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 Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomime Faustus Decimus Serapio 31.08.2019 21:58
 RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim Iulia Phoebe 01.09.2019 00:24
 RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim Gaius Iulius Caesoninus 01.09.2019 12:00
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 RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim Gaius Iulius Caesoninus 04.09.2019 23:22
 RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim Iulia Phoebe 05.09.2019 00:03
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 RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim Gaius Iulius Caesoninus 14.09.2019 20:53
 RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim Claudia Agrippina 18.09.2019 01:39
 RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim Gaius Iulius Caesoninus 18.09.2019 13:53
 RE: Wie hat dich ein Gott, Medea, gestürzt / In verschlingende Strudel des Unglücks! – Eine Pantomim Claudia Agrippina 25.09.2019 02:18
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Faustus Decimus Serapio

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31.08.2019 21:58

Es war ein schwüler Sommertag, der Himmel von einem verwaschenen Blau, bedeckt von zarten Wolkenschleiern, durch die ein diesiges Licht auf die weitgeschweiften, von Menschen wimmelnden Ränge des Pompeiustheaters fiel. Durch Ausrufer, Graffiti und von Mund zu Mund war es kundgetan worden, dass hier und heute - als Vorveranstaltung zu den nahen Ludi Romani - in den Nachmittagsstunden eine Aufführung der Medea frei nach Euripides stattfinden würde.
Ganz dem Geschmack der Zeit entsprechend, würde die Tragödie als eine Pantomime dargeboten.
Der für seine Ausdruckskraft viel gerühmte Schauspieler und Tänzer Polychares, ein Stern an Roms Theaterhimmel, ebenso bejubelt wie harsch kritisiert, würde, so wie es Brauch war, nicht nur die Hauptrolle, sondern unter wechselnden Masken alle Rollen übernehmen. Der Chor und das Orchester des Pompeiustheaters hatten einen hervorragenden Ruf und viele eingefleischte Bewunderer, so dass sich an diesem Tag, wie zu erwarten, die Ränge des Theaters rasch füllten.
Die unzähligen Stimmen vereinten sich zu einem dumpfen Brausen und Summen, das man wohl irgendwo zwischen Meeresbrandung und Bienenstock hätte einordnen können, da hinein mischten sich die Klänge der Instrumente, die von den Musikern eben noch einmal gestimmt wurden, und in der Luft lag die gespannte Erwartung der vielen Tausend theaterfreudigen Zuschauer...


Sim-Off: Mitspieler sind willkommen. Auf die historische Sitzordnung würde ich verzichten, damit mehr Interaktion möglich ist. smile




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Iulia Phoebe

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01.09.2019 00:24

Iulia liebte die Stücke des Euripides!
Andromeda, Antigone, Kyklops und Elektra und wie sie nicht alle hießen. Jedes von ihnen war sehr unterhaltsam und genau das, was Iulia nach einem langen Tag entweder im Theater sehen, oder zuhause im Bett lesen wollte. Doch nicht nur das, auch eine weitere Kunstform verehrte sie; die Pantomine.
Wie faszinierend es war dabei Zeugin zu sein, wie ein einzelner Mann alle Rollen bediente und so völlig neue Ausdrucksformen der bekannten Geschichte erzeugen konnte. Die einprägsamen Lieder, die das szenisch dargestellte begleiteten und erst die Masken!

Daher verwunderte es kaum, dass Iulia ganz aus dem Häuschen war, als sie eines Tages beim Einkaufen am Argiletum mitbekam, dass der große Polychares wieder nach Rom kommen und eine Pantomine zu Euripides‘ „Medea“ zum Besten geben würde! Zwei ihrer Lieblingsfreizeitbeschäftigungen vereint zu einer Darbietung das MUSSTE sie einfach sehen! Doch natürlich nicht alleine so als Frau. Deshalb hatte sie sehr lange und sehr intensiv ihren Vetter Gaius Iulius Caesoninus angebettelt, dass sie sooo gerne dieses Stück sehen wolle und dafür eine Begleitung brauche, mit dem Ergebniss, dass sie jetzt hier im Pompeiustheater sitzen und sich auf Polychares freuen konnte.
Ja, das Leben war schön.


01.09.2019 00:24 Iulia Phoebe ist offline Beiträge von Iulia Phoebe suchen Nehmen Sie Iulia Phoebe in Ihre Freundesliste auf
Gaius Iulius Caesoninus

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01.09.2019 12:00

Götter...was machte man nicht alles für die Familie...
Es hätten so tolle Dinge heute geschehen können. Irgendwas aufregendes, keine Ahnung genau was. Vielleicht irgendwelche Gladiatorenspiele, oder eine nervenaufreibende Debatte im Senat oder eine Rabattaktion in einem Lupanar...doch wo saß Caesoninus jetzt?
Im Theater.
Im Theater!!
Und als ob es das nicht schon gewesen wäre war es zu allem Übel auch noch eine Pantomine. Leider etwas, was Caesoninus überhaupt nicht zusagte. Gut, als Einschlafhilfe bestenfalls. Aber wie gesagt, der Familie, oder in diesem Fall; Iulia Phoebe, zuliebe saß er jetzt da und ließ den „Spaß“ über sich ergehen.
Als sie ihn das erste Mal gefragt hatte, ob er als ihre männliche Begleitung mitkommen wollte hatte er natürlich gelacht und Nein gesagt. Aber Iulia hatte nicht klein beigegeben und so lange gejammert, sie wolle das Stück sehen, bis Caesoninus doch noch eingeknickt war.

