Einkaufen mit neuem Sklaven

  • Mardonius war gerade von diesem grossen Dunkelhäutigen erworben worden. Wohl als Sklave für seine Herrin. Eifrig folgte er ihm weg vom Stand des Sklavenhändlers. Er war sehr gespannt was mit ihm geschehen würde. War die neue Herrin nett? Was würden seine Aufgaben sein? Zu gerne hätte er gefragt, aber ihm war klar das er nicht als erster ein Gespräch beginnen konnte. Der andere war zwar wohl auch ein Sklave, aber im Rang deutlich höher als Mardonius. Darum wartete er darauf angesprochen zu werden.

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    AZAR


    Der "große Dunkelhäutige" war ein ägyptischer Sklave im Besitz der Aemilier und hatte erfolgreich den Auftrag seiner Herrin Aemilia Caenis erfüllt, einen neuen Sklaven für die Casa Aemilia und für sich selbst zu erwerben.
    Rasch lenkte Azar seine Schritte von dem Sklavenmarkt weg und in die Richtung des Mercatus, in der er einen Stoffhändler vermutete. Er wollte nichts teures oder besonders ausgefallenes, nur frisches, weißes Leinen, und davon genug, um drei Sklaven mit Tuniken einzudecken.


    Er warf dem neu gekauften aemilischen Sklaven einen Seitenblick zu und beschloss, sich ihm erst einmal vorzustellen.
    "Mardonius, richtig?", fragte er, aber ohne eine Antwort abzuwarten, fuhr Azar fort: "Ich bin Azar, Maiordomus der Gens Aemilia. Du bist von deinem Kauf an, wie ich, ein aemilischer Sklave und stehst vorerst mir unter. Ich gebe dir Aufgaben, du kommst zu mir, wenn sie erledigt sind. Ich gebe dir Befehle, du führst sie aus. Du kommst zu mir, wenn du Fragen hast, Hunger, Durst- oder Wünsche anderer Art. Den Herren gegenüber verhältst du dich unauffällig und respektvoll. Wenn sie einen Wunsch haben, ist es deine Aufgabe, ihn von ihren Lippen abzulesen, bevor sie ihn aussprechen und ihn auszuführen, bevor sie merken, dass du weg bist. Wenn du loyal bist und alles zufriedenstellend meisterst, kannst du vielleicht schon bald aufsteigen. Hast du das verstanden, Mardonius?"


    Er war bei den letzten Zeilen stehen geblieben und sah dem Sklaven direkt in die Augen. Was würde er wohl antworten?

  • Mardonius folgte aufmerksam Azars Erklärungen. Ihm war klar das er gut aufpassen musste wenn er einen gutenersten Eindruck machen wollte. Nachdem Azar geendet hatte sagte er:


    "Ja. Ich habe verstanden und ich will gut dienen. Ich bin in letzter Zeit häufig hin und her verkauft worden aufgrund der Wirren des Bürgerkrieges. Jetzt hoffe ich dauerhaft den Aemiliern dienen zu können. Was kannst du mir den über unsere Herrschaften sagen? Was muss ich besonders beachten und was soll ich meiden?"


    Mardonius wollte ja keine Fehler machennund hoffte das Azar ihm guten Rat erteilen würde. Schlieslisch hatte ihn der Maiordomus ja gekauft, da musst er doch ejnInteresse daran haben das er sich gut ausführte und der Kauf als Erfolg gewertet wurde.

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    AZAR


    Nun, was konnte ihm Azar über die "Herrschaften" sagen? Er überlegte kurz und zählte dann auf:


    "Marcus Aemilius Classicus ist der Dominus. Er ist Optio bei den Cohortes Urbanae und derzeit auf Feldzug. Er ist fair und belohnt Loyalität mit Vertrauen. Seine Cousine, Aemilia Caenis, ist erst vor ein paar Monaten von Alexandria nach Roma gezogen und wohnte die meiste Zeit als Gast bei den Iuliern. Jetzt nach dem Bürgerkrieg und der Verwüstung der Casa Iulia ist sie allerdings wieder in die Casa Aemilia eingezogen. Die Aemilia gab mir den Auftrag, dich zu kaufen."


