Romulus Augustulus

Aus Theoria Romana

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Tremissis mit einem Bild-
nis des Romulus Augustus

Romulus war noch ein Kind, als sein Vater Orestes, weströmischer Heermeister und Mitglied des Senatorenstands, ihn am 30. Oktober des Jahres 475 von den Truppen zum Kaiser ausrufen ließ. Sein offizieller Name und Titel auf den für ihn geprägten Münzen lautet : DN ROMULUS AUGUSTUS P F AUGUSTUS = Dominus Noster Romulus Augustus Pius Felix Augustus. Dabei ist das erste als sein Name und das zweite als sein Titel zu verstehen. Wegen seiner jungen Jahre und seiner Bedeutungslosigkeit wurde der junge Kaiser von der politischen Opposition mit dem Spitznamen " Augustulus ", das Kaiserlein, bedacht.

Romulus selbst war viel zu jung und unerfahren, um das weströmische Reich selbst zu regieren. Er war die ganze Zeit seiner Regierung nur eine Marionette, deren Fäden Orestes in den Händen hielt. Gegen Orestes und Romulus stand jedoch noch Julius Nepos, der weströmische Kaiser, der kurz vor der Ausrufung Romulus' zum Kaiser aus Rom nach Dalmatia verbannt worden war. Von dieser [1] aus übte Nepos jedoch noch großen Einfluss auf das Reich aus, mehr als Orestes oder Romulus.

Die Krise, die das weströmische Reich zu seinem Ende führte, hatte schon Jahrzehnte zuvor begonnen. Der Beginn der Völkerwanderung um das Jahr 375 herum hatte dazu geführt, dass germanische Völker vor den einfallenden Hunnen auf römisches Gebiet geflohen waren und dort schließlich eigene Reiche errichtet hatten. Die Hunnen waren eine Bedrohung geblieben, denn sie hatten auch das römische Reich selbst angegriffen. Die Römer mussten Germanen in ihr eigenes Heer aufnehmen, um der Übermacht trotzen zu können. Die Germanen waren oft bessere Krieger als die Römer, was dazu führte, dass die Römer mehr und mehr von ihren germanischen Söldnern abhängig wurden.

Die Germanen erlangten so mehr Macht und oft Einfluss auf die weströmischen Kaiser; dies führte dazu, dass sich die Germanen unter dem Heerführer Odoaker, Sohn eines hunnischen Edlen und einer Skirin gegen die Regierung des Orestes erhoben. Am 23. August 476 setzte Odoaker den Kaiser Romulus Augustus ab und verbannte ihn aus Rom. Es gibt Anekdoten, die besagen, dass Odoaker Romulus wegen seiner jugendlichen Schönheit geschont hat. Es ist möglich, dass Romulus 508 oder 510 noch am Leben war.

Nach Absetzung des Romulus ließ Odoaker sich von seinen überwiegend germanischen Soldaten zum König von Italia (lat: Rex Italiae) ausrufen und wurde vom oströmischen Kaiser Ostroms Zenon (Zeno, Xenon) anerkannt. Mit diesem Akt endet das weströmische Kaisertum. Zwar übte Julius Nepos von Dalmatia aus immer noch Einfluss auf das Reich aus, doch wurde er im Jahr 480 im Exil ermordet und Odoaker hatte die alleinige Herrschaft über Italia.

Das oströmische (byzantinische) Reich überdauerte die Krise der Völkerwanderung um fast ein Jahrtausend und endete erst 1453 mit der Eroberung durch die Türken.


Quelle: Wikipedia


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