[Taberna Medica Alpina]

  • APPROBATIO


    IN NOMINE CIVITATIS MOGONTIACENSIS
    erteile ich der Peregrina
    SUSINA ALPINA
    die Erlaubnis zum Betrieb der
    TABERNA MEDICA ALPINA
    mit Wirkung vom
    PRIDIE NON FEB DCCCLXIV A.U.C.(4.2.2014/111 n.Chr.)
    T. Matinius Pacatus
    Aedil | Civitas Mogontiacensis

  • und erst mal den Kopf schüttelte. Aber dieses Gefühl blieb. Dennoch lächelte sie ihre Freundin an. „Salve Alpina.“ und sie ging auf sie zu um sie in ihre Arme zu schließen.

  • Überrascht drehte sich Alpina um, als Runa vom Haus her in die Taberna Medica trat. Sie war mit dem Packen von Probepäckchen mit Tee beschäftigt, die sie in den kommenden Tagen gemeinsam mit einer Einladung zur Eröffnung der Taberna Medica in den Cabanae verteilen wollte.
    Alpina erwiderte die Umarmung so gut es ihr Schwangerenbauch zuließ.
    "Salve, Runa! Wie schön, dich zu sehen!" Es kam von Herzen, auch wenn Alpina ahnte, dass es Runa momentan nicht gut ging. Deshalb versuchte sie gleich, die Freundin abzulenken.
    "Wenn du möchtest, kannst du mir helfen. Hier," sie hielt ihr die Handwaage hin. "diese Menge muss in die Spanschachteln hier."
    Damit zeigte sie auf einen Stapel Spanschachteln.

  • „Gut siehst du aus.“ Sagte Runa als sie einen Schritt zurücktrat. Und natürlich wollte sie helfen, Arbeit tat immer gut und lenkte auch ab. Ja es ging ihr nicht gut, aber im Vergleich zu dem was noch folgen sollte, war Runa noch voller Hoffnung, dass sie alles finden würde.
    Sie begann also die ihr aufgetragene Arbeit gewissenhaft zu erledigen und fing ganz neben her ein Gespräch an. „Und wie hat sie .. also die Mutter der beiden dich aufgenommen?“
    Das Runa gerade den Schwiegermuttertüv mehr oder weniger erfolgreich hinter sich gebracht hatte, verschwieg sie erst mal.

  • Alpina lächelte als Runa das Zusammentreffen mit Corvinus´ und Curios Mutter ansprach.
    "Nun ja, ich glaube sie war mehr entsetzt, dass ihr keiner gesagt hatte, dass Corvinus Vater wird. Da er Soldat ist, war ihr klar, dass er nicht würde heiraten können und dass nicht alle Soldaten nur zu Lupae gehen, war ihr wohl auch bewusst. Naja, wir haben uns auch ein wenig darum gewunden, zu erklären, wie das Kind zustande gekommen ist. Das muss ja auch keiner wissen. Es reicht ja, dass wir jetzt wohl gemeinsam dieses Kind aufziehen wollen."


    Alpina verschloss ein Döschen und schrieb mit Tinte Magentee darauf.
    "Außerdem kennt sie mich ja schon. Sie war ja schon bei Curios Einstandsopfer im Tempel des Apollo bei uns in der Casa Atia. Wir verstehen uns soweit ganz gut, denke ich. Stell dir vor, sie hat sogar angeboten, bis zur Geburt dazubleiben und mir zu helfen. Wie findest du das?"

  • Runa lächelte. Sie freute sich wirklich für ihre Freundin und beneidete sie ins gemein sogar, ach wäre es doch bei ihr genau so einfach.
    „Ich finde das sehr nett von ihr.“ Eine kurze Pause entstand. „Ich durfte sie ja auch gerade kennenlernen. Nun sie war so nett (?) mich auf die Liste möglicher Kandidatinnen für Curio zu setzen.“ Wie viel Runa von eben dieser Liste hielt konnte man wohl nur allzu deutlich an der Art hören, wie sie eben dieses aussprach.
    „Na ja wie dem auch sei, wir müssen nun nur noch irgendwie meinen Vater davon überzeugen, dass er bei seiner Auswahl meiner möglichen Ehemänner, daneben gegriffen hat und der einzig Richtige doch schon längst da ist.“ Runa versuchte sich an einem Lächeln, was ihr aber mal wieder gründlich misslang, denn sie wusste, was sich gerade so einfach anhörte, war nicht nur schwierig – nein eigentlich war es sogar fast unmöglich. Und allein menschliche Kräfte würden hier wohl nicht ausreichen.

