- Landsitz der Gens Octavia vor den Toren Roms -

  • "Helena du möchtest nach Germania? Marcus Octavius Sophus wird nach Germania reisen um dort die Gens zu repräsentieren, möchtest du ihn begleiten?"

    Hochachtungsvoll


    Cicero Octavius Anton


    QUAESTOR URBANUS


    Pater der Gens Octavia
    Pater der Factio Russata



  • Sie hob nun eine Augenbraue. Was würde er denn tun wenn sie ihm gehören würde? Nun, ihre Meinung war über Sklaverei an dieser Stelle nicht angebracht.


    "Ihre Eltern getötet?"


    Sie sah ein wenig erschrocken aus - die Ärmste. Aber aus einem anderen Blickwinkel gesehen werden die Legionäre schon durchaus ihren Grund gehabt haben.


    Nun sah sie zu ihrem Vater.


    "Ich weiß nicht ob ich es vom Tempel aus tun könnte, aber ich würde es schon sehr gerne tun. Ich würde dann dort den Priester bitten mich auszubilden, denn hier ist das momentan alles so ausgelastet..."

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    Einmal editiert, zuletzt von Rediviva Helena ()

  • "Das Schicksal ereilte viel Sklaven aus der Region, darum habe ich keine weiblichen Sklaven, ich hätte zu viel Mitleid und würde immer welche kaufen und ihnen dann doch die Freiheit schänken


    Das wäre sehr kostenspielig :D"

    Hochachtungsvoll


    Cicero Octavius Anton


    QUAESTOR URBANUS


    Pater der Gens Octavia
    Pater der Factio Russata



  • Auf die Worte ihres Vaters hin musste sie lächeln - so hatte sie ihn auch eingeschätzt.


    "Ich könnte auch nur dann Sklaven bei mir behalten, wenn ich die Möglichkeit hätte mich auch freundlich um sie zu kümmern."


    Nun schwieg sie über ihre weitere Meinung lieber, bevor sie noch etwas unüberlegtes sagte..

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  • Beinahe hätte sie nun doch etwas gesagt, was für sie ein wenig anmaßend gewesen wäre, doch das sollte ihr Vater schon selbst beantworten. Sie sah ein wenig bedrückt zwischen den beiden hin und her - hoffentlich käme es nicht zu einem Streit...

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  • Ich spürte das unstimmigkeit in der Luft hing, um es abzumildern trug ich eines der wenigen Römischen Verse vor die ich kannte:


    Würd ich Dich nicht höher einschätzen als mein Augenlicht,
    Würde ich wegen dieses Geschehens, Calvus,
    Dich mit vatinischem Hasse verfolgen.
    Denn was hab´ich verbrochen, was geredet,
    Dass durch diese Poeten Du mich tötest?
    Strafen sollen die Götter den Klienten,
    Der Dir solch einen Berg an Mist geschickt hat!
    Wenn, wie´s scheint, Dir die neue und erlesene
    Gabe brachte der arg gelehrte Sulla,
    Dann ist es recht, und ich finde es wunderbar und herrlich, dass
    Deine Mühen nicht umsonst gewesen sind.
    Doch verdammt! So ein schauderliches Werk,
    Das Du Catull hast zukommen lassen, dass er
    Noch am selben Tag dahinsterbe,
    Ausgerechnet am Saturnalienfest!
    Nein, da kommst Du mir nicht so ungeschoren weg!
    Gleich wenn der Tag erwacht, lauf ich in die Geschäfte,
    Kauf für Dich den Suffenus, den Aquinus
    Und den Caesius, allen Schund, den giftigen.
    Dies ist die Strafe, mit der ich meinen Dank ausdrücke.
    Doch ihr - fort und weg mit euch, wohr ihr
    Unglücklicherweise gekommen seid,
    Schauder unserer Zeit, Mistschreiber!
    Solltet ihr einmal meine Klienigkeiten
    Eifrig lesen und euch nicht scheuen, sie in
    Eure Hände zu nehmen ohne Ekel.

  • "Ihr seit noch jung, drum kann ich euer Unwissen verstehen, aber wie könnt ihr eine so bezaubernde Person als Sache bezeichnen? Sklavin hin oder her und vielleicht bin ich in solchen Frage auch etwas realitätsfremd, aber meine Sklaven sehe ich nicht als Gegenstände, sondern als Bedienteste und wenn sie zu alt sind um zu dienen, werden sie in die Freiheit entlassen und wie will man eine Sache in die Freiheit entlassen?
    Ich glaube zu oft maßen wir uns Römer etwas an, was nur unsere Götter sich anmaßen sollten!"

    Hochachtungsvoll


    Cicero Octavius Anton


    QUAESTOR URBANUS


    Pater der Gens Octavia
    Pater der Factio Russata



  • Verträumt lauschte sie dem Gesang der Sklavin - Lucius hatte Recht gesprochen, als er sie eine wundervolle Sängerin nannte. Nur aus dem Hinterkopf nahm sie die Worte ihres Vaters war, denn in Gedanken war sie noch bei dem Gesang der Sklavin.

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  • Ich hörte den glühend vorgetragenen Worten Ciceros zu.
    Nach den Versen, die Disrun spontan vortrug, verschärften sich diese sogar noch.


    Warum bist du bei den Gelben, wenn dich die Sklaven so menscheln? Ich dachte immer, daß die gilvus hier politisch andere Ansichten formuliert. Aber es ist schon interessant zu hören, was die Octavier wirklich über die Politik denken.


    Mit einem freundlichem Nicken an Disrun dankte ich ihr für die so schön vorgetragenen Worte.

    quidquid agis, prudenter agas et respice finem!

