Der Hochzeitsempfang von Vespa und Livianus

  • Das geschäftige Treiben schien dieser Tage in dem Hause der Decimii gar nicht enden zu wollen. Die Sklaven waren damit beschäftigt Platz für erwarteten Gäste zu schaffen, die Räume so zu gestalten wie die Brautleute es gern wollten und das Haus nach außen wie in den Innenräumen zu schmücken und zu dekorieren. Vor zwei Tagen hatte man damit begonnen die Blumengestecke, -arrangement und -sträuße an die dafür bestimmten Orte zu verteilen oder zu befestigen. Dann mussten natürlich genügend Sitzgelegenheiten angeboten werden. Da es noch immer angenehm warm in der Stadt am Tiber war, hoffte man auch für die Feierlichkeiten auf gutes Wetter und die Möglichkeit draußen zu feiern. Sollte es allerdings plötzlich auf schlechtes Wetter schwenken, wollte man natürlich auch darauf vorbereitet sein. Im Grunde wurde also sogar fast doppelt geplant und eingedeckt. Da ja schließlich auch nicht einfach irgendjemand heiratete, wollte man sich nicht lumpen lassen. Während also ein Teil der Hausbediensteten sich mit der Ausstattung der Feierstätten beschäftigten, beschäftigte sich die andere Hälfte in der culina. Soweit es ging wurden die Mittel und Ressourcen der familieneigenen Betriebe genutzt. Die Braten wurden bereits einige Tage zuvor eingelegt damit sie auch gut durchzogen, die Dinge vorbereitet, die man nicht erst am Tag vor den Feierlichkeiten oder noch am Tag zubereiten musste. Alles in Allem war eine ganze Menge zu tun.


    Da Vespa und auch Livianus bereits schon verheiratet waren, hatte man sich dazu entschieden einige Dinge auszulassen und anders zu gestalten ohne natürlich den Ablauf wirklich umzustellen. Die Feierlichkeiten fanden komplett in der Casa Decima statt. Zum einen hatten die Aelii noch keine eigene Wohnstätte erhalten und zum anderen wollte man die Gutmütigkeit und Gastfreundschaft der Germanicii nicht über Gebühr strapazieren. Es wurde also auf den Brautzug verzichtet. Bereits in ihrem Zimmer in ihrem neuen zu Hause wurde sie von ihren eigenen Sklaven und denen ihrer neuen Familie hergerichtet. Gemäß dem Brauch war sie eingekleidet worden. Nebenher hatte sie natürlich als bereits erfahrene Domina auch die Vorbereitungen im Blick gehabt und überwacht. Das ließ sie sich nicht ganz nehmen dort ihre Finger auch schon im Spiel zu haben. Man merkte jedoch ganz deutlich dass dieser Haushalt schon die ein oder andere größere Feierlichkeit ausgerichtet hatte und damit recht erfahren umging.


    Die Auspizien am Morgen fanden im Garten der Casa statt. Ebenso die Eingeweideschau. Es war kein Makel daran zu erkennen und auch die Auguren hatten keine bösen Vorzeichen ausmachen können. Danach erfolgten dann die Opfer an Iuno, Tellus, Ceres. Als dann auch das geschehen war, äußerten sie beide die Absicht diese Ehe einzugehen. Damit war der offizielle Teil geschafft und es konnte gefeiert werden. Man servierte eine große Vielzahl an verschiedenen Speisen wie zum Beispiel gedünstete oder gebratenes Gemüse, geschmortes Fleisch, gefüllte Eier, in Honig eingelegtes Obst und so vieles mehr. Als Getränke, wurde verdünnter Wein, Rosenwasser oder Säfte angeboten. Es sollte den Gästen an nichts mangeln. Die Feierlichkeiten gingen bis lang in die Abendstunden hinein und noch weiter nachdem sich die Brautleute zurückgezogen hatten.


    Am nächsten Morgen waren einige Gäste erneut eingeladen worden. Neben den Verwandten auch jene, die sie gern noch mal als Gast zugegen haben wollten oder ihre Freunde. Nun war es offiziell Vespas erstes Essen. Erneute wurde geopfert ehe die nächsten Speisen reichhaltig präsentiert wurden. Neben gedünstetem Fisch und gebratenem Fleisch, gab es mit Honig gewürztes Gemüse, dazu Brot und Moretum. Ein Brei auch Kichererbsen mit vielen Gewürzen sollte das Angebot komplettieren. Natürlich durfte auch das Obst nicht fehlen. Bei den Getränken wurde das Angebot vom Vortag wieder aufgegriffen. Nachdem Vespa noch ein paar letzte Änderungen selbst im Raum vorgenommen hatte, konnten die Gäste nun kommen.

  • Man sah Livianus deutlich an, dass er von den Anstrengungen des Vortags noch ein wenig gezeichnet war, auch wenn er mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen den wunderbar dekorierten Raum betrat. Er war es zwar gewohnt oft bis spät in die Nacht hinein zu Arbeiten, doch es war in seinem Alter bereits ein großer Unterschied, ob man dabei hinter einem Schreibtisch saß, oder wie den gestrigen Hochzeitstag die ganze Zeit auf den Beinen war, Zeremonien über sich ergehen ließ, Gäste unterhielt und schließlich auch ein wenig feierte. Er war froh darüber, dass der heutige morgendliche Empfang wesentlich ruhiger von statten gehen sollte. Nur einige ausgewählte Gäste waren geladen und so sollte es eine angenehme und verhältnismäßig ruhigere Angelegenheit werden.


    Vespa war vor ihm aufgestanden, hatte sich von ihren Sklaven erneut dem Anlass entsprechend kleiden und vorbereiten lassen und huschte bereits durch das Haus, um die letzten Handgriffe zu überwachen oder sogar selbst noch Hand an das eine oder andere anzulegen. Sie war bereits am Vortag eine wunderschöne Braut gewesen, die - zumindest aus Sicht des Decimers - alle anderen anwesenden Frauen durch ihre Schönheit und ihre Eleganz bei Weitem überstrahlt hatte. Und anders als es bei ihrem Bräutigam der Fall war, sah man ihr auch heute am Tag danach nicht die geringste Müdigkeit oder den geringsten Makel an. Frisch und munter kam sie ihrer neuen Rolle, als Frau an der Seite eines der einflussreichsten Männer Roms nach und brachte sich zur Freude des Decimers bereits mit ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen ein. Nachdem er sich einen kurzen Überblick verschafft hatte, ging Livianus auf seine frischvermählte Frau zu.


