte für Duftöle, jawohl!" wiederholte Hephitios und flitzte los, um auch den Rest der Belegschaft aufzuscheuchen. "Marsch, marsch, die Kyria wünscht auszugehen! Richtet eure Tuniken, holt die Sänfte aus dem Stall und sagt es auch Vorrenus und Gnaeus, dass sie als Leibwächter mit müssen!" Dirigierte Hephitios ein paar überraschte Sklaven, die erst noch am Verstehen waren, was eigentlich grade passierte und in welchem Ton der Kerl zu ihnen sprach, aber ihm selbst war das egal. Er sprach mit der Autorität von Octavia Flora, also konnte er sich seiner Meinung nach durchaus diesen Tonfall erlauben, außerdem wollte er ja nichts sehnlicher, als endlich hinaus!
    Hinaus in die Welt, wo die Sonne scheinte, die Vögel sangen und der Himmel weit war.
    Weg von Hausdecken und blöden Buchstaben, die man immer wieder stupide in eine Reihe malen musste und lieber hinein in ein Abenteuer! Bestenfalls natürlich...man konnte ja nie wissen.


    Als dann die Sklaveneskorte und die Sänftenträger bereit waren, trat Hephitios heran, ergriff Floras Hand und fügte ihr mit einer Verbeugung einen sanften Kuss hinzu, als er ihr mitteilte: "Die Sänfte steht bereit, Flora, wir können aufbrechen."

  • Flora lächelte
    ,Du scheinst es ja noch eiliger zu haben als ich selbst"
    ,
    ,Danke
    Sie ließ sich beim einsteigen helfen und schon ging es los.
    Es dauerte zum Glück nicht sehr lange.
    Als sie ankamen bat sie anzuhalten,sie stieg aus und befahl den anderen zu warten.
    Sie warf Ihnen ebenfalls ein paar Münzen zu.holt euch etwas zu essen,während ich mich etwas umsehe,kommst du? wandte sie sich Hephitios zu

  • Hephitios warf sich in Pose und versuchte besonders groß und kräftig zu wirken auf dem Weg durch die Ewige Stadt, um jedes Gesindel gleich von Anfang an einzuschüchtern.


    Nicht dass das nötig gewesen wäre angesichts von Floras ansehnlicher Eskorte, aber eben für den Fall der Fälle.


    Doch zum Glück passierte nichts und sie erreichten wohlbehalten ihr Ziel.


    Flora gab ihnen allen quasi frei was die Sklavenbelegschaft wirklich freute, nur er selbst sollte mit ihr kommen. "Ich komme!" rief er ihr zu und setzte sich schon in Bewegung.


    Drei Mann blieben bei der Sänfte zurück, um sie zu bewachen, die hohe Herrin sollte ja nicht zu Fuß nachhause laufen, weil irgendjemand ihr Vehikel gestohlen hatte.

  • Flora sah sich um//Wo sollte sie als erstes schauen?//
    Da trat einer der Händler an sie heran und herrührte sie am Arm.
    Was fällt euch ein? fuhr sie den schmierigen Händler an und machte sich los.
    Herrin säuselte dieserverzeiht mir,aber einer solchen Schönheit wollte ich nur meine Wären zeigen verzeiht einem Narren,das er es gewagt hat die Hand einer Göttin zu berrühren
    Flora sah den Händler nur anSeid froh das ich keine bin,sonst wäretihr nur noch ein Häufchen Asche

  • Immer noch neugierig wie ein junger Welpe folgte Hephitios Flora hinterher und blickte sich nach allen Seiten um. Teils, um seine Sicherheitsarbeit zu erledigen und teils, weil er so viele Eindrücke wie möglich von dem Geschehen rund um ihm einfangen wollte.
    Auch wenn es inzwischen oft geschehen war, jeder Marktbesuch war immer wieder ein neues Abenteuer für den Jungen!
    All die Menschen, all die Ware, es war einfach berauschend, vor allem, wenn man sowieso noch so wie er in einer Art Hochgefühl steckte. Wenn das noch länger so anhielt, würde er sich wohl schön langsam selbst fragen müssen woher das kam, aber noch schob er es auf den schönen Tag, ohne Lernarbeiten.


