Eine etwas andere Schule

  • Vulpis stand da und beobachtete sie. „Nein, nein so geht das nicht. Es ist viel zu auffällig, die Bewegungen müssen fließender sein und du Liv“, damit war eigentlich Livenineae gemeint, „trampelst herum wie eine Herde Levantinischer Rinder. Schluss jetzt kommt alle hierher und setzt euch,“ dabei deutete er auf eine der zwei Klinen in dem Raum.
    Gemeint waren drei junge Männer, fast noch in Knabenalter und eben diese Liv.
    Er, Vulpis nahm auf der zweiten Kline Platz und schaute die vier nachdenklich an ehe er zu sprechen begann. „Noch einmal, das was ich euch lehre dient eurer Zukunft, je schneller ihr lernt um so eher verdient ihr und um so schneller könnt ihr eure Ausbildungskosten bezahlen, denn auch ich muss von irgend etwas leben. Des weiteren erklärte ich euch, es dient eurem eigenen Schutz euch in Zukunft nur noch mit den Namenskürzeln anzusprechen, die ich euch gab. Wie schnell hat man sich innerhalb eines Gespräches versprochen und mehr gesagt, als man wollte. Ich möchte nie mehr eure richtige Namen hier hören.“
    Prüfend schaute er seine Schüler an und nickte dann zufrieden. Vulpis erhob sich um die vier in eine Pause zu entlassen, als ihm noch etwas einfiel. „Richtig, noch etwas, Morgen kommen noch zwei, Cam und Ovi, damit wären wir vorerst ausgebucht. Jetzt macht erst eine Pause, danach eure Einzelübungen und später treffen wir uns wider hier“, damit ging er aus dem Raum.


    Kurz nach den großen Unruhen, in denen viele Menschen in Rom ihr Leben, ihre Gesundheit, ein Teil oder ihre ganze Familie verloren hatte, andere ihr Eigentum und somit ihre Existenzgrundlage war Vulvis Lupus eine Idee gekommen. Seine Idee hing indirekt mit seinem Beruf zusammen. Titus Orbius Gillo der alte Gürtelmacher, bei dem Vulpis im Lohn stand, war bei den Unruhen ums Leben gekommen, nicht nur das, sein Haus war abgebrannt und nun fand er Vulpis keine neue Arbeitsstelle mehr. Was er aber entdeckte die Zahl der Taschendiebe hatte in Rom zugenommen. Leider oder den Göttern sei Dank verstanden diese Diebe nichts oder kaum etwas von ihrem Handwerk. Diese Erkenntnis hatte seine Geschäftsidee in ihm reifen lassen. Sie müssen richtig ausgebildet werden, sagte er sich und ich bin dazugeeignet wer kennt sich mit Gürteln aller Art besser aus als ich.
    Der nächste Schritt war eine Haus zu finden in denen er tallentierte junge Leut ausbildete. Es sollte aber nicht nur in Taschendiebstahl sein, der Rest seiner Idee würde er danach entwickeln.
    Bei einem Gang durch die Subara hatte er das Haus gesehen, es war vorgesehen dort eine Schule einzurichten
    Die Besitzerin hatte sich aber zurückgezogen, es gab wie man so hörte einen Vorfall während der Unruhen. Seine Schüler sollten ihr Handwerk jetzt möglichst schnell erlernen und ihre Beute vorerst abgeben um ihm Miete und sein Leben damit zu finanzieren. Später würden noch einiges andere hinzukommen. Aus diesem Grund hatte er schon einige zwanglose Vorgespräche mit einem fast ausgelernten Schmiedelehrling aufgenommen.
    Ihm war auch bewusst, dass er mit ein paar kleinen Taschendiebstählen, nicht viel ausrichten konnte. So war für eine der nächsten Nächte eine Werbeaktion vorgesehen.

  • Vulpis Kopf lag auf dem Schoß einer Lupa und genoss es von ihr gekrault zu werden. Zwischendurch fütterte sie ihn mit Weintrauben. „Na wie ist es du kleine Wildkatze, noch eine Runde?“ Kauend stellte er die Frage, wobei ihm eine Idee kam. Mit einem Ruck saß er aufrecht. „Das ist es“, rief er. Schelmisch lächelnd schaute er die kleine an, dann ehe sie sich versah, tauchte sein Kopf zwischen ihre Schenkel.
    Ja das war die Idee die er noch brauchte. Sie würde das Geschäft in Schwung bringen. Die Kleine hier wollte er dafür nicht verderben. Er musste sich etwas frisches, unbedarftes suchen. Eine die er sich gefügig machte und die er für alles einsetzen konnte. Gleich Morgen würde er zum Sklavenmarkt gehen. Es blieb nur noch zu überlegen wer sie zurechtbiegen sollte, einarbeiten, mit allem vertraut machen und die härte erfahren ließ. Ich selber wohl kaum, dachte Vulpis, dafür bin ich gänzlich ungeeignet. Während seine Zunge beschäftigt war und die Kleine lüsternd aufstöhnte wusste er es. Vera war der geeignetste dafür, außerdem hatte er sich eine kleine Belohnung verdient. Cossus Geminius Veranianus ehemals Gladiator, kurz Vera genannt, hatte es geschafft, dass drei seiner Jungs sich vernünftig anschleichen konnten und Volusus Pinarius Albus, kurz Alb zum Meuchelmörder ausgebildet worden war. Genauer gesagt er fieberte seinem ersten Einsatz entgegen. Jetzt nach den Aufständen gab es bestimmt genug Aufträge, so manch einer wollte sich sicherlich einen unliebsamen Mitwisser vom Hals schaffen. Langsam schaltete Vulpis ab und widmete sich seinem Vergnügen.

