atrium | Ein Bote für TS

  • Áedán führte den Boten ins Atrium und winkte einen anderen Sklaven heran. "Der Bote möchte Tiberia Septima eine mündliche Nachricht überbringen. Sei so gut und hol sie her." meinte der junge Gallier zu diesem und er huschte davon. "Ich muss dich jetzt leider alleine lassen. Ich habe heute Türdienst und muss zurück auf meinen Posten. Die Tiberia wird jetzt geholt und dann sehen wir uns wieder, wenn du gehst."


    Damit huschte er dann auch schon wieder zur Porta.

    Fishing4Comments: Verbesserungsvorschläge sind durchaus erwünscht.

  • Inzwischne waren ein paar Tage vergangen, in denen sich die Familienangehörigen an den Gedanken gewöhnen konnten, dass sowohl Celerina als auch Corvinus von ihnen gegangen waren und Septima wartete täglich auf eine Nachricht aus Mantua.
    Das diese Nachricht sie in Form eines verstaubten Soldaten im Atrium erwartete, hatte die junge Frau sehr überrascht. Eilig hatte sie die Schriftrolle hervorgekramt, die ihr der Scriba des Praefectus Urbi geben hatte und eilte nun in das hoch herschaftliche Atrium der Villa Aurelia.
    "Salve." grüßte sie den Boten kurz und blieb unruhig vor ihm stehen, die Papyrusrolle fest in beiden Händen haltend. "Hast du eine Nachricht von meinem Mann, Aurelius Ursus für mich?" Die Aufregung war ihr inzwischen deutlich anzusehen und Septima war innerlich angespannt.

  • Und da war die wunderschöne Ehefrau seines Kommandanten auch schon. Der Soldat schluckte, denn aus irgendeinem Grund war seine Kehle plötzlich staubtrocken. "Salve, ehrenwerte Tiberia. Dein Mann schickt mich, um Dir zu sagen, daß er hier in Rom ist. Er befindet sich in eurem neuen Haus, da er ja das Pomerium nicht betreten darf. In Misenum hatte er versucht, beim Kaiser eine Erlaubnis zu bekommen, aber zum Kaiser wurde er nicht vorgelassen. Er erhielt eine Nachricht für die Kanzlei, von der die Erlaubnis dann ausgestellt werden soll. Ein Kamerad von mir ist gerade zur Kanzlei geeilt, um das zu erledigen, aber es ist ungewiß, wie lange so etwas dort vielleicht dauert." Fast atemlos hatte er all diese Informationen heruntergerattert und hoffte, nichts Wichtiges vergessen zu haben. Oh, doch etwas. "Dein Mann sagte noch, daß er sich sehr darauf freut, Dich in die Arme schließen zu können und herkommt, sobald es ihm möglich ist."

  • Tilla betrat den Ort, von dem man ihr gesagt hatte, dass der derzeitige Gast des aurelischen Hauses ihn aufgesucht hatte und blieb in angemessener Entfernung in Septimas Nähe stehen. In den Händen trug sie eine Erfrischung bestehend aus verschiedenen Getränken und einem Salat mit Nüssen und getrockneten Trauben. Es war Zeit für einen Imbiss... laut der Köchin Niki, hatten schwangere Frauen eigentlich immer Appetit beziehungsweise Hunger. Die Sklavin bemühte sich die Ohren auf Durchzug zu stellen.. doch die Nachricht dass der Legat der Prima in Rom weilte machte sie aufmerksam. Ursus war hier!! Das war gut.. sehr gut sogar!! Ein Lächeln umspielte ihre Mundwinkel,. als sie den letzten Satz ders Botschafters hörte. Jajaja.. die Liebe! Leider konnte sie sich nicht lange an dem wissenden Gefühl erfreuen.. irgendwie liess sich aus der Botschaft schliessen, dass der Legat Tiberia Septima sehen wollte. Und Tilla hatte überhaupt keine Lust rauszugehen. Denn seit Sonnenaufgang sah es angesichts praller Wolken so aus, als würde es jederzeit zu regnen anfangen.

