Antreten zum Ausrücken

  • Der Centurio war noch gar nicht ganz aus dem Offizium des Tribuns heraus, da brüllte er auch schon in alter Manier die ersten Befehlen, die sicherlich noch im Officium gehört werden würden.
    „Die Centurione zu mir!“
    Es dauerte auch nicht lang bis die Männer parat standen. „Die sechste und Siebte rückt aus wir gehen auf die Jagd nach denen die die Umgebung unsicher machen. Volles Marschgepäck antreten lassen wir rücken im Morgengrauen aus. Die Turma II soll sich ebenfalls marschbereit machen. Los ihr alten Säcke, wir haben hier lang genug herumgehockt und während die dort draußen herumbrüllen sorgen wir dafür, dass die Gegend sicher bleibt. Also los machte den Männern Beine, ich will die VI und VII und Turma II vollzählig im Morgengrauen angetreten wissen.“
    Es machte sich ein Grinsen und auch eine Erleichterung in den Gesichtern breit, dass man endlich was zu tun hatte. Dieses ewige herumsitzen und Warten war nie gut für die Moral.



    -----



    Im Morgengrauen standen die VI und VII sowie die Turma II bereit zum Ausmarsch.
    Eine Gewisse Unruhe war zu spüren, die aber von den Centurionen mit laut gebrüllten Reden die die Moral der Truppe anfeuerten, aber niedergebrüllt wurde.
    Wir sind Soldaten Roms! Rom ist alles! Rom ist Ordnung! Rom ist Frieden. Und ein paar Barbaren haben es gewagt diese Ordnung, diesen Frieden zu stören. Wir werden ihnen nun zeigen wie lang und wie mächtig der Arm Roms ist. Wir werden sie lehren, dass man römisches Recht nicht mit Füßen tritt. Wir werden sie lehren, was es bedeutet sich mit Rom anzulegen. Die Überheblichen werden niedergerungen von uns wir sind Soldaten ROMS! Wir kämpfen für ROM!
    „ROM! ROM! ROM!“ stimmten die Soldaten mit ein.





    [SIZE=4]Morri[/SIZE]

  • Von Weitem hörte man das Rom-Geschrei der Männer, es übertönte sogar die Soldaten, die vor der Castra hockten und nach dem Kaiser brüllten.


    Ich kam also auf den Platz und ging auf den Centurio zu, der mir gestern die Nachricht überbracht hatte.


    "Centurio?! Alles bereit?!" Wobei die Frage eher rhetorisch war...


    Ich wandte mich sogleich an die Männer


    "Milites, es ist soweit, wir haben eine besondere Aufgabe! Einige Germanen machen das Umland und das Grenzgebiet unsicher und ihr seit dazu auserkoren, diese Germanen zu jagen und auch dingfest zu machen. Ihr, die ihr euch entschieden habt, den Brüllereien vor dem Tor nicht zu folgen. Ihr, die treu euren Dienst für Rom und den Kaiser ableistet und nicht einfach hinschmeisst, ihr werdet ruhmreich sein. Für Rom und der Kaiser!


    ROMA VICTRIX!"


    Mir war durchaus bewusst, dass die Worte etwas überzogen für diese Aufgabe waren, doch erstens hatten die Männer ein paar aufmunternde Worte verdient und zweitens wurde diese Worte auch sicher zu den Männern vor das Lager getragen werden, was seine Wirkung sicher nicht verfehlen würde.


    "Centurio, lasse abrücken" sagte ich und stieg auf mein Pferd, um den Tross aus der Castra zu führen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!