Ostia

Aus Theoria Romana

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Die erste römische Kolonie, wurde traditionsmässig von König Ancus Marcius an der Mündung des Tibers gegründet, dort wo nach der Legende von Vergil schon Aeneas gelandet sein soll. Zeugnisse lassen jedoch darauf schliessen, dass die Gründung der Stadt auf das IV. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht, vielleicht anfangs nur auf das Castrum (Zitadelle) beschränkt. Diese militärische Kolonie, die der Verteidigung der Mündung des Flusses diente, ist möglicherweise auch zur Ausbeutung der Salinen gegründet worden. Sie ist Sammelhafen und Reparaturwerkstätte der Flotte und Verteilungsort der Lebensmittel für Rom. Die Bewohner Ostias sind Kaufleute, Reeder, Beamte; für den Fluss-, See- und Landverkehr zuständiges Personal, Handwerker, Arbeiter, zum Grossteil Ausländer, Freigelassene und Sklaven, in Vereinen zusammengeschlossen, mit verschiedenen Sprachen und Religionen. Dies beweisen die Heiligtümer und die grossen und kleinen Tempel, die nicht nur einheimischen (z.B. Bona Dea), sondern auch orientalischen Gottheiten gewidmet sind: darunter persische Mithras, phrygische Kybele, Attis, und ägyptische Serapis, Isis.

Der wirkliche Hafen von Ostia war der von Kaiser Claudius gegründete, "Ostia" oder "des Augustus" genannte, der zweieinhalb Km von Ostia Antica entfernt liegt. Doch dieser wurde bald durch den trajanischen, später als "Hafen Roms" bezeichneten ersetzt.

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