Der Feind im Haus
Der Feind war nicht über die Mauern der Villa Aurelia gekommen.
Er hatte kein Tor aufgebrochen.
Keine Wache überwältigt, um hineinzukommen.
Er wusste, welche Türen nachts verschlossen wurden.
Er wusste, welche Korridore gemieden wurden.
Und schlimmer noch:
Er kannte Wege durch das Haus, von deren Existenz selbst Titus Aurelius Romanus nichts wusste.
I. VILLA AURELIA – ROM
GEGENWART – KURZ NACH MITTERNACHT
Massad erreichte als Erster das Ende des Korridors.
„Stehen bleiben!“
Der Schatten reagierte nicht.
Ein Mann verschwand hinter einer Säule.
Massad folgte.
Selina kam nur wenige Schritte hinter ihm.
Der Flüchtende war schnell.
Aber nicht panisch.
Das fiel Selina sofort auf.
Er rannte nicht ziellos.
Er wusste genau, wohin er wollte.
„Massad!“
„Ich sehe ihn!“
Der Mann bog nach links.
Massad folgte.
Dann blieb er abrupt stehen.
Eine Wand.
„Was—“
Selina erreichte ihn.
„Wo ist er?“
„Hier.“
„Hier ist niemand.“
„Ich habe ihn gesehen!“
Massad schlug gegen die Wand.
Stein.
Keine Tür.
Kein Durchgang.
Nichts.
Selina hob ihre Lampe.
„Er kann sich nicht aufgelöst haben.“
Massad untersuchte die Wand.
Dann bemerkte Selina etwas.
„Hier.“
Eine schmale Vertiefung zwischen zwei Steinplatten.
Massad drückte dagegen.
Nichts.
Selina sah zum Boden.
Eine Platte war abgenutzt.
Sie trat darauf.
Ein leises Knacken.
Ein Teil der Wand bewegte sich.
Massad und Selina sahen einander an.
Dahinter lag Dunkelheit.
Ein Gang.
Massad fluchte.
„Seit wann gibt es den?“
Selina zog ihre Waffe.
„Frag Titus.“
Dann verschwanden beide in der Dunkelheit.
II. TITUS UND AQUILA
Titus blieb mit Gnaeus Petronius Aquila zurück.
Das Schwert des Aureliers lag gezogen in seiner Hand.
Aquila blickte zur offenen Tür.
„Sie sollten ihm nicht folgen.“
Titus wandte sich langsam zu ihm.
„Warum?“
„Weil er die Gänge kennt.“
„Woher weißt du von diesen Gängen?“
Aquila schwieg.
Titus trat näher.
„Ich stelle dir jetzt genau eine Frage.“
Aquila sah ihn an.
„Für wen arbeitest du wirklich?“
Lange geschah nichts.
Dann antwortete Aquila:
„Für niemanden.“
Titus' Blick wurde kalt.
„Falsche Antwort.“
„Nein.“
„Du übermittelst Nachrichten. Du triffst Männer im Haus am Tiber. Du kennst Dinge über meine Familie, die ich selbst nicht kenne. Und du erwartest ernsthaft, dass ich glaube, du arbeitest für niemanden?“
Aquila atmete langsam aus.
„Ich gehöre keiner der beiden Gruppen an.“
„Das habe ich nicht gefragt.“
„Ich weiß.“
Titus hob sein Schwert etwas.
„Dann versuche es noch einmal.“
Aquila blickte auf die Klinge.
Dann zu Titus.
„Wir nennen uns nicht.“
„Wer ist wir?“
„Menschen, die verhindern sollen, dass beide Siegel in dieselben Hände gelangen.“
„Severus?“
Aquila schwieg.
Das genügte.
Titus nickte langsam.
„Also Severus.“
„Manchmal.“
Titus hielt inne.
Dasselbe merkwürdige Wort.
„Manchmal?“
Aquila antwortete:
„Wir sind kein Orden. Keine Bruderschaft. Keine Behörde. Es gibt keinen Mann an der Spitze, dessen Befehle alle befolgen.“
„Ein Netzwerk.“
„Eher eine Übereinkunft.“
Titus' Blick blieb misstrauisch.
