Unterkünfte der Cohortes Urbanae

  • "Nein" gibt Quintus zur Antwort. "Wer von den betreffenden Personen in Rom ist oder nicht geht aus den Unterlagen leider nicht hervor."


    Quintus versucht einige Unterlagen die noch auf dem Tisch verstreut sind aufmerksam zu überfliegen ob ihm ein Dokument entgangen war aus dem er diese Informationen hätte entnehmen können. Doch da lagen nur Papyri zu den Betrieben, wo sich diese befinden und welche Eigentümer diese hatten oder gerade haben.
    Das er über den Aufenthaltsort der Personen auf der Liste leider keine Auskunft geben konnte macht ihn etwas unsicher
    Um diese Frage zu klären würde er weitere Unterlagen einsehen müssen.

  • "Dann bleibt uns nichts anderes übrig als jede Person dieser Liste aufzusuchen, ich werde zum Appell blasen lassen und die restlichen Männer meiner Centuria darauf ansetzen."


    Er erhob sich, der Rekrut hatte gute Arbeit geleistet und bestimmt würde er seine Dienst erneut in Anspruch nehmen.


    "Leider darfst du nicht mit, denn als Probatus ist es dir nicht gestattet die Castra Praetoria zu verlassen."

  • Den einen oder anderen Betrieb, den er auf die Liste gesetzt hat würde er durchaus einen Besuch abstatten wollen. Das würde interessant sein, als Soldat ausnamsweise dienstlich in einen Lupaner zu kommen. Aber die Soldaten werden kaum die Betriebe abklappern sondern sich um die Besitzer kümmern. Und diese werden sonst wo sein. Außerdem wird er als Probati die Castra nicht verlassen dürfen. Schade denkt sich Quintus.


    Als sich der Centurio zum gehen erhebt und noch einige Worte an ihn richtet springt auch Quintus auf um zu salutieren. "Centurio"


    Die zufriedene Miene im Gesicht des Centurio sagt ihm das er seine Aufgabe so schlecht nicht erledigt haben kann.

  • "Bleib weiterhin so fleißig und einer Beförderung zum miles steht nichts im Wege." Er sammelte all den Papierkram wieder ein und nahm auch den Bericht des Atius mit. "Vale" Er salutierte nicht, denn er musste ja die Akten tragen, er verabschiedete sich nur und verließ zufrieden die Unterkunft.

  • Als der Centurio seien Unterkunft verlassen hatte kann sich Quintus wieder seinen eigentlichen Aufgaben widmen, die er heute vor hatte zu erledigen. Da wartet zum einen eine Rüstung an seinem Haken und der Gladus musste auch mal wieder geschärft werden. Und dann war noch der Brief den er Romanus, seinem Cousin schreiben wollte.


    Das der Centurio ihn Belobigte lies ihn gleich um ein paar digiti größer werden. Nun konnte er ruhig und gelassen seinen Aufgaben widmen. Er dreht sich zum Tisch und fasst sich ans Kinn. Er werde wohl zunächst den Brief verfassen, wo er ohnehin alles dazu Nötige bereits am Tisch ausgebreitet hatte. So setzte sich Quintus wieder und zog ein Stück Papyri aus seinen Schreibutensilien heraus um seinem Brief aufzusetzen.

  • Ach da hatte der Centurio ja ganz vergessen dem Probatus eine letzte Frage zu stellen. Er ging also wieder zurück und marschierte zum Probatus Atius Rufus.


    "Ist in den Akten auch der Standort der Betriebe vermerkt?"


    Wenn ja wäre das äußerst hilfreich, denn so konnte man mit Hilfe der Stadtwachen der anderen Städte den ein oder anderen gesetzeswidrigen Betrieb schließen [SIM-ON]. Natürlich müsste man das alles vorher mit dem Tribunus Cohortis Urbanae besprechen.

  • Als plötzlich der Centurio nochmals in die Stube tritt ist er überrascht und erhebt sich gleich wieder von seinem Stuhl.
    Auf die Frage des Centurio folgte eine kurze Pause. Quintus musste nachdenken ob er bei den Unterlagen die er bekommen hatte etwas gefunden hatte mit dem er die Frage beantworten könnte.


    "Ich glaube schon. Aber dafür werde ich die Unterlagen nochmals durchsehen müssen."


    Gibt Quintus zur Antwort. Er wird sich die Unterlagen nochmals genau durchsehen. Er glaubt auch zu wissen auf welchem Dokument diese Vermerke zu finden sein werden.

