Audienz für den Quaestor Consulum Q.Tiberius Vitamalacus

  • Ein Scriba brachte den Quaestor Consulum in die Aula Regia.




    Bitte wartet kurz hier, ich werde den Kaiser über Euer Kommen unterrichten.


    Dann verließ der die Aula Regia, um den Kaiser zu verständigen.

  • Quintus Tiberius Vitamalacus folgt dem Scriba in die Aula Regia, die kräftigen Schritte des beurlaubten Tribuns hallen leicht durch die Gänge und schliesslich auch in der Aula Regia.


    Die ganze Haltung des Tiberiers ist immer noch die eines stolzen und aufrechten Offiziers.


    Mit einem Nicken quitiert er die Worte des Scribas und wartet geduldig auf das Erscheinen des Imperators. Nichts an ihm deutet darauf hin, das er nervös sein könnte.

  • Der Kaiser betritt den Saal und begrüßt den Tiberier, der noch vor wenigen Tagen als Gast am Consilium teilnehmen durfte.


    "Sei gegrüßt, Quaestor Consulum. Wie hast du den Wechsel vom Tribunat in der Legion zur Magistratur in Rom überstanden?"

  • Quintus Tiberius Vitamlacus grüsst den den Imperator, militärisch exakt, wie er es gewohnt ist, seinen Oberbefehlshaber zu grüssen.


    "Salve, Imperator !"


    Kurz und knapp sind seine Worte, immer noch die eines Soldaten.


    "Es sind viele Worte für wenige Taten nötig. Ich werde wohl immer ein Soldat bleiben."


    Die Haltung des Tiberius Vitamalacus zeugt von Achtung und Respekt seinem Imperator gegeünber, aber sie bleibt aufrecht und Stolz.


    "Mich führt ein Anliegen zu dir : Wie weit soll dich bei der nächsten Wahl assistitieren ? Und gibt es andere Aufgaben, welche du mir in der Zwischenzeit zuweisen möchtest ?"

  • Der Kaiser nimmt den militärische anmutenden Gruß wie selbstverständlich entgegen.


    "Es soll nicht das Schlechteste sein, auch als Politiker immer ein disziplinierter Kämpfer zu sein."


    Die Frage überrascht ihn nicht, denn schließlich stellt sie fast jeder Quaestor am Beginn seiner Amtszeit.


    "Dir obliegt die rechtzetige Bestimmung eines geeigneten Wahltermins. Du kennst die gesetzlichen Vorgaben und jene, die uns unser Kalender macht. Es kann nicht schaden, sich zeitig zu orientieren, welche Spielräume wir haben.
    Später wird es dann auch zu deinen Aufgaben gehören, die Kandidaturen auf Zulässigkeit zu prüfen, aber bis dahin ist noch etwas Zeit."


    Der Kaiser macht eine kurze Pause und denkt über weitere Aufgaben nach.


    "Für weitere Aufgaben müssten wir den Quaestor Principis hinzu ziehen. Vielleicht kann er mir bei einigen meiner Aufgaben als Pontifex Maximus assistieren, so dass einige politische Aufgaben für dich übrig bleiben."

  • Tiberius Vitamalacus traffen die Worte des Imperators nicht unvorbereitet, hatte er sich doch, seit dem er erfahren hatte, welches Amt er als Quaestor ausfüllen sollte, sich mit dieser Frage beschäftigt.


    So beginnt er klar und deutlich die Termine aufzuzählen.


    "Mein Imperator, der Termin, welches das Gesetz vorsieht, wäre ANTE DIEM XIII KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (20.8.2006/103 n.Chr.)/ANTE DIEM XII KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (21.8.2006/103 n.Chr.). Dieser Termin müsste bis ANTE DIEM III KAL AUG DCCCLVI A.U.C. (30.7.2006/103 n.Chr.) bekannt gemacht werden. Im Zeitraum von PRIDIE NON AUG DCCCLVI A.U.C. (4.8.2006/103 n.Chr.) bis ID AUG DCCCLVI A.U.C. (13.8.2006/103 n.Chr.) müssten die Kandidaturen bekannt gegeben werden."


    Für den Quaestor Consulum ist dieses Situation nicht anders, als als eine Stabsbesprechung in der Legio. So gibt seine Stimme auch keinen Anlass zu denken, er wäre nervös, als er die möglichen Alternativen anspricht.


    "Es bleibt nur zu bedenken, das ANTE DIEM XII KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (21.8.2006/103 n.Chr.) die Consualia begangen werden, allerdings würde eine Verschiebung um eine Woche bedeuten, das zu diesem Zeitpunkt die Volturnalia stattfinden. Und bei einer weiteren Verschiebung würde der Wahltermin mit den Ludi Romani zusammenfallen, daher würde ich mich für den, im Gesetz vorgesehen Termin aussprechen."