  • In der Schule wurde Thierza in den Übungsraum gebracht, dort versammelten sich alle Schüler.
    „So da hätten wir unseren Neuzugang, die Gute schaut ein wenig mitgenommen aus, deshalb werden wir uns die ersten Tage besonders um sie kümmern. Zuerst ziehen wir sie aus und schauen sie uns genauer an, dann kann sie ein Bad nehmen, anschließend darf sie sich satt essen. Tja und dann? Lasst mich überlegen, ja dann darf Vera sich um sein Spielzeug kümmern, bestimmt gönnt er euch ein Stündchen mit ihr.“ Vulpis, der diese Vorstellung selber übernommen hatte, klatschte in die Hände. „Alb du hast die Ehre und darf sie entkleiden.



    Volusus Pinarius Albus, - Alb


    Volusus Pinarius Albus, kurz Alb genannt lächelte süffisant, „diese Aufgabe hat der richtige bekommen.“ Sich die Hände reibend trat er auf Thierza zu, betrachtete sie sie von oben bis unten, „da gibt es ja leider nicht viel zu tun, doch ich mache das Beste daraus.“ Schon glitt seine Rechte unter ihre Tunika wo er zwischen ihre Beine griff. Enttäuscht ließ er von ihr ab, „ein Dürregebiet“. bemerkte er kurz, mit beiden zog er ihr die Tunika über den Kopf. Der ein oder andere von ihnen sog dann, bei dem Anblick ihres Körpers, die Luft ein oder stieß einen Pfiff aus. „Auweia, da wurde ja richtige Arbeit geleistet“, kam nur noch von Alb.
    „Zeigt Thierza wo sie sich baden kann, Liv du passt auf sie auf, mehr nicht.“ War der Kommentar von Vulpis.

  • Der Weg hierher war hart und ebenso demütigend, wie das Prozedere auf dem Markt. Mehr als einmal kam sie den Hauswänden so nahe, dass die Tunika riss und sie sich die Haut darunter aufschürfte. Auch am Ziel blieb ihr nichts erspart. Wieder wurde sie vorgeführt wie ein Stück Vieh und nach der Ansprache ihres neuen Besitzers war sie bleicher als zuvor. Das sollte also ihre Aufgabe sein? Ein Spielzeug dieser Männer? Und vor allem ein Spielzeug dieses groben Kerls, der sie hierherzog? Thierza wurde übel. Auf dem Markt hatte sie kurz die Hoffnung gehabt, es könnte besser werden. Und auch nach dem Kauf blieb ein kleiner Funke. Doch auch dieser Funke erlosch nach diesen Worten.


    Als dann dieser Alb auf sie zutrat, schloss sie die Augen. Wieso nur? Doch Gnade gab es keine, sie wurde betatscht, mit Worten erniedrigt und dann von ihrer spärlichen Kleidung befreit, dass sie nun nackt vor diesen Männern stand. Die Reaktionen waren eindeutig und als sie die Augen wieder öffnete, sah sie in einige gierige Gesichter. Diese Männer... das sollte also ihre Zukunft sein. Tränen stiegen hoch und Thierza schluckte sie verzweifelt hinunter. Niemand sollte sie hier weinen sehen. Dann wurde sie vorerst doch erlöst. Baden... wie lang war es her, dass sie das letzte Mal gebadet hatte? Tage? Wochen? Die Männer, die sie vorher in ihrer Gewalt hatten, gönnten ihr keinen solchen Luxus. Im Gegenteil. Sie machten sich auch noch einen Spaß daraus, ihr eiskaltes Wasser überzukippen und dann sauber zu "schrubben". In allen Variationen und nicht nur mit den Händen...


    Die Erinnerung daran ließ sie schaudern. Ein Bad, wie sehr sehnte sie sich danach. Hoffentlich war das nicht nur ein leeres Wort, sondern das, was SIE sich darunter vorstellte. Das wäre dann zumindest eine kleine Erleichterung in ihrer Situation. Und dass nur eine Person mit ihr kommen würde, machte ebenfalls Hoffnung. Blieb nur die Frage, wer von ihren war Liv?


