[Vestibulum | Ubizwo] Das Haupttor und die große Halle

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    Wenn man das Tor an der Via Borbetomaga hinter sich ließ und dem breiten Hauptweg zwischen den Feldern und Obstplantagen gen Osten den Hügel hinauf folgte, kam man nach einer Weile zum Kern des Latifundiums: der zwischen Gemüse- und Kräutergärten auf der einen Seite und dem bewaldeten Hang auf der anderen Seite gelegenen Villa Rustica.


    Wenn man sich dieser näherte, fiel nebst den prägnanten Wohntürmen zu beiden Seiten der Villa vor allem das zum Weg gelegene hölzerne Zentrum der Front auf: das große Haupttor und die lange Halle. Wie die gesamte Villa durch das steinerne Fundament drei Armlängen über den Erdboden erhoben thronte sie auf demselben und überblickte das gesamte Latifundium, die Civitas und den Rhenus.
    Das Haupttor erreichte man über eine breite, aus großen Steinquadern geschaffene Treppe, die schließlich in einem ausladenden Podest mündete, welche dem großen Tor Raum und Stütze war. Das Tor selbst war hinter vier Pfeilern versteckt, die das vorgezogene Dach stützten. Zuäußerst der Pfeiler waren noch zwei mächtige Ganzbäume, die das Dach beinahe überragten, in den steinernen Grund eingelassen und bildeten den imposanten Rahmen des ganz und gar aus Holz geschaffenen Tors.
    Die Pfeiler selbst waren, ebenso wie die anschließenden Bögen, in deutlich germanisch angehauchtem Bezier geschnitzt, das Darstellungen der hiesigen Natur ebenso zeigte wie auch Heldentaten der Mythen. Die äußersten Pfeiler wiesen bei genauerem Hinschauen geschnitzte Szenen aus der Geschichte der Familie auf, die jenseits des Rhenus weit im freien und wilden Germanien begann und seit nicht wenigen Jahren nun in Mogontiacum verläuft. Überwacht wird das Tor von den in germanischer Pfahlschnittweise geschaffenen sechs Göttern, denen die Duccii sich besonders zugetan fühlten.
    Die Krönung stellte schließlich die Abbildung des duccischen Wappens auf dem Giebel des Tores dar: den germanischen Wolf, der mit einer Schlange rang.


    Das Tor selbst zeigte nicht weniger als das Programm der 'modernen' Duccii: einen in feinster Schnitzweise geschaffenen germanischen Edelmann, der einem Römer in Toga auf dem anderen Torflügel die Hand reichte. Ein durch und durch aufgeladenes Sinnbild der wechselhaften Geschichte der Familie, die mittlerweile genauso viel im Reich der Römer erlebt hatte wie jenseits des Rhenus.
    Wer durch das Tor hindurch trat, betrat die kaum weniger imposante, da ebenfalls durch und durch aus Holz geschaffene große Halle der Villa Rustica, deren Dachstuhl an die germanischen Langhäuser erinnerte, in welchen Generationen der Familie gelebt hatten. Untypisch war sie doch: nach Innen und zu den kurzen Seiten hin schlossen verputzte Mauern das Gebilde, während nach außen mannshohe Fensterbögen aus Holz den Blick über die Landschaft ermöglichten. In grobem Wollstoff gewebt hing der Stammbaum der Familie mehr als mannshoch und etliche Ellen lang und zeugte von der Größe dieser germanisch-römischen Sippe. An den vielen Pfeilern zur offenen Seite hin erzählten direkt in das Holz geschnitzte Schriften von den Geschicken der Familie und ihren Abkömmlingen.


    Zwar waren die viel erzählenden Verzierungen von beeindruckender Kunstfertigkeit und die Farben, in denen sie hervorgehoben waren, leuchteten im Lauf der Sonne, allerdings ließ sowohl das Tor als auch die Halle jedweden Prunk in edlem Metall und Stein vermissen. Das Holz war aus hiesigen Wäldern geschlagen, der Boden war aus lokalen Stein gebrochen und nicht ein Flecken funkelte oder glänzte. Dem Kenner ging auf: hier versuchte man sich im schwierigen Spagat zwischen Understatement und stolzem Selbstbewusstsein. Sowieso zeugte dieser gesamte große Eingangsbereich der großen Villa davon, dass hier eine Familie wohnte die hier tatsächlich aus den Gefielden stammte... und die wusste woher sie kam.