  • Leise um nicht zu stören sang ich ein neues Lied:


    Jene scheint mir einem Gott gleich zu sein, jener scheint mir, wenn es erlaubt ist, sogar die Götter zu übertreffen, der wenn er dir gegenüber sitzt dich immer süß lachen sieht und hört. Weil er mir Elendem alle meine Sinne raubt; sobald ich dich Lesbia anblicke, bleibt mir von meiner Stimme im Mund nichts mehr übrig. Aber die Zunge ist gelähmt unter den Gliedern fließt eine zarte Flamme hinunter, die Ohren tönen von ihrem eigenem Klang, von einer doppelten Nacht werden die Augen bedeckt. Die Muse ist dein Laster Catull, du jubelst und frohlockst wegen der Muse. Die Muse hat sowohl einstige Könige, als auch die glücklichen Städte verdorben.




    [SimOff: ich geh für heute gute Nacht]

  • Beschwichtigend und mit einem hilflosen Blick zu Lucia fuhr sie leis dazwischen.


    "Wollen wir nicht versuchen ohne heiße Diskussionen miteinander zu sprechen?"


    Sie war ein wenig betroffen es extra sagen zu müssen, aber die Stimmung schlug ihr stark auf das Gemüt und es musste auch für Disrun unangenehm sein, SO im Mittelpunkt zu stehen.

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  • Anton lauschte angetan dem Gesang der Sklavin, er schaute verträumt Lucia an, auch sie lauschte den Klängen, als sie merkte, dass Anton sie anschaute, lächelte sie ihm zu


    Dann blickte er wieder in Vibullius richtung und nickte ihm zu


    "Was sage ich, welcher Gegenstand könnte das schon?"

    Hochachtungsvoll


    Cicero Octavius Anton


    QUAESTOR URBANUS


    Pater der Gens Octavia
    Pater der Factio Russata



  • Sie singt wunderbar. Aber mit deinen Ansichten über die Sklaven mußt du aufpassen, daß dir deine Parteifreunde dir nichts übles wollen. Aber lassen wir die Politik und wenden uns den schöneren Dingen zu. Was hältst du von einer Feier zu Ehren des Mars- gestiftet von unseren Familien. Ich hatte schon lange einmal mit solchen Gedanken gespielt. Mit dem Proconsul müsste ich diesbezüglich noch reden. Das ist klar.

    quidquid agis, prudenter agas et respice finem!

  • Sie sah lucius an - hier wurde ja eine Menge organisiert. Nun aber stieg in ihr eine Frage auf - wusste seine gens überhaupt etwas von seinen vielen Plänen? Oder wollten sie es überhaupt? Er würde sich hoffentlich keinen Ärger einfangen.


    "Zu Ehren des Mars? Nun, ich bin eine Priesterin der Fortuna, aber warum nicht?"


    Mit einem frohen Lächeln versuchte sie die Stimmung wieder hoch zu bekommen.

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  • Wenn schon Fortuna auf unserer Seite steht, so kann unserer Freundschaft doch nichts mehr im Wege stehen. ;) meinte ich scherzend, obwohl ich einen skeptischen Unterton schon heraushörte.

    quidquid agis, prudenter agas et respice finem!

  • "Ich liebe Feiern, aber erst solltest du dich mit deinem Pater darüber unterhalten.
    Und meine Factiofreunde wissen, dass ich ein querdenker bin."


    Anton verschwand kurz im Haus und kam nach einer Zeit wieder


    "Disrun würdest du mich bitte kurz begleiten?"


    Anton ging mit der Germanin die Stufen in den Garten herab, er unterhielt sich mit ihr über die Weinreben und anderes Belangloses


    "Mach deine Hand auf"


    Anton legte ihr einen Zettel in die Hand


    Salve Proconsul,


    ich trete mit einer ungewöhnlichen Bitte an euch heran, doch es ist mir ein besonderes Anliegen.
    Eure Sklavin Disrun scheint mir krank und unglücklich, ob es an ihrer Begleitung liegt weiß ich nicht, aber diese Frau ist zu schade, ihre Sangeskünste zu schön um als Sklavin leiden zu müssen.
    Daher bitte ich dich schenke ihr die Freiheit und nehmt sie in deine Gens auf!


    Ich danke euch


    Anton


    "macht damit, was ihr für richtig haltet und nun laßt uns zurück zu den anderen, Lucia ist bestimmt schon erboßt"


    beide gingen wieder die Treppe hinauf und setzten sich

    Hochachtungsvoll


    Cicero Octavius Anton


    QUAESTOR URBANUS


    Pater der Gens Octavia
    Pater der Factio Russata



  • Nun hellte sich auch ihre Stimmung wirklich wieder ein wenig auf. Scheinbar waren sie von den heiklen Themen weg.


    "Fortuna wird sicherlich immer auf unseren Wegen sein."


    Sie lachte froh, es war ein helles, befreites Lachen. Auch ihre Augen strahlten nun wieder Glanz aus und sie war wieder ganz die Mutter, die sie einst gehabt hat, doch an die sie sich eigentlich nicht mehr erinnern kann, da sie schon sehr früh verstarb.

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  • Plötzlich und unerwartet stand Cicero auf und forderte Disrun aus ihm zu folgen. Draußen hörte ich nur Fragmente, wie er sich mit ihr über Gartenbau unterhielt. Das war nun nicht mein Thema und ich fragte Helena:
    "singst du auch so gern?"


    Ihre strahlenden Augen sahen einfach wunderschön aus und der Mann, den sie einmal heiraten würde, würden diese Tag und Nacht verzaubern. Tags, weil sie strahlten und Nachts, weil er davon träumte. ;)

    quidquid agis, prudenter agas et respice finem!

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