Legio VI Victrix

Aus Theoria Romana

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Ihre erste namendliche Erwähnung findet die sechste Legion im achten Buch des Gallischen Krieges, wo Caesar den Legionen XIV und VI den Marschbefehl aus ihren Winterlagern an der Saone zukommen läßt (Bell. Gall. VIII 4,3).

Im römischen Bürgerkrieg gegen Pompeius (49 - 46 v.Chr.) kam es im Jahre 48 v.Chr. zu zwei großen Schlachten. Gaius Suetonius Tranquillus (70 - 146 n.Chr.) beschreibt, wie eine einzige Cohorte der Legio VI bei Dyrrhachium als Besatzung eines Castells stundenlang die Angriffe von vier pompeischen Legionen abwehrte, bis sie schließlich durch Pfeilgarben von hundertdreißigtausend Pfeilen fast völlig vernichtet wurde (Sueton: Caesar, 68). Unter dem Kommando des Decimus Calvinius bildete die Legio VI in der Schlacht von Pharsalos zusammen mit zwei neu ausgehobenen Legionen die Mitte von Caesars Schlachtaufstellung. Nach seiner verheerenden Niederlage bei Pharsalos, bei der er wohl etwa 6.000 bis 10.000 Mann verloren hat, floh Pompeius nach Ägypten. Mit der inzwischen schon aus Veteranen bestehenden Legio VI und einer weiteren Legion, setzte Caesar dem Pompeius nach Ägypten nach. Dort angekommen erfuhr er von dessen Ermordung durch den Hof König Ptolemäos des VIII. Im sich anbahnenden Konflikt mit den Ägyptern, dem sogenannten Alexandrinischen Krieg (48 - 47 v.Chr.), standen Caesar seine beiden mitgebrachten Legionen als primäre Machtmittel zur Seite.

Nach erfolgreicher Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen in Ägypten und der Einsetzung Cleopatras der VII. zur König, begab sich Caesar nach Kleinasien. Im Schatten des römischen Bürgerkrieges hatte dort Phanarces von Pontus, der Sohn des Mithridates VI., versucht das Reich seines Vaters wieder aufzubauen. Am 12.6.47 v.Chr. trafen die beiden Heere bei Zela zur entscheidenden Schlacht aufeinander. Bedingt durch die vorangegangenen Kriege zählte die sechste Legion zu diesem Zeitpunkt anscheinend nur noch unter 1.000 Mann. Nach einem wagemutigen Überraschungsangriff des Phanarces gelang es Caesar dennoch mit dieser von ihm selbst befehligten Legion die feindlichen Truppen zurückzudrängen und damit den Weg zum Sieg zu eröffnen (Bellum Alexandrinum 69;1 - 76,1).

Wohlverdient wurden die Veteranen der VI. Legion nach diesem Krieg in Arelate in Südgallien angesiedelt. Als es im Jahre 45 v.Chr. zum Krieg mit den Söhnen des Pompeius in Spanien kam, ist jedoch möglicherweise seine Legio VI dem Iulius Caesar noch einmal in den Krieg gefolgt. Die Namen der beiden aus ihr später hervorgegangenen Legionen, die Legio VI Ferrata (Die Eiserne) und die Legio VI Victrix (Die Siegreiche), setzten dieser ruhmreichen Legion Caesars ein Denkmal. Da die Legio VI Ferrata später unter dem Befehl des Marcus Antonius gekämpft hat, ist es höchstwahrscheinlich, daß, als Octavian den Lucius Antonius, den Bruder des Marcus, im Perusinischen Krieg (41 - 40 v.Chr.) bekämpfte, die in seinem Heer nachgewiesene Legio VI, die Legio VI Victrix gewesen ist. So hat sie wohl auch im Krieg zwischen Octavianus und Marcus Antoniusauf der Seite Octavians gekämpft.

