[Palatin] Curia Saliorum Palatinorum

  • Auf dem Palatin befindet sich die Curie der Salii Palatini, die im Dienst des Kriegsgottes Mars stehen. Nach langen Zeiten der Ruhe ist in den vergangenen Tagen wieder Aktivität ausgebrochen. Neue Mitglieder wurden berufen und werden schon bald hier erwartet. Doch noch ist das Leben ein beschauliches. Ein Sklave räumt auf und reinigt die Räumlichkeiten. Zwei schon ältere Mitglieder der Sodalität liegen ungestört auf ihren Klinen und unterhalten sich mit gedämpften Stimmen.

  • Unter all den Kultvereinen in Rom gab es für mich nur einen einzigen, der wirklich zählte, und das waren die palatinischen Salier, welche dem Mars Gradivus folgten. Ich war ungleich stolzer gewesen, dorthin berufen zu werden, als hätte sich damit die Entscheidung für meine Zukunft bestätigt, den Weg eines Marspriesters für mich gewählt zu haben. Unter den Anwesenden älteren Männern kannte ich niemanden, aber es wunderte mich auch nicht besonders, dass ich die letzten Jahre in Achaia gelebt hatte, war nicht gerade dem Kennenlernen in Rom ansässiger Patrizier zuträglich gewesen. So begab ich mich, nachdem ich den Anwesenden grüßend zugenickt hatte, zu einer freien Kline und nahm dort Platz, um zuerst einmal den Gesprächen etwas zu lauschen und einen Moment abzuwarten, an dem ich etwas beitragen konnte, ohne unhöflich zu wirken.

  • Ein schon etwas älterer Sklave geht zwischen den Anwesenden umher und verteilt Becher stark verdünnten Weines. So trifft er auch auf den Neuankömmling und lächelt diesem aufmunternd zu.


    "Salve, junger Mann. Du bist neu hier, nicht wahr? Meinen herzlichen Glückwunsch zu deiner Berufung. Der Magister wird sicher bald eintreffen und die Sitzung eröffnen. Doch es fehlen auch noch einige andere Neumitglieder. Du bist nicht der einzige, der heute zum ersten Mal seinen Weg in diese Curie gefunden hat."


    Er nickt lächelnd und reicht dem Mann einen Weinbecher.

  • "Danke," sagte ich und nahm den Wein entgegen - verdünnt, auch das noch, aber es machte Sinn, schließlich war das hier auch kein Saufgelage, sondern sollte eine ernsthafte Besprechung werden. "Ich hoffe ja, dass noch einige ehrm jüngere Männer hier erscheinen werden, sonst ziehe ich den Altersdurchschnitt empfindlich herunter."


    Und ich hatte auch nicht so wirklich große Lust, mit einem Verein alter Männer gemeinsam irgendwann durch die Straßen zu ziehen und feststellen zu müssen, dass ihnen ihre zeremoniellen Rüstungen nicht mehr so recht passten. Meine Vorstellung von Mars war stets die eines trainierten, kräftigen Mannes in der Blüte seiner Kampfkraft gewesen, und dazu passten Männer mit weißem Haar und sich rundenden Bäuchen einfach nicht besonders gut. Wieder blickte ich mich um und hoffte inständig darauf, nicht der einzige Mann unter dreissig zu bleiben.

  • Es war nahe liegend, dass Vesuvianus als gläubiger Soldat gerade dieser Sodalität beizutreten gedachte und so suchte er am heutigen Tage den Versammlungsraum auf. Er suchte sich einen beschaulichen Platz, lehnte den sogleich gereichten Wein vorerst ab und blcikte sich um.

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    TUTOR - CLAUDIA SISENNA
    TUTOR - CLAUDIA AQUILINA
    DOMINUS FACTIONIS - FACTIO PRAESINA

  • Der Sklave muss grinsen und nickt beschwichtigend.


    "Selbstverständlich, keine Bange. Mir sagt man zwar auch nichts genaueres, doch für heute werden gleich mehrere Neuzugänge erwartet. Ah, sieh nur. Da ist schon einer..."


    Just in dem Moment fällt sein Blick auf einen weiteren Neuling, zu dem er sogleich freundlich herüber nickt. Pflichtbewusst setzt er seinen Weg mit den Weinbechern fort und begrüßt auch den ihm noch Unbekannten, selbst wenn dieser ihn nicht um einen Becher erleichtert. Man hat ihm deutlich aufgetragen, den Neulingen bis zum Beginn der Sitzung noch für Fragen zur Verfügung zu stehen.