„Und diese Übereinkunft erlaubt dir, mich zu verraten?“
Aquila sah ihm direkt in die Augen.
„Ja.“
Titus schwieg.
Aquila fügte hinzu:
„Wenn dein Wissen beide Siegel zusammenführen könnte.“
Das gefiel Titus offensichtlich überhaupt nicht.
„Dann entscheidest du also, was ich wissen darf.“
„Bis heute.“
„Bis heute?“
„Jetzt liegt das Siegel nicht mehr in der Truhe.“
Aquila blickte zu den Unterlagen.
„Damit gelten andere Regeln.“
IV. ROM – DER VERBORGENE GANG
Selina und Massad bewegten sich langsam vorwärts.
Der Gang war schmal.
Alt.
Stellenweise mussten sie sich ducken.
„Römisch?“, flüsterte Selina.
Massad strich über das Mauerwerk.
„Alt.“
„Das beantwortet meine Frage nicht.“
„Dann frag einen Baumeister.“
Vor ihnen ein Geräusch.
Massad löschte seine Lampe.
Dunkelheit.
Schritte.
Dann Stille.
Selina hörte nur ihren eigenen Atem.
Plötzlich:
Metall auf Stein.
Massad sprang vor.
Ein Schatten.
Ein Arm.
Eine Klinge.
Massad wich zurück.
Selina griff an.
Der Fremde parierte.
Nur einen Augenblick sah sie sein Gesicht.
Verhüllt.
Dann stieß er Massad gegen die Wand und rannte weiter.
„Hinterher!“
Dieses Mal kannten sie zumindest die Richtung.
VII. PALATIUM AUGUSTI
TROGUS SUCHT SEVERUS
„Findet ihn.“
Trogus stand mitten in seinem Gemach.
„Ich will Severus hier.“
Niemand antwortete.
„Jetzt!“
Die Männer verschwanden.
Stunden später kamen sie zurück.
Ohne Severus.
Sein Quartier war leer.
Keine Kleidung.
Keine Tafeln.
Keine persönlichen Gegenstände.
Nichts.
Als hätte dort nie jemand gelebt.
Trogus ließ das Haus am Tiber überprüfen.
Auch dort:
nichts.
Severus war verschwunden.
Doch auf einem Tisch hatte jemand absichtlich eine Wachstafel zurückgelassen.
Trogus las:
OSTIA WAR KLUG.
Darunter:
ABER NICHT KLUG GENUG.
Trogus zerbrach die Tafel.
Titus' Falle war erkannt worden.
Und Severus wusste davon.
Die Frage war nur:
Hatte Severus Titus geholfen?
Oder lediglich verhindert, dass Trogus gewann?
VIII. VILLA AURELIA
TITUS VERSTEHT DEN VERRAT
Aquila stand noch immer vor Titus.
„Du hast also Informationen über mich weitergegeben.“
„Ja.“
„An Severus.“
„Manchmal.“
Titus' Geduld war sichtbar erschöpft.
„Wenn du dieses Wort noch einmal benutzt, werfe ich dich eigenhändig aus meiner Villa.“
Aquila musste beinahe lächeln.
„Das wäre vermutlich gerecht.“
Titus trat näher.
„Warum bist du zurückgekommen?“
„Weil jemand die Arca gesucht hat.“
„Das wussten wir.“
„Nein.“
Aquila schüttelte den Kopf.
„Ihr glaubt, Crispinus habe sie gesucht.“
„Hat er.“
„Ja.“
„Also?“
„Er war nicht der Einzige.“
Titus schwieg.
Aquila deutete auf die Unterlagen.
„Crispinus wusste vom Raum. Aber er kannte den Zugang nicht.“
„Woher willst du das wissen?“
„Weil wir ihn beobachtet haben.“
Titus wurde still.
„Seit wann?“
„Seit Jahren.“
„Und mich?“
Aquila antwortete nicht sofort.