    "Guten Morgen!"


    Er schenkte ihr ein liebevolles Lächeln und beugte sich dann ein wenig zu ihr hinunter, um ihr einen kurzen aber sehr zärtlichen Kuss zu geben.


    "Es sieht hier alles wunderbar aus, aber du musst dich doch nicht selbst darum kümmern. Lass das die Sklaven machen und ruhe dich noch ein wenig aus. Die ersten Gäste werden bestimmt jeden Moment eintreffen."

  • Ob sich ihr Großonkel dies unter ein wenig mehr Leben unter seinem Dach vorgestellt hatte? Über zu viel Stille konnte er sich jedenfalls die letzten Tage nicht beklagen. Da war der Einzug von ihr und Flaminina gewesen, der fast still und heimlich von statten gegangen war, weil Calena nicht wollte das dieses Unterfangen irgendwelche Unannehmlichkeiten bereitete. Und nun dieses große Ereignis, wo das ganze Haus einem eifrigen Bienenstock glich. Die Bienenkönigin selbst, die ihre Hochzeit organisierte und die Arbeiten alle verteilte, konnte sie in dieser Zeit kaum kennen lernen. Doch den Namen hatte sie zum Glück heraus bekommen und begnügte sich damit, in der letzten Zeit unter der Masse der Helfer bei der Hochzeit unter zu gehen. Bei ihrer eigenen wollte sie auch dass alles perfekt und reibungslos war, da wollte sie es der neuen Braut nicht noch schwerer machen und irgendeinen Aufstand erproben. Stillschweigend hatte Calena jede Aufgabe bewältigt die ihr für das Fest aufgetragen wurde.


    Mit der Hilfe der Sklavin Amanirenas hatte sie eine Frisur für den Tag gezaubert und war ganz begeistert von der raffinierten Fertigkeit der schlanken Frau. Ganz dem Anlass entsprechend gekleidet, fand Calena nun auch in den Festraum und ihr Blick galt suchend ihrer Nichte. In dem ganzen Trubel hatte sie diese öfter Mal aus den Augen verloren und auch jetzt. Aber man konnte niemanden in einem Haus verlieren, sie würde bestimmt schon auftauchen. Wen sie aber fand war das frisch getraute Ehepaar. „Oh ich wollte nicht stören. Ich kann später wieder kommen wenn es unpassend ist, oder kann ich noch bei etwas helfen das vorzubereiten ist bevor die Gäste kommen?“, für Calena war bereits klar gewesen als sie erfuhr das ihr Großonkel vor hatte zu heiraten und seine Zukünftige in sein Haus zu holen, dass sie sich der neuen Hausherrin unterordnete und das Zepter der Führung des Hauses ihr ganz und gar kampflos überließ. Vielleicht waren diese Überlegungen nicht der Rede wert, aber für sich selbst musste Calena bei diesem Thema im reinen sein. Unruhe wegen streitenden Frauen wollte sie nun niemanden antun.

  • Vala war enorm aus der Form.
    Das war der erste Gedanke der ihm in den Kopf kam, als er am heutigen Morgen die Augen öffnete und tatsächlich durch den Genuss alkoholischer Getränke induzierten Schmerz hinter ersteren verspürte. Er hatte Tatsache nen Kater! Und dann erst das Weib, das selig neben ihm schlummerte. Als er sie wecken wollte um zu erfahren, wer sie nun eigentlich sei, schnurrte die Frau nur als hätten die Pikten gerade erst offiziell ihre Zugehörigkeit zur Provinz Britannia erklärt. Der Schmerz zwischen den Ohren ließ ihn wieder niedersinken, in der blanken Hoffnung gefangen, dass mehr Schlaf gleichzeitig weniger Kater bedeutete. Als er wieder die Augen öffnete zogen bereits die ersten Sonnenstrahlen in sein Zimmer, der Kopfschmerz war immernoch da und das Weib war weg. Eine ganze Kanne Wasser und ein Bad später ging es ihm wieder halbwegs, so dass er die Mahnung seines Leibsklaven bloß den Morgenempfang der gestrigen Hochzeit nicht zu verbaseln. Zu wichtig sei es, einen guten Eindruck beim Consular zu machen und die vorsichtig aus der Erde lukenden Triebe nicht sofort wieder plattzutreten. Hatte er ja auch net... offensichtlich hatte er sich auf der Feier prächtig amüsiert als das Brautpaar sich schon lange zurückgezogen hatte. Das einzige was ihm Sorgen machte, war ob er im Suff (bei den Göttern, war er dem Alkohol so entwöhnt, dass er wieder nen Kater bekam? Offensichtlich wurde er alt und weich.) die sonst gebotene Vorsicht beim Lancieren des Bettabenteuers hatte missen lassen. Allerdings konnte er sich bisher immer auf seine Expertise verlassen.


    Diese Gedanken waren längst beiseite geschoben, als er wieder in der Casa Decima stand und versuchte so frisch und unverkatert wie möglich dreinzuschauen.
    "Ah, da ist es ja, das Ehepaar..." , lächelte Vala, als er im Pulk der ersten (war er tatsächlich einer der ersten? Er hätte ne Stunde länger schlafen können!) Gäste vor das Brautpaar geführt wurde, "..entschuldigt mein Auftreten, die Festlichkeit gestern suchte ihresgleichen und hat mich in ihrem Schwung einfach mitgerissen. In meiner Heimat sagt man, je größer der Schmerz am Tage danach desto besser die Feier zuvor! Wenn es danach gebt, habt ihr gestern wahrlich ein rauschendes Fest gegeben! Meinen Dank also für die Einladung und als Zeichen dessen auch...." , sprach Vala und winkte einen als schlichten Geschenketräger sichtlich deplatziert wirkenden Sirius heran, im Schlepptau mehrere Untergeordnete, "..einerseits zur Zierde eures gemeinsamen Hausstands übergebe ich euch hiermit eine Auswahl des feinsten Glases, das die Glasbläser meiner Heimat zu kredenzen fähig sind.
    Dann, auch wenn es schwer vorstellbar ist etwas derart anmutiges noch mehr zur Geltung zu verhelfen, eine eigens für dich angefertigte Auswahl des Schmucks. Ich muss leider zugeben etwas spioniert zu haben um an die richtigen Maße zu kommen, Aelia, ich hoffe du vergibst mir. So sollte es dir noch weniger schwerfallen, neben deinem Gatten zu Aufmerksamkeit zu kommen auch wenn er sich noch so sehr ins rhetorische Gewand wirft.
    Und dir, Decimus.. mit Verlaub diese kleine Pointe, ich kenne die Spitze Zunge deiner Ehefrau... solltest du dann und wann eines stilleren Ortes bedürfen, so wartet im Stall der Casa bereits ein neues Reittier auf dich um dich genau dorthin zu tragen.
    Mit diesen Geschenken möchte ich einerseits meine Dankbarkeit für die Einladung ausdrücken, andererseits natürlich auch meine Wertschätzung eines Paars derart großer Persönlichkeiten."
    , lächelte Vala, nachdem er seine Geschenke mit dem einen oder anderen Augenzwinkern präsentiert hatte.