Mit dem Principat des Octavianus Augustus (27 v.Chr. - 14 n.Chr.) begann für die Legio VI Victrix ihre Stationierungszeit in Spanien. Dort hat die Legion sich wohl aktiv an der Niederschlagung des Aufstandes der Contaberer und Asturer (25 - 24 v.Chr.) in Nordwestspanien beteiligt. Das Standlager der sechsten Victrix auf der Iberischen Halbinsel ist nicht bekannt. Sicher ist nur, daß es in Gallaetia (Hispania citerior) gelegen haben muß. Anscheinend handelte es sich dabei um ein Doppellegionslager, daß sich die Legio VI Victrix, laut Strabon, mit der Legio X Gemina geteilt hat. In den fünfziger Jahren des 1. Jahrhunderts n.Chr. sind für Spanien erneute Aufstände der Asturer belegt, zu deren Beendigung die Siegreiche wiederum ihren Beitrag geleistet hat.

Unter der Regierung Neros (54 - 68 n.Chr.) erhielt die Legio X Gemina im Jahre 62/63 n.Chr. einen Marschbefehl von Spanien nach Pannonien, wo sie in Carnuntum an der Donau den Platz der in den Osten abkommandierten Legio XV Apollinaris einnahm. Durch den Abzug der zehnten Gemina blieb die Legio VI Victrix in den Jahren 63 bis 68 n.Chr. die einzige Legion in Spanien. Ihre kriegerische Betätigung in dieser Zeit erstreckte sich wohl nur darauf örtlich begrenzte Erhebungen zu unterdrücken.

Im Jahre 68 n.Chr. schlossen sich Marcus Salvius Otho, der Statthalter von Lusitanien und Servius Sulpicius Galba, der Statthalter der Hispania Taraconensis, dem Aufstand des Gaius Iulius Vindex, des Statthalters der Gallia Lugdunensis, gegen Nero an. Da Vindex selbst es ablehnte gegebenenfalls Kaiser zu werden, ließ sich Galba am 2.4.68 n.Chr., gestützt auf die einzige ihm in Spanien zur Verfügung stehende Legion, die Legio VI Victrix, in Carthago Nova zum "Legaten des Senats und des römischen Volkes" ausrufen. Nach seiner Ausrufung begann Galba sofort damit seine militärische Stärke zu vergrößern, indem er in Spanien eine neue Legion aushob, die ihn dann, nach Neros Tod und seiner Bestätigung zum Augustus durch den Senat, nach Rom begleitete. Um die ihm ergeben gewesene sechste Legion zu ehren gab Galba der neuen Legion die Anschlußnummer VII. Diese Einheit erhielt später den Namen Legio VII Gemina.

Im Juli des Jahres 69 n.Chr. riefen die römischen Truppen in Ägypten, Syrien und Judaea Titus Flavius Sabinus Vespasianus zum Kaiser aus. Die Donauarmee schloß sich im August ihrem Beispiel an und zog unter dem Befehl des Marcus Antonius Primus nach Italien, wo sie ebenfalls bei Bedriacum nahe Cremona die Truppen des Vitellius entscheidend schlug. Nach dieser Schlacht schlossen sich auch die drei spanischen Legionen, auf die Initiative der Legio I Adiutrix hin, der vespasianischen Seite an. Nach dem Regierungsantritt Vespasians wurden noch im Winter 69/70 n.Chr. starke Streitkräfte zusammengezogen, um den am Rhein ausgebrochenen sogenannten Bataveraufstand unter Civilis niederzuwerfen. So erhielten auch die Legio I Adiutrix und die Legio VI Victrix den Befehl an den Rhein zu marschieren und sich dem aus vielen Einheiten zusammengestellten Heer des Quintus Petillius Cerialis anzuschließen. Sein Auftrag, den er mit dem Sieg in zwei großen Schlachten erfüllte, war die Niederschlagung des Aufstandes. Laut Tacitus erreichte die Legio VI das Heer des Cerialis nach der für die Römer erfolgreichen ersten Schlacht bei Trier und trug zusammen mit zwei weiteren ankommenden Legionen zu dessen Verdoppelung bei (Tacitus : Historiae V,14). Cerialis setzte dem Gegner mit seiner Armee nach und stellte ihn auch schließlich, wohl im Juli des Jahres 70 n.Chr., bei Xanten zur entscheidenden Schlacht.

