[Turmae] Unterkunft I Turma


  • Die Turma ist die wichtigste taktische und organisatorische Einheit der römischen Reiterei. Sie gliedert sich folgendermaßen auf:
    Der kommandierende Offizier ist der Decurio.
    Dazu kommen zwei Unteroffiziere, der Duplicarius und Sesquiplicarius und 30 Eques.


    Eine Legion verfügt über vier Turmae, diese dienen vor allem als Erkundungs- und Meldereiterei.


    Jede Turma der I. Legion im Legionslager von Mantua ist in einer eigenen Reiterbaracke untergebracht. Hier befinden sich sowohl die Unterkünfte der Reiter, als auch die Ställe der Pferde. Die Schlafkammern der Kavalleristen verfügen über keine Vorräume, dafür müssen sich aber auch nur jeweils drei Männer eine Stube teilen. Ihre Pferde sind auf der anderen Seite der lang gestreckten Baracke untergebracht, nur durch eine dünne, hölzerne Wand von ihren Reitern getrennt. Die Stube des Decurios ist hingegen ein wenig geräumiger und er muss sie sich auch mit niemandem teilen.


    Dies ist die Unterkunft der I Turma


  • Antoninus und Curio zogen grade in ihre neue Unterkunft. Sie hatten Glück gehabt sie waren beide der erste Tumare zugeteilt worden und so bezogen ihr neues Contubernium und Pakten sie ihre Sachen aus.
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    Publius Segulius Curio


    „Es ist schon merkwürdig Antoninus wir beide Wollte unbedingt zur Legio weil wir zur Infanterie wollten. Und jetzt packen wir unsere Sachen in der Unterkunft der ersten Tumare aus.“


    Antoninus nickte seinem Kameraden zu.


    „Du hast Recht es ist schon merkwürdig was die Götter alles für uns parat haben. Wir sollte auf unseren Einzug etwas Räucherwerk opfern.“


    Curio stimmte zu und so begannen sie die kleine Opfer Zeremonie. Danach ordneten sie weiter ihre Sachen in der Hoffnung das die Götter ihren weiteren Weg überwachen würden.

  • Celsus hatte seine Ausrüstung in der Unterkunft der Cen IIII Coh IX geholt, schleppte sie zur Rüstkammer und vervollständigte sie zur Ausrüstung eines eques. Er lief zweimal, um alles in die Unterkunft der turma I zu transportieren.


    Nun war er angelangt und stieß vollbepackt die Tür zu seiner neuen Unterkunft auf. Er fand niemanden vor, suchte sich eine Schlafstatt aus und überprüfte sicherheitshalber noch einmal anhand der tabula seine Ausrüstung.


    Hiermit bestätige ich, folgende Ausrüstung für eques erhalten zu haben:



    I ampulla (Feldflasche)
    II antilena (Brustriemen mit Riemenverteilern)
    I P calcaria (Stachelsporen)
    II Pcaligae (Stiefel)
    I cassis (Helm)
    I cingulum (Bauchgurt)
    II cingulum militaris (Gürtel)
    I cultellus (Messerchen)
    I culter tonsorius (Rasiermesser)
    I feminalia (Kniehosen aus Leder)
    I focale (Halstuch)
    I forfex (Schere)
    I frenum (Hebelstangentrense aus Eisen)
    I hasta cum cuspide (Stoßlanze mit eiserner Blattspitze u. Lanzenschuh)
    III iaculum (leichter Wurfspeer in einem Köcher)
    I ligula (Löffel)
    I loramentum (Lederriemen)
    I lorica hamata (Panzerhemd mit verstärkter Schulterpartie)
    I lorum (Lederriemen)
    I lucerna (Öllampe)
    I paenula (Mantel)
    I panarium (Brotbeutel)
    I parma (flacher ovaler Reiterschild)
    I patera (Kasserolle)
    I pecten (Kamm)
    I pera (Ledertasche)
    I pharetra (Köcher für iacula)
    II postilena (Schweifriemen)
    I pilum (schwerer Wurfspeer)
    I pugio (Dolch)
    I reticulum (Leinenbeutel zur Aufnahme v. Verpflegung)
    I situla (Topf)
    I spatha cum vagina et balteo (Langschwert mit Scheide und Gehänge)
    I stratum (Kissensattel mit metallversteiften Hörnchen)
    I tapetum (Satteldecke aus Filz mit Wollfranzen verziert)
    I tegimentum (lederne Schutzhülle für das Schild)
    II tunica (kürzärmeliger Kittel aus Wolltuch)


    Unterschrift des Soldaten: Caius Decimus Celsus, eques



    Zum Schluß verbrachte er seine Ausrüstung in den Abstellraum.