    Sim-Off:

    WiSim!

  • Inzwischen war sie ganz zufrieden. Es war war alles so hergerichtet worden wie sie es sich vorgestellt hatte. Auch wurde ihr von der Küche Bescheid gegeben, dass das Essen fertig war. Man warte jetzt nur noch auf die Gäste. Auch dies war eine gute Neuigkeit. So langsam fiel die ganze Anspannung von ihr ab und sie konnte sich wirklich etwas mehr auf die Gäste und den Empfang konzentrieren. Selbst gestern hatte sie noch ständig an heute gedacht. Sie hatte nicht unbedingt daran gezweifelt, dass alles klappen würde. Es war einfach der Erfolgsdruck unter den sie sich wohl am Meisten selbst gesetzt hatte. Auch wenn die Zeit ihrer Familie sich schon ein wenig überlebt hatte, so musste man ja nicht durch eine schlechte Hochzeit von sich reden machen. Sie war sich sicher, dass es immer noch etwas zum Tratschen gab, aber was wäre Rom wenn es nicht tratschen und klatschen konnte. Genau, nicht wirklich viel.




    Während sie in diesen Gedanken noch versunken war, betrat auch ihr Mann den Raum. Sie sah ein wenig überrascht auf als sie seine Stimme hörte.


    "Guten Morgen" erwiderte sie darauf seine Begrüßung und ebenso auch den Kuss. Ihr etwas angestrengt wirkendes Gesicht, wurde gleich freundlicher.


    "Es soll eben so gut es geht perfekt sein und dafür muss ich auch etwas selbst die Hand anlegen und Arrangements richten, das kann ich noch gerade selbst," sagte sie daraufhin mit einem Lächeln. Da brauchte sie keine Hilfe. "Aber es freut mich, dass es dir gefällt."


    Zitat

    Original von Decima Calena


    Mit der Hilfe der Sklavin Amanirenas hatte sie eine Frisur für den Tag gezaubert und war ganz begeistert von der raffinierten Fertigkeit der schlanken Frau. Ganz dem Anlass entsprechend gekleidet, fand Calena nun auch in den Festraum und ihr Blick galt suchend ihrer Nichte. In dem ganzen Trubel hatte sie diese öfter Mal aus den Augen verloren und auch jetzt. Aber man konnte niemanden in einem Haus verlieren, sie würde bestimmt schon auftauchen. Wen sie aber fand war das frisch getraute Ehepaar. „Oh ich wollte nicht stören. Ich kann später wieder kommen wenn es unpassend ist, oder kann ich noch bei etwas helfen das vorzubereiten ist bevor die Gäste kommen?“, für Calena war bereits klar gewesen als sie erfuhr das ihr Großonkel vor hatte zu heiraten und seine Zukünftige in sein Haus zu holen, dass sie sich der neuen Hausherrin unterordnete und das Zepter der Führung des Hauses ihr ganz und gar kampflos überließ. Vielleicht waren diese Überlegungen nicht der Rede wert, aber für sich selbst musste Calena bei diesem Thema im reinen sein. Unruhe wegen streitenden Frauen wollte sie nun niemanden antun.


    Während es also um die Arrangements und deren richtigen Standort ging, hatte ein Familienmitglied den Raum betreten.


    "Nein, nein. Du störst nicht. Es werden sicher gleich die Gäste kommen und dann geht es auch schon los. Bitte bleib also," begrüßte sie die Decima auf ihre Frage hin. Es war so viel zu tun gewesen, dass sie sich leider noch nicht so viel Zeit für die Bewohner des neuen Hauses nehmen konnte wie sie es gern gewollt hätte. Doch das würde sich sicher noch ändern lassen.


    "Es ist soweit alles fertig. Einzig je nach Größe des eventuell gleich losbrechenden Ansturmes, könnten wir Hilfe bei der Begrüßung der Gäste benötigen." Auch das könnte herausfordernd werden. Außer die Gäste schafften es irgendwie unabgesprochen mit großen Pausen zu dem Empfang zu erscheinen.

  • Zitat

    Original von Titus Duccius Vala


    Diese Gedanken waren längst beiseite geschoben, als er wieder in der Casa Decima stand und versuchte so frisch und unverkatert wie möglich dreinzuschauen.
    "Ah, da ist es ja, das Ehepaar..." , lächelte Vala, als er im Pulk der ersten (war er tatsächlich einer der ersten? Er hätte ne Stunde länger schlafen können!) Gäste vor das Brautpaar geführt wurde, "..entschuldigt mein Auftreten, die Festlichkeit gestern suchte ihresgleichen und hat mich in ihrem Schwung einfach mitgerissen. In meiner Heimat sagt man, je größer der Schmerz am Tage danach desto besser die Feier zuvor! Wenn es danach gebt, habt ihr gestern wahrlich ein rauschendes Fest gegeben! Meinen Dank also für die Einladung und als Zeichen dessen auch...." , sprach Vala und winkte einen als schlichten Geschenketräger sichtlich deplatziert wirkenden Sirius heran, im Schlepptau mehrere Untergeordnete, "..einerseits zur Zierde eures gemeinsamen Hausstands übergebe ich euch hiermit eine Auswahl des feinsten Glases, das die Glasbläser meiner Heimat zu kredenzen fähig sind.
    Dann, auch wenn es schwer vorstellbar ist etwas derart anmutiges noch mehr zur Geltung zu verhelfen, eine eigens für dich angefertigte Auswahl des Schmucks. Ich muss leider zugeben etwas spioniert zu haben um an die richtigen Maße zu kommen, Aelia, ich hoffe du vergibst mir. So sollte es dir noch weniger schwerfallen, neben deinem Gatten zu Aufmerksamkeit zu kommen auch wenn er sich noch so sehr ins rhetorische Gewand wirft.
    Und dir, Decimus.. mit Verlaub diese kleine Pointe, ich kenne die Spitze Zunge deiner Ehefrau... solltest du dann und wann eines stilleren Ortes bedürfen, so wartet im Stall der Casa bereits ein neues Reittier auf dich um dich genau dorthin zu tragen.
    Mit diesen Geschenken möchte ich einerseits meine Dankbarkeit für die Einladung ausdrücken, andererseits natürlich auch meine Wertschätzung eines Paars derart großer Persönlichkeiten."
    , lächelte Vala, nachdem er seine Geschenke mit dem einen oder anderen Augenzwinkern präsentiert hatte.