Titus lachte bitter.
„Natürlich.“
Aquila sagte:
„Auch dich.“
Titus ging zum Tisch.
„Wunderbar. Gibt es in Rom eigentlich irgendjemanden, der mich nicht beobachtet?“
Titus sah ihn an.
Aquila hob leicht die Hände.
„Kann ich nicht sagen.“
Dann wurde Titus wieder ernst.
„Wer kannte den Zugang?“
Aquila antwortete:
„Das versuche ich herauszufinden.“
Aus dem Korridor kam plötzlich ein Ruf.
Massad.
Titus griff nach seinem Schwert.
„Dann solltest du dich beeilen.“
IX. DER GANG UNTER DER VILLA
Massad hatte den Flüchtenden beinahe erreicht.
Der Gang teilte sich.
Links.
Rechts.
Selina blieb stehen.
„Welcher?“
Massad lauschte.
Nichts.
Dann bemerkte Selina einen Luftzug.
„Links.“
Sie liefen weiter.
Der Gang wurde breiter.
Dann endete er in einem alten Raum.
Leer.
Kein Flüchtender.
Keine weitere Tür.
Massad fluchte.
Selina hob die Lampe.
„Er muss hier sein.“
Sie untersuchten die Wände.
Dann erreichte Titus sie.
Aquila folgte.
„Wo ist er?“, fragte Titus.
„Verschwunden.“
Aquila betrachtete den Raum.
Sein Gesicht veränderte sich.
„Du kennst ihn“, sagte Titus.
„Nein.“
„Aber?“
Aquila trat zur Wand.
Dort waren zwei Buchstaben eingeritzt.
Alt.
Sehr alt.
M. A.
Titus sah sie.
Dann beinahe erleichtert:
„Marcus Aurelius.“
Aquila antwortete nicht.
Titus bemerkte es.
„Scaurus.“
Noch immer nichts.
„Was?“
Aquila strich mit den Fingern über die Buchstaben.
„Das steht nicht für Marcus Aurelius.“
Selina sah ihn an.
„Woher willst du das wissen?“
Aquila deutete auf die Art der Einritzung.
„Weil ich dieses Zeichen kenne.“
Titus trat näher.
„Dann erklär es.“
Aquila schwieg.
„Aquila.“
„M. A.“
Er sah Titus an.
„Manus Altera.“
Massad runzelte die Stirn.
„Die andere Hand?“
Aquila nickte.
X. MANUS ALTERA
Titus wiederholte:
„Manus Altera.“
„Ein alter Ausdruck“, erklärte Aquila. „Älter als die Spaltung.“
„Eine Organisation?“
„Nein.“
„Dann was?“
„Eine Funktion.“
Titus wartete.
Aquila fuhr fort:
„Das ursprüngliche Netz hatte ein Problem. Wer kontrolliert diejenigen, die kontrollieren?“
Titus dachte an die beiden Siegel.
„Die andere Hand.“
„Genau.“
Aquila zeigte auf die Buchstaben.
„Eine Hand führte aus.“
Er hob die andere.
„Die andere konnte verhindern.“
Selina verstand.
„Wie die beiden Siegel.“
„Ja.“
Aquila nickte.
„Das Prinzip war dasselbe.“
Titus blickte auf die Buchstaben.
„Dann ist eure sogenannte dritte Partei gar keine dritte Partei.“
Aquila sah ihn an.
Jetzt kam die eigentliche Erkenntnis.
„Nein.“
„Ihr seid älter.“
„Ja.“
„Älter als beide Netze.“
Aquila nickte.
„Wir waren Teil des ursprünglichen Systems.“
Titus sah auf M. A.
„Manus Altera.“
Die andere Hand.
Nicht eine dritte Verschwörung.
Sondern die ursprüngliche Sicherung gegen die Verschwörung.
Zumindest behauptete Aquila das.
Titus war nicht bereit, ihm deshalb zu vertrauen.
XII. ROM
DER FLÜCHTENDE IST NOCH DA
Ein Geräusch.
Selina drehte sich um.