    "Salve. Bist du auch eines der neuen Mitglieder? Meinen herzlichen Glückwunsch zu deiner Berufung."

  • Ich nickte dem Sklaven für seine Worte dankend zu und nahm einen Schluck Wein aus dem Becher. Aber eher hätte man das Gemisch als Wasser mit ein paar Spritzern Wein darin bezeichnen sollen, das kam der Konsistenz deutlich näher. Dass ein zweiter Mann in der Blüte seiner Jahre den Raum betreten hatte, entging mir nicht, ebensowenig seine aufrechte Haltung, die den Soldaten verriet. Ich ließ dem Sklaven kurz Zeit, ihn zu begrüßen und setzte mich langsam auf, um ihm zuzunicken und ihm mit erhobenem Becher einen stillen Gruß auszusprechen. Wenn er sein Gespräch beendet hatte, nahm ich mir vor, ihn anzusprechen.

  • Zitat

    Original von Narrator Italiae
    "Salve. Bist du auch eines der neuen Mitglieder? Meinen herzlichen Glückwunsch zu deiner Berufung."


    Vesuvianus blickte den Sklaven Momente lang sprachlos an, weil er es doch als etwas seltsam empfand, die Glückwünsche aus seinem Mund zu hören, entschloss sich dann jedoch zu einem dankenden Nicken. Vielleicht wurden die Bediensteten zu Höflichkeit angehalten, was ja kein Fehler, sondern eher begrüßenswert war. Fragen hatte der Claudier bisher nicht, er ließ alles auf sich zukommen.


    Aus dem Augenwinkel bemerkte er schließlich, wie sich einer der bereits anwesenden Patrizier aufrichtete. Er nahm dessen Gruß wahr und nickte zurück - um einiges weniger distanziert als bei dem Sklaven.

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  • Ich erhob mich langsam, den Becher mit der gemischten Zumutung in der Hand, und schlenderte auf den vermeintlichen Soldaten zu, um vor seiner Kline stehen zu bleiben.
    "Salve! Bist Du auch neu in das Collegium berufen worden?" fragte ich ihn und fügte, etwas offener nun, noch an: "Ich bin Caius Flavius Aquilius und dies ist mein erster Abend in der Curia Saliorium ..." Für einen kurzen Moment fühlte ich mich, als würde ich vor einer größeren Menge Menschen stehen und ihnen bekennen, dass ich Patrizier und ein Weingenießer sei, aber der Eindruck verflüchtigte sich glücklicherweise sofort.

  • Claudius bemerkte die Annäherung des Mannes und blickte ihm interessiert entgegen. Auf seine Frage nickte er.


    "Ja, neuer geht es nicht", erwiderte er schmunzelnd und bot dem Flavier Platz auf seiner Kline an. "Freut mich, Flavius Aquilius. Mein Name ist Herius Claudius Vesuvianus, Centurio bei der LEGIO I."


    Noch immer den Flavier musternd, wartete er auf dessen Angaben - falls der einen Posten innehatte.

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  • Also war er doch ein Soldat, stellte ich zufrieden fest, ich täuschte mich nicht gern und die Haltung dieses Mannes hatte mich nicht irregeführt. "Dann haben wir etwas gemeinsam," sagte ich zu ihm und erwiederte das Schmunzeln breit. "Freut mich, Dich kennenzulernen, Claudius Vesuvianus, ich hatte schon befürchtet, hier der einzige im nicht ehrwürdigen Alter zu bleiben."


    Er musterte mich ziemlich genau, und für einige Momente lang kam ich mir vor wie ein Soldat beim Appell, auch wenn ich diese Erfahrung nie gemacht hatte. Dennoch mochte er an meiner trainierten Gestalt, die den häufigen Gang zum gymnasion verriet, hoffentlich nicht allzu viel Verwerfliches finden. "Ich bereite mich derzeit auf meine zweite Prüfung zum sacerdos publicus vor," erläuterte ich meinen derzeitigen Stand und setzte mich neben ihn auf die Kline. "Mein Weg wird mich, so mir die Götter gnädig sind, dereinst in die Priesterschaft des Mars führen."

