Er zog seine Hände zurück. Nur noch die Spitzen ihrer Finger berührten die seinen, und selbst diese leichte Berührung schien ihm plötzlich zu viel, soviel merkte sie. Das er nicht wüsste, was er davon zu halten hatte, war klar zu hören, und wog am Ende doch so schwer wie der nasse Pelzmantel, den sie vorhin abgelegt hatte.
Sie zog ihre Hände nicht sofort zurück. Stattdessen streichelte sie mit dem Daumen einmal, ganz langsam, über seine Knöchel. Eine vorsichtige Berührung, so leicht, dass man sie fast hätte übersehen können. Doch sie war absichtlich. Sie wollte, dass er es spürte. Dass sie Wärme in sich trug. Sie sah ihm direkt in die Augen. In ihrem Blick lag alles, was sie nicht aussprach: die Erleichterung, dass sie den Steinschlag überlebt hatten, die Dankbarkeit für den Mantel, den er ihr gegeben hatte, und darunter, tiefer, die Sehnsucht nach etwas, das mehr war als Schutz und Weisheit. Nach Nähe, die sie sich selbst auswählen durfte.
Sie hob eine Hand und legte sie flach gegen seine Wange, spürte die Kühle seiner Haut und die leichte Rauheit eines beginnenden Bartes. Ihre Finger zitterten. „Lass mich dir wenigstens sagen, dass ich mir wünsche, du müsstest nicht. Aber ich verstehe, dass diese Sache größer ist. Größer als ich.“
Sie ließ die Hand an seiner Wange liegen, deutlich länger, als es anständig war. Falls es das jemals wäre. Dann zog sie sie langsam zurück. Die Kline mit dem schlafenden Sporus lag nur einen Schritt entfernt. Es mochten Welten sein.
Amytis lächelte. Ein Lächeln voller Wärme und Wehmut, das zeigte, was in ihr vorging, wie sehr sie dennoch bereit war, seine Regeln mitzutragen.