So saß er jetzt missmutig dreinblickend neben ihr, das Gesicht auf beide Hände gestützt und betete inbrünstig zu den Göttern, dass ein Feuer ausbrechen möge.



SODALIS FACTIO PRAESINA - FACTIO PRAESINA

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01.09.2019 12:00 Gaius Iulius Caesoninus ist offline E-Mail an Gaius Iulius Caesoninus senden Beiträge von Gaius Iulius Caesoninus suchen Nehmen Sie Gaius Iulius Caesoninus in Ihre Freundesliste auf
Iulia Graecina

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01.09.2019 12:58

Nicht nur Iulia Phoebe war eine große Liebhaberin des Theaters gewesen. Auch die junge Graecina hatte von dem Tag an, an dem sie lesen gelernt hatte, die Tragödien der griechischen Dichter regelrecht verschlungen. Besonders Euripides hatte es ihr angetan.

Als es ihr nun zu Ohren gekommen war, im Pompeiustheater spiele man dieser Tage ein Stück des Euripides, genauer gesagt die Tragödie um die Königstochter Medea, erwuchs in ihr der große Wunsch, der Aufführung beizuwohnen zu können. Zuhause in Lappa hatte sie einige Male mit einem ihrer großen Brüder das kleine Provinztheater besucht. Natürlich waren dort keine berühmten Schauspieler aufgetreten. Was war schon Lappa? Doch nun lebte sie in der urbs aeterna und hier war es Gang und Gebe, dass solche Publikumslieblinge wie jener Polychares auftraten.
Ob der Tänzer tatsächlich so ausdrucksstark war, wie alle sagten? Graecina hätte sich sehr gerne mit eigenen Augen davon überzeugt. Doch ganz allein einen Besuch ins Theater zu unternehmen schickte sich nicht für sie. Daher war sie überglücklich, als es ihrer Cousine Phoebe gelungen war, ihren Verwandten Caesoninus davon zu überzeugen, wie spannend und betörend doch ein Nachmittag im Theater sein konnte.
Beschwingt hatte sich die junge Iulia ihren beiden Verwandten angeschlossen, als diese zum Pompeiustheater aufbrachen. Endlich kam sie einmal hinaus aus der Casa, in der sie sich in den letzten Monaten fast ausschließlich aufgehalten hatte.

Sie nahm den Platz neben Cesoninus ein. Er wurde nun sozusagen von den beiden iulischen Damen in die Zange genommen, auf dass es für ihn keinerlei Möglichkeiten zur Flucht mehr gab.


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Matinia Marcella

Wohnort: Roma / Italia

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01.09.2019 21:23

In Marcellas Lockenpracht blitzte hell ein Reif, der mit Feueropalen besetzt war, und golddurchwirkt schimmerte ihr rotes Byssusgewand, als die junge Matinia aus dem Vomitorium trippelte, sich dann gefolgt von ihrer Lieblingszofe zu ihrem Platz begab.
Diese drapierte erst ein weiches Kissen, mit Genswappen bestickt, auf dem Stein, dann nahm Marcella etwas geziert Platz, grüßte freundlich die neben ihr sitzende dunkelblonde junge Dame:
"Salve."
Und fächelte sich anmutig Luft zu, hauchte dabei:
"Oh diese Hitze."
Ihr Fächer bestand, farblich passend, aus Federn vom Goldfasan. Die Zofe nahm hinter ihrer Herrin Platz und hielt fortwährend ein bunt bemaltes Sonnenschirmchen über deren Haupt. Marcella liebte das Sehen und Gesehen werden und freute sich ausserdem schon ganz besonders auf die Chorgesänge.


01.09.2019 21:23 Matinia Marcella ist offline Beiträge von Matinia Marcella suchen Nehmen Sie Matinia Marcella in Ihre Freundesliste auf
Norius Carbo

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02.09.2019 00:35

Carbo war gerade in einer Gasse kurz nach dem Forum Boarium unterwegs gewesen, als er es bemerkt hatte. Dort an einer verwitterten alten Wand aus halb zerfallenen Ziegelsteinen war ein kleines Ankündigungsplakat gewesen. Er war schon halb daran vorbei, als ihm erst die ganz oben abgebildeten Theatermasken ins Auge gefallen waren. Das hatte ihn dazu bewegt umzukehren und sich die Sache näher anzusehen. Das Plakat hatte eine Pantomine rund um Euripides‘ Stück „Medea“ angekündigt. Interessant, interessant.
Wenn Carbo sich recht besann, so hatte er noch nie zuvor so eine Art darstellendes Spiel gesehen. Bloß konventielle Stücke, die er unter anderem ja auch schon selbst in Mogontiacum veranstaltet hatte. Was so eine Pantomine wohl sein mochte?

Das herauszufinden war nun sein Ziel und so verwunderte es nicht weiters, dass man Carbo Tage später auf den Tribünen des Pompeiustheaters wiederfand, wie er dort hochvergnügt auf den Beginn der Vorstellung wartete.



MUNICEPS - MOGONTIACUM

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02.09.2019 00:35 Norius Carbo ist offline E-Mail an Norius Carbo senden Beiträge von Norius Carbo suchen Nehmen Sie Norius Carbo in Ihre Freundesliste auf
Gaius Iulius Caesoninus

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02.09.2019 11:27

Hatte Chronos, der Gott der Zeit, dieselbe extra verlangsamt, oder wieso konnte Caesoninus sonst beinahe schon spüren, wie sich jedes einzelne Korn geradezu quälend langsam durch die Enge seiner imaginären Sanduhr quälte? Die Zeit wollte und wollte einfach nicht vergehen! Er seufzte. Hoffentlich dauerten solche Pantominen in der Regel kürzer, als gewöhnliche Dramen, ansonsten hätte er ein riesen Problem. Also von der Langeweile her.

