eine fröhliche Einkaufstour

  • In gemütlicher Gangart, heutzutage würde man es wohl Schlendergang nennen, liefen beide in Richtung Markt. “So so die Göttin der werdenden Mütter, aber warum sollst du an sie denken? Ich mein ich habe nicht vor Mutter zu werden, nicht so lang ich Sklavin bin, ich wöllte nicht, dass mein Dominus bestimmen kann, was mit meinem Kind passiert, denn wenn ich es richtig verstand haben, gehört doch dann auch mein Kind ihm. Nein nein, unter solchen Voraussetzungen will ich kein Kind.”


    Auf dem Markt angekommen, schlug Morrigan die Richtung zu den arabischen Händlern ein, als ob das jetzt eine Überraschung war. Aber die konnten nun mal den besten Süßkram der Welt herstellen, zumindest fand Morrigan das.
    “Also, wenn du wirklich was süßes willst, was zum Naschen und so, dann würde ich an deiner Stelle immer auf das arabische zurückgreifen und hier sind die besten Händler dafür. Komm wir fragen mal ob wir ein paar Proben bekommen.”
    Sie zog Antoninus hinter sich her auf einen der Händler zu. Sie sprach kurz mit diesem und einen Augenblick später präsentierte sie Antoninus einen Teller voller Köstlichkeiten. “Hier probier mal.”

  • Antoninus der in der Hinsicht völlig Blauäugig war und nichts von irgendwelchen geheimen Frauen Mitelchen wusste. Sah Morrigan ungläubig an. Für ihn waren die Götter allein insbesondere Iuno, dafür verantwortlich in welchem Schoß ein Kind entstand. „Nun das entscheiden die Götter deshalb sollen wir an sie denken.“ Sagte er. Aber auch er hatte keine Interesse daran jetzt mit Morrigan ein Kind zu zeugen, bevor er sie frei gekauft hatte. Sie hatten endlich die Claudische Villa verlassen und waren den Esquilin schon ein Stück hinunter und mitten in der Subura. Als er sie in den Eingang einer Insular zog und ihr Gesicht in seine großen Hände nahm. „Ich werde Menecrates schreiben und n Bitten dich an mich zu verkaufen. Wenn er zustimmt wirst du Frei sein.“ Dann tat er was er in der Villa schon tun wollte. Er umschloss ihre Hüfte und zog sie an sich um sie zu küssen.


    Als sie an einer der unzähligen Buden waren hatte Antoninus der in Rom geboren war den Überblick verloren. Und wusste in seiner Heimatstadt nicht wo er grade war. Tja wenn wenn man nur damit beschäftigte war auf die Frau zu achten konnte das halt passieren. Hilflos sah er sich um beschloss aber einfach beim Rückweg die Orientierung wieder zu finden. „Ja gut also Süßen am besten bei arabischen Händlern.“ Stammelte er wehrend ihn Morrigan irgendwas sehr süßes in den Mund steckte.

  • Zu schön hörte sich dass an, er wollte sie freikaufen. Ein Traum, ja ein Traum und das würde es wohl auch bleiben. Morrigan unterließ es, Antoninus jetzt zu sagen, dass Menecrates über ihren Verkauf gar nicht entscheiden konnte, sondern das nur Lepidus, aber den anzutreffen, war mehr als nur Glückssache und Morrigan wusste ja auch das Lepidus eine ganze Stange Geld hingelegt hatte für sie.
    Sie vergaß all diese Gedanken, als er sie in seine Arme schloss und sie küsste.


    “Schau das nennt sich Baklava.” sagte sie während sie ihm ein süßes Blätterteigteil in den Mund schob. “Das sind gefüllte Dattelkekse das Pätzchen..” Morrigan grinste, wußte sie doch das man von den Süßigkeiten nicht zu viel essen konnte, ohne das einem übel wurde. “Aber das hier ist die süßeste Versuchung von allem.” flüsterte sie ganz nah an seinem Gesicht und hauchte Antoninus einen Kuss auf die Lippen.
    Schnell kaufte sie noch einige Sachen für den claudischen Haushalt, bevor sie weiter schlenderten. An einem der zahlreichen Obststände hielt sie an und erklärte Antoninus, worauf er achten musste, damit man ihm nichts Unreifes oder Faules anbot. Hier und da erklärte sie noch etwas, bevor sie ihn mit sich zog, in eine Seitenstraße. Hier befand sich ein Händler, der ein paar Sitzgelegenheiten aufgestellt hatte. Morrigan bestellte etwas zu trinken für sie beide. Antoninus brauchte bestimmt etwas, den das Süßzeug konnte recht klebrig sein. Hier in der Nebenstrasse, abseits des ganzen Trubels des Marktes, waren sie auch fast ungestört. Der Wirt der den Tee gebracht hatte erkannte wohl, dass das Pärchen gern ungestört sein wollte und zog sich diskret zurück.
    Morrigan kuschelte sich an Antoninus.
    “Weißte du wenn es so ist wie jetzt, dann kann ich wenigstens für ein paar Stunden vergessen was ich bin. Es ist fast so, als wären wir ein ganz normales Paar.” Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter und schaute verträumt. Ja das wäre wirklich schön. Sie genoss die Stunden mit Antoninus, in diesen Stunden konnte sie der Wirklichkeit entfliehen.