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    Publius Segulius Curio



    Nach der Übungspatrouille hatte Curio Antoninus überredet mit ihm in die Terma zu gehen. In der Unterkunft waren sie auf Decimus Celsus getroffen denn sie noch aus der IV. Centurie IX. Cohors kannten.


    „Salve Celsus wir wollen in die Terma, willst du mit?“


    Fragte Curio gleich ganz unverblümt als er ihn sah und winkte ihn gleich zu sich.


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  • Celsus hatte ein paar Tage reinen Stalldienst hinter sich. Glaucus lahmte auf der linken Hinterhand und der veterinarius hatte Umschläge und Einreibungen angeordnet, die gemäß seiner Anweisung vom eques persönlich durchzuführen waren.


    Antoninus` Aufforderung war eine willkommene Abwechslung und so erwiderte er ohne lange zu zögern.


    "Wer oder was hintert uns? Ich hole nur meine Utensilien."


    Und schon kam er mit Olivenöl, Schwamm und strigilis zurück.


    "Und dann wollen wir mal!"

  • Antoninus saß vor dem Gebäude und war grade dabei seine Lorica Hamata zu reinigen sie war schön leicht und man konnte sich gut darin bewegen, aber er haste es sie zu reinigen. Der Rost war unerbittlich und saß an jedem Kettenglied. Er rieb mit einem Lappen immer wieder darüber auch etwas Öl hatte er sich besorgt das Organisieren hatte er ja in dem ein einhalb Jahren bei der Legio gelernt und stelle keine Problem mehr da. So rieb und rieb er Abschnitt für Abschnitt bis der wieder Blank war leise Pfeifen Gingen die Minuten da hin.

  • Als sich Celsus der Unterkunft näherte sah er schon von weitem Antoninus, der eine Putzstunde eingelegt hatte. Er ging auf ihn zu und meinte.


    "Wie lange machst du noch? Wenn du noch eine Zeitlang weiterputzst geselle ich mich ein wenig zu dir. Gemeinsam putzen ist lustiger, vor allem deswegen, weil man sich dabei ein wenig unterhalten kann."

  • Antoninus sah zu Celsus hoch und hielt ihm die Lorica Hamata hin um ihn selbst einen Blick darauf werfen zu lassen. Dann wies er mit der Flachen Hand auf denn Platz neben sich.


    „Das wird wohl noch einigen Zeit beanspruchen denke ich. Das war der Ritt gestern im Regen. Es geht dann gleich los. Aber dir wird es auch nicht anders gehen wenn erst mal der Paenula durchgeweicht ist und dann auf der Lorica Hamata ein zwei Stunden Aufliegt roste die dann gleich. Hast du deine heute schon mal an gesehen? Also wenn du im Regen warst wirst du sogar müßen.“


    Antoninus wusste genau das Celsus gestern mit draußen war schließlich war gestern die Ganze Turma unterwegs gewesen.

  • Celsus besah sich Antoninus` lorica. Ihr hatte der gestrige Regen genauso zugesetzt wie der seinen. Es war direkt zum Verzweifeln. Niedergeschlagen sah er seinen Kameraden an.


    "Meine lorica sieht auch so mitgenommen aus. Das ist wieder hinzukriegen. Ich werde sie holen und das Putzzeug dazu. Aber, was weit schlimmer ist, ich habe einen calcaris (*) verloren. Ich weiß nicht wann oder wo. Er war auf einmal weg. Und woher einen nehmen und nicht stehlen?"


    Ratsuchend sah Celsus auf den vor ihm sitzenden Antoninus.