Die schnatternde Menge in den unteren Reihen merkte nicht, wie der missmutige Blick Caesoninus‘ immer wieder über sie hinwegstreifte, in der Hoffnung irgendwas interessantes zu entdecken, doch leider Fehlanzeige. Gewöhnliche Menschen in gewöhnlicher Aufmachung die sich auf die Vorstellung freuten. Wie öde nur.
Er konnte ja nicht einmal aufstehen und sich eine Kleinigkeit zu essen holen (oder verschwinden), da links Iulia Graecina und rechts von ihm Iulia Phoebe saßen und besonders letztere wusste ja wie er zum heutigen Tageshöhepunkt stand.
Traditionelle Theaterstücke sagten ihm mehr zu, z.B. Stücke mit Hercules gefielen Caesoninus sehr, auch ein paar Klassiker des griechischen Theaters wie König Ödipus. Aber Medea in Pantomine??
Als es ihm zu lang wurde mit der ewigen Warterei konnte er es sich nicht mehr an sich halten. „Wann fängt der Mist denn endlich an?!“ rief Caesoninus aus.



SODALIS FACTIO PRAESINA - FACTIO PRAESINA

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02.09.2019 11:27 Gaius Iulius Caesoninus ist offline E-Mail an Gaius Iulius Caesoninus senden Beiträge von Gaius Iulius Caesoninus suchen Nehmen Sie Gaius Iulius Caesoninus in Ihre Freundesliste auf
Iulia Graecina

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02.09.2019 23:14

Zitat:
Original von Matinia Marcella


Die junge Iulia konnte es kaum glauben! Sie saß tatsächlich hier im Theater des Pompeius. Das Beste des Tages aber war, dass es sich nur noch um wenige Minuten handeln konnte, bis der großartige Polychares höchstpersönlich dort unten auf der Bühne erscheinen würde und sie Zeugin seines großartigen Könnens werden würde. Man sagte ja, er sei von wohlgeformter Gestalt und sein ebenmäßiges Gesicht ähnelt dem göttlichen Antlitz des Apolls. Gleich konnte sie sich selbst davon überzeugen.

Doch bis es soweit war, beobachtete sie ihre nächste Umgebung. Langsam aber sicher füllten sich die Reihen. Als direkt neben ihr eine Dame Platz nahm, sah sie kurz zu ihr hinüber, lächelte freundlich und erwiderte ihren Gruß. „Salve!“ Die Dame war offenbar alleine erschienen. Lediglich eine Sklavin begleitete sie, die nun den weißen Teint ihrer Herrin mit einem Sonnenschirm zu schützen gedachte. Wahrscheinlich würde sie später damit den Unmut der weiter hinter ihr Sitzenden auf sich ziehen. Überhaupt schien die Nachmittagshitze der Dame sehr zuzusetzen. Der auffällige Fächer, mit dem sie sich etwas kühle Luft zufächerte, war Graecina sofort ins Auge gesprungen. Nun ja, Graecina war solche Hitze gewohnt. Der Sommer auf Kreta konnte gelegentlich unerträglich heiß sein. „Oh ja! Einfach schrecklich!“, entgegnete sie ihr aus reiner Höflichkeit. „Dein Fächer ist wunderschön! Sind das Pfaufedern, wenn ich fragen darf?“ In der Tat, das Utensil bestach tatsächlich durch seine außergewöhnlich prachtvolles Aussehen. Graecina liebte solche Sachen. Leider hatte sie ihren Fächer zu Hause vergessen. Ober was war schon ein Fächer gegen das Vergnügen, den großen Polychares sehen zu dürfen!

Dem gelangweilten Grummeln ihres Vetters schenkte sie vorerst keine Aufmerksamkeit. Sie war ihm zwar dankbar, dass er sie mitgenommen hatte. Doch den Nachmittag wollte sie sich nicht von ihm verderben lassen.


02.09.2019 23:14 Iulia Graecina ist offline Beiträge von Iulia Graecina suchen Nehmen Sie Iulia Graecina in Ihre Freundesliste auf
Matinia Marcella

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03.09.2019 20:37

Zitat:
Original von Iulia Graecina
„Oh ja! Einfach schrecklich!“, entgegnete sie ihr aus reiner Höflichkeit. „Dein Fächer ist wunderschön! Sind das Pfaufedern, wenn ich fragen darf?“ In der Tat, das Utensil bestach tatsächlich durch seine außergewöhnlich prachtvolles Aussehen. Graecina liebte solche Sachen. Leider hatte sie ihren Fächer zu Hause vergessen. Ober was war schon ein Fächer gegen das Vergnügen, den großen Polychares sehen zu dürfen!


