"Der Brief geht dich und mich ja auch nichts an", sagte Fango augenzwinkernd. "Darum ist er auch versiegelt. Der Weg zur Domus Iunia ist nicht schwer zu finden. Es geht da lang, eine Villa rustica, alles schön rustikal. Sie liegt außerhalb der Stadt, auf halber Strecke zwischen dem Reiterkastell und dem Zentrum Mogontiacums, auf einem Hügel zwischen uralten Bäumen. Von der Hauptstraße aus sieht man sie nicht. Du musst einer kleinen Straße folgen, die aus Natursteinen gepflastert ist. Zwischen den Steinen wuchert ziemlich viel Unkraut. Sie ist wirklich nicht zu verwechseln."
Stadttor von Mogontiacum (Alles was über die Strasse kommt, muss zwangsweise hier durch!!!)
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"Vielen Dank, Fango. ich werde mich beeilen. Ich möchte niemanden warten lassen, weil ich, als Sklave immer einen guten Eindruck machen muss." Sagte Sporus, aufgeregt und ging los zur Dominos Iunia
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Ein prächtiger Reisewagen mit vier ebenso prächtigen Rössern hielt am Stadttor. Da Wappen de Aemilia zierte den wagen.
Man hatte Lentidia mit einen jungen Mann, aus vornehmen Haus ,hierorts verheiraten wollen, jedoch jener zog es vor kurz vor der Hochzeit vor ,sich umbringen zu lassen. Der oder die Mörder sind bisher nicht bekannt, so war sie kurzerhand zu ihren Bruder geeilt und nun kehrte sie zurück.
Lentidia ware fest entschlossen sich hier häuslich einzurichten.
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Der Weg vom Summus Poeninus nach Mogontiacum war zwar zuerst noch schwierig gewesen, doch ab Augusta Raurica war es deutlich einfacher geworden. Sogar ziemlich einfach, denn wir konnten mit dem Schiff weiterreisen. Die Pferde hatte ich verkauft, damit ein Schiff für uns und unsere Waren ausreichte. Der Rhenus hatte sich oft in einem breiten Bett mäandernd gezeigt und floss eher gemächlich dahin. Der niedrige Wasserstand des Sommers zwang den Flussschiffer aber dazu, einige der Arme des Flusses zu meiden und manchmal mussten wir sogar vom Ufer aus das Schiff über Untiefen ziehen. Doch insgesamt war es eine angenehme Reise gewesen. Kein Vergleich zu den Strapazen des Summus Poeninus.
Nun waren wir in Mogontiacum angekommen und die Blicke der Menschen ruhten auf uns. Eigentlich ruhten sie vor allem auf mir. Natürlich trug ich weiterhin serische Kleidung und das hatte hier wohl noch niemand gesehen. Vielleicht hatte hier auch noch jemand so viel Seide an einer einzelnen Person gesehen. Mir machte das nichts aus, denn ich war inzwischen daran gewöhnt.
Die Wache befragte uns, wo wir herkamen und wohin wir wollten. Meine Erklärung, dass ich ein Iunier sei, wollte mir der Soldat noch nicht einmal glauben, als ich ihm meinen Wappenring zeigte. Erst, als ein Händler mich fragte, ob ich nicht der Iunier sei, der hier vor Jahren einen Cursus Iuris gegeben hatte, glaubte man mir. Damit war das erste Problem gelöst, aber das nächste Problem war nun, wie ich all die Sachen, die zwischenzeitlich entladen wurden, zur Domus Iunia bringen sollte. Schließlich konnte ich einige Wagen samt Fahrern anmieten, die Amytis, Sporus, mich selbst und unsere Sachen - das Meiste davon meine Sachen - vor die Tore der Stadt zum Landsitz meiner Familie bringen würden.
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Da Amytis und Sporus von mir ebenfalls bei der Wache gemeldet waren, konnten wir alle weiterziehen.
"Amytis, Sporus, ihr beide könnte schon einmal mit den Wagen zur Domus Iunia gehen. Sporus, du kennst das Haus ja. Bestehe einfach darauf, dass ich erwarte, dass ihr als Gäste aufgenommen werdet. Ich gehe noch kurz in die Stadt und komme dann nach." Nach einem leichten Senken meines Hauptes entfernte ich mich in Richtung Stadtzentrum.
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Sporus nickte und verbeugte sich leicht, dann machte er sich mit Amytis auf den Weg zur Domus Iunia
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Amytis folgte Sporus zu den Wagen, den Blick noch einen Moment lang hinter Yúnzi her schweifend, der in der Menge verschwand. Dann machten sie sich auf den Weg.
Der Weg vom Pass herab war leichter gewesen als der Aufstieg, aber dennoch anspruchsvoll. Nach den Bergen hatte das Schiff sie getragen. Dennoch war das Wetter milde gewesen im Vergleich zu den Alpen. Hier oben im Norden aber fühlte es sich erneut kühler an. Nicht die Kälte der Berge, sondern eine, in der man leben konnte, es aber für sie fraglich war, warum man das wollen könnte. Der Himmel hing wolkig und grau über ihr. Amytis zog den Mantel enger. So weit nördlich war sie noch nie gewesen. Es fühlte sich fremd an, ungemütlich, als würde die Sonne hier seltener scheinen.
Gespannt war sie auf die Domus Iunia. Nicht ängstlich. Was würde sie dort erwarten?
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Faustus ritt vom Castellum zurück in die Stadt. Am Stadttor von Mogontiacum traf er auf die beiden Legionäre Gaius und Julius, die ihn in ihrer gewohnten herben Art begrüßten. "Salve du Erdschnüffler" riefen sie ihm fröhlich zu. "Seid gegrüßt ihr beiden Nichtsnutze" rief er ihnen entgegen. Für Außenstehende erschien diese Begrüßung doch schon sehr verwegen. Doch die drei kannten sich schon seit Jahren und hatten in der Taverne manch schweren Trunk zu sich genommen und natürlich auch die eine oder andere gemeinsame Prügelei hinter sich gebracht. Faustus hielt sein Pferd bei den beiden Wachen an und beugte sich leicht zu ihnen hinunter. "Gibt es was Neues von der Grenze oder hat sich etwas aus Germaina Magna zu uns verirrt." Die beiden verneinten sie hatten auch nichts mitbekommen. Faustus war beruhigt, denn wenn jemand in der Stadt gut informiert war, dann waren es die beiden Schlitzhohren. "Es wird Zeit, dass wir wieder einmal einen guten Trunk und ein deftiges Essen gemeinsam vernichten. Ich mache mich dann mal auf den Weg. Passt auf euch beide auf ihr Halunken." Die drei grinsten sich verschwörerisch an und der Iunier machte sich auf den Weg. Heute wollte er einmal bei der Gens vorbeisehen um ggf. mit seinen Verwandten einen kleinen Plausch zu halten.
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