  • Neugierig wollte Alpina von Runa hören, wie ihr erster Kontakt zu Timarcha ausgefallen war. Als Runa dann von einer Liste von Kandidatinnen sprach, legte sie zweifelnd den Kopf schief.
    "Du nimmst die Herausforderung aber an, nicht wahr, Runa? Keine der Kandidatinnen kann dir das Wasser reichen und das weißt du!"


    Alpina stemmte die Arme in die Seiten und sah ein wenig trotzig drein. Dann hörte sie wie Runa über die Auswahl an potentiellen Ehemännern sprach.
    "Mit wem will er dich denn verheiraten? Ich habe von Curio nichts erfahren können. Er hat mir nur gesagt, dass dein Vater seine eigenen Pläne hat. Das müssen wir unbedingt verhindern, Runa!"


    Fieberhaft dachte Alpina darüber nach, wie sie dazu beitragen könnte, dass ihre beste Freundin und ihr bester Freund einander versprochen wurden.

  • „Natürlich. Und mal ehrlich, diese Liste ist eine Farce.“ In dieser Deutlichkeit hatte sie das Curio nicht sagen wollen, aber vor Alpina konnte sie offen sprechen. „Allein mich auf einen solche Liste zu setzen und dann irgendwo unter ferner Liefen.“ Oh ja man merkte wie das in Runa brodelte, ja noch hatte sie ihren Kampfgeist. „Eine Duccia sollte für seine Mutter mehr als die erste Wahl sein!“ Stellte sie daher nun hier und in aller Deutlichkeit fest. Natürlich gehörte sie auf keinen solche Liste, wer wollte nicht in eine der - wenn nicht sogar in die einflussreichste Familie der Stadt, ach was rede ich der ganzen Region, einheiraten. Das einzige Manko was Runa vielleicht hatte, war das sie eben anderweitig verheiratet werden sollte. Und damit sprach Alpina den wunden Punkt an.
    „Nun zum einen Pontifex Sextus Fundanius Ticinius aus Clarenna, ein alter Knacker und Erbsenzähler, der sich einen feuchten Dreck um andere Religionen kehrt.“ Oh ja es tat so gut, das sie endlich mal offen sprechen konnte. Ihr vater hatte sie ja einfach rausgeworfen und Curio wollte sie damit nicht belasten. „Und Iullus Quintilius Sermo, Praefekt der ALA II Numidia. Von dem man hier in der Stadt nun nicht wirklich gutes hört. Er mag ein guter Präfekt ein... aber menschlich?“
    Nun gut vielleicht übertrieb man da auch, aber Runa war das egal...
    „Alpina ich weiß wirklich nicht was wir machen können, gerade jetzt wo Vater so konkrete Pläne hat. Er fragt nicht mehr nach meiner Meinung, nein im Gegenteil, er hat mir erklärt das ich heirate nur noch nicht feststeht wenn von beiden nun genau. Aber er hat klar gemacht das es einer der beiden sein soll. Meinen Meinung interessiert ihn dabei nicht...“ War sie sauer? Ja war sie. „Stell dir vor, er hat mich sogar aus seinem Arbeitszimmer geworfen.“ Und dann wiederholte Runa den genauen Wortlaut des Vaters.

    Zitat


    "Du.. wirst.. einen.. dieser.. Männer.. heiraten." ... "Du bist meine Tochter und somit eine Duccia. Du tust das, was dir aufgetragen wird."

  • Alpina war maßlos enttäuscht, als sie von der Reaktion des Ducciers erfuhr. Sie hatte ihn so eingeschätzt, dass ihm das Glück seiner Tochter mehr wert war als eine einträgliche eheliche Verbindung. Zwar kannte Alpina beide Kandidaten nicht, aber sie vertraute der Einschätzung ihrer Freundin. Runa hatte eine hervorragende Menschenkenntnis. Und darum ging es schließlich ja gar nicht. Es ging darum, dass sie Curio liebte und er sie und dass es in Alpinas Augen keinen wirklichen Hinderungsgrund gab. Natürlich war es momentan noch vielleicht ein kleiner gesellschaftlicher Abstieg, wenn Runa Curio heiratete, aber er würde Karriere machen, davon war Alpina überzeugt und dann wäre Duccius Verus froh, seine Tochter mit ihm verheiratet zu wissen.
    Dass ihr Vater sie aus dem Zimmer geworfen hatte, war in Alpinas Augen nicht unverständlich.


    "Runa, du hast durch deine Weigerung seine Autorität untergraben und angezweifelt, dass er den richtigen Mann für dich kennt. Da ist es nur zu gut verständlich, dass er erstmal Abstand braucht. Aber auch er wird durch deine Haltung ins Grübeln gekommen sein. Er weiß nun, dass du gegen seinen Vorschlag bist und deshalb ist es vielleicht sinnvoll, wenn die Gemüter sich beruhgit haben, noch einmal mit ihm zu sprechen. Er wird dann vielleicht seine Entscheidung überdacht haben. Ich hoffe es für dich und Curio."


