Officium et Cubiculum - Geminus

  • "Vater, Vater!!" schallte es schon durch das Haus, noch ehe Fabia am Officium ihres Vaters ankam.
    Sie klopfte ganz kurz an und schob dann die Tür auf.
    "Vater! Ich muss dir was ganz, ganz wichtiges er........guten Morgen....erzählen!!"
    Sie setzte sich schnell und war noch ganz aufgeregt.

  • "Ich bin befördert worden!!" platze es aus ihr heraus und sie strahlte ihren Vater an, dass sie der Sonne Konkurrenz machte.
    "Und....und gestern Abend, nach der Hochzeit, da sind wir überfallen worden! Durus hat den Angreifer aber in die Flucht geschlagen und...ach, er ist so ein toller Mann! Du musst ihn unbedingt kennenlernen, Vater!"
    Fabias Augen leuchteten in einem Glanz, den Gemnus so wahrscheinlich noch nie gesehen hatte.

  • "Du bist befördert worden? Sehr schön! das freut mich sehr für Dich! Man sieht, Qualität setzt sich durch."


    Dies sagend war er aufgestanden und hatte seine Tochter umarmt, normalerweise wäre er länger auf ihre Beförderung eingegangen, aber ein anderer Punkt hatte sein ganzes Interesse geweckt.


    "Ihr seid überfallen worden? Was ist passiert? Geht es Dir gut? Hat man den Täter gefasst?"


    Doch da seine Tochter so fröhlich ist, ist seine Besorgnis nicht tief, denn ein dritter Punkt beginnt ihn zu fesseln.


    "Durus? Wer ist Durus?"

  • Fabia errötete leicht und schüttelte den Kopf.
    "Es freut mich, dass du das so siehst, doch sollte man stets bescheiden bleiben."
    Sie lächelte ihn an und nickte.
    "Ja, auf dem Heimweg von der Hochzeit der Senatoren Hungaricus und Livia. Durus hat mich begleitet und auf dem Weg war da plötzlich dieser Mann. Aber Durus hat ihn niedergeschlagen und dann ist er geflohen. Die Vigiles waren nicht in Sicht und kamen auch nicht, als ich laut rief."
    Fabia sah Geminus enttäuscht an. Dann bekamen ihre Augen wieder ein Glänzen.
    "Durus? Oh verzeih, sein Name ist Manius Tiberius Durus. Ich traf ihn in Misenum auf dem Forum und seitdem laufen wir uns immer wieder über den Weg. Er ist ein netter Mensch. Ich mag ihn."
    Wieder errötete sie.

  • "Ja, Mäßigung, Bescheidenheit und Demut sind Tugenden. Das hab ich Dir ja auch immer gepredigt. Aber nichts desto trotz darf man von Zeit zu Zeit stolz sein auf das, was man leistet.


    Dann er hat er im geringsten Fall Deinen Besitz, aber höchstwahrscheinlich Dein Leben gerettet. Wofür ich ihm zu größtem Dank verpflichtet bin.


    Manius Tiberius Durus. Ja, ich würde Deinen Lebensretter nur zu gerne einmal kennenlernen und ihm persönlich danken. Und selbst beurteilen wie nett er ist."


    Lächelt.

  • Er kommt vor Messalina in den Raum und setzt sich hinter seinen Schreibtisch. Zunächst sitzt er still da.


    Dann greift er nach einer Weinamphore und gießt sich einen Becher davon voll und nimmt einen großen Zug.


    "Setzt Dich nur."


    Er weist ihr einen Platz vor dem Tisch an.


    "Möchtest Du auch etwas? Oder etwas anderes?"


    Er hebt den Becher kurz an, während er das sagt.

  • Als sich die Beiden still gegenüber standen erfüllte eine Spannung den Raum und Messalina war froh das er endlich das Wort ergriff und ihr anbot sich zu setzten, was sie auch sogleich tat.


    Sie überlegte, Wein wirkte nicht sehr Mädchenhaft, aber nein, jetzt brauchte sie dringend Wein, möglichst schnell möglichst viel.


    >>Sehr gern nehme ich etwas von deinem köstlichen Wein.<<


    Sprach sie mit liebliche und heller Stimme.

  • Er greift wortlos nach einem weiteren Becher. Wertvoll und trotzdem schlicht. Geminus bevorzugte immer schon die versteckte Pracht, diejenige, die nicht dem Fremden und dessen Auge, sondern ihm den Luxus bietet, durch Komfort und Qualität.


    Er gießt ihn voll und stellt ihn auf die Tischkante, vor Messalina.


    Was sollte er Fabia erzählen? Tacitus kannte die Geschichte bereits, mit ihm würde er darüber reden können. Was sollte er nun tun? Er wollte schon damals zu seiner Tochter stehen, was die Mutter ja verhindert hatte. Doch er kannte Verantwortung und Ehre. Er würde sich dessen nicht entziehen.


    "Du kennst also Deine Abkunft? Wie hast Du Dir gedacht, dass es nun weitergeht?"

  • Verwundert schaut Messalina in den Becher. Da war ja garnichts mehr drin. Was sollte sie nur damit? Nur nichts anmerken lassen.


    Fragend und mit ihrem unschuldigstem Lächeln schaute sie ihn an währen er nachdachte.


    >>Ja, wenn auch erst seit kurzem... Vater... Ich... es ist mir ein wenig peinlich...<<


    Sie tat geniert, das mochte alte Männer wohl immer.


    >>Ich bin heimaltlos und ich dachte du könntest mir villeicht etwas helfen Vater...<<


    Mit gesenktem Blick berührt sie sanft seine Hand.

  • "Es muss Dir nicht peinlich sein ...."


    Murmelt er.


    "Ja ......."


    Er trifft eine Entscheidung.


    "Gut. Du kannst zunächst hier wohnen, solange Du dies möchtest. Ich werde mit Dir zum Praetor gehen und Dich als Tochter anerkennen und für Deinen Unterhalt sorgen. Das schulde ich Dir und Deiner Mutter.


    Um Dich ins Bild zu setzen, was meine heutige Familienlage angeht. Meine Frau Sempronia verstarb. Sie gebar mir zwei Kinder. Eine Tochter, Helvetia Fabia, die mein ein und alles wurde, mein Augenstern. Und einen Sohn, der es aber lieber vorzog wegen irrer Ideale in die Welt zu ziehen. Ich werde nciht zulassen, dass Dein Erscheinen hier mein Verhältnis zu meiner Tochter trübt. Wisse das. Für Deinen Unterhalt werde ich sorgen, alles weitere wird die Zeit mit sich bringen."

  • Ein ehrliches Strahlen wandert über Messalinas gesicht. Nun war ihr Leben wieder in akzeptable Bahnen gelenkt.


    >>Natürlich werde ich mich dir unterordnen men Vater, wie es sich gebührt.<<


    Sagte sie zuckersüß und strahlend. Wer sein Augenstern ist würde man ja noch sehen.

  • Das war gut, so schneller es besiegelt seien würde um so besser für sie. Der Mann verstand wie es sich gut lebte, Messalina lies sich gern tragen, vorallem von jugnen muskolösen Männern.


    >>Natürlich, ich folge dir Vater.<<

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