  • "Die Akten sind alle in meiner Amtsstube, also folge mir." Das Problem bestand nämlich dann wenn ein Betriebsbesitzer zwar in Rom residierte, aber seinen Betrieb in einer anderen Provinz oder schon außerhalb von Rom hatte, denn was sollte man denn dann tun? Waren dann, wie er leider später erfahren hatte, die Einwände des Avarus berechtigt? Also die Überschreitung des Zuständigkeitsbereiches des Praefectus Urbi Octavius Victor.

  • "Jawohl Centurio"


    Quintus rückte den Stuhl zur Seite und hat noch hastig seine Tabula mit den calamus gegriffen und folgte den Centurio, der seine Stube mit raschen Schritten verlässt. Er wird die Tabula sicher brauchen um einige Notizen zu machen, obwohl er weis das in der Schreibstube genug Papyri und Wachstafeln herumliegen werden.
    Den Brief wird er wohl später schreiben müssen.

  • Endlich schaffte es Quintus zurück zu seinem Contubernium, stapft kurz entschlossen durch die Tür um sich auf seiner Pritsche fallen zu lassen. Ein schmunzeln huscht über sein Gesicht. Sein Centurio hatte ihm für den restlichen Tag freigegeben. Vor sich hinpfeifend überlegt er sich was er heute noch machen könnte. Er werde wohl die Ausrüstung reparieren. Eine unangenehme Arbeit, die er schon zulange hinausgezögert hatte.


    "Na wie ist es gelaufen" wird Quintus von hinten angesprochen. Melius, ein anderer Probatus der offenbar gesehen hatte das Quintus zurückgekommen war ist in die Stube getreten und ihn wissbegierig angesprochen.
    "Ja, ganz gut." Quintus der die neugier bemerkte blieb ganz kühl.
    "Sag schon, was war?"
    "Ich glaube es ist ganz gut gelaufen." Quintus setzt mit einem Grinsen nach "Habe nämlich für den Rest des Tages frei bekommen."
    Melius, dem dies scheinbar gar nicht gefiel, verläßt mit einigen fluchenden Worten die Stube. Quintus weis das Melius lieber an seiner Stelle gewesen währe, doch Melius drückt sich lieber vor Aufgaben um hernach angefressen zu sein wenn andere eine Aufgabe gut gemeistert haben.


    Er stützt sich auf, lässt seinen Blich durch die Stube wandern und gähnt.
    "Na dann werden wir’s mal anpacken" er pflegt öfters in der Mehrzahl zu sprechen, wenn es um unliebsame Arbeiten geht die er erledigen muss. Missmutig erhebt er sich aus seiner Liege und geht zur Ecke hinüber, wo er seine Ausrüstung liegen hat. Er zieht einen Hocker an sich heran und beginnt darauf sitzend seine Rüstung zu inspizieren.


    Nach einer Weile, immer noch schlecht gelaunt schaut er kurz auf, und sieht auf dem Tisch die Kanne mit dem Wein stehen. Für einen Augenblick scheint seine geschäftige Anspannung einem erleichterten Lächeln gewichen zu sein. Er hat ja den Wein gewonnen, und der wartet immer noch geleert zu werden. Er hatte ihn gewonnen, gegen Decimus Subrius beim Kampf auf dem Exerzierplatz, und er hat ihn selbstverständlich darauf eingeladen. Bis jetzt scheiterte es aber immer. Entweder war Quintus am Exerzierplatz und hat sich dort verausgabt, oder Subrius wurde zu einem seiner Spezialaufgaben abkommandiert. Heute jedoch stehen die Chancen gut.

  • Nach einem langen Tag kam auch Subrius ins Contubernium. Der Tag war anstrengend gewesen, denn er hatte wieder auf den Mercati Traiani patroullieren müssen.


    Als er Rufus und den Wein erblickte, besserte sich seine Laune schlagartig, konnte er hoffen, noch einen guten Abend zu verleben. Deshalb wandte er sich an Rufus:


    "Salve. Hast du den Wein noch nicht getrunken?"


    Natürlich erinnerte er sich, dass sie den Wein gemeinsam trinken wollten, dies war jedoch eine Zeit her und nach einem anstrengenden Tag ist man immer durstig.

  • "Salve, Subrius. Du heute schon hier? Habe nicht so bald mit dir gerechnet." sofort legte Quintus seine unliebsamen Arbeiten zur Seite. Er war ohnehin bereits fertig und hat lediglich den Helm noch etwas poliert, damit er das nächste Mal am Exerzierplatz in der Sonne glänzen konnte und dem schlecht gelaunten Bibulus ordentlich blendet.


    "Der Wein ist stehen geblieben wie du siehst. Ich hoffe nur dass er noch zu trinken ist. Die Hitze die in der letzen Woche herrschte hat sicher keinen Falerner aus ihm gemacht."