    Alpina nahm die letzte Dose hoch und füllte Tee hinein. Der Blick den sie Runa schenkte, als sie die Dose wieder abstellte, war von Unsicherheit geprägt. Sie bedauerte Runa so sehr.

  • Runa nickte nur stumm, sie kannte ihren Vater und normalerweise, nahm der nichts zurück.. hier konnten sie nur auf göttliche Hilfe hoffen.
    Und woran es genau lag wusste Runa nicht... aber ihre Hoffnung schwand. Sie ließ sich jedoch nichts anmerken, sondern lächelte tapfer.
    „Es wird sich schon alles finden Alpina, ganz sicher wird es das.“ Das sie sich da gar nicht so sicher war, sagte sie nicht. Vielleicht versuchte sie auch einfach nur sich mit jene Worten selber Mut zu machen.
    „Noch hat er sich ja auf keinen der beiden Kandidaten festgelegt, also … warten wir es erst mal ab.“ Genau, man konnte dann ja immer noch.. ja was eigentlich? Was wenn Vater sich erst mal entschieden hatte?
    „Kann ich dir noch was helfen?“ Fragte Runa lieber um einfach nicht mehr darüber reden zu müssen.

  • Runas Beschwichtigungen klangen nicht überzeugend. Irgendetwas in ihrer Stimme ließ Alpina aufhorchen. Konnte es sein, dass Runa aufgegeben hatte? Dass sie sich in ihr Schicksal ergab? Nicht aufbegehrte wie sonst immer, wenn sie etwas als ungerecht empfand? Alpina bewunderte doch gerade das so sehr an ihrer Freundin. Wo sich Alpina zurückzog und versuchte Abstand zu bekommen, war Runa es immer gewesen, die mutig nach vorne preschte und tapfer ihre Stimme erhob. Wo war sie - diese Runa? Vor ihr stand ein kleines Mädchen, keine germanische Kriegerin im Dienste der Götter.


    Als die Freundin dann fragte, ob sie noch helfen könne, schüttelte Alpina den Kopf.
    "Nein danke." Sie räumte die Dosen in einen Korb. "Aber falls du in den kommenden Tagen einmal Zeit hast, könntest du mir helfen, sie in der Nachbarschaft an die Frau oder den Mann zu bringen."
    Sie hoffte dann noch mehr zu erfahren.

  • Nein zum jetzigen Zeitpunkt hatte Runa noch nicht aufgegeben, doch gerade sah sie keine Lösung, aber das würde sich – davon war sie zumindest jetzt noch überzeugt – finden.


    „Natürlich helfe ich dir dabei.“ sagte Runa mit einem nun doch schon wieder zuversichtlichem Lächeln – das es dazu dann doch nicht mehr kommen würde... wer konnte das schon ahnen.
    „Wir sehen uns dann also bald.“ Runa umarmte ihre Freundin zum Abschied und verließ das Haus durch den Eingang der Taberna.

  • Myrddin hatte seine erste Nacht in Mogontiacum und im Römischen Reich gut überstanden.Er hatte sich am Morgen gereinigt und sein Reisegewand so gut wie möglich vom Staub befreit.


    Voller Tatendrang und Wissbegierde schaute und hörte er sich in der noch für ihn fremden Stadt um. Wohl aus Neugierde oder auch um das merkwürdige Erlebnis mit den Stadtwachen zu vergessen, erfuhr er von der Taberna Medica Alpina.


    Gemütlich wie es eben seine Art wahr machte er sich voller Interesse und mit der Überlegung, was er wohl benötigen könnte auf den Weg.


    Der hochgewachsene Myrddin stand grübelnd und Nachdenklich vor der Türe der Taberna

    Der alte Schäfer auf Einsamen Feld kennt seine Schafe und auch die Welt, er lächelt leise, weil er es versteht, das Glück der Erde es kommt und geht.

    Einmal editiert, zuletzt von Myrddin Ariamir ()

  • Nachdem Myrddin seine Gedankengänge abgeschlossen hatte, klopfte er sanft gegen die Türe und trat ohne abzuwarten schwungvoll und mit einer gewissen Eleganz, was eben in seinen Reisegewändern nur bedingt möglich war, ein.

    Der alte Schäfer auf Einsamen Feld kennt seine Schafe und auch die Welt, er lächelt leise, weil er es versteht, das Glück der Erde es kommt und geht.