"Zu liebenswürdig!", flötete Marcella, als ihre sympathische Sitznachbarin ganz offen den extravaganten Fächer bewunderte. Ihre ungekünstelte Art unterschied sich von der in Marcellas Freundinnenkreis, wo kaum ein Kompliment ohne verborgene Widerhaken ausgesandt wurde. "Was für ein hübscher Fächer! Er erinnert mich an den, den mir mein Gemahl vorletzte Saison verehrte. Wie gewagt, ihn zu dieser Stola zu tragen." So etwa.
"Es sind Federn vom Chrysolophus-Hahn. Sie sind importiert. Ich habe ihn aus einer ganz reizenden kleinen Boutique am Augustusforum.", plauderte Marcella, und wendete den Fächer langsam, so dass ein Sonnenreflex darüber glitt und das satte Blutrot der kürzeren Sprösselfedern sowie das gebänderte Goldbraun der langen wippenden Schweiffedern zum Schimmern, ja fast zum Glühen brachte. Wie sie dieses Farbenspiel liebte!
"Ich bin rasend gespannt auf das Stück. Polychares soll sich mal wieder selbst übertroffen haben! ...Wobei manche ihn ja auch für weit überschätzt halten. Wie siehst du das?", so erkundigte Marcella sich interessiert nach der Einschätzung ihrer Nachbarin. Der Pantomime war Stadtgespräch, sie und ihre Freundinnen konnten stundenlang von ihm schwärmen.
Die Musikanten unten griffen schon zu ihren Instrumenten, jeden Moment schien es loszugehen. Doch Marcella fiel auf, dass sie sich noch gar nicht vorgestellt hatte. Das holte sie gleich selbstbewusst nach.
"Wenn ich mich vorstellen darf: Matinia Marcella. Ich bin die Enkelin des Consulars und Censorius Matinius Agrippa. Mit wem habe ich das Vergnügen?"


03.09.2019 20:37 Matinia Marcella ist offline Beiträge von Matinia Marcella suchen Nehmen Sie Matinia Marcella in Ihre Freundesliste auf
Claudia Agrippina

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03.09.2019 22:55

Eleni hatte mir den ganzen Morgen in den Ohren gelegen bis sie schließlich gewonnen hatte. Ich hatte mich in meine beste Tunika hüllen lassen und hatte Eirene jegliche künstlerische Freiheit gelassen, um meine Frisur zu richten. Anschließend hatte ich mich in Begleitung meiner Amme und meines skythischen Hünen in die Stadt begeben.

Gerade noch rechtzeitig hatten wir das Pompeische Theater erreicht. Creton hatte dafür gesorgt, dass Eleni und ich sicher ins Innere gelangten und wir dort, trotz des großen Andrangs noch einen angemessen Platz ergattern konnten. Wie man sich vorstellen konnte, hatte das Vorgehen Cretos für Unmut unter den Zuschauern gesorgt. Doch letztendlich hatte es niemand gewagt, sich bei ihm deswegen zu beschweren.

Nun saß ich hier in aller Öffentlichkeit, darauf wartend, dass die Aufführung endlich begann. Eine befremdliche Situation, angesichts dessen, dass ich fast drei Jahre für solcherlei Vergnügen nicht das Haus verlassen hatte.


03.09.2019 22:55 Claudia Agrippina ist offline E-Mail an Claudia Agrippina senden Beiträge von Claudia Agrippina suchen Nehmen Sie Claudia Agrippina in Ihre Freundesliste auf
Claudia Agrippina

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06.09.2019 21:35

Um mich herum herrschte lauter Trubel. Die Leute, die immer noch in das Theater hineinströmten versuchten, doch noch einen guten Platz zu finden. Gelegentlich kam es dabei zu Drängeleien oder gereizten Wortwechseln. Ich jedoch schien mich gerade in einem völlig anderen Universum zu bewegen und saß beinahe regungslos da. Ob es wirklich die richtige Wahl gewesen war, heute hierher zu kommen. Medea war beileibe keine leichte Kost. Außerdem glaubte ich immer wieder vereinzelt kleine Parallelen zu meinem Schicksal zu entdecken, wenn ich so über Medea nachdachte.

Lautes Geschrei und ein sanfter Ruck durch Elenis Hand verursacht, katapultierten mich zurück ins Pompeische Theater. Ich blickte meine Amme fragend an. Doch sie musste nicht antworten. Ich vernahm bereits das streitsüchtige Gekeife einer Frau unweit von meinem Platz, die sich doch tatsächlich getraut hatte, sich mit Creton anzulegen, da er ihrer Meinung nach zu viel Platz benötigte. Da der Skythe von Haus aus eher wortkarg war, antwortete er mit einem lauten und grimmigen „GRRRRRRRR!“. Dabei zeigte er ihr seine Zähne und musste sehr gefährlich und verstörend auf sie wirken. Da ich die Angelegenheit nicht weiter eskalieren lassen wollte und auch das Verhalten meines Sklaven bucht tolerieren konnte, gebot ich meinem Sklaven sofort Einhalt. „Creton! Aus!“ Meine Stimme war kaum lauter als sonst, doch klang sie gebieterisch und kühl. „Rücke ein Stück, dann muss sich die Dame auch nicht mehr beklagen!“, fügte ich noch hinzu, woraufhin der Sklave sofort gehorchte und Eleni sich in meinem Namen bei der Frau entschuldigte.
Kurz darauf ertönte der erste Paukeschlag und der Chor begann zu singen, begleitet vom Orchester. Ein wahrhafter Genuss für die Ohren. Dann erschien Polychares auf der Bühne, der vielgerühmte Protagonist, dem scheinbar ganz Rom, ins besondere die römische Damenwelt zu Füßen lag. Ich jedoch konzentrierte mich nur auf die Inhalte, die der Chor sang. Jedes Wort sog ich auf, obgleich es mich schmerzte. All die Trauer, die noch immer nicht recht verarbeitet war, schien mich zu überwältigen. Doch ich versuchte stark zu sein. Nein, tapfer wollte ich sein. Mein starrer Blick verfolgte jeden Gesang und jede Bewegung des Tänzers. Eleni einzig konnte ermessen, wie sehr ich litt. Sie hielt meine Hand, wie eine Mutter, die ihr Kind tröstet.