  • Familia Duccia Wolfricis
    Villa Duccia | Via Borbetomaga | Mogontiacum


    Heilsam Familie,


    es erfüllt mich unweigerlich mit Schmach, dass ich es dieses Jahr noch nicht zu euch nach Mogontiacum geschafft habe. Eine hartnäckige verschleppte Erkältung aus den kalten Tagen des Winters hielt mich bis in den Frühling hinein an mein Bett gefesselt, währenddessen sich die Arbeit anhäufte, welche ich über den Sommer aufholen musste. Zudem verlangte der Duumvir von Clarenna meine Dienste bei einigen Festtagen in der Stadt, wodurch es mir nicht möglich war euch zu besuchen.
    Genug der Entschuldigungen und Ausflüchte.. ich schreibe euch in freudiger Stimmung. Ich werde in den nächsten Tagen für einen längeren Aufenthalt nach Mogontiacum aufbrechen. Natürlich sind die Gründe für meinen Besuch, dass ich unseren neuen Stammsitz, dessen Einweihung ich gebührend mit euch feiern werde, begutachten und natürlich euch alle samt wieder in meiner Nähe wissen möchte. Doch es gibt einen weit aus wichtigeren Grund für mein Kommen. Meine Tochter Runa, Duccia Silvana, wird mich begleiten. Ich hoffe ihr erinnert euch noch an das kleine Mädchen, welches ihr zu letzt auf einem Familienfest in der Casa Duccia vor zehn Jahren gesehen habt. Sie ist mittlerweile eine junge Frau von vierzehn Jahren und hat nur noch flüchtige Erinnerungen, was ihre Verwandten angeht, war sie doch noch zu jung, um euch in ihrem kleinen Köpfchen zu behalten.
    Mit diesem Schreiben entrichte ich euch auch noch eine Bitte. Ich würde Runa gerne in eurer Obhut wissen. Ich will, dass sie unter dem Einfluss ihrer Verwandten in Mogontiacum lebt und sich weiterbildet. Sie soll sich in den Dienst des Cultus Deorum als Aeditua stellen, brennt sie doch fast noch mehr für die Götter, als ich es tue. Ich weiß, dass einige von euch keine Zeit finden werden, sich um die Einführung einer jungen Duccia in die Gesellschaft zu kümmern. Daher werde ich zunächst drei Monate bleiben und sie auf ihrem Weg begleiten. Ich vermisse ohnehin Mogontiacum so sehr, dass es mir schwer fallen würde, mich frühzeitig wieder von dieser Stadt zu trennen. Ich werde mich mit Witjon genauer über Runa, ihren Aufenthalt und ihre Möglichkeiten in Mogontiacum besprechen und meine Bitte noch einmal persönlich vorbringen.


    Wenn euch dieses Schreiben erreicht, werden wir schon den ersten Tag unserer Reise hinter uns haben. Ich hoffe ich überrumple euch nicht mit unserem Besuch, weiß ich doch, wie es momentan um eure Situation bestellt ist.


    In großer Vorfreude auf viele gemeinsame Stunden in der nächsten Zeit.


    Til ars ok frisar,


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    Rus Duccii Veri | Clarenna




    Sim-Off:

    *Phelan und Runa besuchen die Verwandten in Mogontiacum.

  • Der Ruhm wird nach der Asche größer.


    "Bei Donar, schaut euch das an!", rief Witjon aus. Angesichts des Anblicks, den einem die Villa Duccia bot, konnte es einem fast die Sprache verschlagen. Witjon hatte seine Familie im Schlepptau und ging aufgeregten Schrittes die Allee entlang auf die Villa zu. Sie hatten bereits in den Tagen zuvor Haushaltsgegenstände wie Kleidung, Geschirr, Werkzeug und ähnliche Notwendigkeiten in die Villa schaffen lassen. Möbel waren in den Wochen vor dem Einzug hergestellt und dem Haushalt hinzugefügt worden. Heute war es endlich so weit. Wenn auch noch nicht jede Kleinigkeit eingerichtet war und die Bewohner in den kommenden Tagen sich in Ruhe würden einrichten und an die neue Behausung gewöhnen müssen, so war der lang ersehnte Tag doch letztlich gekommen.


    Wolfriks Sippe zog in ihre neue Villa Rustica Duccia ein.


    "Da staunt selbst Wodan mit seinem einen Auge!", prahlte Witjon ungewöhnlich ausgelassen. Er hatte seine Frau untergehakt und zeigte hierhin und dorthin. "Schau, wir haben schon Obstbäume gepflanzt und sieh dort die Äcker sind bestellt. Aaaaah und dort ist das Herzstück unseres Latifundiums: Die Weiden. Unsere prächtigsten Hengste, unsere schönsten Stuten, ein Augenschmaus."
    Witjon grinste Octavena begeistert an und warf einen Blick über die Schulter, wo der Rest der Familie ging. "Was sagt ihr? Ist das nun ein angemesser Stammsitz unserer Sippe?"
    Im Vorübergehen winkten die Muntlinge der Sippe, die auf den Äckern und Weiden ihren Dienst versahen, ihnen freundlich zu. Aber auch freie Knechte waren auf dem Latifundium beschäftigt, die ebenfalls die Gelegenheit willkommen hießen, ihre Arbeit zu unterbrechen und den Ducciern beim Einzug in ihr neues Heim zuzusehen. Auf den Stufen, die zur Halle der Villa hinaufführten, erwartete zudem Albin bereits die Herrschaften. Wie immer stand er als Vilicus seiner Sippe zur Verfügung und hatte dafür gesorgt, dass alles vorbereitet war.

