Flavisch-Aurelischer Feldzug ins Modeparadies

  • Mit einem Aufgebot von unzähligen Sklaven aus Sänftenträgern, potentiellen Trägern, Leibwächtern oder Leibsklaven, die für das Wohlergehen der Damen zuständig waren, bahnte sich die patrizische Prozession, die aus mehreren Sänften und besagtem Fußvolk bestand, ihren Weg durch die Menge. Trotz daß es noch so früh am Morgen war, waren die Märkte und Händlerstraßen bereits überfüllt und ein Durchkommen war fast unmöglich geworden. Es machte wenig Sinn, den Weg in den Sänften fortzusetzen. Abrupt blieb der Zug stehen und aus der vordersten Sänfte entstieg eine Dame, in feinste Stoffe gehüllt. Ihre Frisur war zu einem Kunstwerk zusammengesteckt und edler Schmuck zierte ihr Dekoleté. Keine Frage, dies war eine Dame von Welt, einer vornehmen Familie entstammend. Sofort eilte ihre Sklavin zu ihr.


    Wie schön, endlich war unser lang gehegter Einkaufsausflug zustande gekommen! Die aurelische Sänfte hatte sich unterwegs zu den flavischen Sänften dazu gesellt. Nun konnte es endlich losgehen! Ich brannte bereits darauf, mir die neuesten Stücke der besten und wichtigsten Modeschöpfer des Imperiums anzuschauen. Natürlich bliebe es nicht alleine nur beim Anschauen. Mein Geldbeutel war prall gefüllt und genug Sklaven, um die gekaufte Ware nach Hause zu schleppen, hatten wir auch dabei. Selbst das Wetter war auf unserer Seite. Es versprach also ein rund herum gelungener Tag zu werden.
    Als plötzlich die Träger stoppten, war ich schon in Sorge, etwas könnte uns diesen Tag noch vermiesen. Doch Ylva beruhigte mich. Es war nur der übliche Verkehr auf den Straßen, der kein Durchkommen mehr zuließ.
    Daraufhin verließ ich die Sänfte und stand nun mitten auf der belebten Straße. Ich hielt Ausschau nach meinen Begleiterinnen, um ihnen den Vorschlag zu machen, von nun an den Weg zu Fuß fortzusetzen. So schickte ich meine Ylva den Damen entgegen, um sie davon zu informieren.
    Meine Sklavin tat, wie ihr befohlen, lief zu jeder Sänfte und verbreitete meinen Vorschlag. "Meine Herrin meint, es wäre besser, ab jetzt zu Fuß zu gehen!"



    Sim-Off:

    Die Hauptrollen sind bereits vergeben, doch die Nebenrollen sind noch frei! :) Also, wer mag? :)

  • Chimerion war froh, dass der Zug endlich zum Stehen kam. Er war mit einem anderen stämmigen Sklaven vor den Sänften hergelaufen und hatte die Leute zur Seite geschobst, geschoben und gerempelt, um zumindest durch die Menschenmassen zu kommen. Nun hatten sie erst den Rand des Marktes erreicht, den die Herrin heute besuchen wollte.


    Nicht genau damit, dass diese Frau scheinbar jeden Tag einkaufen konnte, es hatten sich noch andere Patrizier dem langen Zug angeschlossen, mit ähnlichen Veranlagungen wie seine Herrin. Wieder einmal war es Zeit, unnötig Geld für noch unnötigere Ware auszugeben. Für Chimerion hieß das, seine Herrin nicht aus den Augen zu lassen und hinterher schwer beladen wie nach einem Raubzug wieder den Rückweg anzutreten.


    Als er Celerina aussteigen sah, verließ er seine Position an der Spitze und trat zu ihr heran. Mit verschränkten Armen stellte er sich neben sie, um mögliche Gaffer oder Diebe schon von vornherein abzuschrecken. Das Getümmel war hier besonders stark und Beutelschneider waren schnell und geschickt. Mit sorgenvoller Miene betrachtete er die Umgebung und befürchtete das schlimmste für diesen Tag.