06.09.2019 21:35 Claudia Agrippina ist offline E-Mail an Claudia Agrippina senden Beiträge von Claudia Agrippina suchen Nehmen Sie Claudia Agrippina in Ihre Freundesliste auf
Quintilia Valentina

Wohnort: Roma / Italia

WiSim: Rang #40
Sehr hungrig
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Wohnen
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Völlig vereinsamt
Luxus

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21.09.2019 22:14

Die Tage bis zu ihrer Abreise mit Casca zogen sich in die Länge und noch immer wussten Valentina nicht, wann sie endlich abreisen konnten. Sie sehnte den Tag herbei, verstand jedoch auch, dass ihr zukünftiger Mann momentan im Tempel unabkömmlich war.
Valentina genoss die Zeit mit ihrem tierischen Geschenk, dass Serapio ihr von seinen Reisen mitgebracht hatte, der Gepard wuchs prächtig und Valentina liebte das Tier. Jetzt allerdings hatte sie die Casa verlassen und war auf dem Weg ins Theater. Serapio hatte heute Morgen angedeutet, das er ebenfalls dort hingehen wollte und ein bisschen Zerstreuung tat gut, wenn man sonst nur wartete. Zusammen mit ihrem hünenhaften Sklaven, er ihr den Weg freiräumte und Renenet, der Pflegerin des Leoparden war sie nun also am Theater angekommen. Die Ägypterin war ihr zusammen mit dem Leoparden von Serapio geschenkt worden doch mittlerweile mochte Valentina die dunkelhaarige Frau gut leiden und so hatte sie sie gebeten mit ihr mitzukommen. Wie es ihrem Stand gebührte, lief die Frau hinter der Quintilia und als sie beiden Frauen das Theater betraten war der Chor schon in vollem Gange. Durch das dichte Gedränge suchten sich die beiden Frauen einen Weg und ergatterten tatsächlich noch zwei Plätze in der Nähe der Bühne. Während sich die Ägypterin hinter Valentina setzte und versuchte nicht aufzufallen hob die Blondine den Kopf und sah sich um. Nicht auffällig und doch neugierig ob sie eines der Gesichter in ihrer Nähe erkannte.


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Iulia Graecina

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04.09.2019 22:20

Zitat:
Original von Matinia Marcella


Die junge Iulia lächelte. Der Fächer der Dame neben ihr passte perfekt zu dem Rest ihres prachtvollen Äußeren. Offenbar achtete sie sehr darauf, wie sie in der Öffentlichkeit in Erscheinung trat. Sicher verkehrte sie in den besten und teuersten Läden der Stadt. Nach ihrer Antwort zu urteilen tat sie das auch.
„Das ist ja interessant!“, entgegnete Graecina. „Diese Boutique befindet sich am Augustusforum? Ich schätze, meine Cousinen und ich werden dieser Boutique demnächst einen Besuch abstatten müssen.“ Die Iulia neidete dieser Dame ganz und gar nicht ihr außergewöhnliches Accessoires. Neid vergiftete den Geist der Menschen. Das hatte ihr Sula erzählt. Die Hebräerin hatte ihr noch mehr erzählt. Auch von diesem geheimen Treffen, dem sie vor einigen Tagen beigewohnt hatte. Noch hatte sich Graecina nicht dazu durchringen können, ihre Sympathien, die sie für diese neuen Lehren aus dem Osten empfand, nach außen zu tragen. Sie trug eine Maske, ähnlich wie Polychares, der soeben auf der Bühne erschienen war.

"Ich sehe Polychares heute zum ersten Mal. Doch was man so hört, muss er ja ein Schauspieler von Weltklasse sein. Man sagt auch, er sei sehr attraktiv. Ein wahrer Schönling!" Wie schade, dass man sein Gesicht nicht sehen konnte.

Die Dame stellte sich als Matinia Marcella vor. Ein Name, den sie sich merken wollte. Zwar weilte sie schon mehrere Monate in Rom, doch kannte sie außer ihrer Familie niemand in dieser Stadt.
„Ich freue mich sehr, dich kennenzulernen. Ich bin Iulia Graecina und dies sind meine beiden lieben Verwandten, Iulius Caesoninus und Iulia Phoebe, die mich heute begleitet haben.“ Sie hatte sich zu ihrem Vetter umgewandt und ihn leicht an seiner Schulter angetippt.


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Gaius Iulius Caesoninus

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04.09.2019 23:22

Das Stück begann und damit auch die eigentliche Qual. Was hatte ihn nur dabei geritten zuzustimmen mitzukommen? Es war zum Mäuse melken. Und dann nicht einmal attraktive Damen auf der Bühne, sondern wie üblich ein reines Männergeschäft. Wenn es wenigstens ein neues Stück gewesen wäre, aber nein, Medea musste gespielt werden. Sowas altes, dass er (wie vermutlich auch der Rest der Zuseher) bereits auswendig kannte.
Doch gut ok, bei näherem nachdenken waren die meisten Stücke antik. Richtig gute neue Bühnenwerke aus Griechenland gab es praktisch nicht und den neumodernen abstrakten Mist, den die römischen Schreiberlinge so fabrizierten, konnte man sowieso nur unter Pilzeinfluss genießen.
Caesoninus seufzte tief und ließ seinen Kopf auf seinen Armen gestützt. Lustlos verfolgte er das Stück, dabei etwas vom Geschnatter auf seiner linken Seite gestört. Offenbar hatte Iulia Graecina eine neue Freundin gefunden. Als diese dann seinen Namen erwähnte und ihn antippte, wandte er kurz den Kopf und nickte der Fremden kurz zu. Ganz nettes Mädchen. Dann hieß es sich weiterquälen durch die Darbietung. Rechts von ihm eine Reihe zurück hörte er eine Beschwerde, doch ignorierte er sie. Dass rund um ihm geredet wurde war wohl ein Zeichen dafür, dass nicht nur er sich langweilte. Als er dann auch noch merkte, dass einige seiner liebsten Nebenszenen fehlten wurde es ihm zu bunt und Caesoninus konnte nicht länger an sich halten: „Ach kommt schon! Die können ja nicht das ganze Stück auslassen!