    Zu den weiteren Aufgaben meint er nur knapp.


    "Dann sollten mein Kollege und ich am besten erneut gemeinsam vor dich treten."


    Sicher wäre es am schnellsten, den Quaestor Principes hinzu zu rufen, doch scheint es ihm angemessener, wenn er und sein Kollege in einer erneutemn Audienz vor den Imperator treten. Doch dies müsste der Imperator entscheiden.

  • Erfreut darüber, dass der Quaestor offenbar hervorragend vorbereitet ist, lächelt der Kaiser zunächst freundlich, dann nachdenklich.


    "In der Tat fällt die Entscheidung nicht ganz leicht. Eine Verschiebung zu weit in die Zukunft sollte nicht im Interesse Roms sein. Die Ludi Consualia jedoch sollten wir nicht mit Missachtung strafen. Eine Verscheibung auf die Woche danach erscheint mir ratsam."


    Der Kaiser denkt einen Moment nach und gibt dem Quaestor damit Zeit für einen Kommentar zum Gesagten.


    "Den Quaestor Principis lassen wir einfach zu uns kommen."


    Er gibt einem Diener im Hintergrund einen Wink, eben jenen zu holen.

  • Tiberius Vitamalacus überlegt nicht lange, die Daten, die den vom Imperator gewünschten Termin entsprechen, hat er bereits im Kopf.


    "Mein Imperator, dann wäre der Termin für die Wahl ANTE DIEM VI KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (27.8.2006/103 n.Chr.) und ANTE DIEM V KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (28.8.2006/103 n.Chr.). Dieser Termin müsste bis ANTE DIEM VIII ID AUG DCCCLVI A.U.C. (6.8.2006/103 n.Chr.) bekannt gegeben werden und der Zeitraum, in dem die Kandidaturen bekannt gegeben werden lönnen reicht vom ID AUG DCCCLVI A.U.C. (13.8.2006/103 n.Chr.) bis ANTE DIEM XIII KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (20.8.2006/103 n.Chr.) reichen."


    Nach einer unmerklichen Pause fährt er knapp fort.


    "Mit Eingang der Kandidaturen würde ich beginnen, dieses auf ihre Rechtmässigkeit zu prüfen und wenn alle Kandidaten feststehen, werde ich, ANTE DIEM XII KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (21.8.2006/103 n.Chr.), meine Ergebnisse bekannt geben. Sollte ich mich entscheiden, selbst zur Wahl antreten, werde ich meinen Kollegen bitten, meine Kandidatur zu prüfen."


    Es war für ihn eine Selbstverständlichkeit, das er sich nicht selbst prüfte, dies widersprach seiner offenen, direkten Art.


    Dann schwieg er, sein Imperator mochte noch das Wort an ihn richten bis der Quaestor Principes eintraf, doch Tiberius Vitamalacus würde auch eine längere Phase des Schweigens neben dem Imperator nicht aus der Ruhe bringen.

  • Man hatte nach Metellus rufen lassen und er hatte sich sofort auf den Weg gemacht. Er betrat den Raum und sah den Kaiser und seinen Kollegen, den Quaestor Consulum. Er verneigte sich vor seinen Kaiser.


    "Mein Imperator!"


    Dann wandte er sich seinen Kollegen zu.


    "Tiberius Vitamalacus! Eine Freude dich wiederzusehen!"

  • Der Kaiser nickt noch einmal dem Quaestor Consulum zu, um seine Zustimmung zu der vorzüglichen Planung der Wahltermine zu geben und begrüßt dann den Quaestor Principis.


    "Nun, meine Herren, dann können wir jetzt schauen, ob wir Arbeiten gleichmäßig zwischen euch beiden verteilen können. Matinius Metellus, ich könnte dir sicher noch die eine oder andere Aufgabe zuteilen, die in den Aufgabenbereich als mir zugeteilter Quaestor fällt. Wir müssten dazu sehen, ob einige deiner jetzigen Aufgaben auch von deinem Kollegen übernommen werden können."


    Bevor der Kaiser selber Vorschläge macht, wartet er auf Ideen der beiden Männer.

  • Metellus nickte.


    "Nun ich würde mich sehr auf eine Zusammenarbeit mit meinem Kollegen freuen. Vor allem, da wir momentan keinen Consul haben und du sicherlich viele Aufgaben für uns hast!"


    Metellus machte eine kurze Redepause und fuhr dann fort.