  • Vinicia Livenineae - Liv


    Vinicia Livenineae auch Liv genannt rollte mit den Augen, betrachtete Thierza kurz und stieß sie vor sich her aus dem Raum. Tiberius Crepereius Philo, der sich als absoluten Frauenkenner verstand, rief ihnen noch hinterher, „Liv wenn du meine Hilfe brauchst dann gib Bescheid.“
    Liv grinste, „später“ antwortete sie nur kurz. „Komm mit“ wandte sie sich an Thierza und ging an ihr vorbei zum Balneum des Hauses. Es war nicht besonders groß, es hatten gerade zwei Mann darin platz, doch für die Hausbewohner reichte es. Vulpis hatte sich diesen Luxus gegönnt und einbauen lassen.
    „Hier sind Handtücher und und eine saubere Tunika und alles was du sonst noch brauchst,“ Nach einem kurzen Blick auf die Sklavin kam noch, „wenn ich dir beim Haare waschen oder enthaaren helfen soll, dann sage es mir, ansonsten kannst du mir ja erzählen was mit dir geschehen ist. Ich sehe es dir doch an, du bist noch nicht lange Sklavin.“ Liv die eine freie Römerin war, hatte kein besonderes Mitleid mit ihr. Ihr war bekannt dass es vielen Sklaven schlecht ging aber weit es mehr ging es besser als einem großen Teil der Römer. Sie mussten nicht ums tägliche Überleben kämpfen, für sich und ihren Familien. Wenn Vulpis sie nicht aufgenommen hätte, wäre sie bestimmt in einem Lupanar gelandet. Ihr ältester Bruder hatte sich selber als Sklave verkauft und der Jüngste schlug sich als Lustknabe durch. Eigentlich kam sie aus einer angesehenen Familie. Ihr Vater war Schreiner gewesen, doch die Krankheit der Mutter hatte das Ersparten verschlungen, mehr noch, der Vater musste sich Geld leihen. Die Mutter war doch gestorben und zu allem Unglück war dann kurze Zeit später die Werkstatt abgebrannt. So waren die drei Kinder innerhalb kürzester Zeit in Not geraten, da ihr Vater sehr bald auch krank wurde und verstarb.
    Jetzt hier bei Vulpis hatte keine Sorgen mehr, sie hatte es geschafft und war seine Meisterschülerin. Sie hatte schon, obwohl sie erst kurz im Gewerbe war mehr als gut für ihren Lebensunterhalt gesorgt. So manch ein wohlgenährter Römer hatte seinen Beutel bei ihr gelassen. Ihre Spezialität aber war der Schmuck der Damen Roms.
    Thierza, soviel wusste sie, musste aber ganz anders tätig werden. Mehr als hart würde es für sie werden.

  • Liv war also eine Frau. Unsanft wurde sie aus dem Zimmer gestossen, dann folgte sie der Frau ins Balneum. Auch wenn es klein war, so war Thierza doch überrascht, dass dieses Haus überhaupt eines hatte. Handtücher, eine saubere Tunika. Nun liefen ihr doch die Tränen übers Gesicht und sie begann zu schluchzen. Auch, wenn es nicht viel war, so war es doch etwas Menschlichkeit, die sie damit zurückbekam.


    Nachdem sie sich wieder ein wenig beruhigt hatte, wischte sie sich mit dem Arm über die Augen. "Danke, aber es wird schon gehen." Da das Ausziehen schon erledigt war, stieg sie vorsichtig ins Wasser. Es war angenehm warm, das tat so gut. Viel mehr, als diese Liv sich vielleicht vorstellen konnte. Schließlich tauchte sie gänzlich ins Wasser ein, wobei die aufgerissene Haut schmerzhaft zu brennen anfing. Stöhnend biss sie die Zähne zusammen und schloss die Augen. Es dauerte eine Weile, dann wurde es besser. Als sie die Augen wieder öffnete, sah sie Liv an. Wieviel konnte sie ihr anvertrauen? Es war auch schwer, sie einzuschätzen. Also beschränkte sie sich auf das Wichtigste. "Es stimmt, ich bin keine Sklavin." Und das war die Wahrheit. Sie war keine Sklavin! Sie hatte einen Vater und einen Bruder. Thierza begann, sich die Haare zu waschen und versank in ihren Gedanken. Was war nur mit ihnen geschehen? Wurden sie auch als Sklaven verkauft? Oder hatte man sie gleich... Wieder zwang sie sich, nicht darüber nachzudenken und tauchte unter, um sich die Haare auszuwaschen.