Zu spät.
Ein Teil der Wand bewegte sich.
Der Flüchtende sprang hervor.
Direkt hinter Aquila.
Massad reagierte zuerst.
Er warf sich auf den Mann.
Beide stürzten.
Selina trat die Waffe des Fremden weg.
Titus griff zu.
Gemeinsam drückten sie ihn zu Boden.
Aquila zog ihm die Kapuze vom Kopf.
Stille.
Titus kannte das Gesicht.
Nicht gut.
Aber gut genug.
Der Mann gehörte seit Jahren zur Villa.
Tiberius Cossutius Naso.
Einer der älteren Schreiber des Haushalts.
Unauffällig.
Gewissenhaft.
Seit beinahe fünfzehn Jahren im Dienst der Aurelier.
Titus starrte ihn an.
„Naso.“
Der Mann sagte nichts.
„Du?“
Keine Antwort.
Massad durchsuchte ihn.
Er fand eine kleine Metallscheibe.
Titus nahm sie.
Vorderseite:
Kreis – drei Striche.
Rückseite:
Kreis – drei Striche – Querlinie.
Dasselbe Objektprinzip, das Faustus fünf Tage zuvor am Rhenus entdeckt hatte.
Titus wusste davon noch nichts.
Aber Aquila wusste, was es bedeutete.
„Woher hast du die?“
Naso lächelte.
Zum ersten Mal.
Dann sagte er:
„Ihr versteht immer noch nicht.“
Titus kniete sich vor ihn.
„Dann hilf uns.“
Naso sah ihm direkt in die Augen.
„Es gibt keine zwei Netze.“
Aquila wurde plötzlich sehr still.
Titus bemerkte es.
„Was meint er?“
Naso lachte leise.
„Fragt ihn.“
Titus sah zu Aquila.
„Aquila?“
Keine Antwort.
Naso sprach weiter:
„Ihr seht zwei Zeichen und glaubt an zwei Feinde.“
Er deutete mit dem Kopf auf die Metallscheibe.
„Dabei sind es nur zwei Hände.“
Stille.
Titus blickte auf M. A.
Manus Altera.
Dann auf die Scheibe.
Zwei Seiten.
Zwei Zeichen.
Zwei Siegel.
Zwei Hände.
Plötzlich erschien die gesamte bisherige Theorie unsicher.
Vielleicht hatte es niemals eine einfache Spaltung gegeben.
Vielleicht hatte das ursprüngliche System von Anfang an aus zwei gegeneinander arbeitenden Teilen bestanden.
Und irgendwann hatte einer davon vergessen, dass der andere kein Feind war.
XIII. PALATIUM – GLEICHE NACHT
Trogus stand allein.
Ein Diener erschien.
„Herr.“
„Was?“
„Nachricht.“
Trogus nahm die Tafel.
Darauf standen nur zwei Buchstaben:
M. A.
Trogus wurde bleich.
„Woher?“
„Unbekannt.“
Trogus schloss die Hand um die Tafel.
Zum ersten Mal verstand er, weshalb Severus verschwunden war.
Nicht aus Angst.
Nicht wegen Titus.
Sondern weil etwas aktiviert worden war, das seit Jahren geruht hatte.
Trogus flüsterte:
„Manus Altera.“
Der Diener verstand nicht.
Trogus hingegen verstand genug.
Und das genügte, um ihm Angst zu machen.
XIV. VILLA AURELIA
DIE FRAGE
Tiberius Cossutius Naso saß gefesselt im alten Gang.
Massad bewachte ihn.
Selina stand neben Titus.
Aquila gegenüber.
Titus hielt die Metallscheibe zwischen zwei Fingern.
„Jetzt noch einmal.“
Er sah Aquila an.
„Was ist Manus Altera?“
Aquila antwortete:
„Die Sicherung.“
„Gegen wen?“
„Gegen jeden.“
„Auch gegen das ursprüngliche Netz?“
„Ja.“
„Gegen Scaurus?“
„Ja.“
„Gegen Varro?“
„Ja.“
„Gegen Crispinus?“
„Ja.“
Titus hielt inne.