    Sim-Off:

    (*) calcaris = Sporn

  • Antonius sah Celsus nachdenklich an. Ihm würde sicher was einfallen aber er muße erstmal überlegen woher er eine bekommen würde wenn er einen verloren hätte.


    “Ich würde sagen wir machen erst mal die Lorica Hamata das wird einige Zeit dauern. Wehend dessen Überlege ich mir was. Ich hab da so meine Quellen die ich an zapfen kam.”


    Deute er an ohne zu sagen das er mit einem Immunis vom Praefectus Castrorum gut konnte und das sich die Beiden schon so manche Sachen gegenseitig zugeschustert hatten. Antoninus hatte mittlerweile gute Kontakte zu Organisieren.

  • Celsus sah Antoninus an. Irgendwie kam es ihm so vor, als wollte er ihn beruhigen. So ein verlorener Ausrüstungsgegenstand mußte schnellstmöglichst wiederbeschafft werden, egal wie und spätestens vor dem nächsten Appell.


    "Du hast recht,"
    meinte er,
    "dann gehe ich mal los und hole alles und bringe auch noch etwas Zusätzliches mit."


    Verschmitzt lächelnd verschwand Celsus in der Unterkunft.

  • Wehren Celsus in die Unterkunft ging überlegte Antoninus schon mal wie er das drehen konnte. Eigentlich schuldet er dem Immunis noch einen Gefallen und nicht umgekehrt. Aber etwas würde ihm schon einfallen. So rubelte er weiter an seiner Lorica Hamata um endlich diesen lästigen Rost los zu werden.

  • Es dauerte nicht lange und Celsus kam wieder zurück. Im linken Arm hielt er seine lorica samt Putzzeug und in seiner rechten Hand hatte er eine amphora Wein. Er ging auf Antoninus zu, ließ die lorica von seinem Arm gleiten, griff unter seine tunica und holte zwei Becher hervor.


    "Und nun lade ich dich, sozusagen zur Feier des Tages, zu einem Becher Wein. ein. Das Putzen geht uns dann von alleine von der Hand."


    Er hielt dem Kameraden einen Becher hin und schickte sich an, ihm einzuschenken.

  • Antoninus war überrascht über denn Wein. Etwas verdutz sah er Celsus an.


    „Was gibt es den zu feiern? Hab ich was verpasst hast du Geburtstag?“


    Aber trotz seiner offenkundigen Verwirrung griff er nach dem Becher der ihm hingehalten wurde. Wein war nicht alltäglich das was sie sonst tranken erinnerte meist nur entfernt daran und war mehr Essig als Wein. Denn richtig guter war nicht grade Günstig. Aber Celsus kam aus einer bekannten Familie vielleicht hatte ein Verwandter welchen gesickt.


    „Wo hast du den her? Und wie viel haste du?“


    Wenn der noch einen Verschloßenen Krug hatte konnte man sicher damit denn verloren Calcaris wieder beschaffen. Schließlich konnte man mit sowas wie einem richtig gutem Wein gut tauschen vor allem wenn es Rohdischer oder Syrischer war.

  • Celsus erwiderte fröhlich.


    "Nein, Geburtstag hatte ich schon. Nur stehe ich auf dem Standpunkt, daß es eigentlich immer etwas zum Feiern gibt. Du mußt dir nur einen Grund dafür suchen. Und so ein Grund zum Beispiel ist, daß ich mit dir hier zusammensitze."


    Dann aber war seine Fröhlichkeit verfolgen.


    "Das hier ist meine letzte amphora. Ich weiß nicht, wann ich wieder Nachschub aus der Hauptstadt bekomme, wenn überhaupt. Das mit dem Nachschub ist sowieso so ein Sache. Wir müssen den Tropfen also mit Bedacht genießen."


    Doch schon saß ihm wieder der Schalk im Nacken als er sich an Antoninus wandte und einschenkte.


    "Kennst du dich mit Weinen aus? Was meinst du? Ist das ein Falerner oder ein Caecuber?"

  • Antoninus konnte dem Gedanken das es immer etwas zu feiern gab durchaus etwas abgewinnen. Und So freute sich deshalb das er nun zu Feier des Reinigens guten Wein trinken würden.