  • Leicht versetzt neben Dagmar war Alan dem Tross gefolgt, der sich auf die Villa Rustica zubewegte. Obwohl er in den letzten Wochen hier viel Zeit verbracht hatte, war er über das Endergebnis nun doch sehr erstaunt. Viele Stunden hatte er damit verbracht Schnitzereien anzubringen oder bei der Herstellung der Möbel zu helfen. Und er bot stets eine helfende Hand, wenn sie gebraucht wurde. Ja, der einstige Schreiner war in der Arbeit richtig aufgegangen, er hatte endlich wieder etwas zu tun und das lies ihn ein klein wenig aufblühen. Er war kein Sklave mehr und durfte zu dieser einflussreichen und, wie er zugeben musste, beeindruckenden Familie gehören. Er hatte zwar sein Zuhause verloren, doch nun hatte er mitgeholfen ein Neues zu errichten.
    Schweigend lag sein Blick allerdings auf Dagmar. Sie war so ruhig und er vermisste das Lächeln, welches sich in ihren schönen Augen zu spiegeln schien. Sie hatte ihm damals bei ihrem Opferausflug klar gesagt, dass sie keine gemeinsame Zukunft hatten und doch war Alan ihr nicht von der Seite gewichen. Als wäre er noch immer ihr Sklave. Aber ein Sklave aus eigenem Willen. Nur die Zeit die er hier auf der Baustelle verbracht hatte, hatte ihn davon abgehalten. So oft es ging und Dagmar seine Anwesenheit wünschte, war er bei ihr ohne die Regeln der Gesellschaft dabei zu brechen.
    Auch jetzt hoffte er darauf irgendeine freudige Regung in ihrem blassen Gesicht erkennen zu können.


    Als das Oberhaupt der Familie zu reden anfing, lies Alan sich kurz davon ablenken und blickte in die jeweils beschriebene Richtung. Einen Moment blieb sein Blick an den Pferden hängen, die über die Wiesen rannten. Es war wirklich ein schöner Anblick und ihm wurde mal wieder bewusst wie viel Glück ihm zuteil geworden war. Da oben meinte es wohl wirklich jemand gut mit ihm und der junge Mann würde wahrlich alles daran setzen die Götter und auch seine neue Familie nicht zu enttäuschen.
    Auf die Frage ob das nicht alles schön sei nickte Alan. Noch immer wagte er sich nicht als Aufgenommener vorzudrängen und bevor nicht ein engerer Angehöriger die Frage beantwortet hatte würde er schweigen.

  • Der große Tag war gekommen und Dagmar zog mit den anderen in das neue Heim. Sie hoffte inständig es bald auch als ihr neues Heim betrachten zu können. Zu oft hatte sie jetzt schon mitansehen müssen wie das Haus, in dem sie gelebt hatte und das sie als Heim angesehen hatte, ihre Zufluchtsstätte und der Ort, an dem sie der Meinung war, dass ihr nichts passieren konnte, in Flammen aufging. Der letzte Brand hatte nicht nur das Gebäude an sich vernichtet sondern auch einen großen Teil in ihr selbst. Wirkliche Freude konnte sie oft nur noch bei ihren Kindern verspüren oder in den wenigen Momenten wo sie von sich selbst abgelenkt war. So gut es ging, hatte sie es vermieden die Baustellte zu besuchen. Zumindestens in den Anfängen. Später als es dann schon als Haus erkennbar gewesen war, hatte sie hier und dort, wo es eben gewünscht war, ihre Meinung dazu gesagt. Es war wirklich ein wunderschönes Landgut geworden und es erinnerte sie tatsächlich etwas an das Haus in dem ihr Onkel gelebt hatte und die Geschicke des Dorfes leitete. Nun würde sie in diesem Haus nicht mehr spielen. Nein, dafür war sie nun wirklich zu alt, aber darin leben würde sie können.


    "Der wird bei dem Anblick sogar neidisch," entfuhr es ihr und ihre Kinder mussten lachen. Auch diese waren ganz aufgeregt und ihre großen Augen leuchteten vor Freude und Spannung. Es war wie eine kleine Parade, die sie hier abhielten. "Es ist wirklich wunderschön hier," antwortete Dagmar dann auf die Frage von Witjon. "Das ist hier ja so viel größer als bei dem anderen Haus," gab Secundus dann zum Besten. Noch ehe die Mutter hätte etwas dagegen tun können, waren die beiden Kinder schon davon gelaufen um sich Alles ganz genau anzusehen. Mit einem kleinen Lächeln sah sie ihnen nach. Es erleichterte sie sehr, dass ihre Kinder sich hier scheinbar schon wohl fühlten. Ihr Lachen entfernte sich weiter während sie rannten und tobten.

