Casa Germanica - Triclinium

  • ~Der Speisesaal in der Casa Germanica~




    Ein Raum der Geselligkeit. Hier finden neben Banketten auch Bewohner des Stadthaues Platz. Um mit Freunden Feste und Gelage zu feiern. Schon so mancher Bund des Lebens wurde hier gefunden. Aber auch offizielle Großbanketts haben hier genug Platz, um standesgemäß umhüllt und prächtig aufgetragen, durchgeführt werden zu können.









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  • Nachdem das Triclinium durch einen Umbau an Größe gewonnen hatte, bot es sich für den Conventus geradezu an. Die Tischchen waren dekoriert und zu einem Kreis zusammen gestellt worden. Um sie herum waren Liegen aufgebaut und zwar so, das jeder jeden sehen und sprechen konnte. Schließlich war es als Diskussionsrunde angelegt und nicht als einzigstes Essen. Auf den Klinen befanden sich reichlich verzierte und in Anzahl große Kissen, die es den Gästen bequemlich machen sollte. Der Raum war dazu in einem beigen Ton dekoriert. So befanden sich schwere Vorhänge an den Wänden, aufgefädelt an massiven Stangen hoch oben im Stukbereich.


    Um die Wärme der Fußbodenheizung besser nutzen zu können, befanden sich die Teppiche in Laufrichtung zu den Liegen und hüllten nur jene gänzlich ein. Der restliche Granitboden war offen. Bestes Atmen der Heizung somit garantiert. Eine Dutzend Sklaven stand in der Casa bereit. Sie waren im Stande jeweils einen Gast zugeordnet zu werden und zu dienen. Hinzu kamen etliche Handlanger, die dafür eingebracht wurden sowohl für die Sicherheit in der Casa, als auch in der Straße davor zu sorgen. Potenzieller minderwertiger Abschaum war dementsprechend aus der Gasse entsorgt worden. Müll und Abfall gab es nicht, sogar am Geruch hatte man gearbeitet. Alles sah nach einer noblen Gegend aus.


    Mit der abendlichen Stunde kam auch die Zeit, an welcher die ersten Gäste sollten eintreffen und Avarus schickte zwei zusätzliche Sklaven zum Türsklaven, die dabei helfen sollten aus den Sänften zu gleiten und evtl. Schleppen sicher bis in den Hort der Casa zu befördern....

  • Der Auflauf an der Türe war unüberhörbar und Avarus schon seit einer guten Stunde in edelste Seide gehüllt. Wenn er schon die Oberschicht im Hause hatte, dann wollte er nicht geizen seinen Reichtum auch zu zeigen. Zu der praktischen Anordnung von Liegen und Tischen, kamen demnach noch völlig überflüssige Edelholztische, die selbst schon ein Vermögen verschlangen. Um dem Ganzen noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen, befanden sich darauf handgestickte Platzdeckchen, die jeweils eine wunderbare fernöstlich und auch südwestlich angehauchte Vase beherbergte.


    Im Raum war hindes das erste Grundgeschirr aufgetragen worden. Große verzierte Silberteller, graziöse Glasgefäße für Wasser und Wein. Becher aus purem Gold mit glitzernden Steinen besetzt. Schüsseln und Schalen fehlten noch. Erst wenn die Gäste eingetroffen waren, würde der Laf der Tischsklaven beginnen, um die frisch vorbereiteten Speisen, Häppchen und Exqisitäten auf die Tischchen zu verteilen.


    Etliche Schritte hinter ihm wartete ein Sklave mit einem Tablett. Auf ihm befand sich ein Gemisch aus Minze, Zitrone und Zuckerwasser garniert mit einem Olivenstengel. Eine Art Begrüßungstrunk, der jedem Gast nach den Willkommensfloskeln überreicht wurde.


    So stand er da und wartete, das man ihm die Gäste servierte. :]

  • Vom Sklaven begleitet betrat Adria das Triclinium und begrüßte Avarus mit einer kurzen Umarmung.
    "Grüß dich, Avarus!
    Nochmals danke, dass du dich darum kümmerst. Eine Einladung zu dir in die Casa war eine nette Idee.
    Wie gehts dir denn?"