  • Zitat

    Original von Flavia Celerina
    Daraufhin verließ ich die Sänfte und stand nun mitten auf der belebten Straße. Ich hielt Ausschau nach meinen Begleiterinnen, um ihnen den Vorschlag zu machen, von nun an den Weg zu Fuß fortzusetzen.


    Eine Patrizierin, ganz angenommene Dame von Welt, verließ gerade das offensichtliche Flagschiff einer selbst Kleopatra zur Ehre reichenden Sänftenflottille als ich eine der Auslagen auf der Suche nach einer neuen Toga Candida zu durchfurchen gedachte.


    Das Patrizierpüppchen sah, trotz ihrer leicht zuckergußartigen Frisur, ganz wie ein Mensch ausund nicht wie ein geschminkter Schatten glorreicher Vergangenheit aus und ich beschloß sie zu Grüßen was ich mit einem angemessenen Kopfnicken tat da ich ja keinerlei Ahnung hatte wer sie nun genau war.

  • Wie sehr hatte sich Minervina über Celerinas Einladung zu einem gemeinsamen Marktbummel gefreut. Seit Wochen hatte sie sich nun in der aurelischen Villa zurückgezogen, doch nun wollte sie diese Gelegenheit nutzen um aus ihrer Leere herauszukommen. Vielleicht würde ihre Lebensfreude wiederkehren, wenn sie erst mal wieder unter Gesellschaft wäre. Wie ihre flavische Freundin berichtete, würde auch eine Claudia sie begleiten. Minervina freute sich schon darauf ihre Bekanntschaft machen zu dürfen.


    Mit einer Hand voll aurelischer Sklaven hatte sich die junge Dame auf dem Weg gemacht. So schaukelte die Sänfte der Aurelia verhalten durch die römischen Straßen bis sie mit einem Mal abrupt zum Stillstand kam. Nur wenige Augenblicke später vernahm Minervina draußen eine weibliche Stimme. Der rote Vorhang der aurelischen Sänfte wurde beiseite geschoben und sie erblickte das Gesicht von Celerinas Leibsklavin. Aussteigen sollten sie, da mit den Sänften kein Durchkommen mehr möglich sei. Ein Seitenblick huschte an der blonden Sklavin vorbei. Die Straßen waren tatsächlich sehr überfüllt, so wie es in Rom nun mal üblich war. So wandte sie sich wieder zur Sklavin und nickte ihr zu. "Da gebe ich deiner Herrin recht. Schön, ich werde aussteigen." Galant entstieg die Aurelia der Sänfte und entdeckte auch sogleich Celerina. Mit ihrem edlen Gewand und ihrer kunstvollen Frisur war sie ja auch nicht zu übersehen. Auch bei den Männern schien sie Aufsehen zu erregen, denn just in dem Moment als Minervina auf ihre Freundin zugehen wollte um sie zu begrüßen, bemerkte sie wie ein junger Mann ihr zuvorkam. Nanu, wer war denn das? Ein Bekannter oder gar ein Verehrer? Auch wenn es für eine Patrizierin eher unüblich war, ein leichtes Grinsen konnte sich Minervina dennoch nicht verkneifen, als sie schließlich auf die beiden zuging. "Salve meine Liebe. Schön dich zu sehen." grüßte sie zunächst die Flavia recht herzlich. Anschließend wandte sie sich mit einem warmen Lächeln zu dem unbekannten Herrn und grüßte diesen ebenfalls freundlich.

  • Zitat

    Original von Aurelia Minervina
    Anschließend wandte sie sich mit einem warmen Lächeln zu dem unbekannten Herrn und grüßte diesen ebenfalls freundlich.


    Wie sprach man in diesen Tagen Patrizierinnen an? Die einzige die ich bisher kannte war da völlig problemlos, da gab es aber auch keinen Vormund, Mann, Galan oder Schoßhund der irgendwie auf sie augepasst hätte was allerdings auch nicht nötig gewesen wäre. Hier lag die Sache anders. Ging gerade die Sonne auf? Oder war es nur eine Wolke die sie temporär bedeckt hatte.


