Sklavenunterkünfte | Geschenkvorbereitungen

  • Nachdem sein Herr ihm von den Saturnalien erzählt hatte, hatte Cimon fieberhaft überlegt. Es gab also Geschenke? Nachdem er an diesem Tag über den Markt hatte gehen dürfen, saß er nun auf seines Schlafstätte, umringt von Stoffresten, einem kleinen Puppenkopf, einem Brief und einigen weiteren Kleinigkeiten. Für Marei bastelte er eine Puppe nach ihren Vorstellungen zusammen und nahm sich vor Caelyn nach ihrem Haar zu fragen um die Puppe perfekt zu machen. Bashir hatte er einen Brief geschrieben und rollte nun sehr vorsichtig das kleine Geschenk darin ein. Dabei lächelte er sehr erfreut. Für Phaeneas hatte er einen schön, wenn auch sehr einfachen stylus erstanden. Phraates würde eine holzerne katze bekommen, denn Cimon hatte eine sehr seltsame Geschichte über den Pather und Sabe gehört. Auch jetzt musste er fast lachen als er daran dachte. Cassim war ungleich schwerer und da Cimon ihn auch nicht gut kannte, versuchte er es mit einem hölzernen Pferd, das er nun sehr sorgsam immer wieder mit leichter Farbe versah und dann wieder zum trocknen stellte.
    Die Geschenke für Caelyn und seinen Herr waren wohl am schwersten. Vorallem da Cimons Geld nicht viel Platz ließ. So baute er für Caelyn einen kleinen garten. Ein kleines Brett aus Holz mit einem Rand, darin etwas saubere Erde , kleine Steine, umramt von einem Zaun. Ein wenig Rasen und kleine Blumen. Dieses Geschenk hatte er als erstes erbaut und pflegte es nun um darauf zu achten das es ja lange halten würde. Seine Mutter hatte ofr von soetwas geträumt und nun dachte er das es einer Frau doch gefallen mochte, auch wenn es nicht viel kostete. Nur Arbeit, die er meist in der Nacht oder am frühen Morgen erübrigte. Zwar musste er dadurch die Aufgaben, die sein Herr ihm gestellt hatte nach hinten stellen, hoffte aber auf das gnädige Verständniss seines Dominus.


    Da Cimon seinen Herren gerne in Rüstung sah und diese auch gerne Pflegte, hatte der Nubier seinem Dominus eine sehr einfache Fibel gekauft, die die Form eines Schwertes zeigte. Sicher war es eine sehr günstige in den Augen seines Herren aber Cimon hatte sehr handeln müssen, um sie erstehen zu können. Diese hatte er in einen zurechtgeschnittenen und umgenähten Stoffres geschlagen und legte eine kleine Phiole mit Öl hinzu, die er in Mantua von einem Händler zum Stoff hinzubekommen hatte. Er hatte etwas von 'Mengenrabatt' gesprochen. Nachdem sein Herr darauf bestanden hatte, das Cimon das ersparte Geld behalten sollte, hatte er sehr unsicher aber doch mit einem vergleichweise reinen Gewissen, diese kleine Phiole behalten. Aber er hatte sie nicht benutzt sondern darauf gewartet, wann er sie nutzen konnte, um sich bei seinem Herren zu bedanken. Nun erschien der richtige Zeitpunkt gekommen. Cimon empfand schon beim Basteln, Nähen und einpacken eine solche Freude das er langsam verstand wieso die Sklaven dieses Fest so sehr mochten. Noch ahnte er ja nicht, was auf ihn zukommen würde.

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