~ Porta ~ Alle die in die Domus wollen müssen sich hier melden.

  • Der riesige Ianitor Ursus war es nicht gewohnt, dass an der Porta eines Senators in dieser Art "geklopft" wurde, zumal die Tür mit einem wunderschönen Klopfer in Form eines Pferdekopfes versehen war. Er öffnete also den Sehschlitz, sah, dass es nicht die Vigiles, Cohors Urbana oder gar die Prätorianer waren, welche "geklopft" hatten und raunzte entsprechend übel gelaunt:


    Wer hämmert so flegelhaft an die Tür eines Senators?

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    DOMINUS FACTIONIS - FACTIO ALBATA

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Marcus Decimus Livianus

  • Entsprechend des Anlasses von diesem Besuch war der Grieche heute nicht im Übermaß herausgeputzt, sondern trug ordentliche, alltagsgerechte Kleidung im hellenischen Stil. Kyriakos hatte es geschafft, den Klopfer zu übersehen, da in Gedanken er gewesen war, um sich die Worte zurechtzulegen, welche er nun sprach:


    »Mein Name ist Kyriakos. Und ich habe Grund zur Annahme, dass mein Eigentum durch jemanden beschädigt wurde, der in diesem Hause wohnhaft ist. So sich jemand angesprochen fühlt, wäre ich demjenigen verbunden, würde er sich zu einer Unterredung bequemen, um die Angelegenheit auf vernünftigem Wege zu bereinigen.«

  • Der Ianitor überlegte einen Moment, bevor er durch den Sehschlitz sprach:


    Welches Eigentum ist das denn und welcher der Herren, der hier lebt, soll es beschädigt haben? Ich kann unmöglich die Domini zusammenrufen und sie fragen, wer von ihnen irgendwelches Eigentum eines gewissen Kyriakos beschädigt hat. Wie stellst du dir das vor?

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    DOMINUS FACTIONIS - FACTIO ALBATA

    SODALIS - AUGUSTALES

    Klient - Marcus Decimus Livianus

  • Ach herrjeh, waren es die ersten Anzeichen einer Demenz? Oder warum wusste er nicht auf Anhieb, was er die letzten Monate so getrieben hatte. Hoffentlich nichts Unanständiges oder so, nicht dass seine ... hmmm... vielleicht nicht mehr Geliebte... ihn verstoßen würde. Egal, dachte er sich. Das Einzige was ihm passieren könnte, wäre, dass er eine gewischt bekäme. Vielleicht sogar zu Recht.


    Er klopft kräftig an.

  • Der Ianitor Ursus blickte zuerst durch den Sehschlitz und öffnete dann die Tür als er den Ritter erkannte, der schon öfters zu Gast beim Hausherrn war. Der Mann sah aber reichlich verwirrt aus, aber vielleicht hatte er ja am Vorabend nur zu tief in den Becher geschaut.


    "Salve, Titus Decimus Varenus. Möchtest du den Hausherren sprechen?" sprach er den Ritter an.

  • Nicht erkannt zu werden, machte ihn schon etwas mürrisch. War er doch einer der weniger Römer mit Bart in Standestracht gewesen. Umso mehr erfreute es ihm, dass der Türwächter ihn bei Namen nannte. "Salve, nicht so direkt. Oder doch? Nein, - ich suche die Nähe zu Annaea Crispina. Also nicht im Geiste, vielmehr körperlich. Ähm, ich meine genau das Gegenteil. Du weißt schon. Quatschen und so. Die ältere Generation im Austausch mit dem jungen Gemüse. Was rede ich nur? Arg`h! Ist sie zu sprechen?"

  • Der Ianitor war nun einiges gewöhnt, aber so unverblümte Sprache in Bezug auf eine der jungen Damen des Hauses war schon sehr ungewöhnlich. Er würde umgehend dem Hausherren Bescheid geben, sobald diese Unterhaltung hier beendet war.


    "Domina Crispina ist nachmittags im Peristylium mit der Hausherrin. Ich werde Domina Crispina Bescheid geben, dass du nach ihr verlangst. Bitte warte einstweilen im Atrium."


    Ursus machte dem Ritter Platz, damit er eintreten konnte und schickte dann einen Sklaven ins Perystylium, während er selbst Lucius Annaeus Florus Minor in seinem Officium aufsuchte um ihn über den Besucher zu informieren, der so forsch nach Crispina gefragt hatte.

  • Das hörte sich vielversprechend an. "Kein Problem, mein Guter. Dann folge ich mal." Er trat ein und ging ein paar Schritte hinter einem Sklaven her. Dabei sah er sich mal wieder ausgiebig um. Und erkannte, dass die Behausung weiterhin eine Augenweide war.

  • Musa ließ sich mit einer prächtigen in Golde vierzierten Sänfte bringen. Sie selbst war wie so oft traditionell gekleidet inklusiver der Embleme ihres geliebten Großvaters. Also in rot und mit Rosenblüten übersät. Angekommen klopfte ein stämmiger Nubier an die Tür, um seine Domina vorzustellen. *poch* *poch*


    Gespannt auf das Treffen mit Iulia, linste sie aus das kleine Sichtfenster in Richtung Eingang.