    "Sicherlich ist dir mein Engament auf kultischer Ebene nicht entgangen mein Kaiser!"


    Metellus dachte an den Kaisertempel, den er dem Kaiser erst kürzlich vorgestellt hatte.


    "Ich könnte mir durchaus vorstellen, dich in deiner Position als Pontifex Maximus zu unterstützen, wenn das dir zu sagt. Gerne würde ich auch nach althergebrachter Tradition deine Augen und Ohren und deine Zunge sein, wenn du manche Veranstaltungen nicht selber aufsuchen möchtest oder kannst! Hier könnte ich mir auch gut eine Zusammenarbeit mit meinem Kollegen vorstellen! Tiberius Vitamalacus könnte den senatorischen Teil übernehmen, auch wenn der Senat keine Consuln hat, so hat er sicherlich auch das eine oder andere zu erledigen. Aushänge und Bekanntmachungen zu machen, etc, etc!"


    Metellus machte noch eine kurze Redepause und überlegte. Dann fiehl im noch etwas ein.


    "Mein Kaiser! Darf ich vorschlagen, dass der Codex Universalis die Aufgaben des Quaestor Principi betreffend geändert wird? Du hast mir schon mitgeteilt, dass die Standeserhebungen nun anders bearbeitet werden! Das muss dann noch im Gesetz aufgenommen werden!"

  • Tiberius Vitamalacus begrüsste seinen Kollegen mit dieser für ihn so typischen, gerade zu Militärischen Geste und hörte dann den Worten des Imperators und denen seines Kollegen zu. Als dieser geendet hatte, nickte er zustimmend. Da er nicht wusste, welche Aufgaben bereits vom Imperator an seinen Kollegen übertragen hatte, hielt er sich zurück mit seinen Äusserungen.


    Doch, eine Anregung hatte er : "Wenn du ein Aufgabe hast, mein Imperator, in welcher ich meine militärische Erfahrungen einbringen kann, bin ich gerne bereit diese zu übernehmen, sei es ein Lagebericht oder ähnliches."


    Als seine Kollege die Gesetzesänderung ansprach, kam ihn das Wahlgesetz in den Sinn und wenn er den Termin der nächsten Wahl, die danach anstehenden Ludi und den Tubel nach der letzten Wahl bedachte, sah er dort Handlungsbedarf. Allerdiings hielt er es für angebracht, das der Senat darüber beschloss, und so würde er diesen Stein an anderer Stelle zum Rollen bringen.

  • Die Vielzahl der Vorschläge erfreut den Kaiser und er wendet sich zunächst an den Matinier.


    "Die Arbeiten ein wenig nach politischer und religiöser Natur aufzuteilen scheint mir ein guter Vorschlag zu sein. Spontan fallen mir die Sodalitäten ein, die in letzter Zeit wenig beachtet wurden. Ich mag' mich täuschen, aber viele junge Patrizier scheinen ihre Pflicht zur Mitgliedschaft noch nicht nachzukommen. Schreibe diese an und bitte sie um Meldung. Aber mache es als höflichen Anstoß von außen. Ich bin selber als Mitglied der Arvales Fratres nicht sehr aktiv und möchte mich nicht auf diesem Wege in die inneren Angelegenheiten der anderen einmischen."


    Da gerade über diesen Kultverein gesprochen wird, gilt seine Aufmerksamkeit nun dem Tiberier, der dort ebenfalls Mitglied ist.


    "Quaestor Consulum, eine Aufgabe die deinen militärischen Erfahrungen entspricht, kann ich dir leider im Moment nicht zuteilen. Es werden tatsächlich mehr politische Aufgaben sein, die auf dich zukommen. Wie dein Kollege schon sagte, benötigen die gesetzlichen Regelungen zur Quaestur eine leichte Anpassung. Auch auf andere Ämter trifft das möglicherweise zu. Ich bitte dich daher, eine Aufstellung über möglicherweise nötige Änderungen zu machen."


    Noch einmal blickt der Kaiser den Quaestor Principis an.


    "Gehe ich Recht in der Annahme, dass du die Leitung bei den Arbeiten zur Chronicusa übernommen hast?"

  • Metellus machte sich einige Notizen der Sodalitäten betreffend und nickte.


    "Ich werde mich darum kümmern mein Kaiser und werde dabei behutsam vorgehen!"


    Es freute Metellus, dass sein Vorschlag anscheinend breite Zustimmung genoss. Er überlegte bereits, wie er die Sache angehen sollte, als sich der Kaiser noch einmal an Metellus wendete.


