Markian

Aus Theoria Romana

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bild:Marcian_Solidus.jpg
Solidus mit einem Bildnis
des Markian

Markian, Marcian, Marcianus oder auch Markianos (* um 390 n. Chr., † 457 n. Chr.) war von 450 bis 457 n. Chr. Kaiser des Oströmischen Reiches und zeitweise zugleich Mitregent von Valentinian III., dem Kaiser Westroms. In den Jahren 456 und 457 n. Chr., nach dem Tode Valentinians, war Markian schließlich sogar Kaiser beider Reichsteile.

Markian hatte unter dem Befehl Aspars gedient, dem Magister militum des oströmischen Kaisers Theodosius II. Kurz vor seiner Erhebung zum Kaiser heiratete er dann Pulcheria, die Schwester von Theodosius. Mit dieser führte er eine so genannte Josefsehe, also eine Form der Ehe, bei der das Ehepaar aus Frömmigkeit auf den geschlechtlichen Vollzug und damit auch auf gemeinsame Nachkommen verzichtet.
Markians Herrschaft währte zwar nur kurz und er stand vermutlich sehr stark unter dem Einfluss seines ehemaligen Heerführers Aspar, nichtsdestotrotz war er ein relativ erfolgreicher Kaiser des spätantiken Imperiums. Das gilt zumindest für sein Wirken im östlichen Reichsteil.
Er verwehrte den Hunnen die seit langem gezahlten Tribute und sicherte stattdessen verstärkt die Grenzen. In Ägypten gelang es ihm größtenteils die aus Süden vordringenden Blemmyer aus dem Reich fern zu halten. In kirchenpolitischer Hinsicht war die Verurteilung des Monophysitismus auf dem Konzil von Chalkedon (451 n. Chr.) sehr bedeutsam.
Anders verhielt sich seine Regentschaft im Weströmischen Reich, wo er kaum Erfolge verbuchen konnte und zum Beispiel nichts gegen die eindringenden Vandalen unternahm, oder unternehmen konnte.


Quellen:
Adlexikon
Wikipedia

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