    Jetzt etwas eloquentes sagen...


    "Äh.." ein schlechter Anfang


    Wo wer der kleine? ... ich sah mich kurz um. Ein Blick zur Seite ließ ihn mich zwischen den Stoffballen entdecken von wo ich ihn am besten auf den Arm nahm


    Sein kleines Köpfchen sah erst die eine, dann die andere Blume an und beschloß dann Minervina anzusprechen


    "Miauzzzz...."

  • Kaum hatten meine Füße das Pflaster der Straße betreten, stand bereits mein Chimerion neben mir. Wieder einmal fragte ich mich, wie ich nur die ganze Zeit ohne ihn überlebt hatte! An manchen Tagen war er eine wahre Bereicherung.
    Schon beim Aussteigen war mir dieser Mann aufgefallen, der stehen geblieben war, als sich unser Zug seinem Endpunkt genähert hatte. Nun ja, man bekam eben nicht jeden Tag solche gut aussehende Patrizierinnen zu Gesicht. Dementsprechend andächtig war sein Blick. Ein kurzes Kopfnicken, dem ich jedoch nicht viel Beachtung schenkte, hatte ich doch noch wichtigeres, worum ich mich kümmern mußte.
    Der Sänfte, die meiner unmittelbar gefolgt war, entstieg soeben meine aurelische Freundin, die mich auch sofort ganz eifrig begrüßte.
    "Salve, Minervina! Das Vergnügen lieg ganz auf meiner Seite!" Ich sah zu der dritten Sänfte im Bunde, in der sich Antonia befand. Sicher würde auch sie gleich aussteigen.
    In der Zwischenzeit hatte Minervina ihre Aufmerksamkeit auf ebendiesen Mann gelenkt, der wie ich sah, urplötzlich eine kleine Katze im Arm trug. Wo er die so schnell her hatte?
    Ich konnte einfach nicht anders! Auch wenn mich Chimerion jetzt wieder verfluchte (was er ntürlich nie laut von sich gegeben hätte) und ich meine Saba über alles liebte und eigentlich die gemeine Hauskatze als eher minderwertig betrachtete, so mußte ich doch auf ihn zugehen, um mir seine Katze näher anzuschauen. "Nein, ist die süß! Wie heißt deine Katze?"

  • Zitat

    Original von Flavia Celerina
    Ich konnte einfach nicht anders! Auch wenn mich Chimerion jetzt wieder verfluchte (was er ntürlich nie laut von sich gegeben hätte) und ich meine Saba über alles liebte und eigentlich die gemeine Hauskatze als eher minderwertig betrachtete, so mußte ich doch auf ihn zugehen, um mir seine Katze näher anzuschauen. "Nein, ist die süß! Wie heißt deine Katze?"


    "Dies ist, ich erlaube mir mal euch einander vorzustellen, Maxentius, seines Zeichens die eingebildetste Katze innerhalb der Stadtmauern was sich sowohl auf seine Schönheit als auch auf seine Bescheidenheit bezieht. Alles laut eigener Aussage..."


    Ich kraulte ihn kurz im Nacken was ihm stets besonders gefiel
    "Schnurrrrrr...."


    "...und dies, werter Maxentius, ist..." ich sah die chimerionbewachte fragend an

  • Meine Frage wurde prompt mit vielen Worten beantwortet. "Maxentius! Wie niedlich, ein Kater!"
    Nun ja, mit seiner Schönheit konnte er sich selbstverständlich längst nicht mit meiner Saba messen! Denn bekanntermaßen war sie die Schönste von allen! Doch der Charme des Katers, insbesondere das angenehme Schnurren, dem ich stundenlang hätte lauschen können, hatte es mir angetan.
    "Flavia Celerina! Und der werte Name deines Herrn ist…“ ergänzte ich keck und streichelte dem Tier über sein zartes Köpfchen, was dem Kater durchaus gefiel. "Ein wirklich.. außergewöhnliches Tier, wenn ich das sagen darf!", entgegnete ich. Wobei auch sein Herr sehr außergewöhnlich auf mich wirkte. Normalerweise war ich es nicht gewohnt, von einem Fremden auf offener Straße angesprochen zu werden. Doch wenn eine Katze im Spiel war, konnt ich einfach nicht widerstehen!
    Kurz wandte ich mich zu meinen Begleiterinnen um. Antonia war noch nicht aus ihrer Sänfte entstiegen. So nahm ich an, wir hätten noch etwas Zeit.

