Ein Brief und seine Konsequenzen

  • Papyri flogen durch sein privatofficium, hin und wieder auch ein schwerer Gegenstand wie ein Tabula oder gefäß. Der Statthalter der Provinz war außer sich über den Brief der Iunierin. Sie war genauso wie ihre Verwandte: Aufgeblasen, Verblendet und Anmaßend. Ihn würde es nicht wundern, wenn sie genauso eine Hure wäre wie ihre verschiedene Verwandte. Er hatte sich durchgerungen, trotz aller Amositäten der Gens und vor allem der Verstorbenen gegenüber ein Kondolenzschreiben aufzusetzen, seine Ressourcen in die Auffindung dieses Mörders zu stecken und dieser briefwar der Dank dafür.
    Sicher oberflächlich war dieser Brief einigermaßen in Ordnung, aber zwischen den Zeilen laß er die Anmaßung, den Verdacht der iunierin raus.
    Ohja diese junge Göre war der Meinung er und nur er allein wäre für den Tod der U. verantwortlich. Schon alleine diese Spitze mit dem Opfer war alles was er brauchte umd die ungeheuerliche Anschuldigung zu erkennen. Nicht zu vergessen, daß sie meinte U. würde zurückkommen und ihn heimsuchen. Eine schreckliche Vorstellung, eine Vorstellung die ihm kalt seine Wirbelsäule hochkroch und ihn zittern ließ. Eine Vorstellung die im immer wütender machte und seinen Blutdruck in ungeahnte Höhen treiben ließ.
    Dieser zusammen mit seiner allgemeinem Wut über die Iunierin im Speziellen und über das Nichtvorankommen in diesem Fall im Allgemeinen ließen ihn erst so paranoid werden. Denn genausgenommen waren in diesem Brief vielleicht durchaus Anschuldigungen versteckt, aber letztlich waren sie haltlos, wie er und auch jeder andere wußte. Wahrscheinlich sogar die Autorin des Briefes selbst, wenn sie sich in römischer Politik ausgekannt bzw. einfach den Trentier besser gekannt hätte.
    So aber regte er sich immer mehr auf, auch wenn er immer noch an sich hielt.
    Er war Soldat und als solcher betrank man sich angesichts des Feindes nicht. So also mußte er ein anderes Ventil finden, was die am Anfang beschrieben Gegenstände waren, die zerbrachen oder auch nicht.


    Sim-Off:

    einige fehler beseitigt

  • :blitz:
    Die Hand, mit der eben noch eine Tabula geworfen und ein Gefäß zerschmettert worden war, sie begann zu brennen und sich undefinierbar fremd anzufühlen. Hatte sich Cyprianus in seiner Wut selbst verletzt? Oder war der Brief vergiftet gewesen und das nicht nur mit Worten?
    Nein. Doch konnte er nichts von dem Fluch wissen, den die Schreiberin dieser Zeilen heraufbeschworen hatte.
    Die Weiten übersprang er, Gebirge, Küsten und Meere überwand er, und war, im fernen Rom ausgesprochen, jetzt in seinen Körper gefahren.
    Doch dies war nur der Anfang.
    Der dunkle Schatten des Unterweltfürsten legte sich auf ihn, geleitet von dem hasserfüllten Wunsch seiner Feindin. Aber wie hätte er das in diesem Augenblick ahnen können?

  • Gerade als er anfing sich zu beruhigen bemerkte er ein Brennen in seiner Hand was immer stärker wurde, daneben fühlte sich seine Hand als wollte sie sich von seinem Körper abtrennen und fliehen." Die Hand flieht vor dem Feind" dachte sich Appius zynisch und blickte nochmals auf den Brief. Ob wohl diese Iunierin doch eine Hexe war wie er vorhin leichthin vermutet hatte? Er schüttelte diesen Gedanken erstmal beiseite. Hexen was für ein Blödsinn. Trotzdem seine Hand tat weh und es wurde nicht besser:"Alexion!" brüllte er nach seinem Sklaven. Wo dieser nutzlose Sklave bloß wieder steckte!


    Sim-Off:

    edit: flieht nicht fliegt, aber wer weiß ;)

  • Gemessenen Schrittes trat er in das Zimmer ein. Er war immerhin Parther ihn hetzte man nicht, auch nicht wenn man so brüllte vor allem dann nicht). " Du hast mich gerufen Herr?!" Aus Gründen der eigenen Gesundheitsvorsorge sagte er natürlich nicht schreien.