Nach der Neuorganisation des germanischen Heeres standen schließlich vier, kurz darauf fünf Legionen im obergermanischen und vier Legionen im niedergermanischen Heeresbezirk. Zu diesen letzteren gehörte auch die Legio VI Victrix. Schon gegen Ende des Jahres 70 n.Chr. hatte man damit begonnen, die von den Aufständischen zerstörten Kastelle wieder aufzubauen. So errichtete auch die sechste Legion die ihr als zukünftiges Standlager zugewiesene Legionsfestung Novaesium (Neuss) wieder neu.
Ziegelfunde mit Legionsstempeln belegen ihre Aktivitäten. Auch waren Abteilungen der Legion mit dem Abbau von Tuffstein als Baustoff im Brohltal beschäftigt. Im Frühsommer des Jahres 73 n.Chr. errichtete die Legio VI Victrix schließlich an der Stelle der entscheidenden Schlacht bei Vetera ein Denkmal, welches fortan vom römischen Sieg über die Ambitionen und Hoffnungen des Civilis kündete.

Eine Erhebung der Brukterer im Jahre 77 n.Chr. wurde von Gaius Rutilius Gallicus, dem Befehls- haber der niederrheinischen Truppen niedergeworfen. An dieser Aktion wird wohl auch die Legio Sexta beteiligt gewesen sein.

Unter der Herrschaft Domitians (81 - 96 n.Chr.) kam es im Jahre 88 / 89 n.Chr. erneut zu einer Revolte. Gestützt auf die zwei in Mogontiacum (Mainz) stationierten Legionen, die Legio XIV Gemina und die Legio XXI Rapax, lehnte sich der obergermanische Befehlhaber Gaius Antonius Saturninus gegen Domitian auf. Auch die Chatten schlossen sich diesem Aufstand an. Der Befehlshaber der niedergermanischen Legionen Bucius Lappius Maximus setzte daraufhin seine Truppen Richtung Mainz in Marsch. In der entscheidenden Schlacht bei Rigomagus (Remagen) überwand das niedergermanische Heer die Einheiten des Saturninus. Das Doppellegionslager von Mogontiacum wurde nach dem Aufstand aufgelößt. Die Legio XXI Rapax wurde wohl noch im Jahre 89/90 n.Chr. an die Donaugrenze strafversetzt, die Legio XIV Gemina folgte ihr anscheinend erst zwei Jahre später. Den ihm ergeben gewesenen Legionen des niedergermanischen Heeres jedoch verlieh der dankbare Kaiser im Jahre 89 n.Chr. den Ehrentitel: "Die pflichtbewußte treue Domitianische". So hieß auch die sechste Legion fortan: "LEGIO VI VICTRIX PIA FIDELIS DOMITIANA".

Etwa um die Jahrhundertwende vom ersten zum zweiten Jahrhundert n.Chr. wurden die nieder- germanischen Legionsstandorte von vier auf drei und kurze Zeit später auf nur zwei reduziert. Das erste Legionslager, das aufgelassen wurde, war die Legionsfestung Novaesium, das zweite war Noviomagus (Nijmegen). Im Zuge dieser Lagerauflösungen wurde die Legio VI Victrix aus ihrem Lager in Neuss (Novaesium) in das von der Legio XXII Primigenia verlassene Legionslager Vetera II bei Xanten verlegt.

In den Jahren 117-119 n.Chr. war es zuvor in Britannien zu sehr gefährlichen kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Briganten gekommen, die die Anwesenheit größerer römischer Truppenkontingente in dieser Provinz erforderlich machten. Es ist durchaus möglich, daß die Legio VI Victrix schon während dieser Auseinandersetzungen, genauer im Jahre 119 n.Chr. als vollständige Legion, wie auch eine Reihe von Vexillationen anderer Legionen, nach Britannien abkommandiert wurde und dort die Feinde noch aktiv mit bekämpfte. Es kann allerdings auch sein, daß die Legio Sexta erst in der Folgezeit, spätestens aber im Jahre 122 n.Chr., bei der Neuorganisation der Verteidigung an der britannischen Grenze durch Hadrian, auf die Insel verlegt wurde..