  • Tilla hielt sich dicht bei der Sänfte und probierte wieder einmal den furchteinlößenden Leibwächtern nicht über den Weg zu laufen. Wann sie sich an den Anblick dieser Männer gewöhnen würde stand in den Sternen. Furchtsam blickte sie weg, wenn sie einen Blick auf sich verspürte oder drängelte sich auf die andere Seite durch. Aber genau dort hielten sich ebenfalls Leibwächter auf. Sie überlegte gerade, wie und wo sie den Blicken entweichen konnte, als der Zug stoppte. Uh, Ylvas Gesicht kannte sie, das war eine Sklavin! Was gab sie bekannt? Achso.. aussteigen sollten die Frauen!


    Neugierig drängelte sie sich bis nach vorne durch, stand diensteifrig an Minervinas Seite als diese aus der Sänfte ausstieg und zupfte fingerfertig deren leicht zerknitterte Kleidung zurecht. Anschliessend entdeckte das Mädchen zwei ihr bekannte Gesichter. Potzblitz, da war ja die flavische Frau, die so nett gewesen war und da war der Sklave mit dem 'Pferdeschwanz'. Der hübsche Junge namens Lucanus schien nicht dabei zu sein.. voll schade!


    Mit misstrauischer Miene beobachtete sie den Mann mit der Katze im Arm und klaubte ein paar Kieselsteine aus dem Beutel, der an ihrem Gürtel hing. Mochte die Katze gesund und munter aussehen... für Tilla war sie ein gefährliches Tier. Nicht nur wegen der Krallenhiebe, die man von denen erhalten konnte sondern auch wegen der Gefahr fieberkrank zu werden. Forschend sagh sie zu Minervina auf, zupfte an deren Kleidung. Nicht streicheln... versuchte sie die Aurelia zu warnen. ..vielleicht kranke Katze von Straße.

  • Zitat

    Original von Flavia Celerina
    "Flavia Celerina! Und der werte Name deines Herrn ist…“


    "Schuuuuuuur!? Miauuuuuuzzzzzzzzz!"


    Ich lächelte, fragte mich dabei peripher wer denn wohl wen angesprochen hätte, beschloß dann aber eine schnelle Übersetzung


    "Wer nicht von Maxentius gehalten wird mag dies kaum als 'Spurius Sergius Sulla' verstehen, werte Flavia Celerina, und eure preisenden Worte..."


    Zitat

    Original von Flavia Celerina
    "Ein wirklich.. außergewöhnliches Tier, wenn ich das sagen darf!"


    "...fallen bei ihm sicher auf fruchbaren..."


    Worauf Maxentius seinen Nacken streicheleinheitsaufnahmebereit in Ihre Richtung streckte


    "...Boden."


    Meinen Kommentar "DAS NIX KRANKE KATZE, MÄDCHEN VON STRASSE" sparte ich mir einstweilen und schaute mir lieber Celerinas... Augen an.