  • "Adria!" Er erwidert ihre Umarmung. Seit der Balk raus ist, schaut sie besser aus... :D


    "Körperlich geht es mir bestens, geistig ist es eine Qual. Seit ich von meiner Verlobten in germanien getrennt wurde, hänge ich wilden Gedanken hinterher. Kann mich kaum auf die Arbeit konzentrieren. Denn nunja Lucilla wird vermisst..." Sein Gesicht war tief traurig geworden. Nur kurz, dann versuchte er zu lächeln. "Doch heute ist ein Tag, der diesen Schatten verdrängen muss, es wird mir nicht leicht fallen, aber ich werde versuchen mich auf die Diskussion zu konzentrieren."


    Er geht einen Schritt bei Seite und läßt den Sklaven den Trunk servieren.


    "Komm und setz dich doch, wie geht es dir und deinem Sohn, wie Quarto?"

  • Auch Callidus gelangte nun von Sklaven dorthin geleitet das Triclinium. Natürlich hatte er zu diesem Anlass eine Toga anlegen lassen, doch stand diese, wie er feststellen musste, in keinem Verhältnis zu der des Avarus.


    > Ich güße euch! Danke für die Einladung in dein Haus, Senator Avarus. <


    Er blickte sich um und musste trotz des eigenen Wohlstandes auf dem Palatin über die reiche Ausstattung des Domizils der Germanicer staunen.

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • "Aelius Callidus, herzlich willkommen!" Dreht sich nur kurz zum Sklaven hin. "Einen Becher für den Comes von Italia." und zurück "es freut mich, das du der Einladung gefolgt bist und ich hoffe, das dieser Abend nicht nur im Gespräche angenehm wird. Setz dich doch."


    Senator Germanicus Avarus weist den Weg zu den Klinen. Achtet dabei nicht darauf wo sich wer platziert. Da er für diese Runde an freie Platzwahl gedacht hatte...

  • Sein erster Blick galt der prunkvollen Ausstattung des Tricliniums, sein zweiter dem Boden und dort blieb er auch für ein, zwei Momente. Ungewöhnlich, sehr ungewöhnlich, dachte er bei sich und wusste im ersten Moment das ganze nicht so recht einzuschätzen. Dann erinnerte er sich, daß Avarus ja gerne den Architekten spielte und gerne ungewöhnliche Dinge diesbezüglich ausprobierte, also riss er sich wieder los und sah auf.


    Salvete. begann er etwas leger, denn die Gäste, die bereits angekommen waren, waren Hungi bekannt. Seine Ex-Frau sowieso, es wäre sogar ziemlich befremdlich, würde er gerade die nicht kennen, aber auch Aelius Callidus ist ihm bekannt von der Schola und der Curia Provincialis, wo sie sich schon ein paar Wortgefechte gegeben hatten. Er schaute sich noch mal das Interieur an, Avarus wollte wohl ein wenig angeben, hatte er so das Gefühl. :D


    Ich dachte, ich komme zu einem Treffen der Schola? Oder ist der Kaiser auch eingeladen? Er schmunzelte.

  • Er konnte den letzten Satz nicht ganz verstehen, ließ sich aber nicht beirren und fand in den Blicken des Hungaricus heraus, was dieser wohl meinte...


    "Äh nein, der ganze Krämpel steht auch sonst hier rum." Ein verlegenes Lächeln später ließ er dem Sklaven erneut erklingen, das auch Hungaricus sicher einen dieser Willkommenstrunke haben wollte. Gutes Personal war einfach immer seltener zu bekommen.


    "Na dann setz dich doch!" So langsam füllte es sich und nurmehr zwei Gäste fehlten...

  • Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    Er geht einen Schritt bei Seite und läßt den Sklaven den Trunk servieren.


    "Komm und setz dich doch, wie geht es dir und deinem Sohn, wie Quarto?"


    "Wunderbar, uns allen. Vielleicht findest du ja einmal etwas Zeit für einen kurzen Besuch bei uns. "
    Dann waren auch schon die anderen geladenen Gäste da, die sie kurz begrüßte.
    "Wisst ihr beide eigentlich, worum es geht und was auf euch zukommt?", fragte sie Callidus und Hungaricus gut gelaunt.

  • Auch ich betrat, geleitet von dem einen Sklaven da, das Germanische Triclinium. Und da waren sie schon alle versammelt.


