Fest der Bona Dea

Aus Theoria Romana

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3. Dezember und 1. Mai


Über das Fest der 'guten Göttin' Bona Dea sind nur wenige Informationen erhalten geblieben. Es fand zum einen in der Nacht vom 3ten auf den 4ten Dezember ein geheimes Ritual im Haus eines Beamten statt, welcher das imperium besitzen musste. Männer waren bei den nächtlichen Kulthandlungen ausgeschlossen, sogar Gemälde und Statuen von Männern und männlichen Tieren mussten aus dem Haus entfernt werden. Die Frauen wurden bei den Riten von den Vestalinnen begleitet. Da auch der Magistrat nicht teilnehmen durfte, übernahm dessen Frau seine Funktion während der staatlichen Zeremonie, welche pro populo (für das Volk) abgehalten wurde.

Im Kultraum durften keine Myrten sein, er wurde mit Weinlaub geschmückt, die Worte Wein und Myrthe durften während des Festes nicht ausgesprochen werden. Dies kam daher, dass Bona Dea einst von ihrem Vater Faunus mit einem Myrthen-Stock geschlagen worden war, nachdem er sie betrunken vorgefunden hatte.

Ein Schwein wurde geopfert, anschließend folgte eine Feier, über welche wegen ihres Geheimcharakters kaum etwas bekannt ist. Wein, Musik und Tanz dürften aber eine grosse Rolle gespielt haben.

Am 1. Mai fand das Fest öffentlich statt.


Quellen: [1] & [2]

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