    Sein Einsatz als Leibwächter ließ nicht allzu lange auf sich warten. Einer der Händler ergriff die Hand seiner Kyria, was dieser überhaupt nicht gefiel. Nachdem Flora sich entwunden hatte versuchte es der Händler mit Süßholzraspelei bei ihr.
    Hephitios indessen tat seine Pflicht und schob sich zwischen den beiden, den Händler dabei unverwandt böse anstarrend, um ihm stumm zu signalisieren, dass er es mit ihm zu tun bekommen würde, wenn er nochmal Hand an seine Herrin legen wollte.

  • Als Hephistios sich zwischen die beiden schob gab der Händler auf und versuchte es bei einer etwas dicklichen Matrone,die in ein kichern ausbrach.
    Flora sah dem ganzen kopfschüttelnd zu ehe sie sich dankend an Hephistios wandteDanke,mein mutiger Hephistios sie lächelte und wandte sich suchend um,ehe sie einen kleinen Stand entdeckte.
    Ein etwas älterer Händler begrüßte sie freundlichSalve Domina,mit was kann ich euch dienenWie wäre es mit dem Duft der Rose oder lieber Zitrone? fragte er.
    Flora roch an d3n verschiedenen Fläschen und entschied sich dann für das Zitronenöl.
    Sagt habt ihr noch etwas ausgefalleneres
    Sie wollte Caesonius gefallen,wenn dieser wieder zu Besuch käme
    Was ihm wohl gefallen würde überlegte sie

  • Im Weggehen warf Hephitios dem komischen Alten noch immer wieder Blicke zurück, nur um sicher zu gehen, dass er Flora nicht nachschlich. Anscheinend waren die Kaufmannsleut' heute besonders tollkühn, wenn sie die unbedarfte Kundschaft schon an den Handgelenken zu ihrer Ware zerren mussten. Oder sprach da bloß Verzweiflung aus ihnen? Entweder das erste, oder das zweite, Hephitios fand beides nicht sehr elegant.


    So folgte er Flora über den Markt. Dabei blieb sein Blick auf einer riesigen dicken Gallierin hängen, deren Ausmaße leicht das eines Weinfasses erreichten. Mit einer Donnerstimme pries sie in kleinen Käfigen Hühner an. Hm, wie schwer wohl eine ihrer beiden Brüste sein mochte? Hephitios stellte sich ein Szenario vor in dem die Gallierin damit einen Mann aus den Sandalen stoßen konnte angesichts der schieren Größe ihrer beiden Dinger. Drei trilibra mochten es schon sein was jede Brust wog.


    Seine Herrin kam bei einem Stand mit Fläschchen zum stehen, um einzukaufen. Glücklicherweise geschah dies fürs erste ohne Zwischenfälle. Hephitios stellte sich neben Flora und sah ihr bei ihrem Einkauf zu.

  • Nun meine Dame, ich hätte noch ein Fläschen Jasminöl. Sagt euch dies zu?
    Flora beugte sich etwas vor und roch daran, es roch zwar gut aber sie war sich nicht sicher ob das Caesoninus auch gefallen würde.
    Hephistios, was meinst du? sie hielt ihm das Fläschen hin
    ist es zu süß?

  • Da seine Meinung jetzt verlangt wurde trat er etwas vor, um am Jasminöl zu schnuppern.


    Hephitios verzog etwas das Gesicht.


    Ein wenig, ja, für meinen Geschmack.

  • Was für ein Öl würdest du wählen wandte sie sich fragend an ihn.
    Ihr selbst viel nichts ein, was wohl passend wäre und immerhin war Hephistios ein junger Mann, der bestimmt besser darüber Bescheid wusste was ihr stehen würde.
    Frauen nasen waren doch anderst als ihr männliches Pendant.