  • Wehrend sie wie eine Biene von stand zu stand gingen. Steckt ihm Morrigan ein süßes Stück nach dem andern in den Mund. Was Frauen für eine Vorlieb für das süße Zeugs hatte würde ihm wohl zeit seines Lebens verborgen bleiben. Geduldig ertrug er alles weil er sah wie viel Saß es Morrigan zu machen schien. Sie war in der Villa noch so niedergeschlagen gewesen und jetzt schien sie so gelöst das er das Süße und schon fast pappige Gefühl im Mund ignorierte. Das süßest was er wollte waren ihre Lippen auf seinen aber den Göttern sei dank bekam er die Auch dazu also kein Grund zur Beschwerde.


    Endlich saßen sie irgendwo halbwegs allein. Morrigan hatte etwas zu trinken bestellt das er erst für einen Suppe hielt. Etwas warmes zu Trinken, wer macht den sowas? Trinken diente doch immer zu Erfrischung dachte er. Aber nach dem er gekostet hatte war das gar nicht so schlecht, wie er fand. Er genoss die Stunden mit ihr auch immer in so vollen Zügen. Aber wie ein Typisch römisches Paar sahen die Beiden sicher nicht aus wenn sie so verschlungen in der Öffentlichkeit da saßen. „Ist man bei euch zu Hause freier in Persien was das angeht? Ich meine was die Konventionen zwischen Unverheirateten angeht.“ Sagte er und fragte sich was Morrigan´s Vater dazusagen würde wenn er davon wüsste.

  • Wie von der Tarantel gestochen fuhr Morrigan hoch. Ein Eimer kaltes Wasser hätte wohl die gleiche Wirkung auf sie gehabt. Kerzengerade, als hätte sie einen Stock verschluckt saß sie da und starrte in ihren Tee, als ob sie dort die Weisheit sehen könnte.
    „Ähm nein ich würde eher denken strenger als hier in Rom. Junge Frauen dürfen nicht allein in die Öffentlichkeit. Liebesheiraten sind auch äußerst selten, meist werden die jungen Frauen verheiratet, die Väter bestimmen, wen sie heiraten. Und sie gehen unberührt in die Ehe.“
    Morrigan starrte vor sich hin.
    „Kannst du dich erinnern, dass ich dir sagte ich kann nicht mehr nach Hause?“ Sie blickte Antoninus an. „In den Augen meines Vaters habe ich, in dem ich mit dir geschlafen habe obwohl wir nicht verheiratet sind, Schande über die Familie gebracht. Wenn er es erfahren würde, würde er mich unweigerlich verstoßen oder gar töten.“
    Morrigan trank einen großen Schluck von ihrem Tee.

  • Antoninus war erst mal völlig Baff als Morrigan aufsprang wie ein geölter Blitz. Er ah sie von unten an und kaute auf seiner Unterlippe, als sie ihm er klärte das es in Persien nicht viel anders war als in Rom. Allerdings schien die Sache dort noch einen Zacken strenger ab zu gehen. Er griff nach ihrer Hand um ihr das Gefühl zu geben das sie nicht allein war.


    Als sie ihm aber dann erklärte das ihr Vater sie Töten würde wenn er von ihnen beiden erführe. Konnte er das nicht so ganz fassen. Immerhin musst ein Mann und grade ein Vater doch Verständnis aufbringen. Wenn besondere Umstände vorlagen. Wenn sie einer ihrer Herren mit Gewalt genommen hätte hätte sie gar nichts dagegen tun können. Und er konnte sich nicht vorstellen das in Persien alle Frauen und Mädchen Tod geschlagen wurden die zum Beispiel im Krieg von der Feindlichen Arme geschändet wurden. Dann würde es in Persien bald keine Perser mehr geben , weil ihnen die Frauen aus gingen. „Wenn er es wüsste würde er es verstehen. Du hast hier nicht die selben Bedingungen wie Zuhause. Kein Mensch kann so grausam sein das er die besondere Situation hier nicht berücksichtigen würde. Dein Vater liebt dich sicher sehr. Du hast gesagt Du bist sein einziges Kind. Er Würde sicher alles geben damit du zu ihm zurück kannst. Und sicher alles was dir in Gefangenschaft geschehen ist vergessen.“ Sagte er beruhigend zu ihr und Zog sie ein Stück zu sich und küsste ihr Handgelenk.

