Furianus nickte.
"Ich habe Euch die ausführlichen Informationen schriftlich zukommen lassen. Daran möchte ich nun anknüpfen und Euch mitteilen, dass die beiden Projekte der Militärareale nun abgeschlossen sind.
Eure Statue steht und auch das andere Areal ist schon zu einem Teil verkauft, der andere Teil wird sicherlich ebenfalls in absehbarer Zeit Abnehmer finden.
Desweiteren, und das habe ich in meinem Schreiben an Euch nicht erwähnt, da dies nicht zu meinem eigentlichen Auftrag gehörte, habe ich eine Wasserleitung nach Cathago Nova errichtet. Man hatte dies schon lange in Planung, doch niemals Gelegenheit das Projekt umzusetzen und der Bevölkerung zu helfen.
Es ist eine schöne Wasserleitung geworden, eine Flussfassung versorgt diese und das lebensnotwendige Nass wird durch bodennahe Freispiegelkanäle, einen in Quanatbauweise errichteten Tunnel und einem Aquädukt geführt."
Das Einweihungsfest konnte er zwar nicht miterleben, aber ihm reichte das Wissen etwas Gutes für die Menschen getan zu haben, um glücklich zu sein.
"Außerdem war ich Beisitzer der Curia Provincialis Hispaniae und leitete die Schola Hispanias eine Zeit lang als Curator. Es blieb mir noch Zeit eine Dissertation zu der Thematik der Wasserversorgung zu schreiben, die ich auch bald dem Rector der Schola Atehniensis vorstellen möchte."
Er avancierte zwar auch zum Princeps Factionis seiner Factio, doch das wollte er nicht erwähnen. Der Imperator konnte sich zwar denken warum ihm Furianus von diesen "Verdiensten" berichtete, doch er würde ihn sowieso später darauf aufmerksam machen müssen, wenn er zu seinem eigentlichen Anliegen kommen würde.
"Mein Kaiser, ihr habt mich als Architectus Provincialis eingesetzt und ich habe zwei Jahre lang meine Arbeit verrichtet. Doch, mein Kaiser, ohne Rom und die Politik ist das Leben trister denn je. So bitte ich euch mich aus meinem Amte zu entlassen. Ich habe viele Erfahrungen sammeln können, alle durchwegs positiv und bereichernd. Es war eine schöne Zeit und Hispanias Reize sind atemberaubend, doch mein Platz ist hier, bei meiner Verlobten, meiner Familie und Rom."
Eine Amtszeit hatte er zu pausieren, ein Jahr. Die zweite Amtszeit musste er aufgrund der Projekte aussetzen, wieder ein Jahr. Zwei Amtszeiten hatte er sich nun nicht mehr in Rom sehen lassen können, nicht mal zur Hochzeit seines Vetters konnte er kommen.
Er hoffte nun wirklich die nötige Erfahrung gesammelt zu haben, um endlich in die ersehnten Hallen des Senates zu gelangen, seinen Weg im Cursus honorum fortführen zu können und sich der Politik zu widmen - etwas anderes gab es für einen Senatorensohn und Patrizier auch nicht.