  • Hephitios‘ Augen weiteten sich vor Schreck, als plötzlich seine Meinung gefragt war.
    Was er selbst nehmen würde? Woher sollte er das wissen!
    Er war doch nur ein einfacher Fischersjunge der keine Ahnung von Duftölen hatte.
    Doch er wollte Flora nicht ganz hängen lassen, deshalb griff er einfach nach dem erstbesten Fläschchen vor sich am Tisch und reichte es ihr. „Versuch das einmal.
    Was er da wohl für einen Duft erwischt hatte?

  • Flora schmunzelte , als er ihr das Fläschchen entgegen hieltPfefferminz,wirklich Hephistios? ich weiß nicht überlegene hielt sie den Kopf schräg.
    Es riecht zwar nicht schlecht aber sehr frisch,was hälst du hier von sie nahm ein anderes ,diesmal Amber Ist das besser oder Sandelholz plapperte sie und überforderte den armen total.

  • "Dann, ähm, wohl besser doch nicht" kommentierte Hephitios lahm.
    Herrje, wie kam er auch dazu den Duftexperten spielen zu müssen.
    Da wäre seine Kyria vermutlich mit einem femininen Griechenjungen vom anderen Ufer aus Athen, oder Alexandria besser beraten. Die ölten sich ja selber regelmäßig ein, die kannten bestimmt diese ganzen Geruchsrichtungen, oder was da sonst gab.
    Hephitios' Blindgriff, Pfefferminz, war also schon mal aus dem Rennen, was gab es denn noch? Flora zählte einige Varianten auf und bei einer davon sah er seine Rettung. "Sandelholz! Ja, Sandelholz ist gut!"
    Zumindest war das etwas das er schon einmal von einem früheren Einkauf mit ihr her kannte. Deshalb musste das an sich eigentlich schon eine richtige Wahl sein. Hoffentlich.


    Möglichst heimlich sah er sich um welche Stände es sonst noch so in der Nähe gab, um sich schon einmal geistig zu wappnen, falls Flora wieder an eine Ware geraten sollte von der er gar nichts verstand.

  • Flora unterdrückte ein LachenOh je,ihr armer Hephistios, nein ein Duftexperte war er wirklich nicht
    Sie wählte also wie beim letzten mal, das Sandelholz und das Zitronenöl.
    Sie bezahlte und wandte sich wieder Hephistios zuWürd es du dir gerne noch etwas ansehen? fragte sie.
    Das was sie wollte hatte sie schließlich.

  • Ein ganz leiser Seufzer der Erleichterung entfleuchte Hephitios, als Flora die Öle bezahlte und dieses Kapitel damit abgeschlossen war.


    Jetzt wollte sie wissen, ob er noch etwas sehen wollte.


    "Ich? Aber Domina, ich bin nur für dich und deine Bedürfnisse da! Brauchen wir denn vielleicht noch etwas anderes, wenn wir jetzt schon hier am Trajansmarkt sind?"


    Mit dieser Frage lenkte er davon ab, dass er nach seinen eigenen Bedürfnissen gefragt worden war, denn die fand er waren überhaupt nicht wichtig.


    Sim-Off:

    Weil das jetzt schon exakt 10x in dieser Geschichte vorgekommen ist...der Gute heißt immer noch Hephitios und nicht Hepistios.

  • Flora schüttelte den Kopf, er würde es wohl nie ablegen.
    Hm überlegte sie, als ihr ein Stand auffiel, der Seidenstoffe verkaufte.
    Sofort zog sie Hephistios zu dem Stand hin.
    Was hälst du von der Farbe oder lieber die? überhäufte sie den armen.
    Sieh nur wie schön sie leuchten fuhr Flora entzückt fort.













    Sim-Off:

    Macht aber Spaß😋

  • Sie brauchten wohl sonst nichts weiter, denn Flora gab keine weitere Antwort auf diese Frage hin.


    Dafür entdeckte sie eine neue Einkaufsmöglichkeit und zog Hephitios zu einem Mann, der mit Seidenstoffen handelte.


    Wofür sie die wohl jetzt wieder benötigt?


    Stellte er sich selbst die Frage. Vielleicht für ein neues Kleid?


    "Ja, sehr schön" murmelte er, als seine Meinung gefragt war.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!