  • Sich umblickend betrat Aurelius Galerianus die Curia. Teils waren alte, bereits ergraute Männer anwesend, aber er konnte unter den vielen bereits ergreisten auch zwei junge Patrizier entdecken, in einem erkannte er seinen Centurio bei der Legio, Claudius Vesuvianus.
    Er hob die Hand um die Anwesenden zu grüßen:
    "Salvete, Aurelius Galerianus ist mein Name"

  • Im Grunde genommen war der Mons Palatinus eine äußerst angenehme Gegend. Die Nähe zur Heimstatt und zum Wirkungsbereich des Imperator Caesar Augustus und seiner Familie ließen alles, was hier geschah in einem anderen, helleren Licht als sonst erscheinen. Ein wenig hatte es sogar den Anschein, als würde die Zeit auf diesem Berg etwas langsamer verlaufen als unten in der hektischen Stadt, doch möglicherweise kam dies Gracchus nur deshalb so vor, da die Sänftenträger den Berg hinauf in der Hitze des Tages nur recht langsam voran kamen. Im Grunde genommen war es also recht angenehm. Doch de facto war es hier auf dem Berg ebenso heiß wie überall in der Stadt, weshalb Gracchus froh war, als er die Sänfte endlich verlassen und die Curie der Salii Palatini betreten konnte, in welcher eine nicht gar so drückende Hitze vorherrschte. Er wandte sich an den Türsteher.
    "Salve, mein Name ist Manius Flavius Gracchus, man hat mich in diese Sodalität einberufen."
    Noch ehe er seinen Satz beendet hatte, war bereits sein Sklave Sciurus herangetreten und reichte dem Türsklaven das entsprechende Schriftstück.

  • "Salve, Aurelianus Galerianus," erwiederte ich den Gruß des Unbekannten und rückte auf meiner Kline ein bisschen beiseite, um ihm einen Sitzplatz zu schaffen. Den Göttern sei Dank ein weiterer Mann in der vollen Blüte seines Lebens, noch mehr Greise im Collegium hätte ich heute auch nicht ertragen. Es gab also noch Hoffnung, wie mir schien. "Der Sklave mit den Getränken kommt sicher gleich wieder vorbei, möchtest Du Dich solange zu uns setzen - vorausgesetzt, Du hast nichts dagegen, Claudius Vesuvianus."

  • Sim-Off:

    Aufgrund der Tatsache, dass der Quaestor Principis sich noch immer um die Aktivierung einiger Patrizier kümmert und in der folgenden Woche sowieso alle in Frage kommenden Narratoren abwesend sind, wird sich der Beginn der eigentlichen Versammlung noch bis zum 9.08. ziehen. Wir bitten um Geduld. :) (Es spricht jedoch nichts dagegen sich noch etwas selbst zu beschäftigten. ;) )

  • Zitat

    Original von Caius Flavius Aquilius
    "Freut mich, Dich kennenzulernen, Claudius Vesuvianus, ich hatte schon befürchtet, hier der einzige im nicht ehrwürdigen Alter zu bleiben."


    Der Centurio musste unwillkürlich grinsen.


    "Was hast du denn gegen das ältere Semester? Schlechte Erfahrungen gemacht?"



    Zitat

    Original von Caius Flavius Aquilius
    "Ich bereite mich derzeit auf meine zweite Prüfung zum sacerdos publicus vor," erläuterte ich meinen derzeitigen Stand und setzte mich neben ihn auf die Kline. "Mein Weg wird mich, so mir die Götter gnädig sind, dereinst in die Priesterschaft des Mars führen."


    "Das ist löblich. In der Legion habe ich festgestellt, dass immer weniger Soldaten gläubig sind. Das ist eine Entwicklung, die ich noch vor Jahren für unmöglich gehalten hätte."


    Fast auf das Stichwort hin kam einer der neuen Probati zur Tür herein. Ein Mann, der bereits guten Eindruck auf den Offizier gemacht hatte. Claudius grinste, ob des ungewöhnlichen Grußes. Er grüßte daraufhin militärisch korrekt zurück. Das Soldatensein war ihm inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen.


    "Natürlich habe ich nichts dagegen", erwiderte Claudius, als der Flavier die Frage nach dem Platz für Galerianus auf ihrer Liege stellte.