    "Was ist mit dir? Bist du auch eine Sklavin? Musst du auch mit diesen Männern... ?" Eine Ahnung sagte ihr, dass sie eine ganz andere Aufgabe in diesem Haus hatte. Zumindest wurde sie eher gleichwertig behandelt. Thierza sah sich die Gerätschaften an und überlegte, ob sie das mit dem enthaaren lassen sollte. Dann entschied sich aber dagegen. Das war nur für sie selbst, nicht für diese Männer. Etwas, über das sie noch alleine entscheiden konnte. Vielleicht das einzige. Es dauerte eine Weile. Als sie fertig war, erhob sie sich und griff nach einem der Handtücher. Wie gerne wäre sie für immer hier geblieben..


  • Vinicia Livenineae - Liv


    „Nein ich bin ganz bestimmt keine Sklavin, es gibt hier keine Sklaven, außer dir und wir alle freuen uns darüber, denn du wirst uns helfen schneller reich zu werden. Zudem haben wir persönlich auch noch etwas für unsere persönliche Freude.“ Mit zusammengekniffenen Augen beobachtete Liv wie sich die Neue anzog. Hatte sie ihren Wink mit dem Enthaaren nicht verstanden? Oder hielt sie nichts davon, warum auch immer. „Sag einmal, wo kommst du her? Ich höre kein fremdes Dialekt in der Stimme.“
    Kaum ausgesprochen wurde ungeduldig die Türe aufgestoßen. Vera stand in der Türe.



    Cossus Geminius Veranianus - Vera


    Man sah ihm seine Ungeduld an. Was ist? Ist sie endlich fertig? Knurrend kam die Frage.
    „Nun ja“, antwortete Liv, „im Prinzip schon aber...“, WAS? „Sie hat noch Haare.“ „Wie Haare, sicher hat sie Haare“, dann dämmerte es ihm. „Liv wie oft habe ich gesagt, ich mag.. ach was Jungs kommt ihr mal her? Und du machst mir Wachs heiß“, forderte er Liv auf. Mit drei Schritten stand er dann vor Thierza. „So du hörst mir jetzt ganz genau zu. Vulpis hat dich mir als persönliches Spielzeug, für meine gute Arbeit gegeben. Und ich mag absolut nicht, wenn eine Frau auch nur einziges Haar auf ihrem Körper hat. Das sage ich nur einmal, deine Aufgabe für die Zukunft ist darauf zu achten, das es dann auch so bleibt. Jetzt werden wir dich als erstes dementsprechend herrichten.“ Langsam drehte er sich zu seinen Gefährten um. „Alb du darfst gießen und genießen, ihr vier haltet sie und ich mache den Rest.“
    Ehe Thierza sich versah hatte Cossus Geminius Veranianus sie selber ausgezogen und schon fand sie sich auf dem Boden wieder. Auf jedem der ausgestreckten Arme und beine hockte einer.



    Volusus Pinarius Albus, - Alb


    „Es ist mir ein Fest“, kicherte Volusus Pinarius Albus und kniete sich neben sie. Vera an der anderen Seite. Eine Weile taxierten sie Thierzas Körper ab, jeder mit seinen eigenen Gefühlen und Vorstellungen beschäftigt.
    „Gemi kuck uns nicht an und beobachte was bei uns passiert, kuck sie an“, meinte Alb anzüglich, er wusste selber wie es ums sie gerade stand. Zu ihrer Erleichterung kam Liv mit dem heißen Wachs und reichte es Alb. Dieser tauchte genüsslich den dicken Pinsel ein und fing mit dem Arm und Bein auf Veras Seite an. Das Wachs, zwischendurch immer wieder erhitzt, kamen wirklich auf alle behaarte Körperstellen.

  • Sie sollte ihnen helfen, schneller reich zu werden? Was sollte das nun bedeuten? Im Moment dachte sie eher, sie sollte nur Spielzeug dieser Männer sein. Das alleine war schon grauenvoll genug. Woher sie kam? "Wir waren überall zuhause, geboren wurde ich in Palmyra." Thierza zuckte zusammen, als sie Tür aufgestoßen wurde. Ängstlich starrte sie Vera an. Was hatte sie falsch gemacht? Der Intimbereich war blitzblank, bis auf einen kurz geschnitten Streifen, wie es bei ihnen üblich war. Dass auch Arme und Beine ein Problem sein könnten, daran hatte sie im Leben nicht gedacht. Ihr Körper zitterte, als er ihr seine Vorstellungen deutlich machte, dann bemerkte sie die Schritte. Panisch sah sie sich um, als die Männer hinzukamen. Viel Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, blieb nicht. Schon wurde sie gepackt, erneut entkleidet und auf den Boden gedrückt. Sie versuchte, sich loszureißen, doch das Gewicht der Vier lastete schwer auf ihren Armen und Beinen. Dann kam das Wachs. Thierza biss die Zähne zusammen. Die lüsternen Blicke auf ihrem Körper schmerzten mehr als alles, was nun kommen würde.