    Dafür, dass ein so rauschendes Fest gewesen war, schien sich der Duccius aber inzwischen wieder sehr gut gefasst zu haben. Sie selbst fühlte sich eigentlich ein wenig erschlagen und wenn es die Möglichkeit gab, würde sie wohl des Nachmittags einen kurzen Moment der Ruhe suchen. Aber auch diesem Gedanken konnte sie für den Augenblick kaum folgen. In seinem Redeschwall gab es ja kaum Punkt und Komma oder einen Moment um sich auch nur kurz für sein Erscheinen bedanken zu können. Also stand sie dort einfach, ließ ihn ausreden und wartete eben auf jene Möglichkeit dies tun zu können.


    "Es freut mich sehr, dass dir die Feier gefallen hat. Ich weiß wie trinkfest die Bewohner Germanias sind und welch Gourmets sie bei Wahl ihrer Getränke sind. Es ist also besonders schön zu hören, dass sie dir gemundet haben." Kurz musterte sie den Duccius ehe sie die nächste Pause für eine Erwiderung nutzte. "Du musst dich nicht entschuldigen. Irgendwie kann man uns Allen wohl die Spuren der Feier ansehen. Man wird eben nicht jünger." Gerade wenn man bedachte, dass sie sich inzwischen auch schon einige Jahre kannten und er auch einige Zeit davon im Haus ihres damaligen Mannes verbracht hatte. Eine nicht zu leugende Bekanntschaft war also da und so konnte sie durchaus offen mit ihm sprechen und musste sich nicht hinter höflichen Floskeln verbergen. Außerdem waren die wohl eh nicht mehr angebracht wenn man auf diese Zeit zurückblickte.


    Spitze Zunge also? Vala hatte wirklich Glück, dass es diese Zeit gegeben hatte. Sonst hätte sie ihm diese Bemerkung wohl übel genommen. "Ich danke dir herzlich für deine Geschenke, Duccius und ich werde es gewiss nachsehen, dass du ob der richtigen Größe dieser wunderschönen Schmuckstücke, wohl ein wenig andere Wege gegangen zu sein scheinst als es wohl üblich war. Aber ganz sicher wird meine spitze Zunge hierüber nichts Schlechtes zu sagen wissen." Das musste nun sein. Sie konnte nichts anders als auf diese Bemerkung einzugehen."


    Dann blickte sie zu ihrem Mann und wartete darauf was dieser wohl darauf zu erwidern hatte.




    Zitat
    Sim-Off:

    WiSim!


    Vielen Dank :)

  • Erst bei den Vorbereitungen zur Hochzeitsfeier hatte Livianus erfahren, dass der Duccier und seine Frau sich bereits kannten. Seit wann und woher, war im Zuge des Vorbereitungsstress untergegangen. Doch er hatte es nicht vergessen und wollte Vespa, sobald es wieder etwas ruhiger in ihrem neuen gemeinsamen Leben wurde, darauf ansprechen. Da die beiden Senatoren ihre Streitigkeiten vor kurzem beigelegt hatten, war es für den Decimer jedoch auch kein Thema gewesen, ihn auf Vorschlag seiner neuen Gemahlin ebenfalls zur Hochzeitsfeier und zum heutigen Empfang einzuladen. Mit einem freundlichen Lächeln erwiderte er die Begrüßung des Ducciers anfänglich durch ein Nicken, ehe er sich den Worten seiner Frau anschloss.


    "Ich danke dir Duccius. Sobald es hier wieder ein wenig Ruhe eingekehrt ist, werde ich mir dein Geschenk ansehen. Wir Decimer haben ja seit jeher einen Faible für gute und heißblütige Pferde. Aber das wirst du bestimmt wissen und es ist auch an unserem Familienwappen unschwer zu erkennen.


    Bitte fühle dich auch heute hier ganz wie zu Hause. Ich hoffe das auch die anderen Gäste demnächst eintreffen."

  • Auch Fontinalis hatte eine Einladung erhalten, zur Hochszeit seines Patrons. Dieser war er natürlich gefolgt. Er hatte Tage lang überlegt was er anziehen sollte. So erschien er mit seiner Rüstung, seinem Helm aber ohne Waffen. Die durfte er in Rom nicht führen. Sein neuer Rang war sichtbar. Hoffentlich raubte er dem Paar nicht die Aufmerksamkeit.
    Nachdem er die Porta passiert hatte und ihn der Sklave in den Raum führte blickte sich Fontinalis ein wenig um, erblickte seinen Patron und maschierte auf ihn zu.
    Salve mein Ehrenwerter Patron. Ich beglückwünsche dich zu deiner Hochzeit
    Dann fiehl im ein das er die Braut nicht kannte, wahrscheinlich war es die Frau die neben Livianus stand.