„Gegen mich?“
Aquila sah ihm in die Augen.
„Wenn nötig.“
Selina reagierte sofort.
„Das gefällt mir überhaupt nicht.“
Titus hob leicht die Hand.
Er wollte die Antwort hören.
„Und wer entscheidet, wann es nötig ist?“
Aquila schwieg.
Das war die gefährlichste Antwort von allen.
Titus verstand.
„Niemand.“
Aquila antwortete:
„Jeder für sich.“
Damit war Manus Altera kein streng geführtes Netzwerk.
Es bestand aus voneinander getrennten Menschen, die nur ein gemeinsames Prinzip verband:
Niemand darf beide Hände kontrollieren.
Titus blickte auf Naso.
„Und er?“
Aquila antwortete:
„Ich weiß es nicht.“
Naso lachte.
„Natürlich nicht.“
Titus drehte sich zu ihm.
Naso sah Aquila an.
„Er glaubt noch immer, Manus Altera beschütze das Gleichgewicht.“
Aquila wurde blass.
„Was willst du damit sagen?“
Naso antwortete:
„Dass auch die andere Hand längst gespalten ist.“
Stille.
Jetzt wurde selbst Aquila unruhig.
Titus bemerkte es.
Und damit wusste er:
Das hatte Aquila nicht gewusst.
ENDE DIES XII – HOSTIS IN DOMO
Die bisherige Vorstellung von zwei Netzen beginnt zu zerbrechen.
Das ursprüngliche System besaß offenbar von Anfang an zwei Seiten:
eine Hand, die bestätigte,
und
eine Hand, die widerrufen konnte.
Daraus entstanden die beiden Siegel.
ALTERUM CONFIRMAT. ALTERUM NEGAT.
Doch mit MANUS ALTERA – der anderen Hand existierte zusätzlich eine dezentrale Sicherung: Menschen, die verhindern sollten, dass jemals eine einzige Person beide Seiten kontrollierte.
Aquila gehört zu dieser Tradition.
Severus offenbar ebenfalls.
Doch der gefangene Tiberius Cossutius Naso, seit fast fünfzehn Jahren Schreiber der Villa Aurelia, enthüllt etwas noch Gefährlicheres:
Auch Manus Altera ist nicht mehr geeint.
Damit besteht der Konflikt nicht länger aus zwei klaren Seiten.
Er besteht aus den zerbrochenen Resten eines Systems, dessen Mitglieder sich gegenseitig kontrollieren, beobachten und bekämpfen.
Und irgendwo befindet sich weiterhin das verschwundene Siegel.
Fortsetzung: DIES XIII – MANUS ALTERA
Die andere Hand
Titus beginnt persönlich mit dem Verhör Nasos. Keine Folter. Keine Drohungen. Nur die alten Inventarlisten, die Metallscheibe und eine einzige Frage:
„Wer nahm das Siegel aus der Truhe?“
Naso nennt keinen Namen.
Stattdessen behauptet er, Titus habe den Dieb bereits an diesem Abend gesehen.
Fünf Tage zuvor erfährt Faustus von Varro, weshalb Manus Altera ursprünglich geschaffen wurde – und weshalb Marcus Aurelius Scaurus schließlich sogar dieser Sicherung nicht mehr vertraute.
Appius entschlüsselt unterdessen den restlichen Befehl ARCA APERTA EST. Darin findet sich erstmals ein direkter Hinweis auf einen Mann innerhalb der Villa Aurelia.
Trogus erkennt, dass Severus nicht vor ihm geflohen ist. Severus verfolgt jemanden.
Und Selina entdeckt im alten Gang einen zweiten Zugang zur Villa.
Er führt nicht nach draußen.
Er führt direkt unter die privaten Gemächer der Gens Aurelia.
Doch Naso gibt Titus schließlich noch einen Hinweis:
„Du suchst einen Mann, Aurelier.“
Er lächelt.
„Das war Scaurus' letzter Fehler.“