  • Der hünenhafte Ianitor Ursus öffnete die Tür und sah die Sänfte der Matinia. Ein Sklave meldete die Ankunft seiner Domina Matinia Musa und diese wurde bereits von der Hausherrin erwartet per Einladung. Es dauerte nicht lange, bis das Tor vollends geöffnet wurde, damit Musa samt Anhang eintreten konnten. Die Sänfte würde einstweilen vor der Domus geparkt und bewacht werden.


    "Salve, ehrenwerte Matinia Musa. Die Hausherrin Iulia Stella erwartet dich bereits. Bitte folge dem Haussklaven und du wirst direkt zu ihr gebracht." sprach der Ianitor Musa direkt an.


    ->Sitzung

  • Beim Ausstieg aus der Sänfte stolperte Musa und fiel dabei sehr unglücklich zu Boden. Denn ihr Kopf schlug mit aller Wucht gegen einen spitzen Pflasterstein. Die Schädeldecke war geöffnet und das Gehirn trat hinaus. Tot.

  • In einem Augenblick war alles normal gewesen und plötzlich verwandelte sich die Welt in pures Chaos. Die Matinia kletterte aus ihrer Sänfte und es eilten bereits Sklaven herbei, die die Sänfte dann parken und bewachen würden, als das Undenkbare geschah. Die junge Frau stolperte und schlug sich den Kopf auf dem Pflaster vor der Eingangstür zur Domus auf und war sofort tot. Eine junge Sklavin fing an hysterisch zu kreischen, was weitere Sklaven und Diener anzog und zu einem heillosen Durcheinander führte. Auch die Sklaven der Matinia, die sie hergebracht hatten, waren chaotisch und verwirrt und niemand wusste so recht, was zu tun war. Da der Hausherr tagsüber nicht anwesend war, beschloss der Ianitor die Hausherrin aufzusuchen. Welch ein tragisches Unglück und schlechtes Omen!

  • Von der neuen Domina der Domus Annaea beauftragt und als Mann natürlich wesentlich geeigneter für diese Aufgabe als eine schwangere Frau, begab sich der Maiordomus der Domus Annaea, Annaeanus Primus, zur Porta. Diese stand zwar weit offen, doch der Unfall war eindeutig ausserhalb der Domus geschehen und Ursus liess niemanden rein oder raus, der dies nicht sollte.


    Primus trat nach draussen und nachdem er festgestellt hatte, dass die Dame tatsächlich nicht mehr atmete und er auch keinen Puls spüren konnte, beruhigte er erst einmal die Sklaven der Matinii. Dann gab er den Sänftenträgern einen ersten Befehl.

    Ihr hebt jetzt die Leiche eurer Herrin in die Sänfte und tragt sie zurück nach Hause, damit sie von ihrer Familie passend und korrekt betrauert und begraben werden kann! Hüllt ihren Kopf in ihren Mantel, damit die Sänfte nicht unnötig verschmutzt wird. Du da, du rennst voraus und informierst die Familie über den Todesfall. Die Matinii werden dann entscheiden, was weiter passieren soll.


    Seinen Anweisungen wurde sofort Folge geleistet, denn sie ergaben Sinn. Niemand wollte, dass die edle Dame auf der Strasse liegen blieb und sie gehörte in die Obhut ihrer Familie, egal ob lebend oder tot. Die Sklaven beruhigten sich, sie waren offenbar froh, dass jemand die Führung übernahm.

    Schnell war Folge geleistet und die Unglückliche war in der Sänfte, vor neugierigen Blicken geschützt, auf dem Weg zurück. Doch die grosse Blutlache, vermischt mit anderer Flüssigkeit, welche ebenfalls aus dem Kopf ausgetreten war, verriet noch ohne Zweifel, was passiert war.

    Ihr da, ihr bringt sofort Besen und Wasser! Das kann man hier nicht so lassen! Wischt das weg und zwar gründlich!


    Erst als Primus absolut zufrieden war, dass keine Spur mehr zu sehen war, liess er die restlichen Sklaven wieder in die Domus Annaea zurücktreten, respektive entliess die der Matinii, damit sie sich um die weiteren Angelegenheiten kümmern konnten.


    Er selbst untersuchte noch die Stelle, an welcher die Matinia gestolpert war. Von Auge konnte er auf den ersten Blick nichts erkennen. Der Strassenbelag war ohne Löcher, es fehlte kein Stein und es war auch kein Stein lose. Doch bei genauer Inspizierung gab es schon Unebenheiten über welche man stolpern konnte und da war auch tatsächlich eine etwas hervorstehende Kante eines einzelnen Pflastersteines, an welchem die Dame offensichtlich äusserst ungeschickt und ohne ihren Sturz mit den Händen abzufangen aufgeschlagen hatte.


    Zufrieden, dass er alles gesehen hatte, was er später den Cohortes berichten konnte, und dass die Domus selbst durch den Todesfall nicht "entweiht" worden war, trat er wieder zurück ins Haus und hiess Ursus die Tür wieder fest zu verschliessen.

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