[Casa] Caius Octavius Sura - eine kleine Stabscena

  • Ich kam nach dem Gespräch mit den neuen Tribun der Senatoren wieder in meine Casa. Ich kündigte sofort meinem Ianitor Varus den Besuch an. Bis dorthin war noch einiges zu tun. Zunächst sollte ich wohl noch Alienus einladen, er konnte ja bestimmt schwer Nein sagen, wo ich ihm doch eh noch eine Cena schuldig war. Ich durchquerte das immernoch etwas trostlos aussehende Atrium. Ich sollte mal wieder die Casa verschönern lassen. Eine kleine Statue, ein neuer Anstrich... das alles konnte das Ganze hier verändern. Im Tablinium ritzte ich schnell auf eine Wachstafel an Alienus, dass er herzlichst eingeladen wäre. Die anderen Tribune, mit denen ich nicht immer etwas am Hut hatte lud ich auch gleich noch ein. Man konnte sich ja immer kennen lernen. Der Legatus hatte wahrscheinlich viel zu viel zu tun. Schwierige Frage, ob ich ihn einladen sollte. Auch wenn das ganze vielleicht ein bischen kurzfristig war. Ich beschloss es trotzdem. Immerhin war er mein Patron. Und der Praefectus Castrorum. Ja, auch er war Mitglied des Stabes. Man könnte das ja schon fast als inoffizielle Stabsbesprechung werten, aber ich rechnete eh nicht, dass meine ritterlichen Tribune alle kämen. Vor allem der eine, der ziemlich eigen war. Und... oh, da viel mir ein, dass der andere auch gerade gar nicht zu haben war. Also konnte die Stabbesprechung eh nicht in diesem Haus stattfinden. Nichtsdestotrotz schrieb ich schnell meine Einladungen und ließ Capella rufen. Capella, mein kleiner Botenbringer mit dem schwarzen Mantel griff sich die Wachstäfelchen und verschwand aus meinem Blickfeld. Sklaven waren schon etwas praktisches.


    Sim-Off:

    Ich spiele hier die Vorbereitungen und hier wird dann auch die Cena stattfinden. :) Alle Stabsmitglieder + Gefolge sind herzlich eingeladen, wenn sie Lust und Zeit haben.

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    Otho,
    der Koch der Casa, hatte viel um die Ohren. Die Cena war recht knapp angesetzt. Das sich diese reichen Säcke sich aber auch immer etwas neues einfallen lassen mussten. Aber nicht umsonst trug er eine selbst gebastelte Phalera für den besten Koch im Lager. So behauptete er eben zumindest. Er schickte, autoritär wie er war, seine Frau Tertia mit Alala einkaufen zu gehen. Eine Cena war ja traditonell in drei Gänge aufgebaut. Dazu brauchte er Eier. Als Hauptgang dachte er an ein knuspriges Suppenhuhn und ein wenig Fisch als Vorspeise. Der Nachtisch, also der dritte Gang, wurde in Form von Obst beschlossen. Es gab also viel zu tun. Eier waren da, aber nicht genügend. Die Taverna sollte bestimmt Mengenrabatt geben, bei den Besorgungen. Das überließ er allerdings Tertia, die gleichzeitig auch noch den kleinen Teil der Ausgaben überwachte. Während Tertia weg war holte er die anderen Sklaven und wieß sie in ihre Aufgaben ein. Nero durfte das Feuer anfachen. Priscus kümmerte sich um kleine pflanzliche Beilagen aus eigenem Anbau und Gewürzen. Varus wurde von Germanus gewaschen und ein wenig schöner gemacht. Capella wurde in dem Kämmerchen versteckt, man wollte die Gäste ja nicht verschrecken. Otho nickte zufrieden, alle hatten was zu tun. Bis auf er. Er kommandierte nur ein wenig rum und wartete auf die Einkäufe.