    Subrius lächelt und geht gleich zum Tisch hinüber. Er setzt sich auf einen der Stühle die dort herumstanden und greift sich auch gleich zwei Becher.
    "Komm, der Wein wartet nicht" fordert er Subrius auf platz zu nehemn.


    "Erzähl mal, muss ein Anstrengender Tag gewesen sein oder?" Quintus brennt auf Neuigkeiten aus der Stadt, da er ja als Probatus die Castra nicht verlassen darf.

  • Subrius zögerte nicht lange und nahm den ihm angebotenen Platz ein.


    "Nun, der Tag war weniger anstrengend als lang. Ich musste zu zwei Patriziervillen, um zwei Leute an die Edikte des Praefectus Urbi zu erinnern, und von diesen habe ich nur einen erreicht. Dazu habe ich auch einen Auftrag vom Centurio für dich."


    Subrius war sehr interessiert an dem Wein, wartete aber, bis Rufus ihn dem Wein einschenkte, denn er wollte nicht als unhöflich erscheinen und den Wein ohne zu fragen nehmen.


    Sim-Off:

    Edit: Missverständnis mit dem Centurio, eine Passage entfernt und eine neue dafür reingschrieben

  • Sim-Off:

    Speed kills! :D


    "So, einen Auftrag?" Quintus schaut Subrius fragend an. Er hatte fest damit gerechnet heute nichts mehr machen zu müssen und sich im Contubernium auf einen Hocker setzen kann um sich sinnlos zu betrinken. Wird wohl nichts draus. Trotzdem schiebt er die Becher zurecht, greift nach der Kanne mit dem Wein und schenkt Subrius und ihm ein.


    "Pur oder mit Wasser?" fragt er noch ohne die Antwort abzuwarten und schiebt einen der Becher Subrius vor die Nase, der sich ebenfalls gesetzt hatte.


    Quintus lehnt sich zurück, nimmt einen kräftigen Schluck wobei er eine angespannte Miene macht. Nicht etwa weil der Wein schlecht geworden wäre – die Hitze scheint keinerlei Spuren am Arome des Weins hinterlassen zu haben – sondern wegen des Auftrags.
    "Einen Auftrag. Dann lass es uns gleich erledigen bevor wir zu betrunken dafür sind. Schmunzelt er und stellt den Becher wieder zur Seite. Was ist den eigentlich so dringend, das es nicht Zeit bis morgen hätte?"

  • Auf die Frage von Rufus antwortet Subrius:


    "Mit Wasser, ich schenke mir am besten selbst ein."


    Mit diesen Worten nimmt er die Wasserkanne und verdünnt den Wein -immerhin ist das Trinken unverdünnten Weines ein Zeichen für einen Alkoholiker - wie beispielsweise beim sonst so charakterfesten Cato.


    "Nun, du sollst ein Plakat machen, dass ich morgen früh in Rom und Umgebung aufhängen muss. Dort soll draufstehen, dass Claudia Aureliana Deandra gesucht wird und sich bei den Cohortes Urbanae melden muss. Ausserdem wird eine Belohnung von 50 Sesterzen auf einen Hinweis ausgesetzt, der zum Aufenthaltsort der Gesuchten führt."


    Subrius hoffte, dass Rufus die Aufgaben verstanden hatte und es ihm nicht so ging wie ihm selber. Nachdem er zuende gesprochen hatte, nahm er wieder einen tiefen Schluck Wein.

  • "Einen Steckbrief sollte ich also erstellen. Und die Person, die vermisst wird heißt Claudia Aureliana." Gleich holt er seine Tabular hervor und erstellt einige Entwürfe. Er vergleicht, versucht die eine oder andere Wortwahl zu korrigieren.


    "Bei Jupiter!" Flucht er laut auf, als er einen Schreibfehler in seinem Entwurf entdeckt, und wirft das Stück Holz in eine Ecke, um es anschließend wieder hervor zu holen und die Korrektur anzubringen. Den letzten Vorschlag sieht er noch mal aufmerksam durch, und überträgt ihn anschließend auf ein Stück Papyri, das er sich zurecht gelegt hatte.
    Nach einer Weile, Subrius hatte sich offenbar bereits einen zweiten oder dritten Becher Wein genehmigt schiebt er ihm den Entwurf zu.


    "Ich glaube ich habs. Wie findest du das Plakat?"


    Quintus greift noch zur Kanne mit dem Wasser, um seinen Wein auf zu gießen, lässt es dann aber und greift zum Wein und füllt sich den Becher voll.




    Gesucht!!!


    Vermisst wird



    Claudia Aureliana Deandra


    Wer kann Auskunft über den Aufenthaltsort dieser Person geben?
    Zweckdienliche Hinweise an die
    Cohortes Urbanae, Castra Praetoria.