  • "Joa...", brummte der alte Albin, als er die verdammte Familie an 'seinem' neuen Wirkungsort empfing, und verschränkte mit offensichtlich unbeeindruckter Miene in noch viel offensichtlicherem Trotz die Arme, "...ist ganz nett."
    Hatte er während des großen Brandes noch als Vollautomat seine Pflichten gegenüber der Sippe wahrgenommen, war ihm dies in den kommenden Wochen und Monaten zunehmend schwerer gefallen. Zwar hatte er, seinem Alter gemäß, nicht auf der Baustelle arbeiten müssen, aber seine nunmehr auf drei Häuser (in denen man die Sippenmitglieder untergebracht hatte) aufgeteilte Tätigkeit hatte ihn auch immer wieder am Ort vorbeigeführt, der für die letzten Jahrzehnte sein und der anderen Heim dargestellt hatte.
    Das war hart gewesen, auch wenn Albin es natürlich nicht gezeigt hatte. Die stetig anwachsenden Insulae, die jetzt dort entstanden waren wo früher die Duccii gelebt hatten, mahnten ihn stets daran, dass der Wandel kam auch wenn er ihn nicht haben wollte.


    Als die neue Villa, die Albin zumeist gemieden hatte und sich auf seine Arbeit innerhalb der Stadtmauern konzentrierte (die er zuvor vielleicht ein bis zweimal im Jahr überhaupt verlassen hatte), war dennoch gewachsen... und wie sie das war.
    Als Albin sich das Werk vor wenigen Wochen zum ersten Mal angesehen hatte, war seine programmatisch griesgrämmige Stimmung fast schon unwillkürlich einem atemlosen Staunen gewichen. Das Anwesen war, wenn man es mit dem verglich in welchem die Duccii vorher gehaust hatten, gigantisch.
    Andererseits hatte man es quasi in die Rus mit ihren ausladenden Weiden und Feldern gebaut, also konnte die Größe nicht wirklich verwundern... und doch tat sie es. Die Villa an sich war... ihm taten jetzt schon die Knochen weh wenn er nur an die vielfach größeren Laufwege dachte, die ihm dieses Riesending zumutete.


    Und sowieso: es war neu und nicht die alte Casa, also mochte Albin sie nicht... dementsprechend auch sein Gesichtsausdruck.

  • Nach einer letzten Etappe von Lopodunum aus, die durch Phelans Erzählungen aus seinen jungen Jahren bei den Duccii gar nicht so lang erschien, erreichten sie schließlich Mogontiacum. Sie passierten das Castellum der ALA II und fuhren die Via Borbetomaga entlang, wo sie zuerst am Vicus Novus und danach am Vicus Victoria vorbeikamen, die außerhalb der Stadtmauern lagen. Wenn man die Via Borbetomaga entlang schaute, hatte man einen guten Überblick über Mogontiacum, welches aber immer mehr hinter den Stadtmauern verschwand, je näher man kam. Ungefähr auf der Mitte der Strecke vom Castellum bis zum westlichen Stadttor wies Phelan Alexandros an, dass die Villa Duccia nun auf der linken Seite läge, woraufhin dieser den Wagen von der Straße durch das Tor und den Hauptweg hinauf zur Villa lenkte. Links und rechts des Weges erstreckten sich die Felder und Obstplantagen der Rus, auf denen die Männer arbeiteten, welche er grüßte - sie erkannten ihn noch, obwohl er es in diesem Jahr noch nicht nach Mogontiacum geschafft hatte. Etwas verwundert schauten sie allerdings, saß neben ihm doch seine hübsche Tochter, die sie bis jetzt noch nicht kannten. Der Ähnlichkeit nach konnten sie sich allerdings bestimmt denken, dass es Phelans Sprössling sein musste. Je weiter sie den Hauptweg hinauf fuhren, desto freudiger wurde er, hatte er die Villa doch noch nicht gesehen, auch Runa schien ziemlich aufgeregt.