  • Nein, Katzen konnte ich wirklich nicht widerstehen und schnurrenden Katzen noch weniger!
    "So, Maxentius und Spurius Serius Sulla!" antwortete ich grinsend. Wer wohl wer war, fragte ich mich Scherzes halber, sprach dies allerdings nicht aus. Das Katerchen streckte demonstrativ seinen Nacken in meine Richtung und nein, ich vermochte es nicht, mich zurück zu halten. Ich streichelte das Tier abermals, so daß es noch mehr schnurrte.
    "Darf ich fragen, was dich mit deiner Katze hierher geführt hat?" Sicher hatte er hier nicht auf mich gewartet, weil ihm ein Vögelchen gezwitschert hatte, daß ich ein Faible für Katzen hatte. Aber mit einer Katze einkaufen zu gehen, war ja auch mehr als ungewöhnlich!
    Währenddessen ich noch die Katze zum schnurren brachte, wandte ich meinen Blick zur Sänfte der Claudia, die noch immer nicht ausgestiegen war. Doch stellvertretend dafür trat meine Sklavin zu mir heran und flüsterte mir etwas ins Ohr. "Wie bitte?" Ich sah Ylva ganz entgeistert an. "Sie möchte nicht? Ja aber, hast du ihr nicht gesagt, warum wir nun zu Fuß gehen müssen?" Das Gesicht meiner Sklavin, die nach Ausflüchten suchte, lief rot an. "Doch des hab isch!" Abber die is ääfach zickisch, wollte sie noch anfügen, ließ es aber besser. "Ylva!!!" Meine Sklavin erzitterte und ich beendete Maxentius´ Streicheleinheiten und wandte mich erzürnt meiner Sklavin zu. "Wie oft habe ich dir gesagt…. du sollst ordentlich sprechen! Du wirst jetzt zu ihr gehen und sie nochmals bitten und wehe…!" Die Sklavin schaute mich ganz eingeschüchtert an und lief schnell wieder zurück zu Antonias Sänfte.
    "Tss, schrecklich! Germanische Sklaven, machen nur Ärger!" schimpfte ich, während ich mich wieder zu dem Fremden und seinen Kater wandte.

  • Zitat

    Original von Flavia Celerina
    "Tss, schrecklich! Germanische Sklaven, machen nur Ärger!" schimpfte ich, während ich mich wieder zu dem Fremden und seinen Kater wandte.


    Herostrat sah die kleine Patrizierin im Vorübergehen von oben herab an und dachte sich seinen Teil während er weiterschritt. Wer dakische Sklaven kannte oder numidische Sklaven vertraute hätte über ihre Worte gelacht, da er das Wort "germanische" allerdings nicht richtig verstanden hatte wunderte er sich über den Ausdruck "Manische Sklaven machen nur Ärger".


    Allerdings war er wohl mit den Augen nicht ganz am rechten Flecke sondern touchierte stattdessen im Weitergehen den mit verschränkten Armen herumstehenden Chimerion. Rums...

  • Chimerion behielt seinen Stand, als er von einem Mann mit östlichem Aussehen angerempelt wurde. Seine Bulla um den Hals wies ihn als Sklaven aus. Irgendwie wurde es Chimerion hier schon wieder zuviel, die ganze Reisegemeinschaft der Flavier und Aurelier hatte sich nun mit endlosem Anhang durch die Masse zu quälen.
    Und zum Dank rempelte man ihn auch noch an.
    "Mensch, pass doch auf wo du hinläufst", brummte er nur und beobachtete weiter die Umgebung, um sich von diesem unmöglichen Mann mit seiner Katze abzulenken. Wieso waren die Frauen nur so verrückt nach diesen Tieren?

  • Zitat

    Original von Chimerion
    "Mensch, pass doch auf wo du hinläufst", brummte er nur und beobachtete weiter die Umgebung, um sich von diesem unmöglichen Mann mit seiner Katze abzulenken.


    Es war eine Art Reflex, eine pantomimische Mischung aus "is ja gut" und "halts maul, du zwerg" als Herostrat dem Chimerion einen Schubs gab der diesen gleich zwei Schritte zurückstolpern lies. Der nun auf diesen gerichtete Zeigefinger deutete etwas an was wohl nur Ägypter verstehen konnten.

  • Zitat

    Original von Flavia Celerina
    "Tss, schrecklich! Germanische Sklaven, machen nur Ärger!" schimpfte ich, während ich mich wieder zu dem Fremden und seinen Kater wandte.