    "Das ist richtig mein Kaiser! Ich habe mich mit meinen Amtskollegen besprochen und einen Vorschlag über die Verteilung der Arbeiten an der Chronicusa gemacht, welcher die Zustimmung meiner Kollegen erhielt. Ich bin sicher, das zum Ende der Amtszeit, die Chronicusa um ein ganzes Stück angewachsen ist!"

  • "Nun mein Kaiser! Meine Vorgänger haben gute Arbeit geleistet, soweit ich die Ereignisse nachvollziehen kann! Mir ist nur bei den Daten aus Germania aufgefallen, dass dort teilweise die Zeitangaben fehlen. Dadurch geht natürlich der Sinn einer Chronik verloren. Vielleicht kann Tiberius Vitamalacus sich die Daten einmal ansehen und diese Angaben vervollständigen. Dann ist mir aufgefallen, dass Angaben aus der Provincia Hispania teilweise fehlen!"


    Metellus lächelte ein wenig.


    "Mag sein, dass Hispania eine ruhige Provinz ist, aber ganz so verschlafen ist Hispania dann doch nicht! Ich werde die Angaben mit meinen Erinnerungen und Aufzeichnungen vergleichen und die Chronicusa dann vervollständigen! Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass die Chronicusa ein beeindruckendes Werk ist, mein Kaiser!"

  • Tiberius Vitamalacus nickt bestätigend und stimmt so der Einschätzung seines Kollegen zu. Auf seinem Tisch im Tablinium der Villa Tiberia liegen zahlreiche Wachstafeln mit der bisherigen Chronik und bei seiner Bearbeitung dieser stehen für einige Passagen aus Germania zur Streichung an.


    "In der Tat, es fehlen die Zeitangaben. Doch müssten jene Passage sowieso gelöscht werden. Denn die Beförderung eines Probati zum Legionär mag für diesen erhebend sein, doch für die Chronik des Imperium ist das zweirangig und würde diese überfrachten."


    Dann kommt das Gespräch auif Hispania und auch hier nickt er zustimmend.


    "In der Tat erweckt die Chronik den Eindruck, das in Hispania gerade zu beginn des Jahre nichts passiert ist. Ich denke, das mein Kollege, als Sohn dieser Provinz, dort einiges ergänzen kann. Ich stelle ihm aber auch gerne die Hilfe eines meiner Klienten, der dort in der Regioverwaltung tätig ist, zur Verfügung"


    Das hätte er sich auch nicht träumen lassen, das er einmal in Gegenwart des Imperators diesen Sohn einer Lupa und eines Batavers erwähnt.

  • "Ihr scheint bereits eine vorzügliche Arbeitsteilung gefunden zu haben. Dann möchte ich euch in diesem Bereich keine weiteren Aufgaben geben. Wer kümmert sich um die Ereignisse Hispanias in dieser Periode, in der kein Quaestor Provincialis dorthin entstandt wurde?"

  • "Diesen Part werde ich übernehmen, mein Kaiser! Ich habe mir Unterlagen mitgebracht und stehe im engen Kontakt zur Provinz über den Pontifex Rediviva Helena! Sie wird mich über den Ausgang der Wahlen unterrichten und über die Dinge, die sonst noch wichtig sind! Man kann sich auf ihr Wort und ihre Taten verlassen!"


    Kurz schweiften seine Gedanken zu Helena mit der er sich bald verloben würde. Der Kaiser hatte sie einst selbst in ihr Amt gesetzt...



    "Um Italia wird sich die Quaestrix Artoria Medeia kümmern. Sie verweilte von uns allen am längsten hier!"


    Antwortete Metellus in der Vorraussicht, der Kaiser würde ihn nun auch noch nach der letzten Provinz der Chronicusa befragen.


    "Bist du gewollt, etwas an den Abläufen der Wahlen zum Cursus Honorum etwas zu ändern? Ich habe dir ja kürzlich berichtet, dass es da Diskussionen auf dem Forum gab!"

  • "Nein, noch habe ich keine konkrete Planung dazu. Ich möchte erst abwarten, wie sich meine letzte Entscheidung bezüglich der Aedile auswirkt. Sollte es sich erweisen, dass das Volk auch bei zukünftigen Wahlen nicht in der Lage ist, Amtsinhaber zu bestimmen und sollten sich immer wieder Probleme bei der Findung von Kandidaten ergeben, dann wäre über eine grundlegene Änderung des Wahlprozesses nachzudenken.


    Jederzeit denkbar sind kleinere Korrekturen am Gesetz, falls sich die Ausgestaltung einzelner Mechanismen des Wahlprozesses als nicht praxistauglich erweist."

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