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Iulia Phoebe

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05.09.2019 00:03

Nein, was war Iulia entzückt über die Kunst des Polychares! Es war genauso wie sie es sich vorgestellt hatte. Sie hatte den Atem angehalten, als Medea das erste Mal auf der Bühne erschienen und der Chor zu singen begonnen hatte. Zu welch fließenden Bewegungen dieser Schauspieler in der Lage war, man konnte ja beinahe schon denken, dass man selbst Teil des Stückes war, so sehr fesselte die Pantomine Iulias Aufmerksamkeit.

Umso unerfreulicher war daher dann, als Caesoninus neben ihr seinem Ärger wieder Luft machte. Das ließ auch Iulia etwas schnippisch werden. „Psst, was machst du nur. Sei leise!
An ihre dunkelblonde Sitznachbarin zu ihrer rechten gewandt sprach sie mit gesenkter Stimme: „Ich bitte um Vergebung, falls mein Vetter dich gestört haben sollte. Es kommt nicht wieder vor.
Noch ein drohender Blick mit gesenkten Augenbrauen in Richtung ihres Vetters und dann wandte auch Iulia wieder den Blick hinunter zum Schauspiel, dabei jetzt schon Caesoninus verfluchend, weil sie ein Stück der Darbietung verpasst hatte.


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13.09.2019 22:04

Zitat:
Original von Iulia Phoebe

An ihre dunkelblonde Sitznachbarin zu ihrer rechten gewandt sprach sie mit gesenkter Stimme: „Ich bitte um Vergebung, falls mein Vetter dich gestört haben sollte. Es kommt nicht wieder vor.
Noch ein drohender Blick mit gesenkten Augenbrauen in Richtung ihres Vetters und dann wandte auch Iulia wieder den Blick hinunter zum Schauspiel, dabei jetzt schon Caesoninus verfluchend, weil sie ein Stück der Darbietung verpasst hatte.


Nach all dem Ärger um meinen neuen Custos und der erdrückenden Schwere des Stückes, war mir beinahe die Sitznachbarin zu meiner Linken entgangen, die sich kurz zuvor an mich gewandt hatte. Ich musste gestehen, dass ich mich wenig mit den Menschen beschäftigt hatte, die neben mir saßen, außer denen, die zu meinem Haushalt zählten und für die ich Verantwortung trug.
Hatte sich die junge Frau soeben bei mir entschuldigt? Wenn ja, weshalb? „Wie bitte?“ fragte ich höflich, nachdem ich mich leicht zu ihr hingewandt hatte.

| Eleni

„Die Dame entschuldigt sich für ihren Vetter. Falls er dich gestört haben sollte.“, wisperte mir Eleni schnell ins Ohr. Im Gegensatz zu mir nahm sie fast alles wahr, was in meiner näheren Umgebung geschah.
„Oh, ach so. Nein, nein,“ meinte ich schnell und räusperte mich. Dann riskierte ich einen kurzen Blick auf den vermeintlichen Übeltäter. Der Ärmste wirkte etwas gelangweilt. Wahrscheinlich hatte er, ähnlich wie ich, die falsche Wahl für diesen Nachmittag getroffen. „Mitnichten! Dein Vetter hat mich keineswegs gestört. Unglücklicherweise sieht es mit meinem neuen Custos etwas anders aus. Ich muss ihn wohl erst noch richtig erziehen, meinen skythischen Barbaren.“ Ich lächelte etwas verlegen und wollte dann eigentlich wieder dem Stück folgen. Doch dann hatte Eleni ganz plötzlich das Bedürfnis, mir etwas mitzuteilen.
„Sieh dir den jungen Mann etwas genauer an! Siehst du es?“ tuschelte sie. Ich blickte sie fragend an, denn ich verstand kein Wort, worauf sie hinaus wollte. „Die Prophezeiung! Die alte Hexe aus Parnes! Weißt du nicht mehr? Der goldene Mann!“ Langsam begann es mir zu dämmern, was sie meinte. Allerdings hielt ich es für absurd, ausgerechnet hier dem rätselhaften goldenen Mann aus der Prophezeiung über den Weg zu laufen. „Ach Eleni, sei nicht albern. Es gibt noch mehr blonde Männer in Rom. Wieso sollte ausgerechnet er dieser mysteriöse goldene Mann sein?“ Manchmal hatte sie wirklich eine blühende Fantasie! Doch meine Amme ließ nicht locker. Sie war ganz von ihrer Idee besessen. „Na los, sprich ihn doch einmal an!“ Sie drängte mich nicht nur mit Worten, auch ihre Gestik war unmissverständlich. Was mich nun trieb, auf die Worte meiner Sklavin zu hören, die im Grunde meine Ersatzmutter war, konnte ich mir nicht erklären. Ich tat es einfach.