    "Sei mir gegrüßt, Avarus. Salve, Adria. Sers, Hungi."


    Vergeblich kramte ich in m einem Gedächtnis nach dem Gesicht und Namen des anderen. Da er aber sehr nach Gast und sehr wenig nach Sklave aussah musste er auch zum Conventus der Schola gekommen sein.


    "Sei auch du mir gegrüßt."


    Man würde mir schon rechtzeitig verraten, mit wem ich es zu tun hatte.

    QUAESTOR CONSULUM
    DIRECTIVUS SCHOLAE ATHENIENSIS PHOEBI APOLLONIS DIVINIS

  • Zitat

    Original von Medicus Germanicus Avarus
    "Äh nein, der ganze Krämpel steht auch sonst hier rum." Ein verlegenes Lächeln später ließ er dem Sklaven erneut erklingen, das auch Hungaricus sicher einen dieser Willkommenstrunke haben wollte. Gutes Personal war einfach immer seltener zu bekommen.
    "Na dann setz dich doch!" So langsam füllte es sich und nurmehr zwei Gäste fehlten...


    Hungi lächelte. Das Herabsetzen des "Krempels" amüsierte ihn, er widersprach jedoch nicht mehr und beließ es daher dabei. Dankbar, weil durstig, griff er zu einem der dargebotenen Becher und kostete davon. Er war überrascht, war doch gar kein Wein darin, sondern eine für ihn doch etwas exotische Mischung an Ingredienzen, die er zuvor noch nie gekostet hatte. Noch mehr allerdings erstaunte ihn die völlige Abwesenheit von Alkohol in diesem Getränk. Wurde Avarus auf seine alten Tage zum Abstinenzler? Das konnte er sich eigentlich gar nicht vorstellen. Doch da der Gastgeber auf die Klinen verwies und ihm einen Sitzplatz anbot, verfolgte er seine Gedanken fürs erste nicht weiter und suchte sich seinen Platz aus, den er sogleich in Beschlag nahm. Doch nicht lange währte sein Schweigen, richtete doch seine Ex-Frau gleich das Wort an ihn.


    Zitat

    Original von Aelia Adria
    "Wisst ihr beide eigentlich, worum es geht und was auf euch zukommt?", fragte sie Callidus und Hungaricus gut gelaunt.


    Also ich für meinen Teil eigentlich nur, daß es heute um die Schola geht. Genaueres weiß ich eigentlich nicht. beantwortete er ihre Frage und wunderte sich im gleichen Moment etwas über ihre offensichtliche gute Laune. War da etwas im Busch? Doch auch diesen Gedanken konnte er nicht weiterverfolgen, trat doch in diesem Moment ein alter Bekannter (:P) in den Raum.


    Zitat

    Original von Secundus Flavius Felix
    "Sei mir gegrüßt, Avarus. Salve, Adria. Sers, Hungi."


    Die etwas sehr saloppe Begrüßung gefiel Hungi eigentlich gar nicht. Da er aber keinen Streit heraufbeschwören wollte, unterließ er eine abfällige Bemerkung. Allerdings konnte er sich einen kleinen Unterton nicht erwehren.


    Sers, Feli. konterte Hungi mit einem Grinsen.

  • "Salve auch dir Senator Felix. Da sind wir auch schon fast komplett."


    Da der Flavier etwas unordodox den Aelier gegrüßt hatte, nahm der Hausherr an, dass man sich nicht kannte.


    "Zur Rectorin Adria, dem Praeceptor Aelius Callidus, dem Scholagründer Senator Flavius Felix und dem Praeceptor Externicus Vinicius Hungaricus, hatte ich noch die Praeceptorin Artoria Medeia geladen. Wollen wir warten, oder schon beginnen?"


    Mit der Hand hatte er elegant die erwähnten Persönlichkeiten zugewiesen und war sich nun sicher, das jeder jeden einzuordnen wußte.


    "Leider sind weitere Dozenten und Scholagelehrte nicht in Rom anwesend, beziehungsweise auf Reisen, sodas wir mit dieser doch intressanten -wie ich meine- Runde den zukünftigen Weg bereiten werden."