    Ich ging nach einer kleinen Runde auf dem Exerzierplatz in das Triclinum in dem an diesem Abend noch die Cena stattfinden sollte. Die Sklaven wuselten schon ein bischen rum. Das nicht besonders viel genutzte Triclinium war noch sauber und man musste nicht sehr viel herrichten, bis auf das Essen und den Wein. Ja, den Wein natürlich. Ich beschloss es selbst in die Hand zu nehmen und ging ich die kleine Vorratskammer in der Nähe der Küche. Dort war es brav sotiert. Einige extra importierte Weine waren die Krönung. Heute war ein Anlass und ich nahm mir die Amphoren heraus. Daneben standen ein paar Datteln. Das wäre auch eine Gute Nachspeise. Ich nahm die Schale und brachte sie in die Küche. Dort war Otho inzwischen schon fleißig am Kochen. Einige Eier waren schon am Kochen. Ich erklärte ihn meine Idee mit den Datteln. Er strafte mich zwar mit einem bösen Blick, denn er war der Koch, aber nahm sie scheinbar doch an. Die Küche wurde immer bunter mit den verschiedenen Gerichten. Also verschwand ich wieder und stellte ein paar Gläser auf den Tisch und eine Karaffe mit dem Wein. Ich nickte zufrieden. In ein paar Stunden würden bestimmt die ersten eintreffen. Bis dahin gab es noch ein wenig was zu tun. Den Rest überließ ich dem Chefkoch.

  • Sedulus war schon zeitig vor Ort gewesen, doch hoffte er das Andere schon vor ihm beim Tribunen Sura Einlass gefunden hatten.


    Er hatte beschlossen alleine zur Cena zu gehen, da wohl eh die meiste Zeit nur über`s Militär würde gesprochen werden. Und wenn nicht darüber, dann über andere Sachen die eine Frau besser nicht hören sollte, das wußte er noch aus der Zeit bei den Urbanern. 8)


    So stand er also in voller Montur vor der Türe des Hauses des Tribunus Suras und klopfte an.

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    Varus, der Ianitor,
    war gänzlich dumm, aber er konnte doch noch eine volle Montur erkennen. Also öffnete er selbstverständlich die Tür und ließ den Tribunen mit einigen mehr oder minder lateinischen Phrasen eintreten, die aber eh so genuschelt war, dass er sie selbst nicht verstehen konnte. Schon am Ende des kleinen, etwas heruntergekommenen Ganges (vor dem kalten Winter sollte ich doch noch vielleicht mal renovieren lassen) wartete ich schon auf den Gast. Mehr wollte ich Varus nicht zu muten. Und den Gästen auch nicht.


    Erfreut bot ich Sedulus meine Hand an und begrüßte ihn: "Salve Sedulus. Wie ich sehe hat deine Frau dich doch noch rausgelassen aus dem guten Stübchen. Aber sie ist scheinbar doch nicht mitgekommen?!" Naja, vielleicht hatte er recht. Über militärisches musste sie nicht unbedingt Bescheid wissen. Ich hätte bestimmt noch genug Gelegenheiten sie zu treffen.
    Ich selbst hatte mich auf eine Toga beschränkt. Die Rüstung und den Schweiß irgendwann mal abzulegen tat auch nicht schlecht. Trotzdem hatte ich kein schlechtes Gewissen. Diese Senatoren mussten es ja auch ausnutzen, wenn sie es mal eine Rüstung hatten. Wobei ja Sedulus wohl auch eindeutig militärisch geprägt war.

  • Zitat

    Original von Caius Octavius Sura


    Erfreut bot ich Sedulus meine Hand an und begrüßte ihn: "Salve Sedulus. Wie ich sehe hat deine Frau dich doch noch rausgelassen aus dem guten Stübchen. Aber sie ist scheinbar doch nicht mitgekommen?!" Naja, vielleicht hatte er recht. Über militärisches musste sie nicht unbedingt Bescheid wissen. Ich hätte bestimmt noch genug Gelegenheiten sie zu treffen.
    Ich selbst hatte mich auf eine Toga beschränkt. Die Rüstung und den Schweiß irgendwann mal abzulegen tat auch nicht schlecht. Trotzdem hatte ich kein schlechtes Gewissen. Diese Senatoren mussten es ja auch ausnutzen, wenn sie es mal eine Rüstung hatten. Wobei ja Sedulus wohl auch eindeutig militärisch geprägt war.


    Salve Tribunus Sura!


    Grüßte Sedulus den Gastgeber knapp und nahm die angebotene Hand um diese kurz zu schütteln.


    Ja, es hat fast den Anschein.


    Grinste er kurz.


    Vielleicht kommt sie noch nach, sie konnte sich nicht recht entscheiden ob oder ob nicht. Allerdings habe ich sie vorgewarnt das es für sie wohl recht fad werden könnte. Wahrscheinlich zögert dies ihre Entscheidung was sie denn nun machen soll ein wenig hinaus.
    Ja, ich hätte vielleicht auf sie warten sollen, doch liegt es mir nicht wenn ich irgendwo eingeladen bin zu spät zu kommen.


    Gab Sedulus als Erklärung ab.

