[Barbier] "Barbier zu Ostia"

  • Ein kleines Lokal welches sich in einer der Seitengasse zum Markt befand war nun in den Besitz von Paullus übergegangen.


    Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Vorbesitzer wurde nun endlich das Geschäft abgeschlossen und so konnte nun Paullus die Räumlichkeiten sein eigen nennen.
    Schnell war auch eine fleissige und Erfahrene Kraft gefunden und es konnte nun dem geschäftlichen Glück des jungen Germanicier nichts mehr im Wege stehen.


    Ein Schild wurde über den Eingang angebracht auf dem hingewiesen wurde welche Dienstleistung hier zu erhalten war.

  • Zu Fuß gelangten sie nun zu dem kleinen Laden der über eine Seitengasse zu betreten war da die Strassen und der Markt doch recht gut besucht war.
    Weißt du..eigentlich hatte ich gar nicht vor diesen Laden zu eröffnen aber mit dem wenigen Geld welches ich zur Verfügung hatte, und einer kleinen Unterstützung meines Patrons, war nicht mehr möglich. Ausserdem erschien mir diese Sparte als die einträglichste. Wenig Ausgaben, gute Einnahmen.


    Das Geschäft war wirklich nicht sehr groß wie es den Anschein auch von aussen her machte.


    Fühl dich ungezwungen und sieh dich um. Wahrscheinlich wird es dir recht spartanisch vorkommen aber....wahrscheinlich legte Roxane auch nicht viel Wert auf diverse Schnörkelein aber wer wusste soetwas schon wenn die Person erst einige Tage bekannt war. Ein wirklich privates Gespräch hatte bisher noch nicht stattgefunden..

  • Er hatte sie abgeholt und war mit ihr zusammen nach Ostia "gereist". Hier gingen sie auch sogleich zu dem kleinen Barbierladen und betraten diesen. Spartanisch war er wirklich aber zugleich pragmatisch ausgelegt. Sie hatte ihn noch gar nicht über Angestelltenanzahl, Umsatzzahlen und Auftragsbücher richtig befragt. Auch war interessant zu wissen, wie sich die Aufträge verteilten. Ausschließlich Laufkundschaft oder waren auch Hausbesuche dabei? Wie sah es mit Stammkunden aus? Gab es nur Standarddienstleistungen oder wurden auch Spezielle angeboten? wie sah der Dienstleistungskatalog überhaupt aus? All diese Fragen gingen ihr durch den Kopf, während sie sich Alles in Ruhe und bedächtig anschaute.


    Nach einer Weile wandte sie sich ihm wieder zu und formulierte diese eben dann doch in Worte. Sie war gespannt, ob es hier noch Spannen in diverse Richtungen gab.

  • Schon wollte Aculeo loslegen mit einer Schelte.. sie solle ihn gefälligst nicht so überfordern. Doch er besann sich eines besseren und antwortete daher in recht unschuldigen Tonfall.


    Ach weißt du Roxane. Ich habe mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Tabellen, Zahlen. Was die Angestellen angeht so wissen sie selbst was zu tun ist. Immerhin leben sie davon.


    Und ja...es gibt Stammkunden. 5, 6 die regelmässig das Angebot in Anspruch nehmen und noch keinerlei Beschwerde geäussert hatte. Aber den grössten Teil nimmt die Laufkundschaft ein. Viele sind nur hier um schnell, schnell ein paar Löckchen da und dort drehen zu lassen oder sich die Haare hochstecken lassen...er grübelte...bisher musste ich keinen großen Aufwand betreiben um das Geschäft am Laufen zu halten

  • Sie hatte die Vermutung, dass sie ihn mit ihren vielen Fragen und durchaus auch dem vorherrschenden Geschäftssinn ein wenig überforderte und irgendwie amüsierte sie das sogar. "So so," meinte sie dann mehr vor sich hinmurmelnd als ihm wirklich zugewandt, aber extra laut genug, als das er es durchaus auch hören konnte. "Und die Reichen und jene aus der besseren Gesellschaft? Kommen sie hierher? Oder geht jemand von Deinen Angestellten zu ihnen? Oder gehen sie gar zur Konkurrenz oder vertrauen nur auf die Fähigkeiten ihrer Sklaven? Wie sieht es hier im Übrigen mit der Konkurrenz aus?"


    In ihren Augen blitzte es einmal kurz schalkhaft auf, als sie mit ihren Fragen weiter fortfuhr. Sie war gespannt, wie lange er das mitzumachen gedachte, würde aber sich wohl dennoch bemühen den Bogen nicht zu weit zu überspannen. Aber wie überall im Leben musste man auch hier zunächst die Grenzen auskundschaften.