  • Morrigan widerstand dem ersten Impuls ihre Hand wegzuziehen. Erstaunlicher Weise brachte sie sogar ein Lächeln zusammen. Sie hatte nicht erwartet, dass er sie verstehen würde, dass er die Sitten ihres Landes verstehen würde.
    „Ja er liebt mich wohl, vielleicht würde das mein Leben retten, jedoch kann und könnte ich nicht mehr bei meiner Familie leben. So verrückt das für dich vielleicht auch klingt, auch wenn die Frauen mit Gewalt genommen werden, so sind sie verantwortlich für ihre Unberührtheit, geht sie verloren, sind Frauen nichts mehr Wert. Ehen werden schon früh unter den Familien ausgemacht, meist wird man im Kindesalter von seinen Eltern versprochen und sofern man alt genug ist verheiratet. Es ist wohl nicht anders als hier in Rom, es werden Ehen geschlossen, die der Familie nützen, die sie voranbringen.“ Morrigan drückte seine Hand. „Mach dir keine Gedanken, ich wusste um die Konsequenzen, und es war meine Entscheidung.“ Sie hob seine Hand an ihre Lippen und küsste sie. „Und ich bereue nichts.“ Morrigan beugte sich vor und hauchte Antoninus einen Kuss auf die Lippen. „Keinen Moment, den ich mit dir verbringen durfte möchte ich missen.“ Ihr Lächeln, welches sich auf ihrem Gesicht zeigte war ehrlich und wurde verschmitzt als sie sich vorbeugte und ihm ins Ohr flüsterte. „Meinst du die Villa ist immer noch unbewohnt?“

  • Antoninus konnte in seinem Gesicht nicht verhehlen das ihn die Sache etwas mehr berührte. Er liebt diese Frau und weil sie mit ihm schlief war das Band zwischen ihr und ihrer Familie durchtrennt. „Ja hier in Rom ist das nicht viel anderes. Die Ehe ist mehr ein Mittel zum Schließen von Bündnissen unter Familien“ Komisch früher hatte ihn das eher weniger gestört. Es war Tradition und somit konnte es in Antoninus Augen nicht schlecht sein. Nur seit er die kleine Perserin kannte hatte sich sein Blick auf Tradition und Konvention etwas verschoben. Sie sagte da sie nichts Bereue trotz der Konsequenzen. Das tat er auch nicht ob wohl ja noch nicht alles absehbar war. „Ja das die Villa steht noch leer. Sie gehörte einem ehemaligen Tribun von uns. Die Prätorianer nutzen sie zeitweise als ….. Äh? Auf jeden Fall können wir hin wenn du möchtest.“ Es war auch für Antoninus gefährlich Geheimnisse aus zu plaudern.

  • Morrigan lächelte, so so die Prätorianer nutzten die Villa. Wer weiß wie viele Soldaten noch Liebschaften hatten, von denen keiner erfahren durfte. „Ich wäre gern mit dir allein. Ich denke auch in den Gassen Roms ist ein Liebespärchen etwas auffällig. Meinst du nicht auch?“ Morrigan zog Antoninus mit sich durch die Gassen, bis sie einen freien Platz erreichten und man endlich wieder erkennen konnte, wo man sich in Rom befand.
    Kurz sah Morrigan sich um, bis sie die Orientierung wiederfand und schlug dann den Weg in Richtung Villa ein. „Meinst du nicht auch, es wäre einfacher, wenn man sich seinen Partner fürs Leben selbst aussuchen kann? Ich mein woher wollen die Eltern wissen, was gut für einen ist? Und nur weil es der Familie nützt, muss die Ehe ja nicht gut sein. Ich könnte den Gedanken nicht ertragen mit einem Mann zusammenzuleben, nur weil es die Familie so will.“
    Innerlich schüttelte es Morrigan bei diesem Gedanken. Viellicht war es ja doch gut gewesen, dass sie aus ihrer Heimat weggebracht wurde. Auch wenn sie alles dort vermisste, so eine arrangierte Heirat ne das war nichts für sie.

  • Antoninus gluckste das wäre er auch gern. Sie hatte mal wieder in seinen Augen gelesen. So zumindest empfand er es. Als sie ihn auf und hinter sich herzog folgte er ihr ohne Widerstand. „Ja hier in der Subura geht das alles noch aber wenn wir in ein anständiges Viertel kommen sieht das schon anders aus.“ Sagte er mit schräg gestelltem Kopf währende er sie an sich zog und grinste.


    Ja was sollte er da jetzt drauf antworten? Klar war das in seiner Situation jetzt das beste aber es war Tradition. Und an die hatte man sich im normal Fall zu halten. Aber im Normal Fall schlief man auch nicht ohne Erlaubnis mit einer Sklavin aus dem Haushalt seines Patrons. Also nickte er erst mal vorsorglich obwohl ihn das Thema doch mehr beschäftigt. Aber davon abgesehen unterstand er niemanden mehr und hätte die freie Wahl wenn er heiraten dürfte. Aber er durfte es ja so oder so nicht. Weshalb sein Schwerpunkt auf Morrigans Freiheit lag nicht auf dem Thema Eheschließung . Wenn sie Frei wäre könnten sie zusammen sein. Viele Männer hatten Frauen die in der Nähe der Castra lebten. Die zwar rechtlich nicht den selben Status hatten wie eine Rechtlich angetraute aber es war doch sozial akzeptiert. Und in Morrinans Heimat war eine Ehe sicher nicht mit den Rechtsklauseln wie in Rom zu schließen. So erreichten sie den Seiteneingang der Villa und Antoninus wartete, ob Morrigan noch wusste wo der Metallstift zum öffnen er Tür war.

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