    Mittlerweile waren die beiden Sklaven bei einem Tuchhändler angelangt und standen vor der breiten Auswahl an gewebten Leinen, Wolle, Filz und Seide. Es sollte etwas einfaches sein, etwas, mit dem man arbeiten konnte und trotzdem fein und modisch genug für die Geschmäcker der jungen Aemilia. Was er wohl nehmen sollte? Seide und Wolle schloss er kategorisch aus, schließlich waren sie beide nicht die Lustsklaven einer Patrizierin oder im kalten Germanien.
    Doch auch an Leinen gab es große Auswahl... Gröberes, feines, verziertes, besticktes. Weiß gebleichtes, Natürliches, farbiges... Er würde die Tuniken selbst nähen und wusste genau, wie viel er brauchen würde für alle drei Sklaven- doch aus welchem Stoff? Kritisch beäugte er Mardonius und fragte ihn schließlich. Konnte ja nicht schaden.


    "Ich soll- Wir sollen Stoff für drei neue Tuniken kaufen. Die Herrin möchte die Sklaven der Casa neu einkleiden. Welchen Stoff würdest du nehmen?"

  • Mardonius nickte aufmerksam. Das hörte sich ja nicht schlecht an. Der Haushalt war zwar klein, aber wenn der Dominus bei der Cohortes Urbanae war und momentan auf Feldzug dann hatte er ja anscheinend im Krieg auf der richtigen Seite gestanden. Das konnte bedtimmt nicht schaden.


    Als im Azar dann erläuterte was sie erledigen sollten nickte er wieder und sah sich um. Nachdenklich sagte er:

    "Also ich glaube Leinen wäre für das Klima hier in Rom und als Arbeitskleidung am besten geeignet. Seide ist zwar sehr schön, aber arbeiten kann man darin nicht wirklich. Das ist ja eher was für Lustsklaven und darauf bin ich nicht so scharf. Ich hab gehört das viele von denen zum Arzt mussten um sich unfruchtbar machen zu lassen. Ich hoffe mal du solltst mich nicht dafür kaufen."


    Wenn das aber Azars Auftrag gewesen war konnte Mardonius nun aber auch nichts daran ändern. Er hoffte aber das Azar verneinen würde. Was den Stoff anging sagte er:

    "Farbe wäre nicht schlecht. Auf weiss sieht man jeden Fleck. Haben die Amellier eine Famileinfarbe? Das wäre doch vieleicht nett."

  • [Blockierte Grafik: http://img94.imageshack.us/img94/8262/xerxesu.jpg| Azar


    Farbe? Nein, die Herrin hatte keine bestimmte Farbe erwähnt, also ging Azar davon aus, dass es zwar kein gebleichtes Weiß, aber ein natürliches Leinen werden sollte. Zudem war sich Azar gar nicht so sicher, ob Classicus jemals eine besondere Farbe als Familienfarbe erwähnt hatte.


    Sim-Off:

    Tut mir leid für die späte Antwort, aber ich habe in keiner Fachliteratur eine bestimmte Farbe für die Gens gefunden, und ich bin da immer etwas vorsichtig was Farbenwahl in Historie geht!


    "Ich stimme bei dem Leinen zu. Ich glaube, das dort", dabei zeigte er auf ein einfaches, aber fein gewebtes Leinen, "das richtige ist. Es ist ganz naturbelassen- Färben können wir es ja noch, wenn die Herrin nicht damit zufrieden ist."


    Bei dem Thema Lustsklave zog Azar nur eine Augenbraue hoch, antwortete aber nichts darauf. Er hatte den Auftrag, einen Sklaven für die Aemilier zu kaufen- und bei so einer jungen Frau schwang sicherlich (noch?) nicht der Wunsch nach einem eigenen Lustsklaven... Doch wer weiß, was in den Köpfen von römischen Mädchen alles vor sich ging? Vielleicht war es ja Mode in ihren Freundeskreisen oder sie hatte Beispiele bei den Iuliern gesehen?


    Er handelte kurz mit dem Tuchhändler, drückte ihm eine Summe in die Hand und beobachtete mit wachen Augen genau, wie viel dieser von dem Stoff abschnitt und für sie bereitlegte. Schließlich trat der ägyptische Sklave einen Schritt zurück und bedeutete damit Mardonius, dass er den Stoff tragen durfte.

  • Mardonius nickte und beeilte sich hilfreich zu sein. Er nahm den Stoff und machte sich dann mit Azar auf den Weg in sein neues Heim, das er noch nie gesehen hatte. Dabei wunderte er sich wie es ihm wohl dort ergehen würde.

  • Kaum von der Versteigerung weg, hatte Seneca seinen neuen Besitz schon weiter auf den Markt getrieben, der Kerl brauchte dringend was vernünftiges zum anziehen, er sah aus wie Kraut und Rüben, weshalb der Iunier mit dem Kerl an einem Stand für einfache, aber angemessene Kleidung halt machte..
    "Ich hoffe die haben überhaupt etwas was dir passt.", sagte Seneca ernst, auch wenn er es eher spöttisch meinte, diesen Fakt aber vor seinem Sklaven zu verbergen suchte, "Wie gut kannst du schmieden?", fragte er dann beiläufig während er die Tuniken durchforstete..