    Er setzt ab zu reden und winkt einen Sklaven heran. Vorerst beginnt man die verschiedensten Arten von Getränken aufzustellen. Die bereits zugewiesenen Sklaven warten darauf gewünschte Trinkturen zu mischen, oder einzuschenken. Avarus wartet jedoch mit dem weiteren Sprechen, bis man ihm eine Antwort auf seine gestellte Frage gab. Ehrlicherweise wußte er nicht, wann Medeia eintreffen würde.

  • Nachdem auch sie Felix begrüßt hatte, wandte sie sich zur Beantwortung seiner Frage an Avarus.
    "Ich denke, wir können langsam ohne Medeia beginnen. Ganz unwissend ist sie nicht und alles weitere können wir ihr danach auch noch erklären, falls sie in der Zwischenzeit nicht ohnehin zu uns stößt."

  • "Gut, wenn das der Wunsch ist, so werde ich euch mitteilen, worin diese kleine Zusammenkunft begründet liegt."


    Er winkt einem Sklaven zu, der sich aufmacht Trauben, Oliven und Obst heran zu stellen.


    "Die Schule ist die wichtigste Bildungseinrichtung in Rom und sie hat bisher eine vorzügliche Arbeit geleistet. Sinn dieses treffens ist über ihre Zukunft zu beraten. Eine Zeit in der Adria..." sein Blick schweifte zu ihr..." nichtmehr den Posten des Rector ausfüllt." Der Kopf dreht sich zu Callidus. "Doch soweit ich unterrichtet bin, haben wir da einen Erben..." blickt zu Hungaricus, dann zu Felix... " um sie jedoch effizienter zu machen, ist angedacht einen Rat zu gründen, der ihre Leistungsfähigkeit überwacht, neue Kurse erarbeitet, dies in Zusammenkünften mit den Praeceptoren und die Schule nach außen vertritt."


    Überlegt kurz....


    "Spendenzahlungen, freiwillige Praeceptores Externicus und so weiter wären da Thema..."


    Wartet ersteinmal auf Reaktionen und überlegt dabei ob er der hunrigen Meute schonmal die Vorspeise bringen soll...

  • Callidus grüßte nun auch noch den dazugestoßenen Senator Flavius Felix mit einem freundlichen Nicken.
    Auf den Vorschlag Adrias hin hatte er sich nun auf eine der Klinen gelegt und lauschte den Worten des Avarus. Interessiert hörte er sich die Punkte an, die besprochen werden sollten.

    Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

  • Avarus hatte sofort diskret eingegriffen. Das war also Aelius Callidus.
    Elegant warf ich mich dann auf eine Kline, um den Worten des Gastgebers zu lauschen.


    "Soll besagter Rat dem Rektor in beratender Funktion beistehen oder sollen seine Entscheidungen für die Schola bindend sein?"


    Meine Kehle war zu trocken, als dass ich ausführlicher werden wollte.

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  • Darauf folgten Wein, Honigwein und Importwein. Keiner sollte seine Sprache verlieren.


    "Der Rat wird nach meinem Befinden die Befehlsgewalt haben, auch wenn ich das nicht so krass sehe. Der Rector muss sich demnach mit seinen Ideen und Befinden immer an ihn wenden. Anders ist der hohe Standart auch nicht zu halten, wie ich meine. Eine Person kann niemals ohne mehrere Intelektuelle entscheiden und soll es auch nicht müssen."


    Avarus nahm vom Importwein, doch stark verdünnt.

  • Ich wählte denselben Wein wie unser Gastgeber, dazu ausreichend Wasser. Dann erst nahm ich wieder am Gespräch teil.


    "Du sagst es, Germanicus: Eine Person sollte niemals ohne guten Rat entscheiden. Doch selten ist es zielführend, ein Gremium endlos über ein Thema zu disputieren, wo doch ein gut beratener Einzelner viel schneller zur selben Lösung kommt. Ich möchte die Autorität des Rektors nicht untergraben sehen."

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  • "Deswegen wäre es in meiner Idee verankert, das dieser Rat nicht unnötig aufgeblasen wird. Ein Gremium von nur drei bis vier Mitgliedern sollte in der Lage sein den Rectoren entsprechend rasch zu beraten."


    Zum Weine nahm er sich nach seinen Worten ein Brot mit herzhaft gereiften Käse und schob einige sauer eingelegte Oliven nach.

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