• Dies ist eine kleine, aber noble Taverne im Wohnviertel von Carthago Nova.
    Hierher führte Valens den Neuankömmling Gracchus. "Setz' dich hin! Zwei Becher Falerner, bitte!", rief er dem Kellner hinten nach. "Also... was ist dein Begehr?"

  • Gracchus war dem Duumvir gefolgt bis in die Taberna. Sie war sauber, leerer und man sah, dass hier die eher besser betuchten speisten. In den normalen Tavernen gab es auch keinen Falerner.


    "Der ehemalige Architectus Provincialis schickt mich. Inwiefern ist ein Fest zur Eröffnung des neuen Aquädukts geplant? Wann wird ein solches stattfinden? Die Arbeiten sind mittlerweile fast vollständig abgeschlossen."

  • "Oh ja, die Aquädukte. Ich möchte erst etwas machen, wenn die Aquädukte vollständig ihren Betrieb aufnehmen werden können. Es schaut so aus, als wäre das meine erste Aufgabe als Duumvir - ein Fest organisieren. Hat schon schlimmeres gegeben." Die beiden Becher wurden gebracht. "Pro sit!", sagte Valens und stieß mit dem Patrizier an.

  • Sich dezent zurückhaltend stieß Gracchus an.


    "Du verstehst mich falsch, Duumvir. Die Wasserleitung wird morgen oder übermorgen einsatzfähig sein und ihren Betrieb aufnehmen. Der Architectus meinte, dass man das Fest nicht unbedingt mit dem ersten Wasserfluss abhalten müsse. Besser wäre es, wenn die Stadt so schnell wie möglich versorgt werden würde."


    Gracchus lehnte sich etwas zurück und blickte dem Duumvir in die Augen.

  • Valens bemühte sich, dem stechenden Blick von Gracchus nicht auszuweichen.
    "Morgen und übermorgen sind gewagte Wörter. Das Wasser könnte vielleicht schon in 2 oder 3 Tagen fließen, aber meinen Informationen zufolge sollte es eine Woche dauern, bis das Aquädukt und das Wasser, das es leitet, noch ein weiteres Mal überprüft worden ist."
    Dann nahm er einen weiteren Schluck.
    "Ich habe mir schon ein paar Gedanken gemacht über das Fest. Sevycus hat schon einmal eine prachtvolle Parade einer römischen Flotte in Carthago Nova abgehalten - so etwas könnte wieder gemacht werden. Wir könnten auch zusätzlich eine Ausstellung von wilden Tieren in die Stadt bringen."
    Valens hoffte nur, dass Gracchus das Thema Gladiatorenspiele nicht zur Debatte bringen würde.

  • Wilde Tiere? Was wollte der Mann denn damit?


    "Nein, keine wilden Tiere würde ich sagen. Lass die Flotte ein paar Mann abstellen. Vielleicht zwei- dreihundert. Die sollen eine kleine Parade abhalten. Dann noch Tänzerinnen. Und Musikanten. Soll ich dir bei der Organisation des Festes behilflich sein?"

  • "Sicherlich, das wäre sehr hilfreich. Vielen Dank!", meinte Valens, erleichtert, dass er nicht schon beim ersten Mal, wo die volle Verantwortung auf seinen Schultern lastete, vollkommen auf sich allein gestellt war.
    "Gut, ich werde gleich zur Flottenkommandatur gehen... Tanz und Musik ist immer gut, da stimme ich überein."

  • "Schiffe, Schiffe. Doch keine Schiffe. Das würde schon zu groß werden. Lass die die paar Mann abstellen und lass diese eine Parade durch die Stadt machen."


    Er lehnte sich zurück.


    "Nimm Sklaven. Davon gibts genug. Die kriegst du überall. Aber ein paar professionelle Musikanten brauchst du. Hör dich mal in der Stadt um."

  • Sklaven. Bei dem Wort zuckte Valens unwillkürlich zurück. "Nein, keine Sklaven, ich möchte nur professionelle Leute haben. Ich möchte ein Fest liefern, das den Leuten noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich bin auch bereit, dafür mehr auszugeben - von meinem eigenen Geld.
    Und keine Schiffe... na schön.", fügte Valens willig dazu. "300 Seeleute... für die Parade sollte die Hauptstraße geschlossen werden... man sollte alle Händler schon vorher darüber informieren."

  • "Lass auch das Forum leeren. Dort sollen Stände mit gratis Essen und Trinken aufgebaut werden."


    Professionelle. Das konnt dauern.


    "Wenn du nur Profi's haben willst, dann würde ich mich mal umschauen. Das kann dann aber schon ein wenig dauern."

  • Beide erreichten die Taverne, von der Valens gesprochen hatte.
    "Salvete! Zwei Falerner!", rief Valens den Bediensteten zu, die ihm zunickten , ihnen einen Platz zuwiesen und zwei Becher brachten.
    "Hier bin ich gerne, man wird nicht dauernd von irgendwelchen Vertretern von Hafenarbeitern oder Bettlern angequatscht. Also... ich würde dich gerne besser kennen lernen, Sevycius. Wie sieht dein Leben aus? Wie kam es, dass du Comes wurdest?"

  • "Mein Leben war sehr tourbulant.


    Als ich ein Junge war, bin ich mit meinem Vater Camillius durch all die Provinzen gereist und sind in Gallien hängengeblieben. Dort haben wir ein einfaches Leben geführtund heiratete. Ich wohnte in Lutetia und bei einem Grossbrand kam meine Frau und meine Kinder um. Ich reiste wieder durch die Provinzen mit einer Amnäsie. Ich hatte mein ganzes Leben vergessen, bis Falco mich gefunden hatte. Der hilf mir bei meinen Erinnerungen. Messalina gab mir Hilfe bei einem Neuanfang und schenckte mir eine Schreinerei in Carthago Nova. In der Arbeitete ich und baute die Schiffe der Numerus um damit sie in flachere Gewässer schiffen können. Ich wurde Scriba, Magistratus und anschliessend Duumvir von Carthago. Damals , als die Numerus wegzog, habe ich aus dem Militärhafen ein Handelshafen gemacht, wo wiir ein grosse Feier hatten. Sogar der Impierator kam. Dannach wurde ich Comes. Ich heiratete Eine Flavierin, Flavia Fausta, aber sie ist leider im Meer verschwunden und mehr als wahrscheinlich tot. Ich adoptierte Lucius und eine meiner verloren geglaubte tochter aus Lutetia fand mich wieder. Didia Veronia. Ich soll noch irgendwo einen Sohn haben, aber ich weiss nicht wo der dran ist...........


    Das ist so ungefähr mein Leben........."

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