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Lucius Petronius Crispus

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25.08.2017 12:19

Zitat:
Original von Lucius Petronius Crispus
Kurz sah er zu der Szenerie zwischen Massa, seinem Anhang und den Prätorianern hin und her. Im Grunde brauchte er hier nichts zu tun - Massa würde dem Schwarzhemd schon Paroli bieten! Und wenn er es recht betrachtete, ging die Sache ihn ja auch eigentlich nichts an. Also nickte er.
"Führe mich hin!"
befahl er dem Melder und murmelte in Richtung des Laetiliers und Massas
"Ich muss kurz weg."
Dann schob er sich durch die Reihen der Garde und folgte mit schnellen Schritten dem Miles in die Gassen Roms, wo ihn der nächste Wahnsinnige an diesem Tag erwartete - heute war scheinbar der Tag der Wahnsinnigen...
Zitat:
Original von Nero Laetilius Blasio
Nachdem sich der Dreiertrupp auf den Weg nach Hause gemacht hatte und es anscheinend vorzog, diesen Weg alleine zu beschreiten, was Blasio dann doch ziemlich gleichgültig war - seiner Männer mussten so oder so in diese Richtung, um danach auszuschwärmen, stoppte er die dritte Centurie noch einmal und wandte sich an den Urbaner-Tribun Petronius. "Petronius, hattest du nicht eigentlich schon diesen Platz und die umliegenden Insulae gesichert?" frage er diesen genervt und gab seinen Offizieren weitere Instruktionen. "Zweite und dritte Centurie, umliegende Insulae umstellen. Vereinzelte Suchtrupps in die Häuser schicken. Wenn mir hier noch ein Pfeil um die Ohren fliegt, gibt es Kasalla!" Jetzt musste er tatsächlich einen Teil seiner Männer abstellen, um das Gelände erneut zu sichern. "Erste Centurie, hierbleiben und Platz sichern. Fünfte bis sechste Kohorte, Abmarsch in Richtung südwestlicher bzw. südlicher Richtung, Kampfbereitschaft. Wenn es geht, macht ein paar Gefangene, wenns nicht geht, liquidieren." Die vierte Kohorte übernahm logischerweise die südöstliche Richtung, da in dieser Richtung am Mons Caelius die Casa Decima lag.

Folglich führte die sechste prätorianische Kohorte die Befehle aus, währenddessen atmete Blasio einmal tief durch und ließ seinen Blick von Rauchschwade zu Rauchschwade ziehen.

Während Laetilius Blasio seine Leute herumkommandierte, ärgerte der Petronier sich mit dem Senator Varinius Cantilianus Graecinus herum. Der Kerl war wahnsinnig - die Sklaven hatten sein Haus angesteckt, doch anstatt den Göttern (oder den Vigiles) zu danken, dass ein Löschtrupp zu seinem Haus erschienen war und mit den Löscharbeiten begann, hatte er nur Augen für seine Kunstschätze und die Diener, die er ins Haus schickte, behinderten die Feuerbekämpfung! Erst als Lucius ihn vor die Wahl gestellt hatte, dass sein Haus aus Brandschutzgründen komplett abgerissen würde, wenn er nicht damit aufhörte, hatte er klein beigegeben - und gleich noch gedroht, er werde sich beim Stadtpräfekten beschweren. In diesem Fall hatte der Petronier aber keine Angst - das hier war eine Ausnahmesituation und wenn die benachbarte Insula auch noch in Flammen aufgegangen wäre, wären die Vigiles mit Sicherheit überfordert gewesen, sodass wahrscheinlich das ganze Stadtviertel in Brand geraten wäre.