    Nach einer Weile erreichten sie schließlich das Ende des Weges, welcher sie direkt vor die prächtige Porta der ebenso prächtigen Villa brachte.
    Schon aus dem Staunen nicht mehr raus kommend stieg er langsam von dem Wagen, ohne seinen Blick von dem imposanten Gebäude abzuwenden. Witjon hatte nicht zu viel versprochen. Ein wenig musste er schon fast vor Freude lachen, war es doch schon fast etwas übertrieben groß! Er wies Alexandros und Kaeso an zu warten, während er seiner Tochter vom Wagen half, um mit ihr die Treppen zum Tor hinaufzugehen. Auf dem Podest blieb er vorerst stehen und ging zu einem der vier Pfeiler, welchen er sich fasziniert ansah. In das Holz der kompletten Fassade des Tors waren Schnitzereien hineingearbeitet, die zum einen die Natur sowie Heldentaten der Mythen als auch Szenen aus der Familiengeschichte zeigten. Er wies Runa an zu sich zu kommen, die noch etwas zaghaft, vermutlich nicht aus Angst, sondern vielmehr aus Respekt und Ehrfurcht gegenüber dieses Baus, am Anfang der steinernen Erhöhung stand.


    Nachdem sie die Schnitzereien begutachtet hatten, zeigte er auf das Familienwappen, das den duccischen Wolf zeigte, welches sich am Giebel der Torüberdachung befand.
    Auch die in germanischer Pfahlschnittweise geschaffenen sechs Götter, denen ihre Familie besonders zugetan waren, übersahen sie nicht, welche das Tor überwachten.
    Sie traten an das massive Tor aus edlem Holz heran, dass einen germanischen Edelmann zeigte, welcher einem Römer die Hand reichte, welch symbolische Geste der Gastfreundschaft und Sinnbild für die Geschichte der Familie. Was für ein imposanter Eindruck, was für ein schöner erster Eindruck von ihrer Familie und ihrem neuen Heim für Runa.


    Mit einem kräftigen Klopfen wie aus alten Tagen kündigte er Vater und Tochter an, welche nun natürlich auf einen bestimmten Mann warteten - dieser Mann konnte nur einer sein: Albin.

  • Immer wieder hatte sie rechts und links geschaut, aber seit das Gebäude – ihr zukünftiges Heim- am Ende des Weges erblickt hatte, konnte sie ihren Blick nicht mehr abwenden. Es war nicht nur imposant, nein es war eindrucksvoll, Ehrfurcht gebieten gerade zu. Runa klappte den Mund auf und wieder zu. Nein sie konnte nichts sagen. Ja in diesem Moment fehlten ihr die Worte. Zaghaft legten sich ihre Finger auf eine der Schnitzereien und strichen fast schon zärtlich darüber. Sie hatte wohl schon die ein oder andere Villa gesehen, aber das hier ging über all das hinaus was sie von Gebäuden bisher her gesehen oder gar gehört hatte. Ein Tempel hätte wohl nicht eindrucksvoller auf sie wirken können. So war es nun auch ihre Hand, die die ihres Vater suchte um sich dran festzuhalten.
    So stand sie nun als neben ihrem Vater und wartet mit ihm gemeinsam. Ihre Blicke jedoch gingen umher, sie versuchte alles zu erfassen, was ihr natürlich ob der Fülle nicht gelang.

  • [SIZE=5]"Bei den Göttern, wer bei Loki...[/SIZE][SIZE=6] Loki, genau, der war's...[/SIZE][SIZE=7] nur so ein Irrer wie der kann sich einfallen lassen eine so unnötig große Halle zu bauen![/SIZE] Ich brauch Stunden hier durch... wenn ich ankomme herrscht WINTER! Oder noch besser: WIEDER WINTER. Gottverdammt, und das bei meinen alten...", hallte es zwar nicht durch das Tor (das zu dick für derlei einfache Klangübertragung war), aber durch die noch nicht verglasten Fensterbögen nach Osten, die sich links und rechts des Tores bis zu den Wohntürmen hin erstreckten. Dann folgte ein Moment Stille (in welcher auf der anderen Seite des Tores stark geschnaufft wurde), bis schließlich der linke Torflügel deutlich langsamer aufgezogen wurde als die Tür der Casa (wer genau hinhörte, konnte ein gequältes "Das...kann...nicht...ihr...ernst...sein." vernehmen).


    Als der Torflügel (für Albin) weit genug geöffnet war, trat der alte Mann hervor. "Willkommen in der Casa... Villa Duccia.", schnaufte er nicht allzu begeistert und freundlich dreinblickend und sah dabei aus, als hätte er gerade einen antiken Ironman hinter sich gebracht... rückwärts laufend. Es dauerte einen Moment, bis er den größeren der beiden Besucher erkannte: "Ach kiek, et bisch do... has' Heimweh, eh? Tjoa, dazu isset no to spät, Jung. Dett Heim gift es net mehr. Nuno dett heel to groote Palast. Un hu is ditt?", wandte er sich dem jungen Mädchen zu, und seine Augen verengten sich nachdenklich: "Phelan, is' watt mitte Dings... wie hieße noch, dine Fru, issa watt passeert? Hes' wiedr jehirotet? Janz schö jung, dett wicht... kunnt dine Dochtr sin."