    Gerade als ich etwas besonders eloquentes antworten wollte um das Gespräch von Maxentius' auf meine Vorzüge zu lenken begann neben uns ein kleiner Streit zwischen dem augenscheinlichen Custos Corporis Celerias und einem Hünen der ihn offensichtlich angerempelt hatte. Maxantius sprang daraufhin auf meine Schulter, ob aus Angst oder um einen besseren Überblick zu haben sei dahingestellt. Ich für mein Teil nahm Celerina einfach und fürsorglich an den Hüften und hob sie einen Schritt zur Seite...


    "Seit bedachtsam, Celerina. Sonst geratet ihr noch wie ein Schmetteling unter ein Mühlrad."


    Nachdem ich sie abgesetzt hatte sah ich sie lächelnd an

  • Im ersten Moment war Chimerion versucht, dem nur etwas größeren Sklaven seine Rattenpfötchen zu brechen, mit denen er ihn angerempelt hatte. Diese augenscheinliche Provokation konnte der stolze Thraker nicht auf sich sitzen lassen.
    Er trat einen Schritt näher, den Zeigefinger des anderen ignorierend, der ihn in die Brust piekte.
    "Hörst du schlecht? Ich sagte pass auf wo du hinläufst!!!!!", zischte er gehässig. Mit einem Seitenblick versuchte er abzuschätzen, ob seine Herrin irgendeine Notiz von ihm nahm.


  • Oh! 8o Das arme Kätzchen hatte Angst bekommen! Daran war nur diese unmögliche Situation schuld! Zuerst Ylva, das ungezogene Ding, dann Chimerion, der offensichtlich einen Streit vom Zaun brach, mit einem Riesen, dem er weit unterlegen schien und die Tatsache, daß ich einkaufen gehen wollte, aber es nicht konnte, weil... Nun ja, die Katze war ja sehr ansprechend! Und sein Herrchen war auch nicht zu verachten! Tja, dies waren eben die Vorzüge, des nicht verheiratet seins! Man durfte noch ungestraft schauen, probieren und...eventuell auch genießen. 8)
    Wie rührend, der Fremde war um mich besorgt und übernahm kurzerhand die Aufgaben, die eigentlich mein Sklave hätte erledigen müssen! Verdammtes Sklavenpack! Na wartet, ihr Beiden, wenn wir wieder zu Hause sind, pochte es in meinem Hirn. Zugegebenermaßen war es schon etwas unkonventionell, von einem Fremden hoch genommen zu werden und so stieß ich auch erst ein überraschtes "Oh!" aus, lächelte dem Mann aber dann freundlich zu und warf Chimerion einen bitterbösen Seitenblick zu.
    "Vielen Dank! Du bist sozusagen mein Retter!"

  • Obwohl eher zarte Geschöpfe wie Singvögel zu ihren Lieblingstieren zählten, so war auch die Aurelia von dem Kätzchen recht angetan. Sie hatte schon eine Hand ausgestreckt um über das kleine Köpfchen zu streicheln, als noch rechtzeitig Tillas skeptischen Blick ihren Augen traf. Sie nickt, denn ihre Warnung schien ihr vollkommen nachvollziehbar und so hielt sie sich zurück. Stattdessen schenkte sie Tilla ein dankbares Lächeln, dafür das sie an alle möglichen Gefahren dachte. Was für ein aufmerksames Mädchen diese Sklavin doch war. Ihre Cousine Laevinia, der sie sich Tilla heimlich 'ausgeborgen' hatte, konnte sich wirklich glücklich schätzen.