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  • Das Glöckchen über der Tür kündigte einen Kunden an. Alpina sah von der Tabula auf auf der sie die Einnahmen er vergangenen Woche notiert hatte. Für die erste Woche nach der Eröffnung sah es ganz gut aus. Ein großgewachsener Mann im langen Reisemantel betrat die Taberna Medica. Einen Augenblick lang sah Alpina ihn verunsichert an, denn erst kürzlich war sie das Opfer einer Gewaltattacke durch einen "Kunden" geworden. Nochimmer saß ihr der Schreck in den Gliedern.


    Aus diesem Grund viel ihre Begrüßung wohl noch etwas verhalten und unsicher aus.
    "Salve. Wie kann ich dir helfen?"

  • Ein kleines Glöckchen kündigte den Eintritt des druwids Myrddin Ariamir an.


    Eine zartes Gesicht blickte ihn an und begrüßte Myrddin etwas verhalten. Weil er es nicht anders gelernt hatte, blieb seine Mine starr, obwohl ihm selbst etwas Unsicherheit aufkam, da er befürchtete erneut als Kelte abwertend behandelt zu werden.


    Er stellte Hab und Gut neben sich ab, dachte kurz nach und atmete wie gewohnt vor einer Antwort ein.


    Mit ruhiger, kräftiger, tiefer Stimme in angenehmer Art und mit einem Sanften lächeln erwiderte Myrddin


    "Salve, Die Waren die geboten werden würde ich gerne betrachten, onórach"


    Er hatte versucht sehr höfflich zu klingen und bemühte sich seinen Akzent gering zu halten, doch er ist und bleibt hörbar Kelte.

    Der alte Schäfer auf Einsamen Feld kennt seine Schafe und auch die Welt, er lächelt leise, weil er es versteht, das Glück der Erde es kommt und geht.

  • Der Mann kam näher und stellte seine Habe ab. Die Narben in seinem Gesicht verstärkten zu Anfang Alpinas Unbehagen. Er hatte markante Gesichtszüge, dunkelblondes Haar und einen roten Bart. Seine Miene war zunächst unbewegt, was das ungute Gefühl der Kräuterfrau noch befeuerte. Doch als er sprach, klang seine ruhige und tiefe Stimme angenehm und es erschien sogar so etwas wie ein angedeutetes Lächeln. An der Ausdrucksweise und dem Akzent erkannte Alpina, dass es sich um einen Kelten handelte. Sie lächelte vorsichtig zurück. Dann stand sie auf. Er würde erkennen können, dass sie hochschwanger war.


    "Welche Art der Waren interessieren dich denn? Ich verfüge über einheimische und aus dem Süden und Osten des Imperiums sowie dem Barbaricum importierte Kräuter, über Salben, Duftöle und Heilweine. Ich nehme nicht an, dass du meine Dienste als Obstetrix - entschuldige - als Hebamme benötigst."


    Vielleicht würde er an ihrem Akzent erkennen, dass sie Raeterin war, also ebenfalls keine Römerin. Neugierig betrachtete sie ihn und war auf seine Antwort gespannt.

  • Die junge Frau Stand auf und erklärte Myrddin mit einem Akzent, was sie für Waren führte.


    Myrddin war sehr aufmerksam und merkte am Akzent, dass sie wohl keine Römerin zu sein scheint, vllt. konnte er etwas Später die Herkunft dieses Akzentes ergründen.


    Dem Körper der Jungen Frau war anzusehen das Sie ein neues Leben austrug viel Myrddin auf.


    Er dachte über allerlei nach und lies so eine lange Pause auf Ihre Erwiderung folgen. Dann atmete er erneut gewohnt tief ein und versuchte ein sanftes Lächeln in seine Mimik zu legen.


    "Deine Dienste, onórach, benötige ich tatsächlich nicht"


    Myrddin machte erneut eine kunstvolle Pause.


    "Alant, ist was ich benötige, es ging mir aus"


    Er dachte wieder angespannt nach, ob er noch etwas benötigte, wodurch seine lächeln, in der nachdenklichen antrainierten Mine verschwand.

    Der alte Schäfer auf Einsamen Feld kennt seine Schafe und auch die Welt, er lächelt leise, weil er es versteht, das Glück der Erde es kommt und geht.

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  • Aufmerksam hörte Alpina zu.
    "Alant?", fragte sie nach. "Kein Problem."


    Sie drehte sich um und holte eine der großen Spanschachteln vom Regal.
    "Wieviel benötigst du?", fragte sie nach.


    Je nachdem würde sie die getrockneten Kräuter in eine Papyrustüte oder eine Spanschachtel packen. Sie nahm ihre Handwaage auf und sah den Kelten neugierig an. Er hatte etwas Geheinisvolles an sich. Alpina war sich immer noch unsicher ob sie Angst vor ihm haben sollte oder nicht.

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