VI - Collegium Magnae Matris [Männer]

  • Collegium Magnae Matris [Männer]


    Beschreibung


    Die kleinasiatische Göttin Kybele hat auch in Rom ihre Anhängerschaft. Die Große Mutter lässt im Herbst alljährlich die Natur sterben und im Frühjahr zu neuem Leben erwachen. Der Geliebte der Kybele war dem Mythos nach der schöne Attis, der sich in geistiger Umnachtung selbst kastrierte. Der Attis entspricht im Tempeldienst den Eunuchen der Kybele. Diese kastrierten Priester nennt man Galloi, an deren Spitze der Archigallus steht. Das Selbstentmannen war römischen Priestern verboten, weshalb der Kult der Magna Mater anfangs von Nichtrömern geleitet wurde. In der Kaiserzeit ist der Archigallus oft ein angesehener römische Bürger und darum keinesfalls ein Kastrat.


    Als Teil des Staatskultes untersteht die Glaubensgemeinschaft dem Priesterkollegium der Quindecimviri. Ein Priester und eine Priesterin sind gemeinsam die obersten beiden Amtsinhaber dieser Priesterschaft in Rom. Dies sind der Archigallus und sein weibliches Pendant, die Sacerdos maior. Der Weg im Dienst der Magna Mater steht Bürgern, Peregrini und Freigelassenen offen, wobei Bürger keine Eunuchen sein dürfen und daher entweder als Kulthelfer (famulus) fungieren oder als Archigallus, nicht jedoch als Gallus.



    Mitglieder


    Archigallus

    Gallus

    Famulus