  • Gespannt lauschte die junge Frau den Worten des vor ihr stehenden Soldaten und kaum hatte er ihr von der Ankunft ihres Mannes in Rom berichtet, erschien, trotz der Trauerkleidung, ein strahlendes Lächeln auf dem Gesicht der Tiberia. „Er ist hier?! Hier in Rom?“ Septima konnte es kaum glauben. ‚Deshalb dieser dreckige Aufzug.’ ging es ihr durch den Kopf. Ursus musste einen Gewaltritt hinter sich haben, wenn er bereits wenige Tage nach ihrer, beziehungsweise der Nachricht von Lupus, hier in Rom eingetroffen war. „In unserem Haus sagtest du? Das ist gut! Ich habe hier ein Schreiben des Praefectus Urbi, welches meinem Mann gestattet für zwei Tage das Pomerium zu betreten.“ Septima hielt dem Soldaten die Schriftrolle entgegen. „Halt das bitte für mich.“ wiß sie ihn kurz an und wand sich dann an die junge Sklavin neben sich, die ein Tablett mit Knabberei und zu trinken parat hielt. „Stell das ab und lass sofort meine Sänfte herbringen. Ich werde dich umgehend begleiten.“ teilte sie dem Soldaten mit, dessen Namen sie noch nicht einmal kannte.
    „Wem verdanke ich die frohe Botschaft?“ erkundigte sie sich noch immer freudig vor sich hinlächelnd und deutete mit der Hand auf das Tablett, welches Tilla in der Nähe des Gastes abgestellt hatte. Ihre Gastfreundschaft hatte unter ihrer Freude deutlich gelitten, so dass sie sich nun bemüht sah, etwas dagegen zu unternehmen. „Magst du etwas trinken, oder eine Kleinigkeit essen, während wir die paar Minuten auf meine Sänfte warten? Der Ritt nach Rom muß anstrengend gewesen sein.“ In dem Moment fiel Septima wieder die Schriftrolle ein, die sie dem Soldaten einfach so in die Hand gedrückt hatte. „Die nehme ich dann wieder.“ Ein kurzer Augenaufschlag, der es einem Mann fast unmöglich machte, ihr eine Bitte abzuschlagen und Septima nahm die Schriftrolle wieder an sich und drückte sie besitzergreifend gegen ihre Brust.
    „Frija! Bring mir meinen Umhang.“ Die angesprochene germansiche Sklavin eilte sofort los, um das gewünschte Kleidungsstück ihrer Herrin zu holen.
    „Wie lange wart ihr unterwegs?“ erkundigte sich Septima bei dem Soldaten und ließ ihm von einem weiteren Sklaven das gewünschte Getränk reichen.
    Ungeduldig stand Septima da, bot noch nicht einmal einen Platz zum ausruhen ihrem Gast an, denn jeden Moment musste Tilla zurück kommen, um ihnen zu sagen, dass die Sänfte bereit war. Ach ja, sie brauchte auch noch Baldemar! Suchend blickte sich die junge Frau um und zitierte mit einer herrischen Bewegung ihres Zeigefingers einen weiteren Sklaven herbei. „Gib Baldemar bescheid dass ich umgehend gedenke das Haus zu verlassen.“ Der Sklave zockelte nach einem ergebenen Kopfnicken von dannen und benachrichtigte den Leibwächter der Tiberia.

  • Frija war bei Septima. Baldemar in der culina. Es gab keinen Met. Wie enttäuschend. Der Wein war einigermaßen. Nach einem Schluck kam ein Sklave. Aufgeregt. Hektisch. Er wollte etwas. Baldemar wies neben sich. Eine Dattel im Speckmantel verschwand in seinem Mund. Eine Handbewegung zeigte an, das der Sklave sich beruhigen sollte. Der Germane hörte es schließlich heraus. Septima wollte mit der Sänfte raus. Jetzt? Na toll! Nie konnte man in ruhe seinen Wein genießen. Durch die Zähne pfeifend stand er auf. Seinen Teller stellte er vor den Sklaven. Ebenso wie den Becher. Den verblüfften Blick des Mannes gegen Baldemars Rücken nahm er nicht mehr wahr. Er ging. Schnell. Aber er eilte nicht. Rennen war auch ausgeschlossen.
    Der Marser betrat das Atrium. Sein Blick traf den Soldaten. Seine Mundwinkel zuckten. Er nickte Septima zu. Von ihm aus konnte es losgehen. Im vorbeigehen berührte er unauffällig seine Frau. Er schenkte ihr ein Lächeln. Das musste einfach sein.