  • Uhhh die Konkurenz...Die Konkurenz sind wirklich gut aus...ist ca. 1,70 groß, hat haselnußbraunes Haar und ihre Haut glänz wie Ebenholz in der Sonne grinste er Roxane entgegen.


    Es gibt genug Kundschaft um sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen. Die meisten Kunden kommen aus den mittleren Schichten aber ich kann glücklicherweise mit 2 Personen aus der patrizischen Schicht aufwarten.
    Aber da sich jene aus diesen Kreisen Sklaven halten und die dann eben alle Arbeiten machen-.....
    natürlich verstand Roxane worauf Aculeo hinauswollte. Es war unnötig den Satz zu vollenden um ihr zu sagen dass die meisten zuhause die Haare gemacht bekamen...von den Sklaven.

  • "So so," meinte sie wieder, diesmal in einem undeutbaren Tonfall. Was die hohen Herren betraf, wusste sie dies sehr wohl, aber dennoch musste man dazu sagen, das man selbst diese locken konnte, wenn man denn nur etwas Spezielles anzubieten hatte. Aber das konnte man später noch sehen.


    "Nun gut, ich denke, ich habe hier einen ersten Eindruck gewinnen können. Ich würde in einer ruhigen Minute auch gerne noch mit Deinen Angestellten sprechen, aber das hat im Zweifel Zeit. Wie sieht es mit dem Rest aus?" Immerhin sollte sie sich ja nicht nur um den Barbier kümmern. "Ach," fügte sie schmunzelnd hinzu. "Ich nehme doch an, dass Du auch Dein eigener Kunde bist."

  • Widerwillig batrachtete er die junge Partherin wegen ihrer Fragen die ihm selbst nicht in den Sinn gekommen waren. Nicht dass er ihr deswegen böse war oder sich darüber ärgerte dass sie ihm hier mehr oder weniger die Leviten laß. Der Grund des Widerwillen war größtenteils der Widerwillen generell. Er hatte zur Zeit einfach keine Lust und war müde...so müde dass er nicht mal merkte war sonst noch so geschah.


    Ich danke dir für deine Ratschläge bzw Fragen. Wie konnte ich nur so kurzsichtig sein und solche Dinge nicht beachten...wer weiß wie es dann gelaufen wäre.
    Und die paar mal die ich selbst hier Kunde bin...ja.
    Ich werde morgen zum Aedil gehen und einige Dinge klären. Du wirst davon betroffen sein Roxane also schreck dich nicht falls du ein Schreiben bekommst.


    Dann holte er tief Luft, straffte sich und nahm sie an der Hand um mit ihr auf die Strasse zu treten.
    Die Weberei ist am Hafen unten...wir müssen ein Stück laufen. Aber so weit ist es nicht.

  • Seine Reaktion verwirrte sie ein wenig. Wo war der Charme und der Witz geblieben, die er noch vor wenigen Tagen ans Licht geführt hatte? Gut, sie hatte die Grenzen austesten wollen, aber das war nun so komplett ein anderes Ergebnis als erwartet. Skeptisch betrachtete sie ihn erst von vorne und nachdem er sie an der Hand nahm und hinaus führte von der Seite. Schweigend nickte sie schließlich aber nur und ließ sich von ihm führen. Diesmal überraschte sie ihre Hand in der seinen nicht so sehr und sie empfand es auch durchaus als angenehm, weshalb sie seinen Händedruck auch leicht erwiederte und nicht, wie beim ersten Mal eher überrascht willenlos geschehen ließ.

  • Nachdem Asius die Curia verlassen hatte überlegte er, wie er vorgehen sollte. Erst zum Schneider dann in die Taverne und zum Schluss zum Barbier? Oder genau anders herum? Blödsinn! Die Taverne musste man ganz zum Schluss aufsuchen. Erst recht, weil man so vielleicht noch eine Chance hatte nocheinmal in die Curia zurück zu kehren, um einen Termin zu erhalten. Aber zunächst zum Barbier.Als Asius näher trat, bemerkte er, dass der Barbier wohl gerade wenig zu tun hatte bloß schnell hin dachte sich Asius.
    Salve Bürger! Ich komme auf Empfehlung vom Scriba Macarius. Ich brauche dringend einen Haarschnitt!
    Das glaub ich dir! Und so wie du aussiehst, brauchst du noch viel mehr um wieder wie ein Mensch aus zu sehen. Hast du Geld? Der Schnitt kostet 3Sz. Aber bei deinem schweren Fall mach ich den für 2Sz. Ich habe eh gerade wenig zu tun. Und?
    Ja. Hier.
    Antwortete Asius. Er setzte sich und ließ sich in Ruhe frisieren. Am Ende bewunderte er sein neues Aussehen.
    Zufrieden?
    Wollte der Barbier wissen.
    Ja sehr! Danke. Bis bald.
    Asius verabschiedete sich ordentlich und suchte den Schneider auf.

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