[Atrium] Schwester, lange ist es her...

  • Nachdem ihm der Ianitor die porta durchschreiten ließ, bewegte sich Tiberius mit seinen zwei Begleitern direkt in Richtung Atrium. Auf dem Weg dort hin, musterte der junge Mann die zwei Sklaven, dabei dachte er sich, das es definitiv eine gute Idee war, unbekannten Besuch so zu empfangen, man wusste schließlich nie wer sich hinter einem Gesicht verborgen hält. Proximus Blicke wanderten ein wenig umher, schließlich hatte er diese Unterkunft noch nie zu Gesicht bekommen, dabei fühlte er sich richtig wohl, jedes Konstrukt war schön gestaltet, hier würde er es mit Sicherheit aushalten.


    Angekommen im Atrium, stand er quasi allein da, niemand außer den zwei Sklaven war anwesend, so musste er wohl geduldig warten, bis seine Schwester ihn empfangen würde. So setzte er sich gemütlich auf einen Stuhl der an einem Tisch stand, auf diesem wiederum war ein Krug und Becher zu sehen, also bediente sich der junge Mann und trank erstmal einen ganzen Becher leer. Der Inhalt war dem Geschmack nach verdünnter Wein, Tiberius fand diesen zwar nicht köstlich, aber er reichte um seinen Durst zu löschen. Während er hier wartete sah er sich auch ein wenig im Atrium um, sein Kopf schwenkte von einer Ecke in die andere und verharrte kurz an der Decke. Danach wanderte sein Blick zu den zwei Sklaven die stramm an ihrer Position verharrten und ebenfalls darauf warteten, das man Proximus in Empfang nehmen würde. So hoffte der junge Mann das man seiner Schwester auch bescheid gegeben hatte das Besuch eingetroffen war, schließlich wollte er hier nicht die Nacht verbringen. Er schenkte sich einen weiteren Becher ein und nippte immer wieder leicht davon während er ein wenig mit seinem Fuß wippte.

  • Der Ianitor Gorgion klopfte an ihr Cubiculum, um sie über den Besuch ihres Bruders zu informieren. Caerellia saß vor einem kleinem Tisch und brüstete ihr Haar. Ihr Gemütszustand hatte sich noch nicht verbessert. Jeder Tag wurde von einer düsteren Stimmung begleitet. Doch die Trauer würde vergehen. Sie musste vergehen. Irgendwie...!
    Caerellia sah nach hinten bat den Besucher herein. Ein Lächeln war dann aber doch auf ihrem Gesicht zu sehen, als sie erfuhr das Tiberius hier war. Sie erhob sich und folgte in ihrer dunkelblauen Tunika und offnem Haar dem Ianitor ins Atrium.


    Dort fand sie Tiberius auf einem Stuhl vor. "Tiberius...", sagte sie leise und näherte sich ihm. Sie wusste nicht warum er hier war. Vielleicht hatte ihre Mutter ihn nach Mogontiacum geschickt. Sie litt noch mehr wie Caerellia und daher sorgte sich sich auch um ihre Gestimmtheit. Eigentlich wollte sie ihrem Bruder nicht zeigen wie schlecht es ihr ging, dennoch hoffte sie, dass er sie in den Arm nehmen würde.

  • Geduldig wartete Tiberius darauf, das seine Schwester ihn empfangen würde. Da es doch etwas Zeit in Anspruch genommen hatte, überlegte er dazwischen wie seine Zukunft hier aussehen würde. Er hatte sich bisher keine Gedanken darüber gemacht, diese kreisten seit antritt der Reise nur um seine Schwester herum. Nun, bestimmt könnte sie ihm helfen um hier Fuß zu fassen, schließlich war es ihm ein anliegen sich auch Zukünftig um sie zu kümmern. Während er an seinem Becher nippte, vernahm der leise seinen Namen, fast schon so leise, als hätten ihm seine Gedanken selbst den Namen geflüstert.


    Als der junge Römer seine Schwester ins Blickfeld nahm, machte sich ein liebevolles lächeln in seinem Gesicht breit. Er stellte den Becher beiseite, und erhob sich aus seinem Stuhl, kurz musterte er Caerellia, ihr Gesicht hatte sich kaum verändert, ihre Schönheit hingegen, war stark gewachsen. "Schwesterherz..." entgegnete er ihr sanft und mit offenen Armen bewegte sich Tiberius auf sie zu, und umarmte sein Gegenüber. Dabei ergriff er sanft ihren Nacken, und legte ihren Kopf in seine Schultern, während er mit seiner anderen Hand ihren Rücken streichelte. Die Frage, wie es ihr wohl gehen würde, ersparte er sich, die Antwort war ihm wohl bekannt. Stattdessen versuchte er es mit liebevollen Worten "Schön wieder bei Dir zu sein... wie ich sehe, ist aus meiner Schwester, eine Wunderschöne Frau geworden!" Tiberius löste seine Arme, nahm aber stattdessen beide Hände von Caerellia in seine, und Blickte ihr fürsorglich in ihre grauen Augen "Es... Es tut mir unendlich Leid..." sprach er sanft und leise, während seine Daumen über den Handrücken seiner Schwester glitten. "Wenn Du was brauchen solltes, lass es mich wissen, ...ich weiche Dir nicht von der Seite, Schwesterherz!" natürlich bedrückte es ihn selbst, das der gemeinsame Bruder diese Welt verlassen hatte, noch mehr aber schmerzte es ihn, seine Schwester leiden zu sehen, obgleich sie es versuchte zu verstecken.

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