  • Es dauerte ungewöhnlich lange, bis jemand ihnen öffnete. Nicht das Albin sprang, sobald es klopfte, er ließ sich immer die Zeit die er brauchte, war es ihm doch egal, ob jemand ein paar Momente länger vor verschlossene Tor warten musste, aber dieses mal dauerte es wirklich eine halbe Ewigkeit. Schließlich öffnete genau der alte Greis, den sie erwartet hatten. Komischerweise war dieser schon wieder keinen Deut älter geworden nach fast einem Jahr, wo sie sich nicht gesehen hatten. Wie machte er das nur? Phelans blonder Schopf hingegen wurde immer heller..


    Wie es die Etikette dem Ianitor vorschrieb, begrüßte er sie auf Latein, typisch grimmig dreinblickend und leicht genervt. Der Pontifex wartete einen Moment, bis dem Alten auffiel, wer denn hier vor ihm stand und verzog dabei keine Miene, außer dass er seine Augenbrauen etwas hochzog. Als er ihn dann endlich erkannte, entgegnete er gespielt patzig "Getz tu ma nit so, als hätts mi nit wedderkennd'." schließlich war Phelan nicht gerade mit seinen langen Haaren der typische Römer, auch wenn Albin zwar nicht wirklich älter geworden zu sein schien, um die Augen stand es wohl nicht mehr so gut.
    Als der Greis nach Runa fragte, ob sie seine neue Frau wäre, drehte er sich kurz zu ihr um und schmunzelte.
    "Albin.. min Fru isset jutt. Besinns' di nit op min Göör vun de Fier vun de Witjon denne sien Geboortsdag vun voer tein Johren? Dat is mien Dochter, Runa, Duccia Silvana." das Albin sie für seine neue Frau hielt bestätigte, dass sie bereits im heiratsfähigen Alter war, also zu einer jungen Frau herangereift war. Eigentlich erinnerte sich der alte Mann an ALLES, was sich jemals in der Familie der Wolfrikskinder ereignet hatte.
    "Sünd de Annern do?" fragte er, etwas an Albin vorbeilukend.

  • Natürlich vernahm sie die Stimme des alten Brummbären, als er schlussendlich die Tür öffnete wollte sie sich schon, wie damals als sie noch gerade mal ne Handbreit größer als ne Tischkante war, hinter ihrem Vater verstecken. Aber da da wohl nicht nur dämlich ausgesehen hätte, sondern auch ziemlich albern gewesen wäre, blieb sie einfach da wo sie war. Obwohl sie dennoch lieber erst mal die Luft anhielt. Warum hatte sie nur so ne Schiss vor dem Alten?
    Was sacht der da? Runa zog die Stirn in Falten und egal ob Schiss oder nicht, der Alte bekam jetzt doch einen bösen Blick.
    Egal wie das Verhältnis ihrer Eltern war, sie mochte beide und so was wie Trennung der Eltern hörte kein Kind gern.
    'Der Blitz soll ihn beim Sch... treffen!' dachte sie sich. 'Seine Frau pah!' der Alte schien wirklich langsam komisch zu werden.
    Runa straffte also ihre Schulter und versuchte sich größer zu machen, nickte dem Alten zu, als ihr Vater sie vorstellte. „Ick frei mi. Ick bün Runa Dochter vun Phelan und Calventia Fusa, un nit sien Frau.“ Auch wenn ihr Vater das gerade schon gesagt hatte, wollte Runa dass an dieser Stelle einfach mal loswerden Schiss hin oder her.

  • "Najo, is' ja scho watt her, datt du hierjewesen bis'.", gab Albin halb entschuldigend halb trotzig zurück, bevor er sich anhören durfte wer die junge Frau denn jetzt nun war. Das Erkennen kam... nicht. Wann hatte er sie auch zum letzten Mal gesehen? Seiner Erinnerung nach hatte Phelan seine Tochter bisher nur ein einziges Mal mit nach Mogontiacum gebracht und den Jungen in... Dingsbumsia... besucht hatte Albin verständlicherweise kein einziges Mal. Dementsprechend war seine Festplatte recht unergiebig, so blieb ihm auch nichts anderes übrig als hilflos zu lächeln und die rechte Pranke auf dem blonden Schopf der Tochter niedergehen zu lassen.


    "Natörlig, war do' nur een klini Scherz, ha.. ha.. ha...", log Albin und wuselte das Haar des Mädchens durcheinander bevor er zur Seite trat und die Neuankömmlinge eintreten ließ, "Ik heb kini Ahnig, ob un' hu nu doa is'. Komma reen, dann kieken we mo.", sprach er und machte sich mit den beiden auf die Suche nach den Bewohnern der Villa.