  • "Ah da bist du ja endlich! Kein Wunder, daß ihr den Krieg verloren habt bei eurer Schneckengeschwindigkeit! Nun wiedem auch sei. Du siehst meine Hand?! Sie macht sich selbstständig und brennt! Ich brauch einen Heiler. Einer der Pyranten soll wohl ein leidlich guter Arzt sein kümmer dich drum!"

  • Mit dem Arzt aka Pyranten kam Alexion in das Büro seines Herrn. "Herr ich habe einen Arzt mitgebracht wie von dir verlangt."

  • "Sehr gut, du darfst gehen." Er wandte sich an den Arzt:"Nun du bist also einer der Pyranten und gleichzeitig Arzt ja? Wie ist dein Name?"
    Nicht daß er ein schlechtes Namensgedächnis hatte, aber für ihn hörten sich diese griechischen Namen alle gleich an. Davon abgesehen, daß sich keiner der Pyranten bisher bei ihm vorgestellt hatte.

  • Ànthimos hatte sich zum Praefekten bringen lassen. Nun stand er vor dem Legionär. Persönlich hatte er ihn noch nicht kennen gelernt, aber er meinte sein Gegenüber schon genau zu kennen.


    Überaus selbstsicher stand er nun vor dem Römer. Dass dieser seinen Namen nicht kannte hatte er sich schon fast gedacht.


    "Ich bin Ànthimos Bantotakis. Es stimmt dass ich auch Exegetes der Polis bin, aber heute bin ich hier als Iatros des Museions und nicht als Amtsträger."


    Er sprach ernst, aber höflich und nickte seinem Gegenüber zu.

  • "Gut Bantotakis. Ich habe gehört du seist ein exellenter Arzt, daher habe ich dich hierherbringen lassen. Ich habe ähm gearbeitet und einige Poststücke gelesen, als meine Hand plötzlich anfing zu brennen. Momentan fühlt sie sich an als wäre sie irgendwie nicht mehr Teil meines Körpers. Ich hoffe du kannst da was tun."
    Wenn nicht würde er den Mann hochkannt aus dem Palast werfen Pyrant oder nicht.

  • "Ich bin sicher dass ich dir helfen kann" erwiederte er schnell. Eine taube Hand also. Das klang interessant. Manche Schlangenbisse sorgten für so etwas, aber dann wäre ihm sicher schon schlimmeres wiederfahren. Obwohl, wenn es gerade vor ein paar Minuten gewesen war...


    "Wann genau hat es angefangen zu brennen und seid wann ist die Hand taub?

  • Was sollte er sagen? Daß er verflucht worden sei oder es zumindestens annahm? Von einem Gift, daß solange in einem Brief sein konnte und dann immer noch wirkte wußte er nicht, aber was hieß dies schon. Der Mann vorher war ein Arzt und wenn auch ein Grieche so waren die Ärzte hier in Alexandria mit die besten der Welt." Ich habe einen Brief gelesen, von wem spielt keine Rolle. Als ich zuende gelesen hatte fing meine Hand plötzlich an zu brennen und kurz darauf begann die Hand taub zu werden. Vielleicht vor einer halben Stunde?! Was meinst du? Ob es vielleicht Gift sein könnte?"


    Das mit dem Brief hatte er zwar schon mehr oder minder gesagt, aber vielleicht half des ja weiter.

  • Gift war sicher eine Möglichkeit. Seine Symptome entsprachen genau einem von außen aufgetragenen Kobragift. Allerding war das zum einen nicht gefährlich und zum anderen wurde dieses an der Luft schnell unwirksam. Wenn es also das war, das von einem Unkundigen auf den Brief geschmiert wurde, konnte es noch nicht lange dort sein.


    "Lass mich deine Hand sehen."


    Anthi nahm die Hand des Praefekten und überprüfte sie genau nach irgendwelchen Einstichstellen, wurde aber nicht finden...


    "Es könnte Gift sein. Die Symptome entsprechen in etwa einem aufgetragenen Kobragift. Allerdings ist das nicht schädlich. Und wenn es das wäre, dann müsste es jemand vor kurzem aufgetragen haben. Von wo kam der Brief? Hast du einen Einstich gespürt? Wenn nicht, dann brauchst du dir wegen Gift keine Sorgen zu machen."