    Sim-Off:

    Sorry, verschwitzt :(

  • Die iulisch-sergischen Hochzeitsgäste, in anderen Worten also Dives und seine Frau Fausta, kamen aus dem Feiern allem Anschein nach kaum heraus: Sie waren eingeladen (und anwesend) gewesen beim duccisch-tiberischen Eheschluss am zwölften Tag vor den Octoberkalenden, bei der gestrigen decimisch-aelischen Hochzeitszeremonie sowie nun also obendrein auch noch beim Hochzeitsempfang des decimischen Consulars und seiner frisch gebackenen Ehegattin einen Tag darauf, zehn Tage vor den Octoberkalenden. Hätte er sich näher damit beschäftigt, der iulische Tribun hätte wohl vermuten müssen, dass die Auguren und/oder Haruspices in diesem September besonders gute Vorzeichen für alle Heiratswilligen sahen...
    Doch nach diesem unerwarteten Besuch vor einigen Tagen kreisten die Gedanken des Iuliers in diesem prächtig und überaus stilvoll geschmückten Haus der hispanischen Decimi heute wie tags zuvor einmal mehr um gänzlich andere Dinge: Würde er Faustus hier zu Gesicht bekommen? ...ausgerechnet, nachdem es ebenfalls eine Hochzeit, die iulisch-sergische Hochzeit, gewesen war, auf der sie sich das letzte Mal gesehen hatten? Andererseits, und damit versuchte er sich in der Tat ein wenig zu beruhigen, hatte er den unglücklich Geliebten schon gestern nicht erblickt. Die eigene Strategie, sich möglichst im Hintergrund und fern der beiden glücklichen Brautleute, deren Laune schließlich auch nicht durch jene des Iuliers gedämpft werden sollte, aufzuhalten, schien also wenigstens auf den ersten Blick durchaus aufgegangen zu sein, obgleich Dives selbstredend nicht zu sagen wusste, ob man nicht in genau umgekehrter Weise vielleicht aber ihn erspäht hatte - gestern oder heute.


    Dennoch blieb er zunächst mit seiner Frau - solange diese ihn ließ - auch im Rahmen dieser heutigen Feierlichkeit im Hintergrund, organisierte sich selbst einen etwas stärker verdünnten fruchtigen Hispanier und Fausta, was auch immer sie zu trinken gedachte, und betrachtete die Szenerie: Der Consular und seine Aelia wirkten glücklich; genauso glücklich, wie auch er selbst, der er bald richtig Vater werden sollte, sich wahrscheinich ebenfalls fühlen sollte... aber nicht im Ansatz fühlte.

    ir-senator.png Iulia2.png

    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • Calena rutschte etwas in den Hintergrund, was sie aber nicht störte. Sie kontrollierte noch geschwind eine Arbeit einer Sklavin, damit die Braut es nicht tun musste. Dann widmete sie ihren wachen Augen der Beobachtung der eintreffenden Gäste und suchte nach jemanden, den sie zuerst begrüßen konnte und sollte, bis das Ehepaar für diesen Zeit hatte und die Glückwünsche entgegen zu nehmen. Unauffällig schritt sie auch schon los und näherte sich einem deutlich auffallenden Soldaten. Sofort wollten sich Erinnerungen und Bedenken an die Oberfläche kämpfen – aber die Decima erstickte alles in der Ausführung ihrer Plicht. „Salve. Darf ich dir etwas zu essen oder zu trinken anbieten, um das warten etwas angenehmer zu gestalten? Mein Großonkel wird dich sicher gleich bemerken.“, sprach sie und fing damit den Soldaten seitlich ab.

  • Zweimal ging mein Blick prüfend von casa zu casa. War ich hier richtig? Das war die casa decima. Eine Feierlichkeit? Nach dem Eintreffen der verschiedensten gut gekleideten Leute zu urteilen, musste es an dem sein. Keiner dabei, dessen Gesicht mir bekannt vorkam. Ich stellte unumwunden fest, dass man in Alexandria und auf See einiges verpasste. Zögernd blieb ich vor der Tür stehen. Sollte ich hinein gehen? Paneula, Bracae und Tunika mit schmalem purpurnem Streifen, nicht die geeignetste Kleidung für welchen feierlichen Anlass auch immer.
    Nun war ich einmal hier, also setzte ich meinen rechten Fuß über die Schwelle. Kein bekanntes decimisches Gesicht weit und breit. Mir kamen Zweifel. Sollte ich mich doch im Haus geirrt haben? Vielleicht war es besser ein anderes Mal hier zu erscheinen. Unschlüssig sah ich mich im Atrium um, ließ mir einen verdünnten Wein aufdrängen.

  • Ich war eindeutig auf dem richtigen Weg! Das war mir spätestens klargeworden, nachdem ich nicht nur bei der Hochzeit meiner neuen Lieblingsfreundin Lucia (nicht zu verwechseln mit meinen beiden besten Freundinnen - in Rom - Paula und Tusca sowie - in Alexandria - Sabina) eingeladen war, sondern jetzt auch hier bei meinem decimischen Patron, dem Consular, und seiner aelischen Ehefrau zu Gast sein durfte....


    Zugegeben natürlich, so richtig atemberaubend hatte ich jetzt keine der beiden Feiern gefunden, was wiederum an mehreren Faktoren lag: Bei Lucia begann es zum Beispiel schon damit, WEN sie sich da als Ehegatten auserwählt hatte! Ja? Ich war aufgrund der (vergleichsweise) jüngeren Geschichte nur als Plebeierin auf diese Welt gekommen. Und ich hatte einen Consularsenkel geheiratet! Und im Gegensatz dazu nun nahm sie, die vor wieviel wenigen Generationen erst zur Patrizierin geworden war, .. den zum Ehemann (!) und brachte damit aus meiner ganz persönlichen Sicht Schande nicht nur über sich selbst sondern auch über ihre Familie (also ihren komischen Bruder), ihre gentile Verwandtschaft und den ganzen Patrizierstand!
    Da hatte sich die gute Lucia dann auch nicht darüber wundern brauchen, dass mein Hochzeitsgeschenk an sie etwas spezieller ausgefallen war: Ich hatte ihr aus Gold hübsch mit roten und grünen, blauen und weißen Edelsteinen verziert nämlich einen Spiegel geschenkt. (Den musste ihr ja auch mal jemand vorhalten!) Die Rückseite zeigte dabei auf den Hinterpfoten stehend einen Wolf und einen Luchs, die miteinander kämpften. Auf diese Weise hoffte ich, dass sie von sich aus lieber die Glas-Seite des Spiegels nach oben legte.... in der sie sich dann wiederum immer und immer wieder sehen konnte und sollte.
    Darüber hinaus aber waren natürlich auch die Gäste bei Lucia.. nicht gerade mit Bedacht ausgewählt worden. Anders konnte ich es mir nämlich beim besten Willen nicht erklären, dass nach meinem Rechtsstreit mit dem Germanicus sie diesen Typ dennoch eingeladen hatte! Und ich hatte das bisher brav für mich behalten: Aber dass ein Consular Purgitius Macer, der ja sogar eine Tochter von einer Tiberia hatte und eigentlich ganz dicke und eng mit den Tiberiern sein müsste, im Gegensatz dazu nicht da gewesen war, fand ich auch ein bisschen fragwürdig. (Ob es Lucia wohl zu peinlich gewesen war, ihn zu dieser Hochzeit einzuladen? Oder ob der Consular einer solchen Eheschließung gar aktiv ferngeblieben war? - Man konnte nur spekulieren.)