„Du hast Recht, dich zu beschweren,“ meinte ich zum Vetter meiner Sitznachbarin. „Ich für meinen Teil sehne eigentlich nur dem Ende entgegen. Ich bin heute nicht in Stimmung für solch schwere Kost. Vielleicht sollte ich einen Schwächeanfall vortäuschen, um das Ganze zu beschleunigen.“


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Gaius Iulius Caesoninus

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14.09.2019 20:53

Zitat:
Original von Claudia Agrippina
[...]
„Du hast Recht, dich zu beschweren,“ meinte ich zum Vetter meiner Sitznachbarin. „Ich für meinen Teil sehne eigentlich nur dem Ende entgegen. Ich bin heute nicht in Stimmung für solch schwere Kost. Vielleicht sollte ich einen Schwächeanfall vortäuschen, um das Ganze zu beschleunigen.“


Titus sollte am dies mercurii Dienst schieben und Gnaeus am besten am dies veneris. Doch Halt! Hatte er nicht bei der letzten Besprechung gesagt, dass sein vorgesetzter Kommandant ihn für diesen Tag nicht schon anderweitig eingeplant hatte? Hm, frei aus dem Kopf konnte er das jetzt nicht sicher sagen. Na gut, dann sollte er eben am dies saturni dafür sorgen, dass niemand von den Gefangenen türmte. So war Caesoninus mitten in seinen vigintivirischen Planungen bzgl. der Gefangenenaufsicht für den Carcer Tullianus, während sein Blick glasig dem Geschehen auf der Bühne folgte. Dem Schein der Aufmerksamkeit ehrenhalber. So mit sich selbst beschäftigt bekam er erst ab dem zweiten Satz überhaupt mit, dass jemand gerade mit ihm sprach. Als er es dann jedoch endlich registriert hatte, wandte er den Kopf und erblickte eine sehr vornehm wirkende junge Dame mit güldenem Haar und engelsgleichem Antlitz. Sie beugte sich um Iulia Phoebe herum und sprach gerade etwas davon, dass auch sie das Ende dieses Firlefanz herbeisehnte. Offenbar war er mit dieser Meinung nicht alleine.

Die fremde Schönheit wirkte sympathisch. Und schön, hatte er schon schön erwähnt? Caesoninus wäre nicht Caesoninus gewesen, wenn er seine Gübeleien über den Dienstplan einer Unterhaltung mit deiner adretten Dame vorgezogen hätte, weshalb er jetzt ein gewinnendes Lächeln aufsetzte und sich ebenfalls um Iulia Phoebe zu der Anderen herumdrehte, um ihr zu antworten: „Ich wünschte ich hätte dieselbe Option, doch ich fürchte bei einem Mann würde das komisch wirken“, scherzte er. Dann streckte er über Iulias Schoß hinweg der Dame seine Hand entgegen: „Ich bin Gaius Iulius Caesoninus, Tresvir Capitales, und du, oh Schwester der lieblichen Venus?

Sim-Off: Dies Mercurii = Mittwoch
Dies Veneris = Freitag
Dies Saturni = Samstag



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Claudia Agrippina

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18.09.2019 01:39

Zitat:
Original von Gaius Iulius Caesoninus

Die fremde Schönheit wirkte sympathisch. Und schön, hatte er schon schön erwähnt? Caesoninus wäre nicht Caesoninus gewesen, wenn er seine Gübeleien über den Dienstplan einer Unterhaltung mit deiner adretten Dame vorgezogen hätte, weshalb er jetzt ein gewinnendes Lächeln aufsetzte und sich ebenfalls um Iulia Phoebe zu der Anderen herumdrehte, um ihr zu antworten: „Ich wünschte ich hätte dieselbe Option, doch ich fürchte bei einem Mann würde das komisch wirken“, scherzte er. Dann streckte er über Iulias Schoß hinweg der Dame seine Hand entgegen: „Ich bin Gaius Iulius Caesoninus, Tresvir Capitales, und du, oh Schwester der lieblichen Venus?


Wie Recht doch meine gute Eleni hatte! Wenn jemand wusste, was ich am nötigsten brauchte, dann war das meine gute alte Amme. Ich betete jeden Tag zu den Göttern, dass sie mir noch lange erhalten bliebe. Auch diesmal hatte sie sich keinen Digitus geirrt. Ich hatte jenen jungen Mann mit dem blonden Haar angesprochen, so wie sie es gesagt hatte. Sofort spürte ich eine Form der Wandlung in mir. Etwas schien die Leere in mir zu füllen. Ein Fitzelchen der Leichtigkeit, die ich einst in mir hatte, es schien noch in mir zu sein. Wohl hatte es die ganze Zeit über an einem geheimen Ort geschlummert. Doch nun begann es, zu erwachen. Mir schien, als könne ich nun etwas freier atmen, als sei endlich dieser schwere Quader von meinem Herzen verschwunden. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten gelang es mir zu lächeln, ob eines Bonmots, welches mir einfach so über die Lippen gekommen war. Und mein Gegenüber, er schien in mir nicht die von Trauer zerfressene Witwe zu sehen, sondern jenes junge entzückende Wesen, welches ich vor langer Zeit gewesen war.
Iulius Caesoninus, so war sein Name, schmeichelte mir. Er schaffte es, mich erröten zu lassen, als er mich als Schwester der göttlichen Venus verglich. Nein, solcherlei Worte waren schon seit ewigen Zeiten nicht mehr an mein Ohr vorgedrungen. Sie hätten von Maecenas, meinem geliebten Bruder stammen können. Er hatte mich vergöttert, so wie ich ihn.