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    DOMINUS FACTIONIS - FACTIO PRAESINA

  • Nach und nach versorgen die Sklaven alle Anwesenden mit Getränken. Der Magister der Salii Palatini hält sich die gesamte Zeit noch im Hintergrund, verbirgt sich im Schatten einer Säule und beobachtet seine Sodales mit gemischten Gefühlen. In den letzten Tagen hat er über vieles nachdenken und einige Entscheidungen fällen müssen. Nun ist es so weit und langsam tritt er hinter der Säule hervor. Die älteren Mitglieder kennen ihn natürlich bereits und grüßen ihn respektvoll. Allmählich ebbt die Geräuschkulisse ab und der Magister kann die Sitzung eröffnen.


    "Willkommen zur heutigen Situng, meine Freunde. Besondere Grüße auch an unsere neuen Mitglieder."


    Er nickt mit einem etwas reservierten Lächeln vage in deren Richtung, um sich daraufhin seinem eigentlichen Hauptanliegen zuzuwenden.


    "Es ist wieder an der Zeit, einen neuen Magister zu wählen. Die Aufgaben unseres Magisters kennt ihr sicher alle schon zur Genüge. Unser Magister steht der Sodalität der Salii Palatini vor. Er ist für die Einberufung der Versammlungen zuständig und führt die Sodalität an den Festtagen an. Er sorgt außerdem dafür, dass drei Monate nach seiner Wahl eine Versammlung der Salii Palatini zur Neuwahl des Magisters einberufen wird. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen. Es ist möglich, dass ein Magister wiedergewählt wird, doch ich persönlich stehe dieses Mal nicht mehr zur Wahl."


    Der Magister hält inne und sieht einige seiner besseren bekannten mit ernster Miene an. Er nickt leicht und deutet ein entschuldigendes Schulterzucken an. Dann räuspert der schon etwas ältere Herr sich leise und sieht forschend jedes Mitglied einzeln an.


    "Nun, wie sieht es aus? Wer von euch stellt sich für dieses Amt zur Verfügung?"

  • Mittlerweile war auch Gracchus in den Saal hineingeführt worden und hatte auf einem freien Platz Platz genommen. Ein wenig erstaunt hatte er die Anwesenheit seines Vetters Aquilius registriert, jener war augenscheinlich ebenfalls frisch in die Sodalität berufen worden. Schweigend wartete Gracchus den Beginn der Sitzung ab und lauschte den Worten des Magisters. Als jener zur Wahl aufrief ließ er seinen Blick über die versammelten Sodales schweifen, einige hatten den ihren gesenkt, andere erwiderten ihn fragend und abwartend. Da sich auch nach einigen Minuten allgemeinen beharrlichen Schweigens und Räusperns nichts getan hatte, entschloss sich Gracchus dem würdelosen Trauerspiel ein Ende zu bereiten und stand auf.
    "Werte Sodales! Die wenigsten von euch werden mich kennen, denn dies ist der erste Tag, an welchem ich als Sodalis der Salii Palatini hier anwesend bin. Dennoch möchte ich mich hiermit zur Wahl stellen. Mein Name ist Manius Flavius Gracchus und der Pflichten eines Magisters bin ich mir wohl bewusst, gehörten die Sodalitäen doch seit jeher zu den Dingen, mit welchen wir Flavier von Kindesbeinen an vertraut sind. Weiters wage ich zu behaupten, dass auch meine Berufung für mich spricht, denn ich diene dieser Tage den Göttern als Sacerdos publicus. Dem Mars insbesondere bin ich verbunden durch meine Ausbildung, welche ich unter dem jetzigen Septemvir und damaligen Sacerdos Valerius Victor im Tempel des Mars Ultor erhielt."

  • Während sich nach den Worten des Sodalis Stille ausbreitet, lässt der noch amtierende Magister seinen scharfen Blick über die Reihen der übrigen Mitglieder wandern. Nachdem sich jedoch kaum jemand angesprochen zu fühlen scheint, bekräftigt er seine Aufforderung noch einmal.


    "Möchte sich außer Sodalis Manius Flavius Gracchus noch jemand zur Wahl aufstellen lassen? Dann wäre jetzt der Zeitpunkt, dies hier kund zu tun. Falls dem nicht so ist, werde ich die Abstimmung gleich im Anschluss einleiten."


    Er nickt noch einmal bekräftigend und wartet geduldig einige weitere Augenblicke.

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