  • Witjon beobachtete gutgelaunt die Reaktionen seiner Familie. Die Kinder sprachen wahre Worte. "Oh ja, viel größer", stimmte er zu. Witjon sah den beiden hinterher, wie sie davonstoben. Es freute ihn, dass die Kinder sich gleich auf dem Anwesen wohlfühlten.


    Anders stand es scheinbar um Albin. Der grummelte typisch engstirnig-missgelaunt vor sich hin. Und seine Miene erst! Albin schaute drein, als würde man ihn soeben in eine Trollhöhle verschleppen, in der er auf ewig geschunden würde. Naja, als Knecht der Sippe würde er auch in der Villa zukünftig viel Arbeit haben. Aber eine Trollhöhle sah Witjons Meinung nach anders aus.
    "He, Albin, schau nicht so grimmig. Ich bin mir sicher, dass es dir auch noch gefallen wird." Grinsend klopfte er dem alten Mann auf die Schulter. Dann erreichten sie die Stufen, die zur Villa hinaufführten. Witjon erreichte als erster den erhöhten Eingangsbereich und sah sich über die Schulter hinweg um. Er nickte nochmal bekräftigend für sich selbst. Dieses Landgut konnte sich sehen lassen.


    "So, dann wollen wir uns mal im neuen Heim umschauen", lud Witjon seine Verwandtschaft zu einem Hausrundgang ein und schritt voran, um die große Tür der Villa zu öffnen und den Blick ins Atrium zu ermöglichen, von wo aus sie im weiteren Verlauf des Tages das Gebäude erkunden und ihre Zimmer beziehen würden.

  • An einem Nachmittag einige Tage vor dem im Brief angesetzten Termin, landete ein Schreiben im Postfach der Villa Duccia.


    Pontifex Decimus Duccius Verus
    Villa Duccia | Mogontiacum


    I. Helvetius Curio Pontifici D. Duccio Vero salutem dixit.


    Werter Pontifex Duccius,


    hiermit lade ich dich ein, meinem Einführungsopfer für das Amt des Aedituus in Mogontiacum beizuwohnen. Das Opfer findet am ANTE DIEM V ID NOV DCCCLXIV A.U.C. (9.11.2014/111 n.Chr.) um die sechste Stunde im Tempel des Apollo Grannus Mogon statt.


    Mögen die Götter dich beschützen.


    Vale bene,


    Iullus Helvetius Curio
    _____________


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  • Ein Bote aus Rom kam um Familie per Brief von einem wahren Mammutprojekt zu unterrichten...


    Familia Duccia Wolfrici
    Villa Duccia Mogontiacum


    Familie!


    Ich will keine großen Reden schwingen, denn das werde ich in den kommenden Wochen noch zur Genüge tun dürfen: ich kandidiere für das Konsulat. Die Wahlen sind zwar in einigen Wochen, allerdings gibt es bis dahin satt zu tun.


    Vor allem: ich brauche Geld. Also nicht nur etwas, nein, ich brauche VIEL Geld. Eigentlich alles was ihr erübrigen könnt! Ihr könnt euch vorstellen, wieviel das alles verschlingt.


    Des weiteren bitte ich euch imständig, da mir die zweifelhaften Erfolgsaussichten ob gewisser Dissonanzen der Vergangenheit durchaus bewusst sind, eure Kontakte zu aktivieren wie es euch nur irgend möglich ist!


    Jetzt gilt es! Alles oder nichts! Helft mir!


    (Ein Brief liegt bei, der an meinen Patron gerichtet ist. Bitte lasst diesen überbringen, und dies möglichst zügig!)


    Til ars ok frisar,


    [Blockierte Grafik: http://www.kulueke.net/pics/ir/unterschriften/unterschriftvalaroemwachs.png]
    Casa Accia | Collis Esquilinus | Roma



  • Mit dabei:


    | Acanthos


    Ausgestattet mit dem Schreiben des duccischen Pontifex und begleitet von seinem Sklaven Acanthos hatte sich Curio bereits eine Stunde vor dem Termin vom Tempel aus aufgemacht und war die Via Borbetomaga nach Süden hinabgegangen. Auf dem Weg hierher hatten sich die beiden jungen Männer lebhaft unterhalten, schließlich kannten sie sich auch erst ein paar Tage und Curio war daran gelegen, seinen Sklaven besser kennenzulernen. Als sie schließlich in die beschriebene Straße nach Westen einbogen, bot sich ihnen ein eindrucksvolles Bild. Die neuerbaute Villa Duccia war ein riesiges Gebäude, repräsentantiv für die einflussreichste Familie der Stadt und dürfte wohl auf jeden Besucher einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Bei Curio blieb dieser Eindruck jedenfalls nicht aus.