  • Cossus Geminius Veranianus - Vera


    Vera betrachtete alles prüfend und maulte dann den Rest der Bande an, „so Schluss jetzt, genug, euch läuft ja schon der Sabber. Raus, den Rest mach ich selber. Nicht war meine Süße? Wir beide machen es uns jetzt zuerst einmal gemütlich.“
    Breit grinsend stand Vera vor der Sklavin „und nun hast du dich genug ausgeruht, jetzt will ich bedient werden. Ich denke deine Vorbesitzer haben dich eingearbeitet, mal sehen ob es meinen Ansprüchen genügt. Dreimal möchte ich dich heute beglücken. Wir verstehen uns hoffentlich richtig, jedesmal anders.“
    Schon kniete Vera neben ihr, packte sie mit einer Hand am Nacken und schob ihren Oberkörper hoch, so dass bald ihr Gesicht vor dem seinen war. Mit der anderen Hand presste er ihre Wangen zusammen, so dass ihre Lippen sich spitzten, mit einem Ruck stieß er ihr weit und tief seine Zunge hinein. Er verweilte nicht lange drinnen. Es folgte nur noch die kurze Anweisung, „mit deiner Schnute fängst du an, dann noch zweimal und du darfst mich danach baden. Also los jetzt, knie dich hin und fang an“, meinte er nachdem er sich hingestellt hatte.

  • Thierza war froh, als es vorbei war und er alle hinausschickte. Doch aus der Hoffnung, sich nun erneut die Tunika anziehen zu können, wurde nichts. Hatten sie nicht gesagt, sie dürfte etwas essen? Und was meinte er mit eingearbeitet? Alles, was er sagte, wurde mit einem verständnislosen Blick bedacht. Die Männer hatten sich an ihr vergangen, wieder und wieder, gequält bis zur Bewußtlosigkeit. Sie wollten nur ihren Spaß, und den hatten sie, tagelang, wochenlang. Die Spuren auf ihrem Körper sah man noch immer.


    Als er sie aufhob, stützte sie den Oberkörper mit den Händen ab. Sie wollte sich von ihm abwenden, als er ihr so schrecklich nahekam, doch er hielt sie erbarmungslos in Position. Angewidert ließ sie alles über sich ergehen. Was blieb ihr auch übrig, sein Griff war so fest, dass es wehtat. Als es vorbei war, drehte sie schnell den Kopf zur Seite. Nun verstand sie auch, was er von ihr wollte. Schon seine Zunge war widerlich, nun sollte sie auch noch... Thierza wurde schon bei dem Gedanken daran übel. Sie wollte ihn anflehen, doch er stand schon erwartungsvoll vor ihr. Es würde auch nichts bringen, das hatte er ihr schon klargemacht. Nur langsam kam sie auf die Knie, den Blick zu Boden gerichtet. Dreimal... jedesmal anders. Tränen füllten allmählich ihre Augen, noch immer vermied sie es, ihn anzusehen. Mit den Händen tastete sie sich an seinen Beinen unter der Tunika nach oben. Kurz vor dem Ziel hielt sie inne, noch immer den Blick abgewandt, und begann zu schluchzen. Sie konnte das einfach nicht.


  • Cossus Geminius Veranianus - Vera


    Böser Fehler dachte Vera, er kannte sich ja. Er wusste, wenn die Weiber anfingen zu heulen und zu jammern um Mitleid zu bekommen, dann spürte er nicht nur, dass es sich in seinen Lenden zu regen begann, nein es wuchs zu einem prachtvollen Teil. „Ach gnädigste haben andere Wünsche?“ Zynisch kam es von ihm und hart griff seine Linke zu, hob ihr Kinn an und drehte ihr Gesicht ihm zu, klatsch, klatsch, links und rechts einen Schlag, „und nun fang an, schau wie prächtig er ausschaut, glaub mir, wenn du ihn jetzt nicht nimmst, wirst du mich bald auf Knien anflehen, ihn küssen und genießen zu dürfen. VERSTANDEN?“ Drohend zischte er das Verstanden zwischen zusammengepressten Zähnen heraus. Danach erst ließ er ihr Kinn los und stellte sich abermals herausfordernd vor ihr hin.