Während nun dort unten Medea in die Verbannung geschickt wurde, begann sich neben mir eine ganz neue Bekanntschaft zu entwickeln. Die Erste, seit ich zurück war in Rom. Über die junge Dame zwischen uns hinweg, die sich als seine Cousine erwiesen hatte, reichte er mir seine Hand. Bevor ich seinen Gruß jedoch erwidern konnte, schien sie ein Einsehen mit uns zu haben, da sie im Gegensatz zu uns eine Liebhaberin solch tiefgründiger Kunst zu sein schien. Sie erhob sich und tauschte ihren Platz mit ihrem Vetter, so dass er seinerseits zu mir herüber rutschen konnte. Diese großzügige Tat erleichterte doch sehr die gemeinsame Kommunikation.
„Claudia Agrippina. Sehr erfreut!“ Ich reichte ihm nun meine Hand. Ein befreites Lächeln breitete sich über meine Lippen aus. „Wie mir scheint, war mein heutiger Besuch des Theaters doch nicht völlig vergebens. Hätte ich sonst eine solch charmante Bekanntschaft gemacht? Zumindest nimmt das Stück für mich nun eine weitaus bessere Wendung als für Medea.“ Dies alles geschah unter den wohlwollenden Augen Elenis, die neben mir alles genau verfolgte und in sich hinein lächelte.
Medea!? Wer war Medea? In diesem Augenblick schien sie meilenweit entfernt zu sein.


18.09.2019 01:39 Claudia Agrippina ist offline E-Mail an Claudia Agrippina senden Beiträge von Claudia Agrippina suchen Nehmen Sie Claudia Agrippina in Ihre Freundesliste auf
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18.09.2019 13:53

Eine Claudia war die Schwester der Venus also! Was es nicht für Zufälle gab. Die Wege der Parzen waren wirklich unergründlich. „Oh die Freude ist ganz meinerseits, immerhin war es mir von Fortuna vergönnt worden dich zu treffen und meinem Tag so einen Höhepunkt hinzuzufügen“, meinte er galant.

Doch das mit der Familienzugehörigkeit wollte er nochmal genau wissen. „Als Claudia bist du da zufällig mit Senator Claudius Menecrates verwandt? Ich bin mit ihm sehr gut über die Factio Praesina bekannt und zudem arbeite ich auf seinen persönlichen Wunsch in jener Baukommission mit, die für die Errichtung des neuen Urbaner-Stützpunkts in der Subura zuständig ist.“ Angesichts der traditionellen Namensverteilung unter den gesellschaftlichen Schichten war die Chance jedoch groß, dass sie aus derselben Familie wären. Doch einmal sehen was die Antwort war. Das dargebotene Stück hatte nun auch den letzten Rest von geheucheltem Interesse für Caesoninus verloren.



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18.09.2019 13:53 Gaius Iulius Caesoninus ist offline E-Mail an Gaius Iulius Caesoninus senden Beiträge von Gaius Iulius Caesoninus suchen Nehmen Sie Gaius Iulius Caesoninus in Ihre Freundesliste auf
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25.09.2019 02:18

Zitat:
Original von Gaius Iulius Caesoninus


Oh ja, und wie ich seine Schmeicheleien genoss! Es schien eine Ewigkeit her zu sein, seit ich solche zum letzten mal erfahren hatte. Die dunklen Tage hatten in den letzten Jahren mein Leben bestimmt. Es hatte kaum Platz für einige Sonnenstrahlen gegeben. Doch jetzt und hier schienen sie sich endlich zu mir hindurch kämpfen zu wollen, so dass es mir vergönnt war, ein wenig von ihrer Wärme in meinem Herzen zu spüren.
„Nun, offenbar war auch mir Fortuna heute wohl gesonnen, woran ich heute Morgen noch nicht vermocht hatte zu glauben.“ Wie sich mir nun offenbarte, war die Göttin des Glücks in Gestalt meiner Amme zu mir gekommen. Ein Grund, ihr in den nächsten Tagen ein Opfer darzubringen.

Natürlich hatte der Name ‚Claudia‘ sofort das Interesse meiner neuen Bekanntschaft geweckt. Letztendlich war er mit Tradition und Ehre verbunden. Unsere Familie gehörte zu den ältesten Roms. Ihren Namen zu tragen war mit einer gewissen Verantwortung behaftet. So war es auch ganz natürlich, dass er mich mit dem derzeit wohl prominentesten Mitglied meiner Familie in Verbindung brachte.
„Der Senator ist mein Onkel. Mein Vater und er waren Vettern,“ ließ ich Iulius wissen. „Ich bin erst kürzlich wieder nach Rom zurückgekehrt, doch ich habe von seinem Projekt gehört.“ Um ehrlich zu sein, war ich seit meiner Rückkehr so sehr mit mir selbst beschäftigt gewesen, dass ich kaum Anteil an dem Leben um mich herum oder gar außerhalb der claudischen Mauern genommen hatte. Sogar meine geliebten Exkursionen zu den römischen Märkten hatte ich nicht wieder aufleben lassen. Dieser Theaterbesuch war der erste zaghafte Versuch gewesen, um wieder zurück zu den Lebenden zu finden.
„Wenn du in jener Baukommission tätig bist, dann bist du gewiss hin und wieder zu Gast in der Villa Claudia,“ mutmaßte ich ohne jeden Hintergedanken. Wobei ich mir vorstellen konnte, wie schön es sein mochte, gelegentlich Besuch zu empfangen.


25.09.2019 02:18 Claudia Agrippina ist offline E-Mail an Claudia Agrippina senden Beiträge von Claudia Agrippina suchen Nehmen Sie Claudia Agrippina in Ihre Freundesliste auf
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