    Tja, und nun also diese decimisch-aelische Hochzeit. Besser als die von Lucia war sie auf alle Fälle! Allein schon die Ehepartner waren ja.. mein Patron, ein Consular, und die Nichte des dreifachen Consulars Aelius Quarto sowie einst des Valerianus! An der Gästeliste hatte ich natürlich beim Anblick dieser Decima Flaminina (ich konnte ja nicht ahnen, dass ich hier einer Verwechslung aufsaß) trotzdem gleich wieder etwas auszusetzen. Denn die Flaminina war es ja gewesen, die sich in den Thermen damals schon so ausgezeichnet mit dieser.. naja.. Quintilia verstanden hatte. Und das hatte ich ihr keineswegs schon vergessen oder verziehen.
    Aber im Großen und Ganzen, ja, konnte man sich bis auf diesen oder jenen Gast und die etwas bescheidenere Größe dieser Veranstaltung (die mich auf der anderen Seite aber natürlich noch mehr ehrte, hier sein zu dürfen) wirklich nicht beklagen. Die Braut war ganz schick.. dafür, dass sie keine Univira mehr war und offenbar auch schon ein Kind auf die Welt gebracht hatte. Und der Bräutigam konnte ja eh nicht viel falsch machen.. (Das hieß: Konnte er in diesem Fall natürlich schon! Aber bisher war mir dieser missratene "Faustus" hier noch nicht in mein Blickfeld geraten.)


    Nachdem ich meinem Marcus auch heute wieder einen Augenblick Zeit gegeben hatte, um sich hier auch seelisch und moralisch einzufinden und mir einen Becher Rosenwasser zu organisieren, hakte ich mich dann aber auch heute wieder bei ihm unter. Ich wollte dem frisch vermählten Brautpaar meine Aufwartung machen. "Seid gegrüßt!", grüßte ich kurz darauf also mit meinem eigenen Gatten zu meiner linken das Gastgeberpaar. "Consular Decimus, mein Patron, wir möchten uns noch einmal für eure Einladung nicht nur gestern sondern auch heute bedanken.", lächelte ich charmant in seine Richtung. "Aelia, es war eine schöne Zeremonie und du siehst aus als.." würdest du zum ersten Mal heiraten, hätte ich beinahe gelogen. Ich stockte kurz und verkniff mir diese Bemerkung bei einem Lächeln. "traumhaft.", beendete ich dann meinen Satz. Und nach kurzem Überlegen fügte ich noch ein ehrlich gemeintes "Einfach beneidenswert." hinzu, weil ich ja eigentlich gar nicht die Intention hatte, es mir mit dieser Frau gleich zu verscherzen. (Ich hatte ja auch gar keinen Grund dazu.) Und zu guter Letzt: Wer beneidete sie nicht darum, sich jetzt (endlich) zur Nobilität zählen zu dürfen?

  • Die ersten Gäste trafen schließlich in recht kurzen Abständen ein und so bemühte sich Livianus seiner Rolle als Hausherr und Gastgeber nachzukommen und jeden einzelnen kurz zu begrüßen. Der erste in dieser Reihe war sein Klient Hadrianus Fontinalis.


    Zitat

    Original von Aulus Hadrianus Fontinalis
    Salve mein Ehrenwerter Patron. Ich beglückwünsche dich zu deiner Hochzeit
    Dann fiehl im ein das er die Braut nicht kannte, wahrscheinlich war es die Frau die neben Livianus stand.


    "Vielen Dank für deine Glückwünsche Hadrianus! Auch dafür, dass du die Reise aus Mantua auf dich genommen hast, um bei diesem Ereignis dabei zu sein. Meine Frau Vespa wirst du ja bereits gestern bei der Hochzeit gesehen haben, jedoch hatte ich bisher nicht die Gelegenheit euch beide einander vorzustellen."


    Er wandte sich kurz an Vespa, die neben ihm stand.


    "Dies hier ist mein Klient Hadrianus Fontinalis, Centurio der glorreichen Legio I. Er ist eigens für unsere Hochzeit aus Mantua angereist."


    Dies war auch für Vespa das Zeichen, den Gast zu übernehmen und ihn weiter zu bitten, während sich ihr Mann bereits der Begrüßung der nächsten Gäste widmete. Sein Blick viel zunächst auf einen unerwarteten Verwandten, der einen leicht irritierten Eindruck machte, als er das Atrium betrat, doch die nächsten in der Reihe, waren Iulius Dives und seine Frau und Livianus neue Klientin Sergia Fausta, die auch sofort das Wort ergriff.


    Zitat

    Original von Sergia Fausta
    Nachdem ich meinem Marcus auch heute wieder einen Augenblick Zeit gegeben hatte, um sich hier auch seelisch und moralisch einzufinden und mir einen Becher Rosenwasser zu organisieren, hakte ich mich dann aber auch heute wieder bei ihm unter. Ich wollte dem frisch vermählten Brautpaar meine Aufwartung machen. "Seid gegrüßt!", grüßte ich kurz darauf also mit meinem eigenen Gatten zu meiner linken das Gastgeberpaar. "Consular Decimus, mein Patron, wir möchten uns noch einmal für eure Einladung nicht nur gestern sondern auch heute bedanken.", lächelte ich charmant in seine Richtung. "Aelia, es war eine schöne Zeremonie und du siehst aus als.." würdest du zum ersten Mal heiraten, hätte ich beinahe gelogen. Ich stockte kurz und verkniff mir diese Bemerkung bei einem Lächeln. "traumhaft.", beendete ich dann meinen Satz. Und nach kurzem Überlegen fügte ich noch ein ehrlich gemeintes "Einfach beneidenswert." hinzu, weil ich ja eigentlich gar nicht die Intention hatte, es mir mit dieser Frau gleich zu verscherzen. (Ich hatte ja auch gar keinen Grund dazu.) Und zu guter Letzt: Wer beneidete sie nicht darum, sich jetzt (endlich) zur Nobilität zählen zu dürfen?