  • Dass er sie nicht gehen lassen würde, war klar. Dass er sich nicht einfach nahm, was er wollte, war neu. Für die Fünf, die sie in Ostia überfallen und mitgenommen hatten, war sie ein Spielzeug. Sie wurde benutzt, wie es denen gerade gefiel. Hier sollte sie aber von sich aus tun, was er von ihr verlangte. Das wurde ihr noch einmal eindrücklich klar gemacht, indem er unbarmherzig ihr Kinn ergriff und anhob. Die harten Schläge nahm sie mit einem leisen Stöhnen hin, den Blick abwenden war kaum möglich. Seine Worte waren so widerlich, wie das, was sie tun sollte. Sich weiter zu verweigern, würde alles noch schlimmer machen, so waren seine Worte. Thierza starrte ihn nur stumm an, sank dann in sich zusammen. Wieso nur, durfte sie nicht sterben, jetzt und hier. Doch der Himmel kam ihr nicht zu Hilfe. Langsam richtete sie sich auf, bis sie schließlich vor ihm kniete. Nur zögernd fasste sie ihn an, öffnete den Mund. Tränen liefen über die Wangen, und immer wieder überkam sie der Ekel, dass sie würgen musste. Es war eine Tortour, die hoffentlich schnell vorbei war. Dreimal .. immer wieder anders. Die Worte hallten in ihrem Kopf wie ein schlimmes Omen. In ihren ärgsten Träumen hätte sie sich niemals ausmalen können, welche Abartigkeiten in manchen Männern wohnten.


  • Cossus Geminius Veranianus - Vera


    Na endlich kam sie der freundlichen Aufforderung nach. Ein fieses Grinsen huschte über sein Gesicht, das hielt jedoch nicht lange. Was dieses Weib dort versuchte war mehr als mager. Erst würgte sie und nun fing sie auch noch an zu heulen, War ihm nicht eine bereits eingerittene Sklavin versprochen worden? Musste man alles selbst machen? Unwirsch stieß er sie um nur um wenige Momente später seine Versprechen wahr zu machen, er nahm sie auf noch zwei verschiedene Arten von vorn und von hinten. Ob sie nun jammerte oder heulte interessierte ihn dabei nicht. Dieses Weib würde lernen müssen, seine Bedürfnisse zu erfüllen. Sie würde für ihn immer und überall zur Verfügung stehen müssen. Und da sie ja nicht dem entsprach, was ihm beim Kauf versprochen wurde, musste er sie wohl selbst erziehen. Als er sich an ihr befriedigt hatte stieß er sie brutal von sich. Er ließ sie einfach liegen und verließ den Raum. Es dauerte jedoch nicht allzu lang und er kam wieder herein. Um den Hals der Sklavin legte sich ein metallener Ring. Er zog sie daran hoch. „Los wasch dich und dann komm!“ Er griff sich die Tunika. „So lange du nicht weißt wie du dich zu benehmen hast, wird das ...“ er zeigte auf den Ring um ihren Hals. „...dein einziges Kleidungsstück sein. Und jetzt beeile dich, sonst...“ Er ließ die Drohung unausgesprochen, aber er hatte noch so einiges was er ihr antun konnte wenn sie ihm nicht gehorchen würde.

  • Ihre Schreie endeten in einem Wimmern, als er endlich von ihr abließ. Brutal stieß er ihren geschundenen Körper von sich, mehr als das war sie nicht für ihn. Zusammengerollt wie ein kleines Kind, die Arme um die Knie geschlungen, lag sie auf dem harten Boden und zitterte vor Kälte. Es war vorbei.. vorerst. Nicht sehr viel später stand er über ihr. Thierza registrierte es erst, als sich das kalte Metall um ihren Hals schloss. Der nächste Schmerz kam, als er sie daran hochzog. Laut stöhnend griff sie nach dem Ring, der ihr die Luft nahm, bis sie endlich auf ihren Füßen stand.


    Seiner Aufforderung, sich zu waschen, kam sie nur zu gerne nach. Schnell tauchte sie erneut ins Wasser und wusch sich gründlich ab. Immer wieder rieb sie mit dem Schwamm über die Haut, immer hektischer wurden die Bewegungen. Sie wollte einfach nur all den Schmutz loswerden. Dann tauchte sie komplett unter... es wurde still.. so angenehm still... und leicht... Doch bevor ihr die Luft ausging, tauchte sie wieder auf. Sie fühlte sich noch immer nicht sauber, doch sie wußte, es würde schlimmer werden, würde sie ihn noch mehr verärgern. Also trocknete sie sich stillschweigend ab und ging erneut zitternd zu ihm. Ihr war kalt und sie hätte sich so gerne etwas angezogen. Außerdem tat ihr alles weh, wirklich alles.