  • Auf dem Markt angekommen hielten Germanix und sein Herr nach Kleidung ausschau, als dieser sich nach seiner Schmiedekunst erkundigte. "Gut reparieren. Auch ganz gut im schmieden von Werkzeug. Kriegsausrüstung seltener, aber ich denken auch das hinbekommen.", antwortete Germanix und tat sich dabei schwer so viel auf einmal sprechen zu müssen. Er dürfte jedoch alles Wichtige erwähnt zu haben. "Schmieden ist Kunst. Schmieden großer Teil meines Lebens.", hängte Germanix an um, so hoffte er zumindest, seinem Herrn zu zeigen, dass er sein Bestes geben würde. Das Schmiedehandwerk gehörte zu seinem Leben. Er liebte es genauso wie seine Familie und die Natur.

  • "Deine Einstellung gefällt mir, du wirst dich um meine Rüstung kümmern, und aushelfen wenn bei der Einheit Not am Mann ist, sehr gut.", lobte Seneca den Sklaven, der schien wirklich ganz umgänglich zu sein, und er sprach auch so einigermaßen die Sprache, sein Kauf gefiel ihm immer besser, "Die Tunika sollte dir passen.", sagte er und zog das gute Stück aus dem Stapel hervor, "Germanix, ab sofort wirst du mich in allen belangen unterstützten verstehst du mich?", sagte Seneca ernst, zückte ein paar Münzen, bezahlte den Händler und gab das Kleidungsstück an seinen Sklaven, "Ich werde einen Lehrer für dich organisieren der dir beibringt zu schreiben, zu sprechen, und zu lesen.", erklärte Seneca und wandte sich vom Stand ab. Der Kerl würde ihn in nicht allzu ferner Zukunft einiges an Arbeit abnehmen, was ja selbstverständlich auch der Grund für seinen Kauf war..

  • Germanix glaubte zu verstehen was sein Herr meinte, doch das Wort 'Belangen' war ihm fremd und so fragte er: "Belangen?" Er schien ein guter Herr zu sein und Germanix war klar, dass er wohl Glück hatte, gerade von diesem Mann gekauft worden zu sein. Er nahm die Tunika entgegen und fragte nochmals: "Jetzt anziehen?"


    In dem Moment rannte ein kleiner Junge von hinten auf seinen Herrn zu und Griff nach dessen Geldbeutel. Germanix wusste der Junge würde Probleme bekommen, wenn er ergriffen würde, doch konnte er ihn auch nicht den Geldbeutel seines Herren klauen.
    Verzweifelt ging er einen schritt an seinem Herrn vorbei und sah sich, so schien es die anderen Kleider an, konnte so jedoch auch den kleinen Jungen abdrängen bevor dieser die Hand an der Börse seines Herrn hatte und schubste ihn mit einer unauffälligen Geste so, dass dieser hinfiel. "Tut mir leid Kleiner.", sagte er, warf ihm jedoch gleichzeitig einen vernichtenden Blick zu und half ihm auf. Sich zu seinem Herren zurückdrehend sagte er: "Vergebt mir für meine Unaufmerksamkeit." und senkte den Kopf.

  • "Belangen ja.", entgegnete Seneca während er noch kurz den Blick auf sein Wechselgeld warf, "Belangen, das bedeutet..", ja, wie erklärte man das denn? Der Iunier stockte kurz, "In allen Dingen, in allen Bereichen, verstehst du das? Du wirst mir helfen wo immer ich deine Hilfe benötige.", erklärte er mit Händen und Füßen und bemerkte den Jungen erst gar nicht. Erst als Germanix einen seltsamen Schritt zur Seite machte und irgendetws brummelte, drehte auch Seneca seinen Kopf zu dem Jungen, und dann wieder zu Germanix, "Du bist ja wie Hannibals Elefanten im Amphorenladen.", scherzte er als er den Jungen da liegen sah, aber da sich Germanix wohl schon entschuldigt hatte, war ja alles in Ordnung, "Es ist schon in Ordnung Germanix, nimm deine Tunika, du kannst sie später anziehen." sagte er und setzte sich in Bewegung, "Erzähl mal, was treibt einen wie dich in die Sklaverei?", fragte er beiläufig, denn zu diesem Thema hatte der Sklavenhändler nichts gesagt und er musste natürlich schon wissen mit wem er es hier zutun hatte...