    Es winken 50Sz Belohnung!!!



  • Subrius trinkt tatsächlich noch etwas von dem Weiin und schaut Rufus interessiert zu. Er selber könnte ein solch kunstvolles Plakat nie erstellen, aber dies muss er auch nicht. Als Rufus fertig ist antwortet Subrius ihm:


    "Ich finde, es ist gut gelungen. Ich werde es morgen dem Centurio zeigen. Hoffentlich gefällt es ihm auch."


    Mit diesen Worten schenkt er sich wieder Wein ein. Morgen würde ein langer Tag werden.

  • "Ja du hast sicher Recht, hoffentlich ist es gelungen. Ich habe auch genug meiner kostbaren Freizeit geopfert, von der wir hier in den Castra ohnehin nicht viel haben. Ich hoffe ja nur das der Wein meine Sinne nicht getrübt hat und alles korrekt ist."


    Quintus nippt noch etwas am Wein. Das vergorene Traubengetränk scheint langsam seine Wirkung nicht zu verfehlen. Er greift daher nicht mehr zur Kanne mit dem Wein, sondern schüttet etwas Wasser in seinen Becher nach. Endlich scheint der Abend gemütlicher zu werden.


    "Subrius, du bist doch hier direkt aus Rom. Ich kenne mich hingegen hier wenig aus. Auch kenne ich hier bis auf den Centurio, dich natürlich oder auch die anderen hier in der Cohorte niemanden. Was ist hier so los, wenn der Vorhang am Abend fällt, und sich die Halunken und Diebe aus ihren Verstecken wagen?"


    Quintus brennt auf Informationen über die Stadt. Ein leuchten in seinen Augen, das er nicht ausschließlich dem Wein zu verdanken hat zeigt auch seine Wissbegierde. Außerdem hat ihm die Neugierde gepackt als er erfahren hatte das Subrius aus der Gens der Decima kommt. Am Exerzierplatz konnte er nicht weiter mit ihm sprechen. Jetzt aber, hier in ihrer Unterkunft können sie sich frei unterhalten.

  • Da musste Rufus wohl noch nicht mitbekommen haben, dass er gar nicht aus Rom stammte:


    "Nun, geboren und aufgewachsen bin ich nicht in Rom, sondern in Griechenland. Trotzdem bin ich schon einige Zeit hier und kann dir etwas erzählen: Am Abend werden in Rom von den meisten Freien und einigen Sklaven Tabernae und Lupanare besucht. Dies kommt daher, dass viele in ihrer insulae keine Küche haben und auf fremdes Essen angewiesen sind. Dort werden auch Würfelspiele um Geld, was ja eigentlich verboten ist, gespielt. Die Oberschicht hingegen kommt von Gastmählern zurück. Die Räuber haben es vor allem auf einzelne Menschen abgesehen, die durch die Straßen heimgehen. Dies sind vor allem Handwerker oder freie Arbeiter, die sich keine Sklaven leisten können wie die Oberschicht. Es ist nämlich ein offenes Geheimnis, dass die Sklaven, die die Angehörigen der Oberschicht begleiten, Waffen tragen."

  • In der Tat hat Quintus von der Herkunft von Subrius nichts mitbekommen. Entsprechend erstaunt war er auch als er hörte das Subrius eigentlich aus Griechenland stammte. Dieser Umstand veranlasst ihm seine Augenbrauen hoch zu ziehen.


    "Du kommst also aus Griechenland? Deine Familie muss wohl weit herum gekommen sein, und du dürftest eine weit verstreute Verwandtschaft besitzen. Meine Verwandten stammen soweit ich sie kenne alle aus Hispania. Lediglich einer meiner Onkel lebte lange in Alexandria. Aber über ihn weis ich sehr wenig."


    Er setzt ab um einen Schluck Wein zu nehmen. Das die Patrizier Sklaven als Leibwache in den Straßen mit sich führen kennt er aus Tarraco. Auch der Hafen war dort ein gefährliches Pflaster auf dem sich Räuberbanden herumtrieben. Sein Vater hatte ihm als Jungen verboten nachts dort alleine unterwegs zu sein. Später ging man oft an den Hafen. Nirgends in Tarraco konnte jemand interessantere Menschen kennen lernen, Gespräche unter fremden Händlern lauschen oder auch mal eine interessante Bekanntschaft machen. Mit Dirnen oder schmutzige Weibern gab man sich freilich besser nicht ab, da die Chance sich Filzläuse oder andere Krankheiten zu holen nirgends so groß war wie dort.


    Er ging nicht weiter darauf ein bemerkte nur "Da haben wir ja jede Menge zu tun, um den Leuten hier in Rom ein erträgliches Leben zu garantieren ", und schmunzelt.

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