    Auch Acanthos schien beeindruckt. Nachdem er von Curios Mutter mit nach Mogontiacum gebracht worden war, hatte er noch nicht viel von der Stadt sehen können. Doch dieses Gebäude... Beiden Männern verschlug es kurz die Sprache, bis es Curio war, der seine Sprache wiederfand.


    Sitzt meine Kleidung?


    fragte er, wobei die Unsicherheit in seiner Stimme deutlich zu erkennen war. Auch wenn er mittlerweile Aedituus geworden war, gehörte dieser Termin doch zu seinen ersten amtlichen Terminen und den wollte er nicht gleich in den Sand setzen. Dass dieser Termin aber ausgerechnet bei den Ducciern sein musste, war umso einschüchternder.


    Acanthos blickte auf die Kleidung des jungen Helvetier, schlug etwas Schmutz davon ab und richtete die gute Tunika etwas. Danach nickte er.


    Jetzt ist alles passend, Dominus.


    antwortete er und ging dann, ungefähr um die sechste Stunde zum Tor, um dort zu klopfen.


    KLOPF KLOPF KLOPF

  • Jaja ich komm ja schon! dachte der alte Greis laut auf dem LANGEN Weg zur Porta. Es dauerte jetzt einfach wesentlich länger, bis er die Türen öffnen konnte, eine Sache, an die er sich immer noch nicht gewöhnen konnte und wollte.


    Als er eine der Türen öffnete, stand vor ihm ein junger Mann in römischer gewohnt adretter Aufmachung mit dem ebenfalls gewohnt und berühmt berüchtigten Sklavenanhängsel. Vorzeigerömer schlechthin.


    Sichtlich genervt aber pflichtbewusst freundlich begrüßte er den jungen Mann.


    "Willkommen in der Casa... Villa Duccia. Was kann ich für dich tun?" Das mit der Villa wollte einfach noch nicht so richtig in seinen Kopf, sei es seinem zunehmenden Alter oder einfach nur seiner Engstirnigkeit geschuldet. Kurz darauf viel ihm aber schon wieder ein, dass Phelan ja einen Gast erwartete.. irgendsoein Dienstbesprechungstermindings.. also schob er nach "Ach du musst der Aedituus sein, den Duccius Verus erwartet. Helvetius, nicht wahr? Folge mir bitte." wies er dat Jüngsken an und machte auf der Stelle mit einer gekonnten Drehung kehrt zum Innenhof der Villa.

  • Alpina hatte lange gegrübelt. Die vergangenen Wochen hatten viele Fragen in ihrem Leben aufgeworfen und sie suchte dringend nach Antworten. Da Curio sie auf die Idee gebracht hatte, das womöglich eine der gemanischen Seherinnen eine Antwort auf ihre Fragen haben könnte, wollte sie in der einzigen germanischen Familie fragen, die sie kannte: bei den Ducciern. Womöglich kannten sie eine der weisen Frauen, die Alpina aufsuchen konnte.


    Beeindruckt stand sie vor dem Einganstor des Duccischen Anwesens. Sie klopfte zaghaft an der Tür.


    Klopf, klopf!

  • Es war kalt in diesen Tagen und Albin schmerzten die alten Knochen. Mühsam erhob er sich von einem Schemel, den er neben einem der beiden Kamine aufgestellt hatte, um dort einen Augenblick Ruhe zu finden. Die vielen Arbeiten, die es in der Villa zu verrichten gab, delegierte Albin auf seine alten Tage häufig genug auf die Rücken der vielen jüngeren Bediensteten und die verwalterischen Aufgaben hinsichtlich des Haushalts übernahm nun immer häufiger und umfassender die Gattin des Hausherrn, Octavena. So fand Albin öfter als früher stille Momente, in denen er Kraft schöpfen konnte für den Dienst an der Türe.


    "Ah", sagte Albin angesichts der jungen Frau vor den Toren der Villa, deren Miene er sogleich wiedererkannte. "Susina Alpina, das Fräulein, das meiner Hausherrin durch die Geburt geholfen hat. Komm' herein, draußen ist's frisch." Ausnahmsweise zeigte Albin sich einmal nicht von vornherein mürrisch und abweisend, sondern bat Susina Alpina freundlich herein. "Was führt dich in das ...neue... Heim der Duccii?"

  • Lächelnd dankte Alpina der guten Seele der Duccii und trat ein.


    "Salve, Albin. Du hast recht. Es ist kalt geworden." Sie nahm den Mantel ab und trat unsicher von einem Bein auf das andere, weil sie nicht wußte, wie sie ihre Frage formulieren und an wen sie sich mit ihrer Bitte wenden sollte. "Ich komme mit einer sehr persönlichen Frage und weiß gar nicht, ob sie mir jemand auch dieser Familie beantworten kann. Sag, Albin, bist du nicht auch Germane?"

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