Ops

Aus Theoria Romana

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Ops (auch Opis) ist eine altrömische Gottheit und angeblich sabinischen Ursprungs. Ops stand für Erntesegen und die Fruchtbarkeit. Sie ebenso Schutzgöttin der Neugeborenen und wurde im Krieg als Schutzgöttin Roms angerufen. Sie wurde später oft mit der griechischen Göttin Rhea gleichgesetzt.

Sie ist eine Verkörperung der reichen Fülle des Erntesegens und deshalb eng mit dem Erntegott Consus verbunden. Dieser Zusammenhang wird durch den Beinamen Consiva der Ops unterstrichen. Auch die Nähe der Festtage lässt auf eine enge Verbindung des Kultes des Consus und der Ops schließen. Werden zu ehren von Consus am 21. August und 15. Dezember veranstaltet, so folgt ihnen stets vier Tage später das Fest Opiconsivia am 25. August und die Opalia am 19. Dezmeber zu ehren der Ops. Die Gottheit gehörte also eher in einen Verbund mit dem Erntegott Consus als dem Saatgott Saturn.

Das in der Regia gelegene sacrarium durfte nur von den vestalischen Jungfrauen und dem Pontifex Maximus aufgesucht werden. Über den Kultakt an sich ist realtiv wenig bekannt. Lediglich, dass in diesem sacrarium der Pontifex ein suffibulum trug, ein länglich viereckiger weißer Schleier und es kam ein praefericulum, eine große weite Opferschale, zur Anwendung. Das Sacrarium blieb in der älteren Zeit die einzige Kultstätte der Ops. Später erhielt die Göttin einen Tempel auf dem Kapitol, dessen Stiftungstag mit den Opiconsivia zusammenfiel.

Literatur:

Georg Wissowa: Ops. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 3,1, Leipzig 1902, Sp. 931–937

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