In Britannien erhielt die Legio VI Victrix schon bald das Lager der Legio IX Hispana in Eburacum (York) zugewiesen, nachdem letztere in die Germania inferior versetzt worden war. Eburacum sollte zum längsten Stationierungsort der Legio Sexta werden. Bemerkenswert erscheint, daß die Legion während ihres Britannienaufenthaltes fast überall am Hadrianswall einmal bei Bauvorhaben mitgewirkt hat und im Einsatz gewesen ist, bei seiner Erbauung ab dem Jahre 122 n.Chr. jedoch, wie bisher scheint, nicht aktiv beteiligt war.

In den Jahren 130 - 138 n.Chr. kam es wieder zu Zusammenstößen mit den Briganten. Die Sechste Legion könnte dabei eingesetzt worden sein. Sicher allerdings ist ihr Einsatz unter der Regierung des Antoninus Pius (138 - 161 n.Chr.). Eine erneute Erhebung der Briganten führte in den Jahren 142 - 143 n.Chr. zum Krieg und nach dessen für Rom erfolgreicher Durchführung, zum Bau einer noch weiter nördlich als der Hadrianwall gelegenen Grenzbefestigung. Am Bau dieses in Schottland gelegenen Walles des Antoninus Pius hat auch die Legio VI Victrix mitgewirkt.

Im Jahre 191 n.Chr. trat ein Mann die Statthalterschaft in Britannien an, der in den nächsten Jahren noch für große politische Bewegung sorgen sollte. Sein Name war Decimus Clodius Septimius Albinus. Nach dem Vierkaiserjahr 193 n.Chr. stand dem von den pannonischen Legionen an der Donau ausgerufenen und später vom Senat bestätigten Thronprätendenten Septimius Severus (193 - 211 n.Chr.) der in Syrien ausgerufene Gegenkaiser Pescennius Niger (193 - 195 n.Chr.) des Reiches gegenüber. Um gegen Niger freie Hand zu haben, schaltete Septimius Severus einen weiteren potentiellen mächtigen Thronanwärter dadurch aus, daß er ihm die Erhebung zum Caesar und damit Hoffnungen auf die Thronfolge offerierte. Jener mögliche Gegenkaiser war der Statthalter von Britannien, Clodius Albinus. Geblendet von der Offerte des Severus hielt er auch wirklich still, während letzterer in den Jahren 194 - 195 n.Chr. Pescennius Niger im Osten erfolgreich niederwarf. Doch Albinus sah sich in seinen Erwartungen getäuscht, als Septimius Severus im Jahre 195 n.Chr. seinen Sohn Lucius Septimius Bassianus, genannt Caracalla, zum Caesar erhob. Albinus, der über eine große Zahl von Sympathisanten verfügte und dem als Statthalter die drei britannischen Legionen sowie die Hilfstruppen unterstanden, reagierte auf diese Handlung des Septimius Severus sofort, indem er sich Ende des Jahres 195 n.Chr., bzw. Anfang 196 n.Chr., von seinen Soldaten in Britannien zum Augustus ausrufen ließ. Schon bald darauf setzte er mit einem Heer, dem auch die Legio VI Victrix angehörte, von Britannien nach Gallien über, wo er in Lugdunum (Lyon) sein Hauptquartier bezog. Seine Hoffnung, daß sich, nach einem Sieg über den Statthalter der Germania inferior, Truppen der Rheinarmee ihm anschließen würden, scheitere ebenso, wie seine Absicht nach Italien einmarschieren zu können. Sein Kontrahent Septimius Severus hatte nähmlich in aller Eile die Alpenpässe durch seine Truppen sperren lassen.

