Aemilianus

Aus Theoria Romana

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bild:Aemilianus_Antoninian.jpg
Antoninian mit einem
Bildnis des Aemilianus

Marcus Aemilius Aemilianus (207 oder 214-253) war römischer Kaiser im Jahr 253.

Aemilianus wurde entweder 207 oder 214 im afrikanischen Djerba geboren. Über seinen Werdegang ist wenig bekannt; sicher ist, dass er zunächst Konsul wurde, bevor er 252 als Statthalter in die Provinz Untermoesien entsandt wurde. Seine Frau hieß Gaia Cornelia Supera; über eventuelle Kinder ist nichts bekannt.

Aemilianus' größter Erfolg, der ihm dann auch die Kaiserwürde einbringen sollte, war ein deutlicher Sieg über den Gotenkönig Kniva im Frühjahr 253. Dieser forderte von dem zuständigen Aemilianus eine Erhöhung der jährlichen römischen Tributzahlungen, die er von Trebonianus Gallus 251 erzwungen hatte. Aemilianus jedoch verweigerte ihm diesen Wunsch, woraufhin Kniva sein Heer in Bewegung setzte. Aemilianus schaffte es, die verängstigten Legionäre ausreichend zu motivieren. Er gab nun den Befehl zur Ermordung aller Goten südlich der Donau, setzte über ebendiesen Fluss und schlug Kniva vernichtend. Dieser unerwartete Sieg begeisterte seine Soldaten in solchem Ausmaß, dass sie ihn sofort nach Ende der Kampfhandlungen im Juli oder August 253 zum Kaiser ausriefen. Aemilianus marschierte nun gegen Rom, um sich die Kaiserwürde zu sichern.

Das Aufeindertreffen mit seinem Rivalen, dem Noch-Kaiser Trebonianus Gallus, verlief schnell und relativ unblutig: Angesichts der erdrückenden Übermacht wurde Gallus von seinen eigenen Soldaten mitsamt seinem Sohn ermordet. Aemilianus zog in Rom ein und ließ sich offiziell vom Senat inthronisieren. Doch seine Herrschaft sollte nur sehr kurz währen - manche Historiker sprechen von nur 88 Tagen - da kurz vor seinem Tode Gallus noch seinen Kommandeur der oberrheinischen Truppen, Valerianus, zu Hilfe gerufen hatte. Valerian war erst kürzlich selber zum Kaiser ausgerufen worden. Nun spielte sich fast dasselbe Schauspiel wie drei Monate zuvor ab: Als Aemilianus' Soldaten die gegnerische Übermacht erkannten, ermordeten sie ihren Herrn und liefen zu Valerian über.

Über die kurze Herrschaft der Aemilianus lässt sich kaum etwas bestimmtes sagen. Er soll maßvoll regiert und sich gut mit dem Senat verstanden haben. Schon die antiken Autoren sahen ihn ihm kaum mehr als ein kurzes Zwischenspiel in der wirren Geschichte jener Zeit der Soldatenkaiser. Lakonisch meint Eutropius: Aemilianus entstammte einer völlig unbedeutenden Familie, seine Regierung war noch unbedeutender, und im dritten Monat wurde er erschlagen.


Quelle: Wikipedia


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