  • Cossus Geminius Veranianus - Vera


    Kopfschüttelnd betrachte er sie, „so nun nochmal, ehe du nicht begriffen hast, dass du mir, aber auch den anderen hier, aufs Wort zu gehorchen hast, bekommst du deine Tunika nicht zurück. In ein paar Tagen denke ich dann wieder darüber nach. Bis dahin ist dein Platz dort in der Ecke, falls falls von mir nicht anders gewünscht. Bis dahin darf jeder hier, aber restlos jeder im Hause und wenn es unser Ziegenbock ist, einmal am Tag seinem Spaß mit dir haben. Nachts kommst du mit in meine Kammer, damit du nicht auf dumme Gedanken kommst.“ Gehässig grinste er sie an. „Nun ab in deine Ecke“, deutete er auf den ihr zugewiesenen Patz.
    Vera hatte eine Kette gholt befestigte sie an ihrem Halsreif und einem Hacken in der Wand. Inzwischen waren einige der Hausbewohner hinzugekommen. Manch einem schwoll die Männlichkeit bei ihrem Anblick. Vera stand auf und schaute Alb an. „Wenn du ihr eine Schale mit Futter holst und fressen lässt wie ein Hund, dann darfst du sie heute noch haben“. Zufrieden mit sich ging er dann um eine Garküche auf zu suchen. Sollte Alb doch mit ihr machen was er wollte.

  • Ihr fehlte die Kraft, sich dagegen aufzulehnen. Zu den Wunden auf ihrer Haut waren neue gekommen, die Wunden auf ihrer Seele wogen noch viel schwerer. Um wenigstens die Tunika zurückzubekommen, nickte sie stumm. Den Preis, den sie dafür zahlen musste, kannte sie bereits. Es aus seinem Mund zu hören, machte es noch deutlicher. Mit nassen Haaren, fröstelnd vor Kälte und zitternd vor Angst, kauerte sie sich in die Ecke. Der Boden war steinig und kalt, was sie noch mehr auskühlte. Unablässig starrte sie die Männer an. Jeder von ihnen konnte also der nächste sein. Ob sie alle so brutal waren? Oder vielleicht noch schlimmer als Vera?


    Dass sie angebunden wurde wie ein Hund, nahm sie nur am Rande wahr. Viel zu sehr wünschte sie sich, sie könnte ihre Nacktheit mit irgendetwas bedecken. Von allen angestarrt, drehte sie sich weg, den Umstehenden blieb die Rückseite. Es war also noch nicht vorbei für heute. Dieser Alb sollte sie haben. Der Kerl, der sie schon am Anfang mit seinen dreckigen Händen begrapscht hatte. Da war die Aussicht, aus einer Schale wie ein Hund zu fressen, das kleinere Übel. Thierza lehnte den Kopf gegen die Wand und spürte allmählich die Erschöpfung.

  • Alb hatte Thierza genommen, ihn interessierte nicht ob und wie sie dabei reagierte, für ihn war nur wichtig kostenlos eine Lupa zu benutzen, denn mehr war sie nicht. Er brauchte keine die besondere Reize zu bieten hatte, für ihn war wichtig, die Weiber hatten drei Löcher und er durfte die heute und vorerst jeden Tag benutzen. So wie die hier sich aufführte, konnte das eine längere Geschichte werden.
    Als er schließlich fertig war, knallte er ihr eine Schale mit Puls hin. Vera hatte zwar gesagt erst essen, doch Vera war nicht da und er hatte nicht warten wollen.


    In den Nächten kettete Vera Thierza in seiner Kammer an, ließ sie aber in Ruhe. Morgens in aller Frühe kam sie zurück auf den anderen Platz und dort nahm sie jeder im Haus täglich, außer Liv. Sie zog es vor, vorerst nur zu zusehen.



    Vinicia Livenineae - Liv


    Nach ein paar Tagen meinte sie zu Vera, „du sag mal, kann ich sie eine Nacht für mich in meiner Kammer haben? Du brauchst keine Angst zu haben, ich lass sie nicht frei. Von mir aus kannst du uns auch einsperren“, lachte sie. „Sie soll doch schließlich alles kennen lernen“, zwinkerte sie Vera zu.


    Für Vera war es kein Thema, er wollte sehen, wie die Sklavin sich nach dieser Nacht aufführte.

  • „Verdammt, verdammt, verdammt“, fluchte Vulpis, das bedeutet doch, wir waren umsonst dort“. Nachdenklich kratzte er sein Kinn. „Also wir haben folgende Situation, während du Cre in Morrigans Lupanar warst kamen die Schwarzen und nahmen sie und viel Schriftkram mit. Ovi konnte nicht bei den Helvetiern rein, weil dort auch die Schwarzen überall rum hingen. ...Hm und wir, Ovi und ich brachten zwar die Papiere mit, es ist aber zu befürchten, viele davon sind deckungsgleich mit denen vom Lupanar. Was nun also?“ Sich immer wieder sein Kinn kratzend rannte Vulpis hin und her. Er war wütend, sein ganzer schöner Plan ging so nicht mehr auf. „Die Morrigan wird denen alles unterschrieben haben, was sie wollten“, dachte er nun laut nach. „Am Besten du Cre beziehst wieder Posten in dem Edellupanar, solltest du Hilfe brauchen schick einen Jungen und sag wer kommen soll. Wir versuchen indes Informationen von den Schwarzen zu bekommen. Ach und Cre, sei vorsichtig, besser du lässt zur zeit die Finger bei dir,“ dieser nickte verstehend.