Im Winter des Jahres 196/197 n.Chr. riß Severus schließlich die Initiative an sich und fiel in Gallien ein. Dort stellte er, nach erfolgreichen Vorgefechten, die Armee des Clodius Albinus am 19.2.197 n.Chr. bei Lugdunum zur entscheidenden Schlacht. Beide Heere müssen bei ihrem Aufeinander- treffen ziemlich stark gewesen sein. Auf der Seite des Albinus war auch in dieser Schlacht die Legio Sexta vertreten. Cassius Dio (155 - 235 n.Chr.) berichtet in seinem Werk über die Römische Geschichte von dem sehr wechselhaften Verlauf dieses entscheidenden Treffens. Ein Flankenangriff seiner Reiterei im richtigen Moment entschied schließlich die Schlacht zu Gunsten des Septimius Severus (Cassius Dio LXXVI 6). Clodius Albinus starb auf der Flucht an einem Dolchstich. Aus den Kämpfen war somit Septimius Severus als neuer Alleinherrscher hervorgegen. Doch der Sieg über seinen letzten Konkurrenten hatte auf beiden Seiten gewaltige Opfer gefordert. Auch die Reihen der Sechsten Legion dürften schwer gelichtet worden sein.

Um weiteren potentiellen Machtkonkurrenten vorzubeugen, teilte Septimius Severus daraufhin die Provinz Britannia in Britannia inferior und Britannia superior auf. Die Legio VI Victrix bildete fortan die einzige Legionsbesatzung von Niederbritannien. Im Verlauf des 3. Jahrhunderts n.Chr. verwischen sich die Berichte über die Geschichte und die Aktivitäten der Legio VI Victrix. Sicher ist nur, daß die Legion in den fünfziger Jahren Vexillationen an die Rhein- und Donaugrenze abstellte, wo Kaiser Gallienus (253 - 268 n.Chr.) einen verzweifelten Abwehrkampf gegen die die Reichsgrenzen berennenden Germanenstämme führte.

Mit der Ausrufung des Postumus zum Gegenkaiser in Köln im Jahre 260 n.Chr. beginnt eine insgesamt vierzehnjährige Abspaltung der britannischen, gallischen, spanischen und germanischen Provinzen vom Reich. Diesem sogenannten "Gallischen Sonderreich", dem Britannien bis zum Tod des Postumus im Jahre 268 n.Chr. angehörte, ist in dieser Zeit auch die Legio VI Victrix zuzurechnen. Über ihre vorauszusetzenden kontinentalen Aktivitäten innerhalb dieser Zeitspanne ist allerdings nichts bekannt.

Constantius Chlorus 305 - 306 n.Chr. leitete im Jahre 306 erfolgreich die Abwehrkämpfe gegen die in britannischen Provinzen einfallenden Pikten, ehe er am 25. Juli des gleichen Jahres im Hauptquartier der Sechsten Legion zu Eburacum starb. Diese Kämpfe dürften die letzten gewesen sein, an denen die Legion in annähernd alten Strukturen teilgenommen hat. Die Umstrukturierungen die das Heer der Spätantike gegenüber dem der mittleren Kaiserzeit, zuerst unter Constantin I. (306 - 337 n.Chr.) und später unter Valentinian I. (364 - 375 n.Chr.), erfahren hat dürften, wie auch bei den meisten anderen ehemaligen alten Armeeinheiten sehr rasch dazu geführt haben, daß auch die Legio VI Victrix nach und nach zu einer zweitrangigen Grenzeinheit herunterkam. Die neue Macht waren nun die aus aus den besten Einheitem zusammengezogenen Elitetruppen des Comitatensischen Bewegungsheeres im Provinzhinterland.

Mit einem Eintrag in der Notitia Dignitatum, einem Verwaltungshandbuch aus dem frühen 5. Jahrhundert n.Chr., dessen Angaben teilweise auch bis um 300 n.Chr. zurückreichen, verabschiedet sich die Legio VI Victrix pia fidelis als nachvollziehbare Einheit aus der Geschichte.

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