  • "Ja, Herrin. Er ist hier in Rom. Wir haben einen Ritt hinter uns, wie ich ihn noch nie erlebt habe, das kannst Du mir glauben." Unter normalen Umständen hätte er sich vermutlich nicht zu so einer Bemerkung hinreißen lassen, aber er war völlig übermüdet und erschöpft. "Oh... bitte verzeih, Herrin, daß ich mich nicht vorgestellt habe. Miles Faustus Sepullius Ferox zu Diensten!" Unwillkürlich stand er für einen Moment stramm. Dann nahm er ein wenig verblüfft die Schriftrolle entgegen. Die Tiberia war beim Praefectus Urbi gewesen? Bei dem Mann, über den so viel gemunkelt wurde und über den Gerüchte zwischen Bewunderung und Furcht kursierten?


    "Ein Schluck Wasser wäre wunderbar, Herrin. Hab Dank dafür!" Er fand es rührend, daß sie sich um ihn kümmerte. "Ich bin vor allem müde. Das sind wir alle. Wie lange? Keine Ahnung, irgendwann war nicht mehr wichtig, ob Tag oder Nacht war." Er nahm dankbar den Becher entgegen und stürzte das Wasser in einem Zug herunter. Inzwischen brach hektische Betriebsamkeit aus, da die Sklaven den Aufbruch der Herrin vorbereiteten.




  • Ochnee.. sie gingen raus! Innerlich missmutig über die Entscheidung der schwangeren Frau des Legaten versuchte ie es sich nicht anmerken zu lassen. Sie nickte und stellte das Tablett flugs auf dem nächstgelegenen Tisch ab. Schliesslich flitzte sie los, um den Sänftenträgersklaven aus der (arg reduzierten) Sklavengemeinschaft Bescheid zu sagen, dass sie gebraucht wurden und welche Sänfte sie holen sollten. Tilla bekam gesagt, dass die betroffenen Sklaven vor der Tür warten würden und tat einen Abstecher in die eigene Kammer, um ihre palla zu holen.


    Warm eingekleidet, fertig zum Aufbruch, flitzte sie zurück zur Herrin und dem Boten. Tilla stampfte mit dem Fuß auf, um sich bemerkbar zu machen und zeigte in Richtung Haustüre. Sie zeichnete eine unsichtbare Tür in die Luft und fügte die ebenso unsichtbaren groben Umrisse einer Sänfte hinzu. Ihr Blick streifte Leibwächter Baldemar. Ach, er kam auch mit? Das war gut, fand Tilla und ging schliesslich vorneweg, um die Herrin zur Türe zu geleiten. Mannomann, was für dustere Wolken am Himmel. Die stumme Sklavin erschauderte und sah Septima fragend an. Sollte sie mitkommen oder nicht?

  • Frija nahm die kleine Zärtlichkeit ihres Mannes mit einem Lächeln entgegen und klärte den Leibwächter mit leisen Worten über die Ankunft des Gatten von Septima hier in Rom auf. Schließlich sollte Baldemar nicht unwissend hinter der Sänfte von Septima hinterher rennen.


    Septima war viel zu angespannt, als dass die Worte des Miles sich gross in ihrem Kopf festgesetzt hätten. Somit lächelte sie nur und nickte zu den Worten des Soldaten. Ein kurzer Wink und der aufmerksame Sklave füllte den bereits geleerten Becher für den Gast erneut nach. „Es wird sicherlich nicht lange dauern, bis wir aufbrechen und du dich anschließend ausruhen kannst.“ versicherte sie dem Miles und schaute sich neugierig um, wie weit die Vorbereitungen bereits getroffen waren. Frija stand bereits, in ihren eigenen Mantel gehüllt und den der Herrin auf dem Arm, da und Baldemar stand neben ihr, ebenfalls fertig zum Aufbruch, wie es aussah.
    Dann zuckte Septima zusammen und drehte sich zu Tilla um, die sich soeben mit einem kräftigen Fussstampfer bemerkbar gemacht hatte. „Himmel Tilla! Erschreck mich doch nicht so!“ fuhr sie das Mädchen an und deutete anschließend aus deren Gesten, dass sie aufbrechen konnten. „Oh, dass ist sehr gut. Komm Sepullius! Gleich wirst du dich von dem langen Ritt nach Rom erholen können.“ Ein kurzer Wink und Frija legte ihrer Herrin bereits im Gehen den Mantel um. Zusammen mit dem Boten verließ Septima die Villa Aurelia und machte sich auf den Weg zu ihrem Gemahl.

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