    "Ich danke euch für euer kommen! Über die Freizeit deines Gatten kann ich ja zum Glück selbst bestimmen, aber ich weiß es sehr zu schätzen, dass du gleich an beiden Tagen die Zeit finden konntest, unseren Feierlichkeiten beizuwohnen. Ich weiß wie zeitaufwändig und herausfordernd dein Amt ist."

  • Zitat

    Original von Appius Decimus Massa
    Zweimal ging mein Blick prüfend von casa zu casa. War ich hier richtig? Das war die casa decima. Eine Feierlichkeit? Nach dem Eintreffen der verschiedensten gut gekleideten Leute zu urteilen, musste es an dem sein. Keiner dabei, dessen Gesicht mir bekannt vorkam. Ich stellte unumwunden fest, dass man in Alexandria und auf See einiges verpasste. Zögernd blieb ich vor der Tür stehen. Sollte ich hinein gehen? Paneula, Bracae und Tunika mit schmalem purpurnem Streifen, nicht die geeignetste Kleidung für welchen feierlichen Anlass auch immer.
    Nun war ich einmal hier, also setzte ich meinen rechten Fuß über die Schwelle. Kein bekanntes decimisches Gesicht weit und breit. Mir kamen Zweifel. Sollte ich mich doch im Haus geirrt haben? Vielleicht war es besser ein anderes Mal hier zu erscheinen. Unschlüssig sah ich mich im Atrium um, ließ mir einen verdünnten Wein aufdrängen.


    Nach der Begrüßung einiger weiteren Gäste konnte sich Livianus nun endlich dem Verwandten annehmen konnte, der immer noch im Eingangsbereich des Atriums stand und sich fragend umsah.


    "Massa! Du hier? Drau dich nur weiter! Mir war nicht bewusst, dass du in Rom bist. Du wurdest doch zur Classis nach Alexandria versetzt?"

  • "Salve, Praefectus Decimus!", grüßte sodann auch der iulische Gast, der gewöhnt an den Titel des Praefectus folglich im Gegensatz zu seiner Frau auch ebenjenen in der Anrede verwendete. "In der Tat kann ich meiner Frau nur Recht geben, dass wir uns geehrt fühlen, heute ebenfalls hier sein zu dürfen." Mehr wusste er zu Faustus' Vater tatsächlich für den Augenblick nicht zu sagen. Er war schon froh, dass seine freudig lächelnde Fassade nicht bröckelte, wollte er mit seinen Sorgen und privaten Problemen doch keineswegs diese Eheschließung des Consulars und der Aelia belasten.
    "Und Aelia, ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher noch nie Gast auf einer kaiserlichen Hochzeit war." Das verwunderte hier sicherlich niemanden. "Doch ich vermag mir kaum vorzustellen, dass eine Eheschließung noch erhabener sein könnte als die eure.", machte er ihr ein Kompliment. Dann wandte er sich beiden zusammen zu. "Unseren herzlichen Glückwunsch euch beiden! Ein Bediensteter dürfte am Lieferanteneingang des Hauses inzwischen auch unsere Geschenke überbracht haben.", ließ er letztlich in einem Nebensatz noch fallen. Bewusst hatte Dives nämlich darauf verzichtet, die ganzen Gläser hierher mitzunehmen und sie persönlich zu überreichen. Sechs orange Gläser für sie, sechs für ihn und jeweils passend dazu eine gläserne Kanne * war wohl nicht zuletzt auch kaum sonderlich originell. Aber wie hatte ihm auch ein originelles Geschenk einfallen sollen, wenn der erste Gedanke zu Livianus doch stets dessen Sohn Faustus war..?


    Sim-Off:

    * WiSim.


    "Wenn ich einmal so neugierig sein darf zu fragen. Heiratest du gestern und heute nur diese bezaubernde Dame, Aelia?", erkundigte sich der Iulier im Anschluss an den Pflichtteil beim Decimer. "Oder... feierst du gleichsam auch das Willkommenheißen noch eines weiteren Sohnes in deine Familie?" Soweit Dives informiert war, hatte die Aelierin ja noch einen prudentischen Sohn aus erster Ehe. Und es war wohl allemal interessant zu wissen, ob jener nun also ein Prudentier blieb oder aber ebenfalls ein Teil dieser Eheschließung war. "Ich hoffe, es ist mir erlaubt, dies zu erfragen." Ansonsten selbstredend würde er seine Frage wieder zurückziehen... sofern man daran glaubte, dass dergleichen überhaupt ging.

    ir-senator.png Iulia2.png

    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • Die Überraschung, mich hier zu sehen, stand Decimus Livianus ins Gesicht geschrieben. Er bat mich weiter ins Haus. „ Ein Auftrag des Praefectus Ägyptii, hat mich nach Ostia geführt und während die Schiffe der classis Alexandrina in Misenum zur Reparatur sind, habe ich einen Abstecher nach Rom gemacht. Ein kurzer Besuch bei der Familie wäre angebracht, dachte ich mir.“ Von der mir bekannten Familie waren nur just in diesen Tagen nicht viele anwesend. Mit Faustus war ich durch einen dummen Zufall in Ostia zusammen getroffen. Er wollte zu diesem Zeitpunkt nichts mehr mit der Familie zu tun haben. „ Wie ich bei der Ankunft in Ostia erfahren habe, begleitest du das Amt des Preafectus Urbi. Meinen Glückwunsch. Die Feierlichkeiten heute haben wahrscheinlich einen anderen Grund.“ Bis nach Alexandria war nichts durchgedrungen. Eigentlich nichts seit einer Versetzung, was mit der Familie im Zusammenhang stand.