  • Germanix setzte sich in Bewegung. Sein Herr war gerade losgelaufen da fragte er nach Germanix' Vergangenheit und es war für ihn wie ein Tritt in die Rippen. Kurz atmete er einmal tief durch und antwortete so knapp wie möglich: "Frau tot." holte nochmal Luft damit seine Stimme nicht brach: "Kind tot." Er ballte die Fäuste, unterdrückte seinen Groll und beendete die Antwort :"Aufstand!" Germanix schüttelte kurz den Kopf um die schmerzenden Bilder los zu werden. Er sah seinen Herrn an. Wie wirst du reagieren? schoss es ihm durch den Kopf. Welche art von Mensch bist du?
    Es fiehl Germanix garnicht auf, dass die Menschen auf ihrem Weg von selbst zur Seite wichen. Die Mischung von Germanix negativen gefühlen musste eine unangenehme Athmosphäre schaffen.

  • Seneca hörte sich die Worte von Germanix an, es klang fast wie eine typische Geschichte, es kam nicht selten vor das Aufständische als Sklaven Roms endeten, und als Soldat hatte er natürlich eine andere Sicht auf die Dinge, denn der Kerl hatte gegen Kameraden gekämpft. Doch auf der anderen Seite war er immer noch ein Mensch und hatte selbst viele Menschen verloren, sodass er seine Lippen bedauernd verzog, "Deine Verluste tun mir Leid., sagte er und verlor kein Wort über die Aufstände, warum auch? Er hätte so oder so nur sagen können dass es wohl nicht die allerbeste Idee war...
    "Wir werden die meiste Zeit in der Castra der Prätorianer leben, kennst du die Prätorianer?" fragte Seneca um die etwas unangenehme Stimmung wieder etwas zu lockern..

  • Ein mildes Lächeln kam über Germanix Lippen. Sein Herr war zumindest kein gefühlloser Mensch. Auf dessen Frage jedoch schüttelte Germanix nur den Kopf. Er hatte bis jetzt nicht wirklich viel Interesse an Rom gehabt und ihm hätte es gereicht zu wissen, dass sein neuer Wohnort eine Castra war, doch fragte er höflicher weiße und um seinen Herrn besser einordnen zu können: "Wer sind die Prätorianer, mein Dominus?

  • Nett dass er gefragt hatte, und auch mehr als nötig, er sollte ja schließlich wissen wem er da gehörte, nicht dass Seneca sonderlich Eitel gewesen wäre, aber andererseits, wurde man nicht aus purem Zufall in die Reihen der Garde berufen..
    "Naja, die Prätorianer sind die Wache des Imperators, und die beste Einheit Roms." sagte Seneca nicht ohne Stolz und blickte Germanix kurz an "Was aber auch heißt dass ich eventuell manchmal weg muss, in andere Provinzen, dann wirst du bei meiner Familie in der Casa Iunia leben und ihnen helfen, aber keine Sorge, sie sind ebenfalls keine Urmenschen.", erklärte Seneca und schaute sich im vorbeigehen einige Gegenstände an den Ständen an..

  • "Besitzt ihr eine Schmiede dich ich nutzen darf oder werde ich mir eine Schmiede mit anderen Schmieden der Castra teilen mein Dominus?", sagte Germanix nun und versuchte, nun wo er sich wieder etwas beruhigt hatte, den vielen Menschen auszuweichen ohne jedoch von der Seite seines Herrn zu weichen. "Wie weit ist es in etwa zur Castra?", fragte er schließlich, als ehr dachte ihre Wanderung über den Markt würde nie enden.

  • "Erst einmal wirst du dir eine teilen müssen. Wenn du gut bist werde ich hier eigenes Werkzeug besorgen, und wer weiß, vielleicht arbeitest du irgendwann in meiner eigenen Schmiede.", erklärte Seneca und fand die Idee gar nicht mal so schlecht, eine Schmiede wäre ein gutes zweites Standbein, und wenn Germanix ein Talent hatte wäre er ja ein Idiot dieses nicht zu nutzen..
    Seine zweite fragte rang ihm nur ein müdes Lächeln ab, "Rom ist groß, aber wenn wir jetzt zügig gehen sind wir bald da.", scheinbar hatte der Kerl noch nie eine Stadt wie Rom gesehen, wo auch, doch Rom war groß und ein wenig hatten sie noch vor sich, aber sie kamen gut voran und befanden sich bald schon auf gutem Wege zum Ziel..

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