Als er zurückkehrte, begrüßte ihn der Prätorianertribun, der seine Abwesenheit scheinbar gar nicht bemerkt hatte, gleich mal mit einer Vorhaltung, die er nicht ganz verstand - war der Beschuss nicht eingestellt worden? Er sah den Laetilier also etwas verwirrt an, bis ein Optio einwarf:
"Es gab nochmals Beschuss von dort..."
Lucius sah sich um: Sie standen auf einem schmalen Platz inmitten riesiger Wohnsilos - wie hätte er in der kurzen Zeit, in der er hier war, alles absichern können? Allein der Bau direkt zu ihrer Linken war sieben Stockwerke hoch, in jedem Stockwerk gab es vermutlich mindestens zwanzig Wohnungen, also insgesamt 140 Wohneinheiten - wenn auch nur ein Miles in jede Wohnung geschickt worden wäre, hätte er zwei Centuriae benötigt! Dann kamen aber noch weitaus mehr Häuser hinzu, sodass die Absicht, alles sicher zu sichern, völlig illusorisch war!
"Meine Männer haben die Häuser, auf denen Schützen gesichtet wurden, gestürmt! Ich warte noch auf Meldung!"
Scheinbar interessierte dieser blasierte Blasio aber sowieso nicht für seine Erklärungen, denn er gab seinen Männern direkt Befehle: Scheinbar sollte hier alles doppelt und dreifach gemacht werden! Hatte er nicht schon Centuria V und VI abgestellt, um das Amphitheater und das Umfeld zu sichern? Wie es aussah, brannte halb Rom, aber alle bereitstehenden Soldaten konzentrierten sich auf dieses Plätzchen hier, während der Mob vermutlich überall in Rom plünderte!

In diesem Augenblick erschien Centurio Avidius Severus mit seinen Männern und salutierte vor den beiden Tribunen. Wahrscheinlich waren ihm gerade die Prätorianer entgegen gekommen, die sinnloserweise nochmals die Häuser durchkämmen sollten.
"Centuria III meldet sich zurück, Tribun!"
meldete sich der Tribun.
"Wir haben einen Gefangenen gemacht! Zwei weitere Schützen von da drüben sind tot! Im Nachbarhaus sind alle geflohen über die Brandschutzwege für die Vigiles."
Die Insulae hatten per gesetzlicher Vorschrift Verbindungsbrücken zwischen benachbarten Blöcken, um den Vigiles die Arbeit zu erleichtern - und natürlich auch Attentätern, die so von einem Haus ins andere kamen, ohne den Umweg über die Straße nehmen zu müssen! Crispus wusste zwar nicht, dass das gesetzliche Vorschrift war, aber er schloss aus seinen Beobachtungen der Häuser, dass diese Brücken gemeint waren.
"Da hast du es, Tribun!"
bestätigte er also und verschränkte die Arme vor der Brust.
"Ich empfehle noch einmal dringend, dass wir die Arbeitsgebiete für unsere Einheiten aufteilen! Es macht keinen Sinn, wenn wir unsere Männer beide hier konzentrieren und uns im Weg stehen, während anderswo Schutzmaßnahmen nötig sind!"
Leider konnte er Blasio ja nichts befehlen - aber wenn sie sich nicht vernünftig einigten, würde er eben abziehen und diesem Arsch das Feld überlassen. Die wichtigsten Köpfe waren wahrscheinlich sowieso schon mit Hilfe ihrer Sklaven geflohen, sodass es hier nur noch Verletzte und Schaulustige gab, die die Arbeit behinderten!

Während der Prätorianer so also schon eine kleine Denkaufgabe bekommen hatte, sah Lucius zu seinem Centurio.
"Gute Arbeit! Sind deine Männer schon durch?"
"Nein, Centurio, ich bringe nur unseren ersten Gefangenen hierher, danach ist das nächste Haus dran! Meine Männer haben sich auf verschiedene Häuser aufgeteilt!"
Lucius nickte - er hätte es genauso gemacht! Und diese ewig hohen Bauten zu stürmen brauchte eben seine Zeit - Dinge, die ein eingebildeter Custos Corporis in schwarzer Uniform scheinbar nicht verstand!
"Sehr gut! Gib den Mann in Obhut der Centuria VI, sie soll in den Katakomben einen Gefangenensammelplatz einrichten! Danach kommst du wieder hierher!"
Vielleicht würden sie dann ihr Operationsgebiet verlegen - je nach dem, was der Laetilier entschied!



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