  • Zwei Hochzeitseinladungen, zweimal Geschenke für das Hochzeitspaar. Bei zwei Eheleuten, Marcus und mir, bedeutete das, dass sich ganz gerecht jeder um eine Feierei zu kümmern hatte. Wie erwähnt hatte ich meiner 'Freundin' Tiberia Lucia nicht nur sprichwörtlich den Spiegel vorgehalten und mich um die Präsente in diese Richtung gekümmert. Dafür hatte mein Marcus nun hier diese Aufgabe übernommen. - Und darüber konnte er sich eigentlich auch nicht mal beschweren, nachdem er sich selbst ausgesucht hatte, dass er lieber für diese Geschenke hier Sorge trug als für die anderen! (Warum er sich so entschieden hatte, das hinterfragte ich an dieser Stelle mal lieber nicht.)
    Aber es war nun, wie es war. "Um nichts in der Welt hätte ich trotz meiner Pflichten als Postpräfektin von Italia" Wenn mich der Decimus schon so darauf ansprach, dann konnte man das Amt ja auch ruhig mal beim Namen nennen. "eure Hochzeitsfeier verpasst. Das könnt ihr mir glauben." Denn für sowas (Empfänge, Feste, Feiern) war ich eigentlich fast immer zu haben.. egal wie schwanger ich auch gerade war.

  • Natürlich begrüßte auch Vespa den Klienten ihres Mannes. "Es freut mich sehr dich kennenzulernen Hadrianus und vielen Dank auch für deine Glückwünsche. Bitte bediene dich bei den angebotenen Speisen und Getränken und keine falsche Scheu." Sie lächelte den Gast ihres Mannes freundlich an. "Ein wirklich weiter Weg, den du auf dich genommen hast. Aber die Prima scheint auch ein wenig zu verbinden."


    Nun kamen auch schon die Nächsten an die Reihe. Wie sich herausstellte die Klientin ihres Mannes. "Vielen Dank für deine Lobenden Worte, Sergia. Es freut mich sehr, dass dir unsere Feierlichkeiten gefallen und du die Zeit finden konntest an ihnen teilzunehmen." Auch diese Besucherin begrüße Vespa natürlich freundlich und persönlich. "Bitte fühlt euch wohl und erfreut euch an den reichhaltigen Speisen und Getränken."


    "Auch dir vielen Dank Iulius für die Wünsche wie auch das Geschenk. Wir werden uns nachher die Zeit nehmen und es uns anschauen." Auch hier lächelte Vespa wieder. Es schein heute auch fast ins Gesicht gemeißelt. Allerdings war es nicht aufgesetzt sondern ehrlich für jeden Besucher und Gast. "Es freut mich, dass dir diese Feierlichkeiten so gut gefallen. Aber ganz so kaiserlich ist es ja auch nicht," wiegelte sie den Umfang dann schon wieder ein wenig ab. Denn das waren sie ja auch nicht wirklich auch wenn es schon keine kleine Feier mehr war.

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Dives
    "Wenn ich einmal so neugierig sein darf zu fragen. Heiratest du gestern und heute nur diese bezaubernde Dame, Aelia?", erkundigte sich der Iulier im Anschluss an den Pflichtteil beim Decimer. "Oder... feierst du gleichsam auch das Willkommenheißen noch eines weiteren Sohnes in deine Familie?" Soweit Dives informiert war, hatte die Aelierin ja noch einen prudentischen Sohn aus erster Ehe. Und es war wohl allemal interessant zu wissen, ob jener nun also ein Prudentier blieb oder aber ebenfalls ein Teil dieser Eheschließung war. "Ich hoffe, es ist mir erlaubt, dies zu erfragen." Ansonsten selbstredend würde er seine Frage wieder zurückziehen... sofern man daran glaubte, dass dergleichen überhaupt ging.


    "Ich kann deine Frage durchaus verstehen und sehe keinen Grund sie dir nicht zu beantworten. In der Tat bringt Vespa aus ihrer ersten Ehe einen Sohn mit in meinen Haushalt. Den jungen Gaius Primus."


    Bei dieser Gelegenheit sah er sich auch kurz um Raum um, konnte den Jungen allerdings nirgendwo entdecken. Da es ihn aber im Moment auch unpassend erschien Vespa danach zu fragen, widmete er sich ganz der noch nicht beantworteten Frage seines Tribuns.


    "Ich habe zwar bereits die gleiche Frage gestellt, allerdings noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Vorerst wird er ein Prudentius bleiben. Bei nächstbester Gelegenheit werde ich jedoch gemeinsam mit Vespa beraten, wie wir in dieser Angelegenheit verfahren. Nichtsdestotrotz sehe ich ihn auch schon jetzt als meinen Sohn an und er soll einem leiblichen Kind in nichts nach stehen."


    Beim letzten Satz warf Livianus seiner neuen Gemahlin einen kurzen und sichtlich liebevollen Blick zu,. ehe er sich gleich wieder dem Iulier zuwandte.

  • Zitat

    Original von Appius Decimus Massa
    Die Überraschung, mich hier zu sehen, stand Decimus Livianus ins Gesicht geschrieben. Er bat mich weiter ins Haus. „ Ein Auftrag des Praefectus Ägyptii, hat mich nach Ostia geführt und während die Schiffe der classis Alexandrina in Misenum zur Reparatur sind, habe ich einen Abstecher nach Rom gemacht. Ein kurzer Besuch bei der Familie wäre angebracht, dachte ich mir.“ Von der mir bekannten Familie waren nur just in diesen Tagen nicht viele anwesend. Mit Faustus war ich durch einen dummen Zufall in Ostia zusammen getroffen. Er wollte zu diesem Zeitpunkt nichts mehr mit der Familie zu tun haben. „ Wie ich bei der Ankunft in Ostia erfahren habe, begleitest du das Amt des Preafectus Urbi. Meinen Glückwunsch. Die Feierlichkeiten heute haben wahrscheinlich einen anderen Grund.“ Bis nach Alexandria war nichts durchgedrungen. Eigentlich nichts seit einer Versetzung, was mit der Familie im Zusammenhang stand.


    "Mit beidem hast du Recht" lächelte Livianus und legte väterlich seine Hand auf die Schulter des Verwandten, während er ihm zu dem Rest der bisher eingetroffenen Gäste führte.


    "Ich bin der amtierende Praefectus Urbi, doch die Feier heute gilt meiner gestern stattgefundenen Hochzeit mit der bezaubernden Aelia Vespa, Nichte meines Patron Aelius Quarto. Du hast dir daher genau den richtigen Tag ausgesucht, um uns hier zu besuchen."

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!