  • Zitat

    Original von Quintus Germanicus Sedulus
    Ja, ich hätte vielleicht auf sie warten sollen, doch liegt es mir nicht wenn ich irgendwo eingeladen bin zu spät zu kommen.


    "Verstehe, verstehe.", sagte ich verständnis voll. Wobei ich war ja noch nicht die gesellschaftlichle Pflicht eingegangen. Vielleicht sollte ich es mal nachholen. "Tja, bei mir lässt die... weibliche Landschaft etwas zu wünschen übrig.", lachte ich ihm daher zu und führte ihn durch das Atrium in das Triclinium. "Du bist der erste, mal sehen wer noch kommt." In dem Triclinium war schon alles vorbereitet. Auf der mensa, dem Tisch, war bereits der Appetitanreger. ova duro, wie der Koch sagte. Es waren aber nicht mehr als hartgekochte Eier. Für Sedulus hatte ich den Platz neben dem Ehrenplatz vorgesehen. Den Ehrenplatz locus consularis ließ ich frei, falls der Legatus noch erscheinen sollte. Man konnte ja nie wissen. Mein Platz war der Platz des Gastgebers, der summus in imo. Also wieß ich Sedulus auf seinen Platz nahm mir eines von den Eiern.


    Zitat

    Original von Quintus Germanicus Sedulus
    Alienus erreichte die Casa von Sura und klopfte an.


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    Varus, der Ianitor,
    hatte verstanden und erfüllte seine Aufgabe wie bestellt. Er öffnete die Tür und erkannte, dass es kein gewöhnlicher Soldat war. Folglich tat er das einzig richtige und bat ihn auf seinem besten Roma-Latein hinein. Da das Haus von ihm auch nicht grundstätzlich anders aufgebaut war bat er ihn gleichzeitig noch ins triclinium, scheiterte aber kläglich beim lateinischen Konjugieren des Wort "müssens", aber soviel würde der Gast schon noch verstanden haben.

  • Sedulus setze sich dankend auf den für ihn angedachten Platz und nahm sich ebenfalls eines der Eier. Irgendwie war ihm ein wenig unwohl das er als der erste Gast auf der Cena erschienen war. Aber irgendwer war nun mal immer der Erste, hier war es halt ausnahmsweise er.


    Nach dem Sedulus das Ei verzehrt hatte meinte er zu Sura.


    Wenn ich Dich fragen darf Tribunus, wen hast Du noch alles eingeladen?


    Schließlich wollte man ja vorbereitet sein. 8)

  • Alienus betrat die Casa und nachdem ihm der Sklave mit dem schlechten Latein versucht hatte zu erklären wohin er gehen sollte, ging er zum Triclinium.
    Dort vollendete der neue Tribunus Laticlavius gerade seinen Satz.


    Mich hat er zum Beispiel noch eingeladen. Salve Tribuni!

  • Sedulus sah zum Eingang hin und erkannte den Tribunen Terentius Alienus welchem er schon begegnet war.
    Er erhob sich um den neuen Gast zu begrüßen.


    Salve Tribun Alienus! Ich hätte es mir fast denken können.


    Lächelte Sedulus und fuhr die rechte Hand zum Gruß aus. 8)

  • Ich erhob mich als guter Gastgeber und reichte ebenfalls Alienus meine Hand. "Ah, man kennt sich also schon.", grinste ich. "Salve Alienus.", begrüßte ich meinen gleich gestellten Kollegen, dem ich ja eh noch eine Cena schuldig war. Umd diese Schuld zu tilgen war es heute ja auch ein wunderbar Tag. Für ihn hatte ich den direkten Platz gegenüber von mir abgemacht. Den mittleren Platz der lectus summus. "Eingeladen ist neben Alienus noch der Praefectus Castorum und der Legatus, aber ich wage zu bezweifeln, dass sie kommen. Und noch unsere Kollegen von Tribunen, wobei der eine ja auf einer Mission ist. Mal sehen, ob die anderen beiden noch kommen." Wobei ich es ja von Trio, dem etwas eigenen, ein wenig bezweifelte.

  • Alienus ergriff die ihm dargereichte Rechte.


    Ja, so ein Castellum lässt nicht viele Möglichkeiten was Gäste angeht.


    Dann wandte er sich an den Gastgeber.


    Ja, wir trafen uns zufällig vor den Ställen. Zufälle gibt es nun einmal.


    Das die drei anderen Tribuni sich bei so etwas eher rar machten war ja schon länger bekannt.

  • Naja gut, man hätte noch den einen oder anderen Signifer oder Aquilifer einladen können. Von mir aus noch dem Primus Pilus. Aber gut, das ist nicht meine Sache.