    „So und nun du Gemi, zeig deine Beute.“ Lucius Geminius Trio, Gemi genannt schüttet den Inhalt seines Umhängebeutels , die Ausbeute seiner Marktbesuche auf den Tisch. „Nicht schlecht“, meinte Vulpis ehe er die Fußreifen entdeckte. Grinsend meinte er „du hast wirklich? Nicht schlecht“. Nach dem er die Gravur gelesen hatte stieß er einen Pfiff zwischen den Zähnen aus. „Die gehörte dem Flavier? Dem Aedil? Dann werden wir die gleich mal zur Seite packen, gleich zu dem Helvetier Kram. Nun habe ich Hunger wer geht mit?“ Keiner von ihnen kochte, sie besuchten die Garküchen oder eine Caupona. Dies hatte für sie einige Vorteile. Der wichtigste war, es gab eine Vielzahl an Gesprächen die man belauschen konnte.

  • Alb ließ ihr keine Zeit, sich auszuruhen, und er gab ihr auch nichts zu essen. Er nahm sich erst, was er kriegen konnte und war dabei noch brutaler als es Vera schon war. Irgendwann war sie selbst zum Schreien zu schwach und ließ alles nur noch über sich ergehen. Danach lag sie zusammengerollt in ihrer Ecke, die Knie mit den Händen umschlungen und starrte zitternd vor sich hin. Selbst die Schale mit Puls konnte sie nicht locken. Sie lag einfach nur da und als Vera sie in sein Zimmer holte, war ihr Futter noch immer unberührt.


    In Veras Kammer wurde sie wieder angebunden und musste nackt auf dem Boden vor seinem Bett schlafen. Wenigstens ließ er sie in Ruhe. Und auch, wenn sie Angst davor hatte, was passieren könnte, schlief sie doch irgendwann vor Erschöpfung ein. Die darauffolgenden Tage verbrachte sie in ihrer Ecke und die nächtliche Kälte, die immer mehr ihren Körper auskühlte, wurde unerträglich. Manchmal wünschte sie sich schon fast, dass einer der Männer sich auf sie legte, nur, um ein wenig Wärme abzubekommen. Ihr lief die Nase und an dem Tag, als Liv mit Vera sprach, spürte sie das erste mal ein leichtes Kratzen im Hals.


    Zuerst wollte sie dem Gespräch der beiden gar nicht zuhören, doch als Liv meinte, sie würde sie gerne in ihrer Kammer haben, hob Thierza neugierig den Kopf. Was konnte Liv von ihr wollen? Thierza hatte kein gutes Gefühl, als Vera ihr die Erlaubnis gab. Liv war zwar am ersten Tag nett gewesen, aber wer wußte schon Bescheid über die menschlichen Abgründe, von denen sie mittlerweile so einige kennenlernen musste.


  • Vinicia Livenineae - Liv


    „So meine Hübsche, ach was sage ich, hübsch warst du ja mal, aber schau dich doch an, du wirst doch nicht allen Ernstes behaupten, dass du noch als hübsch zu bezeichnen bist?“ Kaum hatte Liv Thierza so in ihre Kammer geholt, knallte sie ihr dies um die Ohren. Gleich danach griff ihre Hand Thierza am Nacken und schob sie so zu einer Schale, welche bis zum Rand mit Wasser gefüllt war. „Siehst du was ich meine?" Sie zeigte auf das Spiegelbild im Wasser. "Nein bestimmt nicht, denn ich rede nicht von dem Dreck, den kann man abwaschen, ich rede von dem Ausdruck in deinem Gesicht. Von jetzt ab sehen wir hier keine Jammermiene mehr. Verstanden?“ Mit einem drohenden Unterton tunkte sie die Sklavin mit dem Gesicht in die Wasserschale und hielt sie dort eine Weile untergetaucht. „Und ich höre, hast du das Verstanden? Sollte ich dich von nun an nicht mit einem Lächeln sehen, glaube mir, war das gerade nur ein lustiges Vorspiel.“ Liv hatte sie zu sich gedreht und und blickte sie scharf an. „Jetzt will ich dich arbeiten sehen. Bisher bist du von den Kerlen bedient worden, jetzt wirst du mich bedienen, streng dich an, lass dir etwas einfallen und denk dabei an dein Lächeln. Bin ich zufrieden mit dir, rede ich mit Vera und sorge dafür, dass du ein Bad nehmen darfst und deine Tunika bekommst.“ Kaum hatte sie zu Ende gesprochen lag Liv auch schon auf ihrem Bett und schaute Thierza herausfordernd an.

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