Regio

Aus Theoria Romana

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Als Regio (Pl. regiones) bezeichnete man die Verwaltungseinheiten, in die Augustus Rom, aber auch Italia gliederte.

Die stadtrömischen regiones

Die erste Gliederung Roms nahm der Legende nach Servius Tullius vor, der die Stadt entsprechend den Gliederungsprinzipien der auguralen Praxis entsprechend nach Windrichtungen geteilt war. Sie bildeten außerdem die Grundlage der späteren stadtrömischen Tribus: Suburana (Caelius, Subura), Esquilina (Esquilin), Collina (Quirinal, Viminal), Palatina (Palatin, Velia).

Nachdem die Stadt bis zum Beginn der Kaiserzeit allerdings stark gewachsen war, nahm Augustus zwischen 10 und 4 v. Chr. zu administrativen Zwecken eine Neuordnung vor. Nun entstanden 14 Regionen, die willkürlich durchgezählt wurden (II, III, IV, VI, VIII, X, XI, XIII innerhalb, I, V, VII, IX, XII, XIV außerhalb der Mauern). Jeder von ihnen wurde ein Praetor oder Volkstribun zur administrativen Aufsicht zugeteilt, außerdem war eine Cohors der Vigiles für jeweils zwei von ihnen zuständig.

Die regiones waren außerdem noch einmal in vici unterteilt. Gemeinsam mit ihnen stellten sie auch die Struktur für den staatlichen Kaiserkult.

In der Spätantike erhielten die regiones schließlich neben ihrer Nummer auch jeweils einen Namen zugewiesen:

  • I. Porta Capena
  • II. Caelimontium
  • III. Isis et Serapis
  • IV. Templum Pacis
  • V. Esquiliae
  • VI. Alta Semita
  • VII. Via Lata
  • VIII. Forum Romanum Magnum
  • IX. Circus Flaminius
  • X. Palatium
  • XI. Circus Maximus
  • XII. Piscina Publica
  • XIII. Aventinus
  • XIV. Transtiberim

Die regiones Italias

Nicht nur Rom, sondern auch Italia wurde zur administrativen Erschließung in regiones geteilt. Diese orientierten sich an existierenden Landschaften und trugen daher auch deren Namen, erhielten aber auch eine Nummer:

  • I. Latium et Campania
  • II. Apulia et Calabria
  • III. Bruttium et Lucania
  • IV. Samnium
  • V. Picenum
  • VI. Umbria
  • VII. Etruria
  • VIII. Aemilia
  • IX. Liguria
  • X. Venetia et Histria
  • XI. Transpadana.


Literatur: Sartori, Antonio: Art. regio, regiones, in: DNP.

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