    “Na ja so gut kenne ich mit dem Trinken von Wein eigentlich nicht aus. Ehr wie man ihn gut eintauscht.”


    Sagte er grinsen. Lies aber den Schluss offen schließlich musste das ja nicht gleich die ganze Castra wissen.


    “Aber diesen hier werden wir beide mit Genuss beim Reinigen trinken. Und ich werde dir hoffentlich danach sagen können was es für welcher war.”


    Sagte er fröhlich denn Calcaris hätten sie sicher mit so einer Amphora besorgen können. Aber Antoninus war jetzt mehr danach den Wein selbst zu trinken. Vielleicht fiel ihm ja wehrend des trinken und des ringen etwas ein.

  • Celsus hatte den Becher, den ihm Antoninus hinhielt, gefüllt. Dann schenkte er sich selbst ein und stellte die amphora zu Boden.


    Genüßlich roch er an dem edlen Getränke, dann setzte er den Becher an seine Lippen und nippte bedächtig.


    "Mhm, das ist ein Tropfen. Das ist eine Offenbarung. Ich habe bestimmt nicht zuviel versprochen."


    Dann sah er zu seinem Kameraden.


    "Was ist? Warum trinkst du nicht? Wer weiß, was morgen ist. Laß` dir den Wein schmecken und dann sag` mir, was du trinkst."

  • Antoninus roch noch mal an dem Wein. Dann drängte ihn Celsus schon zum Trinken. Das lies er sich nicht zweimal sagen.


    "Auf den Spender"


    Proste er Celsus zu bevor er Trank. Wohlschmeckend ging ihm der wein die Kehle runter. `Ah das war gut´ Dachte er dann aber was war das nur führ ein Wein er konnte höchstens mal raten.


    „Ich weis nicht ich glaube es ist Caecuber würde ich sagen aber meine Hand würde ich nicht verwetten ich brauche sie noch. Wie soll ich sonst mein Pferd Füttern?“


    Denn letzten Satz sagte er scherzend. Obwohl er nicht vorstellen konnte im Kampf eine Hand oder gar einen Arm zu verlieren, wie der es oft gehört hatte.

  • Celsus grinste in sich hinein. Im Grunde genommen hatte er genau genommen genau so wenig Ahnung von Weinen wie sein Kamerad. Nur wollte er sich sich nicht diese Blöße anmerken lassen und es auch noch zugeben. Und das, was er von Weinen wußte, gab er gleich weiter.


    "Weißt du, dies ist keinesfalls ein Caecuber. Diesen schweren Wein aus der Nähe von Terracina gibt es schon lange nicht mehr. Er verschwand teils aus Unachtsamkeit der Bauern, teils wegen eines vom porrophagus (*) durchgeführten Kanalbaus. An seine Stelle trat als Spitzenwein der Setiner aus Setia in Latium, den bereits Augustus bevorzugte. Und dieser hier soll so ein Setiner sein, wenn ich dem Glauben schenken kann, von dem ich ihn habe. Aber, was die Kenntnis von Weinen betrifft, so groß ist die bei mir auch nicht. Die Hauptsache ist, es gibt einen Wein und der muß süffig sein. Aber, wie dem auch sei, reden wir nicht lange, trinken wir lieber. Auf dein Wohl!"


    Gut gelaunt prostete Celsus Antoninus zu.



    Sim-Off:

    (*) Lauchfresser, Spitzname für Kaiser Nero

  • Antoninus nahm den Trinkspruch auf und erwiderte ihn erneut. Als sie getrunken hatte stellte er den Becher an die Seite er würde später immer mal dran nippen. Dann griff er wieder zum Lappen und rubelte amüsierte darüber, das Celsus genauso wenig Ahnung von Wein hatte wie er munter weiter an seiner Lorica Hamata. Dann gingen seine Gedanken wieder zu dem verloren Calcaris.


    „Celsus hast du was, was man tauschen kann ich meine außer dem Wein ich meine auch etwas nicht al zu Persönliches. Irgendwie müßen wir deinen Calcaris vor dem nächsten Appell ersetzen. Ich weis auch schon wenn ich frage aber wir brauchen etwas zum tauschen. Dummer weise schulde ich ihm einen Gefallen und nicht umgekehrt.“

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