    Lächelnd hob Sedulus beschwichtigend die Hände. Er wollte dem Gastgeber ja schließlich nicht vorschreiben wen er einzuladen hatte.


    Ja nicht wahr. Und zufälliger weise war der Tribun Sura einst mein Centurio.

  • Das war natürlich war, ich hätte noch einen Haufen einladen können. Aber ich beließ es eben bei der etwas kleineren Runde, da musste man auch nicht so viel Essen vorbereiten. Ich beschloss jedoch nicht über meine Besucherpläne zu diskutieren, sondern mich lieber den alten Zeiten zu widmen. "Tja, lange ist es her. Ich kann mich schon eigentlich gar nicht mehr daran erinnern. Aber inzwischen habe ich mich ja hier in der Legio ganz gut eingelebt." Soweit mich meine Erinnerung nicht schon wieder im Stich las war ich sogar noch vor Alienus angekommen. "Aber so trifft man sich eben wieder, nur dass du eben in der Politik bist.", sagte ich an Sedulus gewandt. Es war mir zwar durchaus bewusst, dass wenn man hoch hinaus wollte in der Politik richtig war, aber ich hatte es vorerst auf den ritterlichen Cursus Honorum abgesehen. Auch eine große herrausforderung. "Aber wenigstens trifft man sich auch so wieder."

  • An Alienus gewandt meinte Sedulus.


    Ach, Du kanntest meinen alten Herrn? Das wußt ich ja gar nicht.


    Von der Classis hatte der junge Sedulus keine Ahnung deshalb ließ er es dabei und ging auf diese nicht weiter ein.


    Dann meinte er zu Sura.


    Ja, das ist wohl wahr! Auch ich bin ja schon über ein Jahr nicht mehr bei den CU. Bevor ich hier kam war ich Tresvir Capitalis. Mal sehn was mich bei der II. noch alles erwartet.
    Na ja Politik kann man das noch nicht nennen was ich hier betreibe. Die große Politik wird erst im Senat gemacht, dies hier ist nur ich sag mal das kleinere Vorspiel.


    Aber Du hast recht, so trifft man sich eben wieder. Man könnte glauben das Imperium sei gar nicht so groß. 8)

  • Naja, kennen ist übertrieben. Ich war ja nur bei der Classis und da ist er meines Wissens nicht vorbeigekommen.


    War schon etwas länger her das alles.


    Erwarten wird dich hier nicht sonderlich viel. Passiert ist in Germanien seit dem großen Aufstand vor einigen Jahren nichts mehr.

  • Das war mein Stichwort. Also es war nicht meins, aber ich winkte kurz in Richtung der kleinen Tür, die zu den Sklavengemächern führte. Daraufhin wurde dieser kurz darauf schwungvoll aufgemacht und herrein kam Otho, der Koch mit einem Tablett auf dem kunstvoll in einem Kreis angerichtete Fische lagen. Auf jenen lagen einige Gewürzarten um sie noch ein wenig schmackhafter zu machen. Am Rand lagen einige Brotstangen. Der Koch kündigte das Gericht an: "Als Vorspeise gibt es nun frischesten Fisch von den Fischern der frischen Fischervereinigung, die direkt aus dem Rhenus fischen. Fisch mit verschieden Gewürzen aus den wunderbaren östlichen Ländern. Als kleiner Köstlichkeit zwischen durch gibt es noch knusprige kleine Brote." Er legte es auf den Tisch. Die Eier hingegen stellte er ein wenig an den Rand. Sollte doch noch ein Gast kommen, so durfte er noch zu greifen. "Danke, Otho.", sagte ich lächelnd. Es sah köstlich aus und mir lief das Wasser schon im Mund zusammen, auch wenn mir Fisch nicht immer so lag. Als Besteck lagen dazu die passenden Löffel, mit Spieß und Zahnstocherfunktion dabei. "Scheut nicht.", sagte ich zu meinen beiden Mittribunen. Ich hingegen griff mir die Karaffe mit Wein und schenkte den Gästen und mir einiges von den gutem Wein ein.

  • Sedulus hielt nicht sehr viel von Fisch, von daher bediente er sich nur bei den Brötchen die schlimm genug den Geschmack des Fisches schon angenommen hatten.


    Ja die Brote sind auch nicht zu verachten. Ich muß zu meiner Schande gestehen, das ich kein Liebhaber von Fisch bin.


    Daher griff Sedulus lieber zum Wein um den Ärger den er mit seiner Frau hatte herunter zu spülen. 8)

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