    Während sich Celerina mit dem ihr etwas seltsam erscheinenden Mann und dessen Katze beschäftigte, entschied sich Minervina dazu etwas Abstand zu halten und ihren Blick auf die Sänfte, in der sich Celerinas Begleitung befand, zu richten. Scheinbar brauchte die Dame noch etwas länger, was bei Patrizierinnen nicht ungewöhnlich war. Auf einmal bemerkte sie wie sich der Leibsklave ihrer Freundin sich mit einem unbekannten Mann anlegte. Was genau vorgefallen war, war ihr entgangen, doch ihr war schnell klar, dass sich das Ganze zuspitzen könnte, wenn sich nicht einer von ihnen wieder beruhigte. Als wäre das nicht schon genug Aufregung, fasste der Mann plötzlich Celerina an die Taille und hob sie zur Seite. Augenblicklich schossen Minervinas geschwungene Augenbrauen in die Höhe, als sie das skurrile Schauspiel vor ihren Augen betrachtete. Nicht zu fassen, und Celerina nahm das Alles auch noch recht locker! An ihrer Stelle hätte die Aurelia gleich ihre Krallen ausgefahren, und wenn nicht, dann spätestens bei seiner Erklärung. Ja klar, nur retten wollte er sie! Nun ja, da ihr weder Lebensretter noch Leibsklave zur Verfügung standen, trat sie selbst einen Schritt beiseite um den beiden Streithähnen aus dem Weg zu gehen. Mit einer leichten Kopfbewegung in Tillas Richtung gab sie ihr zu verstehen, dass sie ebenfalls zur Seite treten sollte damit das zierliche Sklavenmädchen nicht mitten in die Zankerei gerät. Etwas betreten beobachtete sie die weitere Situation und hoffte inständig, dass die Claudia bald auftauchen würde. Vielleicht würde sich dann die Lage wieder etwas beruhigen.

  • Sie sah den Blick des Mannes mit der Katze und hätte ihm liebend gerne die Zunge herausgestreckt, wenn sie denn noch eine gehabt hätte. So blieb ihr nur übrig gar nicht reagieren zu können. Tilla stand ganz still an Aurelia Minervinas Seite, folgte ihrem Schritt seitwärts und machte Platz für die männlichen Streithähne, darunter auch der Mann mit dem Pferdeschwanz. Mit großen Augen beobachtete sie Herostrat, der einige Zeichen machte und verstand ihn. War er stumm? Konnte er auch gestikulieren bzw. gebärden? Fragen über Fragen begannen in ihrem Kopf zu kreiseln... sie sah ihn offen und neugierig an. Insgeheim drückte sie ihm die Daumen, damit er den Streit gewann.


    Einen winzigen Schritt noch rückte sie zur Seite, um wirklich nicht und keinem im Wege zu stehen. Stumm spielte sie mit den Kieselsteinen in ihren Fäusten und spitzte die Ohren der Umgebung lauschend. Zu 'sagen' gab es derzeit nichts.. oder doch? Sie zupfte erneut an Minervinas Ärmel. "Und was machen wir jetzt? Ist das Einkaufen gehen schon zu Ende? Müssen wir wegen den Männern heimgehen? " fragte sie gebärdend und schrieb diese drei Fragen sicherheitshalber auf die Tafel auf, um diese dann der Aurelierin entgegen zu reichen.

  • Die ganze Zeit war ich schön brav neben der Sänfte von Ursus´ Schwester hergelaufen, bis der Zug der Sänften ganz plötzlich anhielt. Ich wusste nicht, wer außer uns noch von der Partie war. Gespannt beobachter ich, wer da aus der ersten Sänfte ausstieg. Ach herrje, dachte ich, was für ´ne Zuckerschnecke, mit ner total überkandidelten Frisur! Die hatte so´n Typen dabei, der sah echt krass aus! Einer mit langen schwarzen Haaren. Hätte der keinen Schnauzer im Gesicht gehabt, wär der glatt als Mädchen durch gegangen! :D


    Ich peilte erst mal die Lage. War ja echt viel los heute! Langsam folgte ich Minervina. Die Flavierin und sie wurden durch so´ne Katze angelockt, die einer auf dem Arm trug. Meine Fresse, als ob die noch nie so´n blödes Vieh gesehen hätten? Katzen konnt ich noch nie leiden! Ich sah mich noch ´n bisschen weiter um.
    Der Typ mit den langen Haaren fiel mir wieder auf. Irgendwie hatte der auf einmal mit so´nem anderen Kerl, der echt riesig war, Stress.
    "Ey, ruhig Brauner! Schieb deinen Kadaver weiter und alles wird gut!" sagte ich zu dem riesigen Kerl.

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