  • "Aus Rom von einer Iunierin. Aber das ist nicht weiter wichtig. Ich habe auch noch einige Gefäße zerschmettert, vielleicht war das was giftiges drin."


    Das mit dem Brief und von wem er war, war natürlich wichtig aber sicherlich nicht für den Griechen, jedenfalls was Appius Meinung betraf.

  • "Gut wenn er aus Rom gekommen war, dann kann man ausschließen dass Gift für deine taube Hand verantwortlich ist. Ich sehe auch keine typische Rötung oder eine Einstichstelle die auf Gift hinweisen würden. Ebensowenig scheint es sich weiter auszubreiten. Bei Schlangengift wäre längst dein Arm taub, wahrscheinlich wärst du längst tot."


    Er betrachtete die Hand genau.


    "Du weißt als Iatros am Museion bin ich ebenfalls Priester der Musen und des Apoll. Als Iatros würde ich sagen dass du wohl an einem Säfteungleichgewicht in der Hand leidest. Da du dich ja offenbar stark aufgeregt hast könnte sich gelbe Galle gesammelt haben, die deine Arterien verstopft und so das Taubheitsgefühl und das Brennen verursacht. Das ist ganz typisch für Gelbe Galle."


    Anthi holte einige Verbandstreifen aus seiner Tasche. Dann nahm er eine Kanne mit Wasser die da stand. Allerdings war das Wasser zu warm. Trotdem nahm er die Kanne und stellte sie vor sie auf den Tisch.

    "Wir brauchen kaltes Wasser. Schicke deinen Sklaven Wasser aus dem tiefsten Brunnen holen. Wir müssen deine Hand kühlen in der Hoffnung dass dadurch Schleim gezogen wird und deie gelbe Galle neutralisiert. Funktioniert das nicht sind wir gezwungen die Galle abzulassen, was an der Hand sicher unangenehm sein dürfte. Sollte es aber nicht daran liegen müssen die Schmerzen eine andere Ursache haben. Aber hoffen wir dass es das ist was ich vermute. Bis das Wasser da ist halte deine Hand an diese Bronzekanne. Sobald es warm wird nimmst du eine andere Stelle. Wie schlimm sind die Schmerzen?"


    Wenn Ànthimos es sich vorstellen konnte, dass jemand von einem Fluch getroffen wurde, dann dieser Terentier. Ein Brief von einer Iunierin also...es war fast eine zu große Versuchung gewesen ihm mit etwas tatsächlichem Gift den Rest zu geben.

  • Er schnaufte:"Die Schmerzen sind auszuhalten. Ich war Soldat und habe zwei Kriege gegen Babaren und Pather überlebt ich werde mich sicherlich nicht von irgendeiner Hand unterkriegen lassen. Aber ja sie tut weh."


    Der Sklave kam mit dem Wasser:"Ich nehme an ich soll die Hand reinhalten? Wenn du meinst Galle ablassen, heißt das ich kann die Hand dann nie mehr benutzen?"


    Ein schreckliche Vorstellung für ihn. Er hatte als Soldat die Invaliden der Legion gesehen. Sowas war etwas was jeder Soldat fürchtete.

  • "Sauber halten ist das eine, aber es geht darum die Hand zu kühlen. So wie es aussieht hat sich Galle in deiner Hand gesammelt. Galle ist ein heißer Saft und mit einer Kühlung können wir vielleicht erreichen, dass sie zurückgeht. Das mit dem Ablassen ist nur im Notfall notwendig. Und ich werde den Schnitt so setzen, dass er deine Hand nicht schädigt."


    Ànthimos nahm das Wasser und tauchte eine Binde hinein. Es war wirklich schön kalt. Dann wickelte er die Binde vorsichtig um die Hand des Praefekten und goss dann noch ein wenig Wasser darüber.


    "Momentan bleibt uns nichts anderes übrig als zu warten ob das Kühlen hilft. Aber ich bleibe noch hier, nicht dass irgendwelche Nebenwirkungen auftreten."

  • "Das ist beruhigend. Galle soso. Nun dann will ich hoffen, daß es hilft. Ich sollte glaube ich der Person meine Meinung über vergiftete Breife mitteilen."


    Er wartete geduldig, auf die Wirkung des ganzen. "Ich würde sagen es ist immer noch genauso Taub wie vorher, aber das liegt wohl am kalten Wasser. Dafür sind die Schmerzen jetzt weniger. Wo wir hier gerade sitzen. Wieviel verlangst du eigentlich als Honorar?"

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